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Fällt 2025/26 ein legendärer Rekord?

FC Bayern unter Kompany besser als bei Guardiola und Alonsos Rekord-Leverkusen

Mit dem 6:2-Kantersieg über den SC Freiburg am 11. Bundesliga-Spieltag stellte der FC Bayern erneut einen bemerkenswerten Rekord in der Geschichte des deutschen Fußball-Oberhauses auf.

München – Nachdem der FC Bayern vor dem 10. Bundesliga-Spieltag bei Union Berlin noch keine einzige Pflichtspiel-Minute dieser Saison im Rückstand gelegen war, musste er zuletzt auch seine Comeback-Qualitäten auf dem Weg zu einer am Ende womöglich außergewöhnlichen Spielzeit zeigen. Das gelang bei der bislang einzig nicht gewonnenen Partie der Saison in der Alten Försterei zweimal, Harry Kane erzielte in der Nachspielzeit den 2:2-Endstand. Gegen den SC Freiburg, immerhin aktueller Tabellen-Zweiter der Europa-League-Tabelle, musste sogar ein früher 0:2-Rückstand umgebogen werden. Michael Olise, Lennart Karl & Co. ließen den Breisgauern am Ende beim 6:2 keine Chance.

Der FC Bayern 2025/26: Torjubel fast schon Routine.

Somit steht der deutsche Rekordmeister unter Cheftrainer Vincent Kompany in der 63. BL-Spielzeit nach elf Spieltagen mit 31 Punkten (zehn Siege – ein Unentschieden) und 41:8 Toren (+33) so gut wie noch nie eine Mannschaft zuvor zu diesem Zeitpunkt da. Zwei Teams hatten gleich viele Punkte, aber jeweils ein schlechteres Torverhältnis: Pep Guardiolas Bayern 2015/16 mit 33:4 Toren (+29) und Xabi Alonsos Bayer Leverkusen 2023/24 mit 34:10 Toren (+24) in der einzigen BL-Saison, die ein Verein bislang ohne eine einzige Niederlage abgeschlossen hat.

Der Rekord der Tuchel-Bayern und ein legendärer BL-Bestwert in Gefahr

Erstaunlicherweise bedeuten die sensationellen 41 Treffer nach nur elf Spieltagen (Schnitt von 3,73 Toren pro Spiel) keinen neuen Bundesligarekord. Diesen halten doch tatsächlich die Tuchel-Bayern der misslungenen Münchner Spielzeit 2023/24 (42:9 Tore), die zu dem Zeitpunkt der Saison Alonsos Rekord-Werkself noch absolut Paroli boten (neun Siege, zwei Remis).

Die beste Halbserie der BL-Geschichte spielten die Bayern im ersten Guardiola-Jahr 2013/14 mit dem Team, welches fast identisch mit der legendären Heynckes-Triple-Mannschaft war: 15 Siege, zwei Unentschieden, 44:9 Tore. Nur ein einziges Mal gelang dem Rekordmeister eine weitere niederlagenfreie erste Halbserie, nämlich im Jahr darauf (14 Siege und drei Unentschieden). Diese Bestwerte zu brechen, ist den aktuellen Kompany-Bayern absolut zuzutrauen. Der komplizierteste Gegner bis dahin könnte Pokalsieger VfB Stuttgart sein, ansonsten spielt der FCB noch gegen nachlassende Kölner und tatsächlich die letzten Vier der aktuellen Tabelle (VfL Wolfsburg, St. Pauli, Mainz 05, Heidenheim).

Gleich zwei Stars verdienen sich die 1: Bayern-Noten gegen Freiburg

Manuel Neuer: Wurde lange nicht gefordert und lenkte dann einen strammen Schuss von Leverkusens Tella stark am Tor vorbei (52.). War da, wenn man ihn brauchte. Note: 2
Manuel Neuer: Die Magen-Darm-Probleme waren rechtzeitig verschwunden, die Nummer eins stand gegen Freiburg im Tor. Beim zweiten Freiburger Treffer nach einem Eckstoß machte Neuer keine gute Figur, als auf der Torlinie klebte, während der Ball in den Fünfmeterraum segelte, wo Manzambi mühelos einnickte. Note: 4 © IMAGO/Jerry Andre
Josip Stanisic: Hinterlief immer wieder Olise und schaffte so zusätzliche Anspielstationen. Blieb defensiv konzentriert. Note: 3
Josip Stanisic: Unauffälliger Auftritt des Rechtsverteidigers, der sich zwar nichts zu Schulden kommen ließ. Trotzdem hatte man den Eindruck, dass der kroatische Nationalspieler immer für einen Wackler gut ist. Note: 4 © IMAGO/STUDIO FOTOGRAFICO BUZZI SRL
Dayot Upamecano: Ließ zu Beginn die Chance aufs 1:0 liegen, verteidigte dafür fehlerfrei und gewann mit seinen aggressiven Tacklings zahlreiche Bälle. Note: 2
Dayot Upamecano: Der Innenverteidiger versprühte einen enormen Offensivdrang, sowohl mit seiner mutigen Spieleröffnung als auch mit dem einen oder anderen Dribbling in Richtung gegnerischen Sechzehner. Sein Treffer zum 3:2 nach einem Eckball war die logische Konsequenz. Note: 2  © IMAGO/Markus Fischer
Jonathan Tah: Entschied die wichtigen Duelle für sich und hielt Leverkusens Stürmer souverän in Schach. Note: 3
Jonathan Tah: Verteidigte souverän gegen die Freiburger. Darüber hinaus gewann er jedes Laufduell - auch wegen seines cleveren Stellungsspiels. Insgesamt ein mehr als solider Auftritt. Note: 3 © IMAGO/Michael Weber IMAGEPOWER
GER, FC Bayern Muenchen vs. Tottenham Hotspur, Fussball, Telekom Cup, Testspiel, Saison 2025/2026, 07.08.2025
Tom Bischof: Nach seinen Gala-Auftritten in der deutschen U21-Nationalmannschaft durfte Bischof auch im Club von Anfang an ran. In der ersten Hälfte als Linksverteidiger, nach dem Pausenpfiff dann im zentralen Mittelfeld. Auf beiden Positionen spielte Bischof abgeklärt. Note: 3 © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Jenni Maul
Aleksandar Pavlovic: Schaltete sich häufig nach vorn ein und überzeugte mit Offensivläufen in den gegnerischen Strafraum. Note: 3
Aleksandar Pavlović: Die Torvorlage für Kane zwar zwar mehr ein Zufallsprodukt, trotzdem hübscht sie die Statistik von Pavlovic auf. Mit seinen Pässen suchte der Nationalspieler häufig das Risiko, was nicht immer von Erfolg gekrönt war. Note: 3 © IMAGO/Allstar Picture Library Ltd
VfB Stuttgart - FC Bayern München
Leon Goretzka: Auch wegen seiner körperlichen Präsenz sollte Goretzka den angeschlagenen Joshua Kimmich als Mittelfeldchef ersetzen. Das klappte allerdings nicht. Der Nationalspieler trabte zu häufig teilnahmslos durchs Mittelfeld und bekam keinen Zugriff auf das Münchner Spiel. Note: 5 © IMAGO/Noah Wedel
Michael Olise: Zog immer wieder in die Mitte und suchte den Abschluss, war dabei aber oft zu eigensinnig. Blieb dadurch ineffektiver als zuletzt. Note: 4
Michael Olise: Wenn der Franzose ins Dribbling kam, wurde es stets gefährlich im Freiburger Strafraum. So wie bei seiner Vorarbeit auf Karl vorm 1:2. Überhaupt klappte das Zusammenspiel mit Karl recht gut: Olises Treffer zum 2:2 legte Karl auf. Zwei Straßenfußballer unter sich. Insgesamt mit drei Assists und Traumtor zum Endstand. Ansage! Note: 1 © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Lennart Karl: Einwechslung in der 68. Minute, feierte somit sein Bundesligadebüt – ohne Bewertung.
Lennart Karl: Nicht nur wegen seines Treffers zum 1:2-Anschluss war der Youngster der auffälligste Mann in der Bayern-Offensive: Karl war immer anspielbar, viel unterwegs und jederzeit für einen Überraschungsmoment gut. Der 17-Jährige hatte Bock auf Zocken. Bitter: Nach seinem Gala-Auftritt musste „Lenny“ in der 70. Minute angeschlagen vom Platz. Note: 1 © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Jenni Maul
Luis Diaz: War zwar offiziell nicht am Führungstor beteiligt und hatte mit einem genialen Moment doch großen Anteil: Diaz ließ die Flanke gedankenschnell durch seine Beine und bewies damit seine Extraklasse. Ansonsten einer der Aktivposten im Angriff, ihm gelang das erlösende 2:0 in der Nachspielzeit. Note: 1
Luis Diaz: Das 1:0 der Freiburger ging auf die Kappe des Kolumbianers, weil er nach einem Eckstoß pennte und Torschütze Suzuki bei dessen Schuss im Sechzehner komplett aus den Augen verlor. Es war Diaz anzumerken, dass er seinen Schnitzer unbedingt wieder gut machen wollte - mit viel Laufbereitschaft und Defensiv-Arbeit. Note: 4 © IMAGO/Noah Wedel
Harry Kane: Scheiterte in der Anfangsphase noch per Lupfer, markierte dann aber nach 22 Minuten das wichtige 1:0 und schloss trocken ab. Hatte vor und nach der Pause sogar noch Chancen aufs 2:0, die er jedoch ausließ. Darüber hinaus fungierte Kane aber als wichtiger Taktgeber in der Offensive, weil er seine Stürmerrolle gewohnt mitspielend interpretierte. Note: 2
Harry Kane: In der Vorwärtsbewegung hatte es der Torjäger gegen tief stehende Freiburger schwer. Darüber hinaus half Kane viel hinten aus. Das hinderte ihm nach dem Seitenwechsel aber nicht daran, in gewohnter Goalgetter-Manier zum 4:2 zu treffen. Note: 2 © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank
Konrad Laimer: Hatte auf der linken Seite viel Offensivdrang. Defensiv zudem tadellos. Note: 2
Konrad Laimer (ab 46. für Leon Goretzka): Der frisch gebackene WM-Fahrer aus Österreich fügte sich ohne Probleme in das Münchner Spiel ein - und zwar als Linksverteidiger. Obwohl er das eine oder andere Gläschen bei der Nationalmannschaft getrunken haben dürfte, verrichtete er gewohnt viel Laufarbeit. Note: 3 © IMAGO/Ulrik Pedersen/DeFodi Images
Nicolas Jackson: Ohne Einsatz im Kader.
Nicolas Jackson (ab 71. für Lennart Karl): Ohne Bewertung. © IMAGO/Ulrich Wagner
02.08.2025, Fussball Testspiel, FC Bayern - Olympique Lyon
Minjae Kim (ab 76. für Upamecano): Ohne Bewertung. © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.
Wisdom Mike: Ohne Einsatz im Kader.
Wisdom Mike (ab 79. für Kane): Zweiter Einsatz für den Youngster. Ohne Bewertung.  © IMAGO/Markus Ulmer
Hiroki Ito: Ohne Einsatz im Kader.
Hiroki Ito (ab 83. für Pavlovic): Comeback nach 140 Tagen Verletzungspause. Ohne Bewertung. © DeFodi/Imago
Joshua Kimmich: Verteilte die Bälle im Mittelfeld und hielt außerdem das Zentrum vor der Abwehr dicht. Note: 2
Joshua Kimmich: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/Noah Wedel
Franz Beckenbauer Supercup 2025 Supercup VfB Stuttgart - FC Bayern Muenchen 1 : 2 am 16.08.2025 in Stuttgart
Sacha Boey: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/Laci Perenyi
CALCIO
Raphaël Guerreiro: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/STUDIO FOTOGRAFICO BUZZI SRL
VfB Stuttgart - FC Bayern München
Jonas Urbig: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/Revierfoto
Jamal Musiala: Glänzte mit viel Spielfreude im Offensivzentrum, ließ sich immer wieder fallen und dribbelte von dort Löcher in Leverkusens Abwehr. Legte den Ball beim 1:0 präzise zurück, sodass Kane freistehend einschieben konnte. Bester Münchner Angreifer. Note: 1
Jamal Musiala: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/David Klein
Franz-Beckenbauer-Supercup 2025, VfB Stuttgart - FC Bayern München; 16.08.2025
Sven Ulreich: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Goldberg
Fussball Supercup Saison 2025/2026 VfB Stuttgart - FC Bayern Muenchen
Serge Gnabry: Verletzt nicht im Kader. © IMAGO/Markus Ulmer
Alphonso Davies: Ohne Einsatz im Kader.
Alphonso Davies: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/JOERAN STEINSIEK
Leon Klanac: Ohne Einsatz im Kader.
Leon Klanac: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/Mladen Lackovic

Dass der FC Bayern in dieser Spielzeit endlich den legendären Torrekord von Gerd Müller, Franz Beckenbauer, Uli Hoeneß & Co. der Saison 1971/72 mit 101 Bundesligatoren (bei 38 Gegentoren) bricht, scheint aktuell fast vorprogrammiert zu sein. Dazu benötigt es nun 61 Tore in 23 Partien. Beim aktuellen Torhunger der Mannschaft alles andere als unwahrscheinlich. Und warum sollte dabei nicht auch die ungeschlagene Bayer-Saison 2023/24 kopiert werden?

Dieser Artikel entstand in einer Content-Partnerschaft mit fcbayerntotal.com

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Rubriklistenbild: © IMAGO/Markus Ulmer

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