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Lewandowskis Rekord rückt näher
England-Coach Thomas Tuchel macht die Bayern und Harry Kane froh
Der Ex-Bayerncoach Thomas Tuchel gewährt Harry Kane in seiner Funktion als Englands Nationaltrainer eine Verschnaufpause vor den wichtigsten Wochen der Saison.
FCB-Toptorjäger Harry Kane wird erst mit Verspätung zu seiner Nationalmannschaft reisen, um dann anschließend mit dem FC Bayern so viele Titel wie möglich zu gewinnen, den Torrekord von Robert Lewandowski anzugreifen und mit England erstmals seit 60 Jahren wieder den WM-Titel zu holen.
Obwohl er selbst Mannschaftstitel grundsätzlich als wertvoller als individuelle Rekorde und Trophäen einordnet, würde Kane sehr gerne den Bundesligarekord von Robert Lewandowski überbieten, der in der Saison 2020/21 41 Mal für den FC Bayern getroffen hatte. In der Partie gegen Union Berlin kam er diesem Ziel allerdings weniger nah, als er es sich gewünscht hätte. Zwar nutzte er nach eigenen Worten „die vermutlich schwierigste Chance des Spiels“ zu seinem 31. Saisontreffer, zwei weitere „Hundertprozentige“ ließ er dagegen aus.
Tuchel schont seine Topspieler im WM-Test gegen Uruguay
Damit hat der 32-Jährige dennoch genauso viele Tore wie Union Berlin oder der Hamburger SV auf dem Konto, und er fühlt sich wieder „gut, es ist schön, wieder im Rhythmus zu sein.“ Zuvor hatte der Toptorjäger wegen einer Wadenverletzung aussetzen müssen und keine weiteren Tore sammeln können auf dem Weg zum BL-Rekord von Lewandowski.
Für „möglich“ hält Kane es trotzdem noch, die 41-Tore-Marke zu erreichen, weiß aber auch, dass „ich mal wieder einen Hattrick bräuchte“. Wie in der Hinrunde gegen RB Leipzig, in Hoffenheim oder beim VfB Stuttgart. Oder einige Doppelpacks wie gegen den HSV, Werder, zu Hause gegen Hoffenheim, in Frankfurt und Dortmund. Die Ausgangssituation scheint ausgezeichnet: Unter den verbleibenden sieben Bundesliga-Gegnern befinden sich auch die aktuell letzten Vier der Tabelle. Allerdings haben sich die Bayern in der Hinrunde eher gegen die Kleinen als gegen die Top 5 der Tabelle schwergetan.
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Bei seinem Vorhaben könnte Kane aber auch die kleine Verschnaufpause, die er nun als Kapitän der Three Lions erhält, behilflich sein: Der 32-Jährige muss zu Wochenbeginn noch nicht in London sein, er darf wie zahlreiche andere Kollegen erst einmal freimachen, die Akkus aufladen und dann Richtung Wochenende zum Team dazustoßen, welches es in einem Testspiel zuvor mit Uruguay aufnimmt.
Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel, der im Sommer 2023 entscheidend mitgeholfen hatte, dass Kane an die Säbener Straße gewechselt war, hat für diese Situation extra einen 35-köpfigen Kader nominiert. Viele neue Gesichter dürfen sich im Test gegen Uruguay zeigen, die Arrivierten messen sich am Dienstag darauf mit Japan.
„Ich glaube, das ergibt Sinn“, zeigt sich Kane mit Blick auf seinen Kurzurlaub froh. „Wenn wir uns den Spielplan anschauen im April und Mai, dann die Weltmeisterschaft. Da ist es eine sinnvolle Entscheidung, in dem Zeitraum so frisch wie möglich zu sein. Ich hätte vermutlich ohnehin nicht beide Spiele gespielt.“ Auf die faule Haut wird er sich selbstverständlich trotzdem nicht legen: „Wir müssen die Zeit nutzen“, verspricht Kane, „scharf bleiben. Mental und physisch.“ Um anschließend die Hürden Real Madrid in der Champions League und Robert Lewandowski auf der Rekordjagd zu überspringen.