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Großes Lob auch für die Fans

„Einer der schönsten Abende meiner Karriere“: Euphorische Bayern nach Pokalsieg

Nach dem Pokalsieg über den VfB Stuttgart, dem krönenden Abschluss einer bemerkenswerten Saison, zeigen sich die Bayern glücklich und stolz, aber auch erleichtert. Ihre Stimmen.

Der FC Bayern hat nach der souveränen Meisterschaft und dem bitteren Ausscheiden im Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain durch den 3:0-Sieg im DFB-Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart aus einer guten eine überragende Saison gemacht. Der Titelverteidiger aus Schwaben lieferte dem Rekordpokalsieger im Berliner Olympiastadion einen packenden Fight, musste sich am Ende aber auch der größeren individuellen Klasse der Münchner geschlagen geben.

Jubelnde Bayern nach Pokalsieg über Stuttgart.

Nach einer chancenarmen ersten Halbzeit, in welcher die Bayern zwar wesentlich mehr Ballbesitz hatten, der VfB aber durch sein aggressives Herangehen die Zweikämpfe dominierte, sorgte Harry Kanes 1:0 per Flugkopfball nach glänzender Vorarbeit von Michael Olise für die Vorentscheidung (55.). Die Stuttgarter hatten sich offensichtlich verausgabt, die Bayern beherrschten fortan Ball und Gegner. Nachdem Konrad Laimer kurz nach dem Führungstreffer die Hundertprozentige zur Verdopplung des Ergebnisses noch ausgelassen hatte, sorgte Kane in der Schlussphase mit zwei weiteren Toren für den so heiß ersehnten Pokaltriumph.

Die Stimmen der Bayern

Sportvorstand Max Eberl

„Die ganze Saison war außergewöhnlich. Es war sehr verdient, dass wir das Double geholt haben. Der Pokal kommt wieder nach München – die Krönung einer großartigen Saison. Es ist einfach würdig, dass Harry Kane mit einem Hattrick das Spiel entscheidet. Es war ein sehr intensives Pokalspiel, das in der ersten Halbzeit physisch geprägt war. In der zweiten Halbzeit haben wir eiskalt zugeschlagen.“

Das Finale war für den 52-Jährigen auch ein Spiegelbild der gesamten Spielzeit: „Wir hatten die ganze Saison über schon Spiele, in denen wir Widerstände überwinden mussten, in denen wir zurück lagen oder in Unterzahl spielen mussten. Der ganze Weg hat sich in diesem Spiel gezeigt. Wir mussten ein Stück weit dreckig spielen, und ab Ende der ersten Halbzeit haben wir unsere Qualität auf den Platz gebracht. Wir wollten alle drei Titel, so haben wir auch die ganze Saison gespielt. Natürlich gehört die ganze Mannschaft dazu, aber wir sind schon sehr gesegnet mit unserer Offensive. Und Harry hat einfach nochmal dieses Besondere. Deswegen sind wir sehr froh, dass er bei uns ist.“

Chefcoach Vincent Kompany

„Es ist wunderschön. Wir haben heute gegen einen starken Gegner gespielt, die erste Halbzeit war ganz ausgeglichen. Diese Mannschaft schafft es immer wieder, das Niveau zu erhöhen. Wir haben stabil verteidigt – es war ein fast perfektes Pokalfinale. Alle Spieler haben in der Halbzeit gesagt: Wir stehen kurz davor, es kann sich drehen. Es gab Eins-gegen-eins-Situationen, in denen wir nicht die richtige Entscheidung getroffen haben. Aber wir hatten das Gefühl, dass wir das Niveau noch erhöhen können. Es war ein enges Finale und in der zweiten Halbzeit haben wir dann die Dinge gemacht, die wir machen mussten, um zu gewinnen. Wir sind manchmal richtig gut in die Räume gelaufen, dann hast du eine gute Mischung aus Aktivität am Ball und aktiven Läufen – das ist schwer zu verteidigen.“

Kapitän Joshua Kimmich

„Jeder war glücklich, dass wir endlich mal wieder in Berlin waren. Das ist schon etwas sehr Besonderes. Gerade in dieser Saison ist eine sehr positive Dynamik entstanden, deshalb war es uns wichtig, etwas zurückzugeben. In der ersten Halbzeit war es sehr ausgeglichen, der VfB ist eigentlich besser ins Spiel gekommen. Generell hatten wir in der ersten Halbzeit nicht so die Vielzahl an Torchancen. In der zweiten Halbzeit waren wir dann sehr effektiv. Wir haben das sehr gut und souverän gespielt.“

Kane krönt Bayern und sich selbst: Die Pokalsieger gegen Stuttgart in der Einzelkritik

VfB Stuttgart - FC Bayern München
Jonas Urbig: Ein ruhiger Abend würde es nicht werden für den Vertreter von Manuel Neuer in seinem ersten großen Finale – das merkte man schnell. Im Spielaufbau, aber auch auf der Linie und mit der Faust im Strafraum, war Urbig gefordert und legte die anfängliche Nervosität relativ schnell ab. Die langen Bälle nach vorne führten nicht zum Erfolg, dennoch: Die Bayern fühlten sich hinten sicher, darauf kam es an. Note: 3 © IMAGO/Revierfoto
Konrad Laimer: Hatte auf der linken Seite viel Offensivdrang. Defensiv zudem tadellos. Note: 2
Konrad Laimer: Wirkte auf der rechten Seite fast noch (über-)motivierter als sonst und musste viele sehr lange Wege zurückgehen. Genauso schnell aber ging es auch ein, zwei Mal, als er auf der Seite durchkam. Hatte gegen Leweling viel zu tun und hätte zum 2:0 nachlegen müssen. Weil er es nicht tat, blieb es länger spannend. Note: 3 © IMAGO/Ulrik Pedersen/DeFodi Images
Dayot Upamecano: Ließ zu Beginn die Chance aufs 1:0 liegen, verteidigte dafür fehlerfrei und gewann mit seinen aggressiven Tacklings zahlreiche Bälle. Note: 2
Dayot Upamecano: War hinten deutlich mehr gefordert, als ihm lieb war. Nach vorne versuchte er aber mit diversen Steckpässen, die Offensive zu beleben. Wurde zunehmend körperlicher und setzte kurz vor dem 1:0 im Mittelfeld ein Zeichen, das die Mitspieler aufweckte. Hatte hinten Glück, dass sein verlorenes Kopfballduell gegen Chema Andres nicht zum Ausgleich führte. Note: 3 © IMAGO/Markus Fischer
Jonathan Tah: Entschied die wichtigen Duelle für sich und hielt Leverkusens Stürmer souverän in Schach. Note: 3
Jonathan Tah: Weil Stuttgart so schnell und lange Gas gab, musste Tah direkt hellwach sein. Im Verbund mit Upamecano gelang es dem deutschen WM-Fahrer aber, die vielen Stuttgarter Angriffe in den ersten 45 Minuten ohne Gegentor zu überstehen. Sinnbildlich eine Szene, in der er den Ball erst leichtfertig verlor – und dann mit Monstergrätsche die VfB-Chance klärte. Am Ende alles recht souverän gelöst. Note: 3 © IMAGO/Michael Weber IMAGEPOWER
Josip Stanisic: Hinterlief immer wieder Olise und schaffte so zusätzliche Anspielstationen. Blieb defensiv konzentriert. Note: 3
Josip Stanisic: Musste viele Wege nach hinten gehen, ehe er nach mehr als einer halben Stunde immerhin vorne zur besten Chance der Bayern kam – aber Nübel war bei seinem Schuss aus gut 20 Metern zur Stelle. Fand wie die Kollegen immer besser ins Spiel, drückte ihm aber keinen Stempel auf. Note: 3 © IMAGO/STUDIO FOTOGRAFICO BUZZI SRL
Joshua Kimmich: Verteilte die Bälle im Mittelfeld und hielt außerdem das Zentrum vor der Abwehr dicht. Note: 2
Joshua Kimmich: Der Kapitän hätte sich zu Beginn ein anderes Spiel gewünscht, aber es half nichts. Stuttgart war aktiver, also ließ sich Kimmich wie gewohnt zwischen die beiden Innenverteidiger fallen, fand aber von dort aus zu selten die Lücke nach vorne. Ein Chipball erreichte Kane kurz vor der Halbzeit in aussichtsreicher Position, führte aber nicht zum Erfolg. Dafür jener Freistoß, der Olise vor dem 1:0 auf die Reise schickte. Auch an der Entstehung des 2:0 war er beteiligt. Note: 2 © IMAGO/Noah Wedel
Aleksandar Pavlovic: Schaltete sich häufig nach vorn ein und überzeugte mit Offensivläufen in den gegnerischen Strafraum. Note: 3
Aleksandar Pavlovic: Hatte zunächst auch kein Mittel gegen die hoch anlaufenden und deutlich wacheren Stuttgarter, kam aber immer besser rein und gewann in Zusammenarbeit mit Luis Diaz einige wichtige Bälle. Wirkte nicht ganz so nervös wie in den letzten großen Spielen und pushte seine Mitspieler nach gelungenen Defensivaktionen regelmäßig. Note: 3 © IMAGO/Allstar Picture Library Ltd
Michael Olise: Zog immer wieder in die Mitte und suchte den Abschluss, war dabei aber oft zu eigensinnig. Blieb dadurch ineffektiver als zuletzt. Note: 4
Michael Olise: Dass Stuttgart es ernst mit ihm meinen würde, merkte der Mann der Bayern-Saison in Minute zwei, als er übel abgeräumt wurde. Ein kleiner Vorgeschmack darauf, dass ihn die Schwaben auch danach relativ gut aus dem Spiel nahmen. Lange ging nicht viel über Olise, aber als er im Mittelfeld mal wieder rüde gestoppt wurde, reichte es ihm. Er antwortete auf seine Art: mit einer Butter-Flanke auf Harry Kane zum 1:0. Auftrag ausgeführt. Später sorgte seine Hereingabe für den Handelfmeter, der zum 3:0 führte. Note: 2 © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Jamal Musiala: Glänzte mit viel Spielfreude im Offensivzentrum, ließ sich immer wieder fallen und dribbelte von dort Löcher in Leverkusens Abwehr. Legte den Ball beim 1:0 präzise zurück, sodass Kane freistehend einschieben konnte. Bester Münchner Angreifer. Note: 1
Jamal Musiala: Hatte unter der Woche angekündigt, dass das Pokalfinale das richtige Pflaster für die Rückkehr des magischen Musialas sein könnte. Davon sah man sehr wenig. Selbst in den Szenen, in denen er zwei, drei Mann hatte stehenlassen, kam er ganz vorne nicht zwingend durch. Zu viele Ballverluste, zu wenig Präzision. Machte Platz für Lennart Karl. Note: 4 © IMAGO/David Klein
Luis Diaz: War zwar offiziell nicht am Führungstor beteiligt und hatte mit einem genialen Moment doch großen Anteil: Diaz ließ die Flanke gedankenschnell durch seine Beine und bewies damit seine Extraklasse. Ansonsten einer der Aktivposten im Angriff, ihm gelang das erlösende 2:0 in der Nachspielzeit. Note: 1
Luis Diaz: Hatte es gegen die aggressiven und hochmotivierten Stuttgarter zu Beginn schwer, seine Körperlichkeit aber war trotzdem in diversen Szenen Gold wert. Strahlte als einer der wenigen Bayern von Beginn an aus, dass er in diesem Finale alles geben will. Dass die Kugel von seinem Fuß aber dennoch nicht reingehen wollte, zeigte sinnbildlich die beste Chance auf das schnelle 2:0. Nübel war in höchster Not zur Stelle und klärte. Immerhin: Vor dem 2:0 hatte er ein Auge für Kane. Note: 2 © IMAGO/Noah Wedel
Harry Kane: Scheiterte in der Anfangsphase noch per Lupfer, markierte dann aber nach 22 Minuten das wichtige 1:0 und schloss trocken ab. Hatte vor und nach der Pause sogar noch Chancen aufs 2:0, die er jedoch ausließ. Darüber hinaus fungierte Kane aber als wichtiger Taktgeber in der Offensive, weil er seine Stürmerrolle gewohnt mitspielend interpretierte. Note: 2
Harry Kane: Versuchte das anfangs doch etwas wilde Bayern-Spiel zu beruhigen, tat sich aber auch schwer. Dafür ging der erste Schuss des Rekordpokalsiegers auf seine Kappe (13.) und auch die erste Mini-Kopfballchance (22.). Zu schlug er dann, als der VfB dachte, ihn im Griff zu haben. Sehr alleine gelassen flog Kane mit dem Kopf voraus durch den Strafraum und traf zum 1:0. Vollkommene Ekstase dann, als er nach einem eigenen Lattenkracher erneut von Diaz bedient wurde, sich einmal drehte und perfekt platziert zum entscheidenden 2:0 einnetzte. Das 3:0 besorgte er per Handelfmeter. So geht Matchwinner! Note: 1 © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Wolfgang Frank
Lennart Karl feiert seinen Treffer
Lennart Karl (ab 74. für Jamal Musiala): Ohne Bewertung. © Philippe Ruiz/Philippe Ruiz
VfB Stuttgart - FC Bayern München
Leon Goretzka (ab 89. für Aleksandar Pavlovic): Ohne Bewertung. © IMAGO/Noah Wedel
Hiroki Ito: Ohne Einsatz im Kader.
Hiroki Ito (ab 90. für Josip Stanisic): Ohne Bewertung. © DeFodi/Imago
Tom Bischof.
Tom Bischof (ab 90. für Konrad Laimer): Ohne Bewertung. © Christian Charisius
CALCIO
Raphaël Guerreiro (ab 90. für Michael Olise): Ohne Bewertung. © IMAGO/STUDIO FOTOGRAFICO BUZZI SRL
02.08.2025, Fussball Testspiel, FC Bayern - Olympique Lyon
Minjae Kim: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.
Nicolas Jackson: Ohne Einsatz im Kader.
Nicolas Jackson: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/Ulrich Wagner
02.05.2026, Fussball Bundesliga FC Bayern - Heidenheim
Bara Sapoko Ndiaye: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.
Franz-Beckenbauer-Supercup 2025, VfB Stuttgart - FC Bayern München; 16.08.2025
Sven Ulreich: Ohne Einsatz im Kader. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Goldberg
Wisdom Mike: Ohne Einsatz im Kader.
Wisdom Mike: Nicht im Kader. © IMAGO/Markus Ulmer
Leon Klanac: Ohne Einsatz im Kader.
Leon Klanac: Nicht im Kader. © IMAGO/Mladen Lackovic
Manuel Neuer: Wurde lange nicht gefordert und lenkte dann einen strammen Schuss von Leverkusens Tella stark am Tor vorbei (52.). War da, wenn man ihn brauchte. Note: 2
Manuel Neuer: Fehlte verletzt. © IMAGO/Jerry Andre
Alphonso Davies: Ohne Einsatz im Kader.
Alphonso Davies: Fehlte verletzt. © IMAGO/JOERAN STEINSIEK
Fussball Supercup Saison 2025/2026 VfB Stuttgart - FC Bayern Muenchen
Serge Gnabry: Fehlte verletzt. © IMAGO/Markus Ulmer

Der stolze Dreifach-Torschütze Harry Kane

„Das war definitiv einer der schönsten Abende meiner Karriere. Ich habe mich unglaublich auf dieses Finale gefreut. Ich habe von vielen Spielern, die dieses Endspiel hier mit dem Club schon erlebt haben, so viel darüber gehört. Ich wollte die Mannschaft stolz machen, ich wollte die Fans stolz machen. Und dann in einem Finale einen Hattrick zu erzielen – das ist einfach ein ganz besonderes Spiel und ein ganz besonderes Gefühl. Darauf bin ich extrem stolz. Es war eine lange und harte Saison. Sie so zu beenden, ist perfekt.“

Leon Goretzka nach seinem letzten FCB-Spiel

„Ich glaube nicht, dass es heute eine Abschiedsparty ist – wir feiern den Pokalsieg. Ich habe mich auch schon bei Harry Kane bedankt. Er hat heute komplett abgeliefert – das hatte er mir vorher aber auch versprochen. Der Pokal hat uns in den letzten Jahren irgendwie gefehlt. Und wenn man heute Abend hier dabei war, dann weiß man auch warum. Diese Atmosphäre ist einfach super speziell. Man muss auch den Stuttgarter Fans ein Kompliment machen, die haben richtig Stimmung gemacht. Aber unsere Fans waren natürlich nochmal ein bisschen lauter.“

Endspiel-Debütant Jonas Urbig

„Es ist einfach toll. Vor allem, wie wir den Gegner heute über 90 Minuten müde gespielt haben und jetzt gemeinsam mit den Fans feiern können – das ist ein sehr besonderer Tag. Ich finde schon, dass das die Qualität einer Spitzenmannschaft zeigt. Der VfB war auch diese Saison wieder ein sehr, sehr guter Gegner. Aber wir schaffen es immer wieder, auch nach der 60. Minute das Niveau hochzuhalten, weiter Druck zu machen und uns Torchancen zu erspielen. Und dass Harry heute wieder drei Tore macht, ist einfach unglaublich. Das hat er sich absolut verdient.“

Ein strahlender Aleksandar Pavlović

„Das ist ein brutales Gefühl, das macht unglaublich viel Spaß. Natürlich habe ich als junger Spieler immer davon geträumt. Und jetzt erlebe ich das jede Woche, jeden Monat. Heute habe ich zum ersten Mal den Pokal gewonnen – das ist ein unbeschreibliches Gefühl und sogar noch besser, als ich es mir vorgestellt habe.“

Rubriklistenbild: © IMAGO/Hansjürgen Britsch

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