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Trotz Real-Interesse

Michael Olise bleibt weitere Saison beim FC Bayern – und wohl noch länger

FCB-Superstar Michael Olise zählt zu den weltbesten Spielern und steht somit wenig überraschend ganz oben auf der Wunschliste von Topvereinen. Die aktuellen Gerüchte sind aber viel zu wild.

Michael Olise hat beim FC Bayern an der Seite von Harry Kane und Luis Diaz eine überragende Saison gespielt und demonstrierte seine exzellente Form auch beim französischen WM-Auftakt gegen den Senegal (3:1). Nach der Partie wurde er trotz eines Doppelpacks von Kylian Mbappé vollkommen zu Recht zum „Man of the Match“ gekürt. Es ist somit absolut nachvollziehbar, dass er bei den internationalen Topklubs Begehrlichkeiten weckt, speziell wenn sie – wie Real Madrid – zwei für eigene Verhältnisse äußerst erfolglose Spielzeiten hinter sich gebracht haben.

Absolut Bayern – absolut hautnah! Unsere Reporter sind für euch hinter den Kulissen des Rekordmeisters unterwegs. Videos, Analysen, Interviews und viele weitere exklusive Inhalte bekommt ihr im Web, in der App und auf Social Media.

Die sportlichen Enttäuschungen der Königlichen, darunter die beiden CL-Viertelfinal-Niederlagen gegen den FC Bayern (1:2; 3:4), führten in Madrid zu chaotischen Umständen. Präsident Florentino Perez rief im Mai sogar Neuwahlen aus. Der kurze Wahlkampf war hitzig, schmutzig – und wurde von den Kandidaten – der Perez-Herausforderer war Enrique Riquelme – mit wenig seriösen Versprechen „gewürzt“. Der 79-Jährige kündigte so für den Fall seines Sieges ein „150-Millionen-Euro-Angebot für einen Topspieler eines CL-Vereins“ an.

Unseriöse Gerüchte: Darum bleibt Olise beim FC Bayern

Dies befeuerte unmittelbar wilde Spekulationen, in deren Zentrum Bayern-Edeltechniker Olise stand. Kurz zuvor hatte das Portal transfermarkt.de seinen Marktwert auf 150 Millionen Euro springen lassen. Die Reaktionen der Münchner kamen sofort und ließen keinen Interpretationsspielraum zu: Der 24-jährige Franzose sei definitiv unverkäuflich.

An der Säbener Straße plane man ohnehin eine Verlängerung seines bestehenden Kontrakts über 2029 hinaus. Nach dem Wahlsieg von Florentino Perez gab Real Madrid das versprochene Angebot ab, nicht für Olise, sondern für einen Spieler des Lokalrivalen Atletico, Julian Alvarez – und wurde dafür heftig verspottet.

Yildiz, Uzun, Boateng: Diese Spieler haben sich gegen den DFB entschieden

Türkei Nordmazedonien Fußball
598388564.jpg © picture alliance/dpa/Samet Yalcin/DIA Photo | Samet Yalcin
Euro 2024: Türkei - Georgien
468532618.jpg © picture alliance/dpa | Bernd Thissen
Deutschland - Griechenland
Mit Paul Wanner entschied sich ein weiteres ehemaliges Bayern-Talent gegen den DFB. Besonders bitter: Der inzwischen österreichische Nationalspieler durchlief alle deutschen U-Nationalmannschaften und sah seine Zukunft letztendlich dennoch bei seinem Geburtsland. © picture alliance/dpa | Jan Woitas
Josip Stanisic steht bei Bayern München unter Vertrag. Der in München geborene Verteidiger entschied sich für Kroatien und ist dort Nationalspieler.
Josip Stanisic kommt auch aus dem Bayern-Campus und auch noch beim deutschen Rekordmeister unter Vertrag. Der in München geborene Verteidiger entschied sich dennoch für Kroatien und ist dort Nationalspieler. © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.
Fisnik Asllani, der für die TSG Hoffenheim spielt, hat sich im Jahr 2024 endgültig für die A-Nationalmannschaft des Kosovo entschieden. Zuvor war er für deutsche Junioren-Teams aktiv, ein Verbandswechsel zurück zum DFB ist nach den Einsätzen für Kosovo nicht mehr möglich.
Fisnik Asllani, der für die TSG Hoffenheim spielt, hat sich im Jahr 2024 endgültig für die A-Nationalmannschaft des Kosovo entschieden. Zuvor war er für deutsche Junioren-Teams aktiv, ein Verbandswechsel zurück zum DFB ist nach den Einsätzen für Kosovo nicht mehr möglich. © IMAGO/Oliver Zimmermann
LUSAIL CITY, QATAR - DECEMBER 02: Eric Maxim Choupo-Moting of Cameroon during the FIFA World Cup, WM, Weltmeisterschaft,
Eric Maxim Choupo-Moting (geboren: 23. März 1989 in Hamburg): Die Karriere des Angreifers nahm erst spät Fahrt auf. In Kameruns Nationalmannschaft stürmt der Profi aber bereits seit 2010. © Frej/imago
Hakan Calhanoglu of Turkey during the UEFA Nations League League C Group 1 match between Turkey and Lithuania at Gursel
Hakan Calhanoglu (geboren: 8. Februar in Mannheim): Der begnadete Techniker hätte sich wohl auch beim DFB durchsetzen können, spielte aber bereits in den U-Nationalmannschaften für die Türkei. Mittlerweile ist er sogar Kapitän der Mannschaft. © Seskimphoto/imago
Malik Tillman wechselte 2025 zu Bayer Leverkusen. Er spielte in der Jugend für den DFB, entschied sich aber 2022 für die USA und ist dort fester Bestandteil der A-Nationalmannschaft.
Auch Tillmanns Teamkollege Ibrahim Maza entschied sich nicht für den DFB sondern im Herbst 2024 für Algerien und debütierte für die A-Nationalmannschaft. Zuvor absolvierte er 13 Spiele für deutsche U-Teams. © IMAGO/Oliver Kaelke/DeFodi Images
Maza entschied sich im Herbst 2024 für Algerien und debütierte für die A-Nationalmannschaft. Zuvor absolvierte er 13 Spiele für deutsche U-Teams. Ein Wechsel zurück zum DFB ist nach dem Debüt für Algerien nicht mehr möglich.
Maza entschied sich im Herbst 2024 für Algerien und debütierte für die A-Nationalmannschaft. Zuvor absolvierte er 13 Spiele für deutsche U-Teams. Ein Wechsel zurück zum DFB ist nach dem Debüt für Algerien nicht mehr möglich. © IMAGO/Revierfoto
Stephan Schröck (geboren: 21. August 1987 in Schweinfurt): Schon in der Junioren-Nationalmannschaft wechselte der frühere Fürther zum Verband der Philippinen. Seit 2019 ist er sogar Kapitän und spielt mittlerweile auch in der philippinischen Liga Fußball.
Stephan Schröck (geboren: 21. August 1987 in Schweinfurt): Schon in der Junioren-Nationalmannschaft wechselte der frühere Fürther zum Verband der Philippinen. Seit 2019 ist er sogar Kapitän und spielt mittlerweile auch in der philippinischen Liga Fußball. © Bopp/imago
Sebastian Boenisch: Als Linksverteidiger sah Sebastian Boenisch wohl kein Vorbeikommen am damaligen Kapitän Philipp Lahm. 2010 ging es für den langjährigen Schalker dann zum polnischen Verband, für den er 14 Partien absolvierte.
Sebastian Boenisch (geboren: 1. Februar 1987 in Gliwice, Polen): Als Linksverteidiger sah Sebastian Boenisch wohl kein Vorbeikommen am damaligen Kapitän Philipp Lahm. 2010 ging es für den langjährigen Schalker dann zum polnischen Verband, für den er 14 Partien absolvierte. © panoramic/imago
November 15 2018 Leipzig Germany Timo Werner L of Germany and Konstantin Rausch of Russia vi
Konstantin Rausch (geboren: 15. März 1990 in Kozhevnikovo, ehemalige UdSSR): Trotz über 50 Partien in den deutschen U-Nationalmannschaften reichte es für Konstantin Rausch nie für einen Einsatz in der A-Mannschaft. 2017 ging es dann zum russischen Verband. © Kireev/imago
QAT: England - Senegal. FIFA World Cup, WM, Weltmeisterschaft, Fussball Qatar 2022. Round of 16 Ismail Jakobs of Senegal
Ismail Jakobs (geboren: 17. August 1999 in Köln): Durch seinen Wechsel im September zum senegalesischen Fußballverband, nahm der Linksverteidiger relativ kurzfristig sogar an der WM 2022 in Katar teil. Bei der Endrunde lief er in allen vier WM-Spielen Senegals auf. © Blanco/imago
Fußball-Weltmeisterschaft 2022 Qualifikation (UEFA) Athen, Olympiastadion Spyros Louis, 08.09.2021 Gruppe B Griechenland
Odysseas Vlachodimos (geboren: 26. April 1994 in Stuttgart): Als Träger der Fritz-Walter-Medaille, die er 2011 als U17-Keeper erhielt, galt Vlachodimos als kommende deutsche Torwart-Hoffnung. Da allerdings Manuel Neuer auf unbestimmte Zeit in jedem Fall vor ihm stand, wechselte der Stuttgarter zu Griechenland. © Dimopoulos/imago
Willi Orban (Ungarn) gegen Thomas Müller (Deutschland) - Nations League Gruppe C Deutschland vs. Ungarn in der Red Bull
Willi Orbán (geboren: 3. November 1992 in Kaiserslautern): Zweimal lief Orbán für die deutsche U21 auf. Dann spielte er für Ungarn weiter. Dort gehört der erfahrene Bundesliga-Spieler zum Stammpersonal in der Abwehr. © Schroedter/imago
September 8 2015 United States midfielder Jermaine Jones 13 escapes from Brazil forward Roberto
Jermaine Jones (geboren: 3. November 1981 in Frankfurt): Obwohl der gebürtige Frankfurter drei Länderspiele für Deutschland absolvierte, wechselte der Mittelfeldspieler auf den letzten Drücker zum Verband der USA, für die er 69-mal im Einsatz war. © icon/imago
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Kevin-Prince Boateng (geboren: 6. März 1987 in Berlin): Der Wandervogel wechselte nicht nur seine Vereine regelmäßig, sondern wechelte 2010 zum Fußballverband von Ghana. Zuvor durchlief Boateng alle DFB-U-Mannschaften seit der U15. © xinhua/imago
Sead Kolasinac (geboren: 20. Juni 1993 in Karlsruhe): Der ehemalige Schalker, absolvierte 14 Einsätze in den U-Nationalmannschaften des DFB. Seit 2013 läuft er für Bosnien-Herzegowina auf.
Sead Kolasinac (geboren: 20. Juni 1993 in Karlsruhe): Der ehemalige Schalker, absolvierte 14 Einsätze in den U-Nationalmannschaften des DFB. Seit 2013 läuft er für Bosnien-Herzegowina auf.  © Oliver Weiken / picture allience
Joel Matip (geboren: 8. August 1991 in Bochum): Im März 2010 gab der Innenverteidiger sein Debüt für Kameruns A-Nationalmannschaft und erteilte dem DFB somit eine Absage.
Joel Matip (geboren: 8. August 1991 in Bochum): Im März 2010 gab der Innenverteidiger sein Debut für Kameruns A-Nationalmannschaft und erteilte dem DFB somit eine Absage. © Chai v.d. Laage/ Imago
Martin Harnik (geboren: 10. Juni 1987 in Hamburg): Durchlief trotz doppelter Staatsangehörigkeit bereits die U-Nationalmannschaften der Alpenrepublik, um danach 68 Länderspiele für Österreich zu absolvieren.
Martin Harnik (geboren: 10. Juni 1987 in Hamburg): Durchlief trotz doppelter Staatsangehörigkeit bereits die U-Nationalmannschaften der Alpenrepublik, um danach 68 Länderspiele für Österreich zu absolvieren.  © Christian Bruna / picture alliance
Nuri Sahin (geboren: 5. September 1988 in Lüdenscheid): Lief bereits für die U-Nationalmannschaften der Türkei auf. Einst stellte er in der Frage klar: „Meine deutsche Seite decke ich bei Borussia Dortmund ab, meine türkische bei der Nationalmannschaft.“
Nuri Sahin (geboren: 5. September 1988 in Lüdenscheid): Lief bereits für die U-Nationalmannschaften der Türkei auf. Einst stellte er in der Sache klar: „Meine deutsche Seite decke ich bei Borussia Dortmund ab, meine türkische bei der Nationalmannschaft.“ © Marius Becker / picture alliance
Yunus Malli (geboren: 24. Februar 1992 in Kassel): Wurde mit der deutschen U17-Nationalmannschaft Europameister. Im Oktober 2015 entschied er jedoch künftig für die türkische Auswahl zu spielen.
Yunus Malli (geboren: 24. Februar 1992 in Kassel): Wurde mit der deutschen U17-Nationalmannschaft Europameister. Im Oktober 2015 entschied jedoch künftig für die türkische Auswahl zu spielen.  © Mikhail Tereshchenko / Imago
Vincenzo Grifo (geboren: 7. April 1993 in Pforzheim): Hatte seit jeher den Traum für die Squadra Azzurra aufzulaufen. „Mein Herz schlägt zu 100 Prozent für Italien“, verkündete er einst.
Vincenzo Grifo (geboren: 7. April 1993 in Pforzheim): Hatte seit jeher den Traum für die Squadra Azzurra aufzulaufen. „Mein Herz schlägt zu 100 Prozent für Italien“, verkündete er einst. © Fabio Ferrari / picture alliance
Ermedin Demirovic (geboren: 25. März 1998 in Hamburg): Trotz zweier Staatsbürgerschaften stets für Bosnien-Herzegowina im Einsatz. Im März 2021 debütierte er für die A-Nationalmannschaft.
Ermedin Demirovic (geboren: 25. März 1998 in Hamburg): Trotz zweier Staatsbürgerschaften stets für Bosnien-Herzegowina im Einsatz. Im März 2021 debütierte er für die A-Nationalmannschaft.  © Armin Durgut/ Imago
Hamit Altintop (geboren: 8. Dezember 1982 in Gelsenkirchen): Zeigte gar Unverständnis für Mesut Özil, der sich für den DFB entschied. Eine andere Entscheidung als für die Türkei zu spielen habe für ihn nie im Raum gestanden.
Hamit Altintop (geboren: 8. Dezember 1982 in Gelsenkirchen): Zeigte gar Unverständnis für Mesut Özil, der sich für den DFB entschied. Eine andere Entscheidung als für die Türkei zu spielen habe für ihn nie im Raum gestanden.  © Hannibal Hanschke / picture alliance

Obwohl die Offerte nicht Richtung München gegangen und von dort vorsorglich eine heftige Abwehrreaktion gekommen war, brodelte die Gerüchteküche weiter – und kam nun fast zur Explosion: Der österreichischen Boulevardzeitung krone Sport fiel auf, dass der begehrte Bayern-Star auf Instagram alle Fotos, die ihn im Trikot des deutschen Rekordmeisters zeigen, löschte. „Lediglich ein Bild in Frankreich-Trainingsweste behielt der WM-Star auf seinem Account …“

Diese Meldung verbreitete sich in der Fußballwelt wie ein Lauffeuer, heftige Diskussionen starteten unmittelbar. Dabei gab es im Netz rasch Kommentare, die Olises Handeln auf sachliche und unspektakuläre Weise erklärten: Dieser archiviert seine Social-Media-Beiträge regelmäßig und hat sich damit über die Jahre ein Markenzeichen für komplette Profil-Säuberungen geschaffen. Dieses Verhalten ist bei ihm keineswegs ein neues Phänomen und deutet somit auch nicht auf einen anstehenden Vereinswechsel hin.

Ohnehin ist für den FCB-Superstar die Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit wesentlich weniger bedeutend als für die meisten seiner berühmten Fußballkollegen. Er gilt als scheu und wortkarg. Auch seine Social-Media-Auftritte dürften somit für ihn von untergeordneter Bedeutung sein. Dort ist er nicht ansatzweise so präsent wie andere Weltklassespieler. Auf Facebook existieren infolgedessen sogar einige Fake-Accounts, die Olises Geschichte dreist manipulieren, ihn beispielsweise als „Muslimbruder“ schildern und im Trikot von Real Madrid zeigen.

Keine seriösen Indizien für Wechsel

Es gibt also kein einziges seriöses Indiz, dass sich der Münchner Spieler mit einem Vereinswechsel beschäftigt. Wie alle anderen WM-Teilnehmer ist der als sehr gewissenhaft und ehrgeizig bekannte Franzose derzeit vollkommen auf das Turnier konzentriert. Selbst bei sich abzeichnenden Transfers wie bei Ismael Saibari und Nathaniel Brown halten sich die Spieler in dieser Periode mit ihren Statements äußerst bedeckt. Und Olise zählt unter ihnen zu den verschlossensten Charakteren.

Diese Umstände nützen nun spanische Medien, speziell die als Real-Hauspostille bekannte Marca, fast schon schamlos aus. Dort wird wiederholt darauf hingewiesen, dass es letztlich der Spieler ist, der über seine Zukunft entscheidet. Klartext: Will Olise im Sommer nach Madrid wechseln, wird dies auch so passieren. Für diese Form des Journalismus spielt es keine Rolle, ob ein Spieler noch einen langfristigen Vertrag besitzt oder nicht.

Dabei kommt Marca & Co. zusätzlich zugute, dass die Fußballfans in Spanien, speziell die von Real und dem FC Barcelona, etwas anders ticken als beispielsweise in Deutschland: Während hierzulande die explodierenden Summen im Profifußball (Ablösesummen, Gehälter) größtenteils kritisiert werden, ist man speziell bei den Clasico-Kontrahenten sogar stolz darauf, Rekorde aufzustellen.

Ablöse würde neuen Rekord bedeuten

Eine wahrscheinliche Ablösesumme für Olise jenseits der 2017 von PSG für Neymar bezahlten 222 Millionen Euro würde einen Weltrekord bedeuten. Die Madridistas würden das feiern, und so kann die Marca vollkommen ungeniert mit derartigen Wahnsinnssummen jonglieren und spekulieren. Die bekannte Realität stellt sich bislang aber völlig anders dar: Olise scheint sehr glücklich beim FC Bayern zu sein, mit seinen Teamkollegen, dem Trainer, dem Umfeld, dem Erfolg.

Für einen derart eigenwilligen Charakter sollte dies von entscheidender Bedeutung bei der Vereinswahl sein – und somit ergibt sich aktuell auch kein plausibler Grund für einen Wechsel. Die Vereinsbosse hofieren ihn, es winkt ihm ein gewaltiger Gehaltssprung – ein derartiger, bei dem selbst Real nicht selbstverständlich mithalten könnte. Der „Witz“: Für den „Ausnahmeprofi“ Olise muss dies nicht einmal ein entscheidendes Argument sein.

Geht die positive Entwicklung der Bayern unter Chefcoach Vincent Kompany auch im dritten Jahr so weiter, wird der ehrgeizige Michael Olise liebend gerne in München bleiben und auf die Champions League, das Triple, spekulieren. Real Madrid mit seinem steten Wahnsinn im Umfeld sollte folglich – zumindest aktuell – wenig Anreiz zu einem Wechsel für den stillen Superstar bieten. Vonseiten des Spielers – so die spanischen Medienargumente – kommen momentan nicht die geringsten Signale für einen Wechsel.

Ob sich die FCB-Verantwortlichen mit dem Wunsch, den bestehenden Vertrag bis 2031 (länger ist nicht möglich) zu verlängern, durchsetzen können, ist beim Charakter von Olise nicht vorherzusehen. Aber auch wenn er nach der WM nicht verlängern sollte, muss dies bei ihm auch nichts Gravierendes bedeuten. Genauso wenig wie das Archivieren von Bildern auf seinem Instagram-Account. Die Bilder stehen ihm selbst nach wie vor zur Verfügung – eine Verlängerung in München kann auch noch zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.

Weil bei einem Vereinswechsel aber (mindestens) drei Parteien – die Vereine und der Spieler – involviert sind, entscheidet definitiv nicht nur der Spieler, wohin die Reise geht. Im konkreten Fall von Olise hat der FC Bayern immer das letzte Wort. Und ob Real tatsächlich bereit und fähig ist, eine Weltrekordsumme lockerzumachen, ist keinesfalls gewiss – auch wenn es die eigenen Anhänger feiern würden. Fazit: Michael Olise bleibt mindestens noch eine weitere Saison in der bayerischen Landeshauptstadt. Wahrscheinlich sogar länger, möglicherweise noch sehr lang.

Rubriklistenbild: © IMAGO/France v Senegal

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