Spott vom Lokalrivalen
Real Madrid mit 150-Millionen-Angebot – aber nicht für Bayern-Superstar Olise
Der wiedergewählte Präsident von Real Madrid, Florentino Pérez, löst sein Wahlkampfversprechen ein – seine Mega-Offerte betrifft aber nicht Michael Olise.
Die Spekulationen um Bayern-Superstar Michael Olise und Real Madrid sollten damit merklich abkühlen: Nachdem der 79-jährige Florentino Pérez im Präsidentschaftswahlkampf von Real Madrid vollmundig ein 150-Millionen-Angebot für einen Spieler eines Champions-League-Vereins angekündigt hatte, wurde heftig darüber spekuliert und diskutiert, ob dieses dem 24-Jährigen gelten würde. Dies ist jedoch nicht der Fall.
Die Königlichen haben am Dienstag ihrem Stadtrivalen Atlético offiziell ein Angebot in Höhe von 150 Millionen Euro für den argentinischen Weltmeister Julián Álvarez unterbreitet und teilten dies auch auf ihrer Website mit: „Der Real Madrid C. F. teilt mit, dass nach der heutigen Sitzung des Vorstands ein Angebot in Höhe von 150 Millionen Euro an den Club Atlético de Madrid für die Transferrechte des Spielers Julian Alvarez unterbreitet wurde“.
Atlético reagiert auf Álvarez-Offerte mit Hohn und Spott
Auch die prompte Ablehnung Atléticos wurde kommuniziert: „Nach Prüfung und Bewertung hat der Club Atlético de Madrid das Angebot, das im Rahmen der guten Beziehungen zwischen beiden Vereinen erfolgt ist, dankend abgelehnt und auf die Ausstiegsklausel des Spielers verwiesen“, so Real weiter.
Dafür gab es später am Abend reichlich Spott vom Stadtrivalen: „Ihr habt Bildung mit Dankbarkeit verwechselt, aber damit es keine Zweifel gibt: Wir danken euch für gar nichts. Weder prüfen noch bewerten wir irgendein Angebot für Julian. Wie sollen wir uns nicht gut verstehen, wenn ihr uns noch mehr zum Lachen bringt als der FC Barcelona?“, so Atlético auf X mit reichlich Sarkasmus in Anspielung auf eine jüngst ebenfalls abgelehnte Offerte aus Katalonien. Und weiter: „Angesichts der guten Beziehungen zu eurem neuen Präsidenten, vielleicht könnt ihr aufhören, Spieler aus unserer Akademie ‚zu stehlen‘. Vielen Dank, Real Madrid.“
Sollten sich die königlichen Bemühungen nach dieser derben öffentlichen Schlappe doch noch Richtung München und Olise wenden, ist wohl nicht mit einer derart scharfen Reaktion von der Säbener Straße zu rechnen. Die FCB-Verantwortlichen dürften dagegen weiterhin bei ihrer eher gelassenen Haltung bleiben, obwohl Olise nach seiner überragenden Saison zu den begehrtesten Offensivspielern der Welt zählt.
Der FC Bayern betrachtet seinen vertraglich bis 2029 gebundenen Supertechniker als zentralen Baustein für die Zukunft und hat keinerlei Interesse an einem Verkauf. Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Präsident Herbert Hainer haben unabhängig voneinander in jüngster Vergangenheit klipp und klar erklärt, dass man den 24-Jährigen langfristig in München sieht. Nach der WM in den USA, Kanada und Mexiko ist eine Vertragsverlängerung mit Olise geplant.
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