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Umstrittener Handelfmeter
Kompany kritisiert Schiedsrichter nach verrücktem Schlagabtausch gegen Paris
In einem spektakulären Schlagabtausch verlor der FC Bayern bei PSG knapp mit 4:5. Während Trainer Kompany mit seinem Team zufrieden war, kritisierte er den Schiedsrichter.
Es war ein denkwürdiges Halbfinal-Hinspiel in der Champions League zwischen dem FC Bayern und Paris Saint-Germain. In einem offenen Schlagabtausch stellten beide Mannschaften unter Beweis, warum das Spiel zuvor als eigentliches Finale tituliert worden war. Am Ende gehen die Bayern nun mit einer knappen 4:5-Niederlage in das Rückspiel am kommenden Mittwochabend.
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Nach seiner Gelbsperre musste Trainer Vincent Kompany das CL-Spektakel von der Tribüne aus anstatt der Seitenlinie verfolgen. Trotz der Niederlage und der fünf Gegentore in Paris gefiel dem Belgier die Leistung seiner Mannschaft. Mit dem Schiedsrichter Sandro Schärer kam der Bayern-Coach dagegen bei der ein oder anderen Situation ins Hadern.
Kompany kritisiert Handspiel-Entscheidung des Schiedsrichters
Zum einen war Kompany mit der Entscheidung zum zwischenzeitlichen 2:1-Führungstreffer der Pariser durch Joao Neves nicht einverstanden. Seiner Ansicht nach entschied der Unparteiische beim vorangegangenen Abschluss von Desire Doue zu Unrecht auf Eckball, den der Portugiese schließlich am kurzen Pfosten stark ins lange Eck einnickte.
Größer war der Unmut des Bayern-Trainers jedoch beim Treffer zum 2:3 kurz vor der Pause. Alphonso Davies bekam den Ball nach einer Flanke auf der linken Seite gegen seinen Arm. Schärer entschied nach Ansicht der VAR-Bilder zum Ärger der Bayern-Fans auf Strafstoß. Diesen verwandelte Ousmane Dembélé schließlich zur knappen Pausenführung.
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Jedoch schien bei dieser Aktion der Ball zuerst an den Körper von Davies zu gehen, ehe er am Arm des Kanadiers landete. „Den Elfmeter finde ich auch höchst diskutabel. Sieht so aus, als wäre er erst am Körper und dann am Arm, und in dem Fall ist es kein Elfmeter“, sagte der Belgier nach dem Hinspiel im Interview.
Auch unter den Spielern sorgte die Elfmeterentscheidung für Unverständnis. Nach der Partie äußerte sich Joshua Kimmich ebenfalls im Interview zum Strafstoß der Pariser und forderte sogar eine Regeländerung. „Nicht im Sinne des Sports. Das ist schon ärgerlich. Ich finde, da könnte man die Regel anpassen, dass nicht jedes Handspiel im Strafraum ein Elfmeter ist. Die Strafe ist schon sehr entscheidend, besonders in einem Champions-League-Halbfinale.“
Am Ende halfen alle Proteste nichts. Nach der Halbzeit erhöhte PSG durch Treffer von Khvicha Kvaratskhelia und Dembele kurzzeitig sogar auf 5:2, ehe die Bayern wie schon beim 4:3-Auswärtssieg gegen Mainz in der Bundesliga erneut ihre Comeback-Qualitäten unter Beweis stellten. Dayot Upamecano und Luis Diaz brachten die Münchener auf einen Treffer heran und verschafften dem deutschen Rekordmeister noch eine akzeptable Ausgangslage für das Rückspiel in München. (seb)