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Krasse Fehlentscheidung?

Fans wüten nach PSG-Elfmeter gegen Bayern: „Nur Amateure als Schiedsrichter“

Das Halbfinal-Hinspiel in der Königsklasse zwischen Bayern und PSG verläuft furios. Den Bayern-Fans missfällt eine Schiedsrichter-Entscheidung ganz gewaltig.

2:3 nach 45 Minuten – ein geniales Ergebnis für den neutralen Zuschauer, ein Resultat zum Haare-Raufen für alle Fans des FC Bayern. Das Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen PSG (hier geht’s zum Live-Ticker) gilt als absolute Reifeprüfung dieser Saison. Drei Gegentore in den ersten 45 Minuten wie auch gegen Mainz und Real Madrid, Defensivliebhabern gefällt das natürlich eher weniger. Hätte der dritte Gegentreffer sein müssen?

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Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff bekam Alphonso Davies, der überraschend den Vorzug in der Viererkette vor Konrad Laimer erhalten hatte, den Ball an die Hand. Der Prinzenpark protestierte lautstark. Manuel Neuer machte das Spiel zwar in geschickter Manier schnell, doch Schiedsrichter Sandro Schärer nahm Kontakt zum VAR auf. Der junge Schweizer war 2025 bei der Bayern-Pleite im Viertelfinale gegen Inter Mailand an der Pfeife gestanden.

Bayern-Fans wüten nach PSG-Elfmeter gegen Schiedsrichter

Der Unparteiische sah sich die Szene selbst noch einmal an und entschied auf Strafstoß. Berechtigt? Davies sprang der Ball zunächst an den Oberschenkel, anschließend touchierte er den Arm. In den sozialen Medien entbrannte schnell eine wilde Diskussion. „Ich check diese dumme Handregel nicht. Der kriegt ihn doch vom eigenen Oberschenkel an die Hand“, wundert sich ein Fan auf Instagram.

Ein anderer Anhänger ging mit seinen Worten noch ein Stückchen weiter: „Katar wieder mit der Überweisung an die UEFA. Er geht klar an den Oberschenkel zuerst, aber Hauptsache, Schweizer Provinzschiris pfeifen lassen.“ Die meisten sind sich einig: Den Pfiff hätte es nicht gebraucht. Vor allem nicht in einer Begegnung, die einen derart hohen Stellenwert mitbringt.

FCB-Offensive stärker, Enrique schlägt Kompany – Bayern und PSG im Head-to-Head

Im Tor ist die Sache klar: Auch mit 40 Jahren ist Manuel Neuer noch einer der besten Keeper der Welt. Wenn es eng wird, zählen die Bayern auf den früheren Welttorhüter.
Im Tor ist die Sache klar: Auch mit 40 Jahren ist Manuel Neuer noch einer der besten Keeper der Welt. Wenn es eng wird, zählen die Bayern auf den früheren Welttorhüter.  © IMAGO/ActionPictures
Gegenüber Matvey Safonov hat der Weltmeister von 2014 klar die Nase vorn. Der Russe steht bei PSG seit Dezember als Nummer eins zwischen den Pfosten.
Gegenüber Matvey Safonov hat der Weltmeister von 2014 klar die Nase vorn. Der Russe steht bei PSG seit Dezember als Nummer eins zwischen den Pfosten. 1:0 für Bayern. © IMAGO/PsnewZ
In der Rechtsverteidigung wird beim FC Bayern voraussichtlich Josip Stanisic auflaufen. Der kroatische Nationalspieler ist verlässlich und schaltet sich gerne ins Offensivgeschehen ein.
In der Rechtsverteidigung wird beim FC Bayern voraussichtlich Josip Stanisic auflaufen. Der kroatische Nationalspieler ist verlässlich und schaltet sich gerne ins Offensivgeschehen ein.  © IMAGO/HMB-Media International
Im direkten Vergleich mit Achraf Hakimi hat der Bayern-Profi aber das Nachsehen. Hakimi gehört seit Jahren zu den besten – und schnellsten – Außenverteidigern der Welt. Zuletzt musste der Marokkaner gegen Nantes allerdings vorzeitig ausgewechselt werden. Ob er vollständig fit ist, ist noch unklar.
Im direkten Vergleich mit Achraf Hakimi hat der Bayern-Profi aber das Nachsehen. Hakimi gehört seit Jahren zu den besten – und schnellsten – Außenverteidigern der Welt. Zuletzt musste der Marokkaner gegen Nantes allerdings vorzeitig ausgewechselt werden. Ob er vollständig fit ist, ist noch unklar. 1:1.  © IMAGO/Buzzi
Zu den besten der Welt auf seiner Position gehört auch Dayot Upamecano. Der Franzose ist beim FC Bayern zum unangefochtenen Abwehrchef aufgestiegen und hat im Direktvergleich mit Marquinhos knapp die Nase vorn.
Zu den besten der Welt auf seiner Position gehört auch Dayot Upamecano. Der Franzose ist beim FC Bayern zum unangefochtenen Abwehrchef aufgestiegen und hat im Direktvergleich mit Marquinhos knapp die Nase vorn. © IMAGO/Team2
Der brasilianische PSG-Kapitän ist ein echter Dauerbrenner und der Antreiber der dichten Pariser Defensive. Auf ihn ist so gut wie immer Verlass.
Der brasilianische PSG-Kapitän ist ein echter Dauerbrenner und der Antreiber der dichten Pariser Defensive. Auf ihn ist so gut wie immer Verlass. 2:1 für Bayern. © IMAGO/ZUMA Press Wire
Jonathan Tah ist der zweite Teil der eingespielten bayrischen Innenverteidigung. Auch er spielt eine hochsolide Saison.
Jonathan Tah ist der zweite Teil der eingespielten bayrischen Innenverteidigung. Auch er spielt eine hochsolide Saison.  © IMAGO/DeFodi Images
Im direkten Duell ist er Willian Pacho jedoch leicht unterlegen. Der Ecuadorianer gilt als einer der wertvollsten Innenverteidiger der Welt. Punkt für PSG.
Im direkten Duell ist er Willian Pacho jedoch leicht unterlegen. Der Ecuadorianer gilt als einer der wertvollsten Innenverteidiger der Welt. Punkt für PSG. 2:2. © IMAGO/ZUMA Press
Konrad Laimer hat seinen Wert beim FC Bayern in den vergangenen Jahren Mal für Mal bewiesen. Im Mittelfeld, als Rechtsverteidiger und jetzt auch auf der linken Seite. Sein unermüdlicher Kampfgeist macht ihn zu einer Waffe gegen jeden Gegner.
Konrad Laimer hat seinen Wert beim FC Bayern in den vergangenen Jahren Mal für Mal bewiesen. Im Mittelfeld, als Rechtsverteidiger und jetzt auch auf der linken Seite. Sein unermüdlicher Kampfgeist macht ihn zu einer Waffe gegen jeden Gegner.  © IMAGO/DeFodi Images
Auch gegen Nuno Mendes hat Laimer somit die Nase vorn. Der Pariser Linksverteidiger ist dennoch ein absoluter Weltstar. Hinten solide und vorne immer wieder mit brandgefährlichen Vorlagen.
Auch gegen Nuno Mendes hat Laimer somit die Nase vorn. Der Pariser Linksverteidiger ist dennoch ein absoluter Weltstar. Hinten solide und vorne immer wieder mit brandgefährlichen Vorlagen. 3:2 für Bayern. © IMAGO/Sportimage
Erfahrung gegen Jugend: Im zentralen Mittelfeld hat Joshua Kimmich beim FC Bayern die Kontrolle. In dieser Saison hat er gegen Warren Zaïre-Emery die Nase vorn.
Erfahrung gegen Jugend: Im zentralen Mittelfeld hat Joshua Kimmich beim FC Bayern die Kontrolle. In dieser Saison hat er gegen Warren Zaïre-Emery die Nase vorn. © IMAGO/Eibner
Der erst 20-Jährige weiß bei PSG trotzdem zu beeindrucken. In Liga und Champions League stand er für die Franzosen in dieser Saison in jedem Spiel auf dem Rasen.
Der erst 20-Jährige weiß bei PSG trotzdem zu beeindrucken. In Liga und Champions League stand er für die Franzosen in dieser Saison in jedem Spiel auf dem Rasen. 4:2 für Bayern. © IMAGO/PsnewZ
Auch Aleksandar Pavlovic gehört als junger Spieler längst zum Stamminventar seiner Mannschaft. Ähnlich wie Zaïre-Emery zieht er im Duell mit einem erfahrenen Gegenüber aber den Kürzeren.
Auch Aleksandar Pavlovic gehört als junger Spieler längst zum Stamminventar seiner Mannschaft. Ähnlich wie Zaïre-Emery zieht er im Duell mit einem erfahrenen Gegenüber aber den Kürzeren. © IMAGO/Sven Simon
Denn: Mittelfeldmotor Vitinha ist wohl der wichtigste Mann bei PSG und wird nicht zu unrecht als einer der besten Mittelfeldspieler der Welt gesehen. Sein Einsatz gegen die Bayern hängt allerdings noch in der Schwebe – zuletzt plagte der Portugiese sich mit Fersenproblemen herum.
Denn: Mittelfeldmotor Vitinha ist wohl der wichtigste Mann bei PSG und wird nicht zu Unrecht als einer der weltweit besten Mittelfeldspieler gesehen. Sein Einsatz gegen die Bayern hängt allerdings noch in der Schwebe – zuletzt plagte sich der Portugiese mit Fersenproblemen herum. 4:3 für Bayern. © IMAGO/Icon Sport
Jamal Musiala gehört unbestritten zu den jungen Fußballern, denen die Zukunft gehört. Trotzdem ist er nach langer Verletzungspause im Moment noch nicht wieder in absoluter Bestform angekommen.
Jamal Musiala gehört unbestritten zu den jungen Fußballern, denen die Zukunft gehört. Trotzdem ist er nach langer Verletzungspause im Moment noch nicht wieder in absoluter Bestform angekommen. © IMAGO/Laci Perenyi
Aus diesem Grund gewinnt PSG das direkte Duell auf dieser Position. Mit gerade einmal 21 Jahren ist Joao Neves bereits einer der wertvollsten Mittelfeldspieler überhaupt. Er interpretiert seine Rolle deutlich defensiver als Musiala, setzt aber trotzdem regelmäßig Akzente vor dem Tor.
Aus diesem Grund gewinnt PSG das direkte Duell auf dieser Position. Mit gerade einmal 21 Jahren ist João Neves bereits einer der wertvollsten Mittelfeldspieler überhaupt. Er interpretiert seine Rolle deutlich defensiver als Musiala, setzt aber trotzdem regelmäßig Akzente vor dem Tor. 4:4. © IMAGO/Bestimage
Keine Zweifel gibt es auf dem rechten Flügel: Michael Olise ist in seiner aktuellen Form kaum zu stoppen, die wenigsten Superlative werden den Leistungen des Franzosen gerecht.
Keine Zweifel gibt es auf dem rechten Flügel: Michael Olise ist in seiner aktuellen Form kaum zu stoppen, die wenigsten Superlative werden den Leistungen des Franzosen gerecht. © IMAGO/MIS
Desire Doué muss sich – zumindest aktuell – hinter Olise einordnen. Interessant: Vor seinem Wechsel zu PSG hatten auch die Bayern Doué auf dem Einkaufszettel.
Desire Doué muss sich – zumindest aktuell – hinter Olise einordnen. Interessant: Vor seinem Wechsel zu PSG hatten auch die Bayern Doué auf dem Einkaufszettel. 5:4 für Bayern. © IMAGO/PsnewZ
Auf dem anderen Flügel ist das Duell enger, aber auch hier haben die Bayern die Nase vorn. Die nackten Zahlen belegen die Qualität von Luis Diaz am besten: In 45 Pflichtspielen kommt er in der laufenden Saisona auf 45 Torbeteiligungen (25 Treffer, 20 Vorlagen).
Auf dem anderen Flügel ist das Duell enger, aber auch hier haben die Bayern die Nase vorn. Die nackten Zahlen belegen die Qualität von Luis Diaz am besten: In 45 Pflichtspielen kommt er in der laufenden Saisona auf 45 Torbeteiligungen (25 Treffer, 20 Vorlagen). © IMAGO/ZUMA Press Wire
Khvicha Kvaratskhelia kommt im Vergleich „nur“ auf 25 Scorerpunkte in 42 Partien. Allerdings dreht der Georgier in der Champions League besonders auf. Hier konnte er bereits acht Tore und fünf Vorlagen verbuchen.
Khvicha Kvaratskhelia kommt im Vergleich „nur“ auf 25 Scorerpunkte in 42 Partien. Allerdings dreht der Georgier in der Champions League besonders auf. Hier konnte er bereits acht Tore und fünf Vorlagen verbuchen. 6:4 für Bayern. © IMAGO/Bestimage
Das vielleicht engste Duell zwischen Bayern und PSG liegt im Sturm. Die Rollen von Harry Kane und Ousmane Dembélé sind nicht leicht zu vergleichen. In Zahlen kann dem Münchner jedoch niemand das Wasser reichen. In 45 Partien kommt Kane bereits auf 53 Tore – und darum geht es schlussendlich auch in diesem Halbfinale.
Das vielleicht engste Duell zwischen Bayern und PSG liegt im Sturm. Die Rollen von Harry Kane und Ousmane Dembélé sind nicht leicht zu vergleichen. In Zahlen kann dem Münchner jedoch niemand das Wasser reichen. In 45 Partien kommt Kane bereits auf 53 Tore – und darum geht es schlussendlich auch in diesem Halbfinale. © IMAGO/Ulmer/Teamfoto
Trotzdem ist Ousmane Dembélé nicht zu unterschätzen. Nicht umsonst gewann der Franzose 2025 den Ballon d‘Or.
Trotzdem ist Ousmane Dembélé nicht zu unterschätzen. Nicht umsonst gewann der Franzose 2025 den Ballon d‘Or. 7:4 für Bayern. © IMAGO/ZUMA Press Wire
Auf der Trainerbank gibt es im Hinspiel eine Besonderheit: Vincent Kompany ist gesperrt und muss auf der Tribüne Platz nehmen. Im direkten Vergleich mit Luis Enrique muss Kompany sich (noch) unterordnen.
Auf der Trainerbank gibt es im Hinspiel eine Besonderheit: Vincent Kompany ist gesperrt und muss auf der Tribüne Platz nehmen. Im direkten Vergleich mit Luis Enrique muss Kompany sich (noch) unterordnen. © IMAGO/Laci Perenyi
Der 55-Jährige hat in seiner Karriere alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Diverse nationale Wettbewerbe, die Klub-WM, zweimal die Champions League – und dazu zweimal die Auszeichnung als Welttrainer des Jahres.
Der 55-Jährige hat in seiner Karriere alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Diverse nationale Wettbewerbe, die Klub-WM, zweimal die Champions League – und dazu zweimal die Auszeichnung als Welttrainer des Jahres. Endergebnis: 7:5 für Bayern. © IMAGO/ZUMA Press Wire
Der FC Bayern trifft im Champions-League-Halbfinale auf Paris Saint-Germain. Wir haben den Direktvergleich gemacht – auf sieben von zwölf Positionen geht der deutsche Rekordmeister als Sieger hervor.
Der FC Bayern trifft im Champions-League-Halbfinale auf Paris Saint-Germain. Wir haben den Direktvergleich gemacht – auf sieben von zwölf Positionen geht der deutsche Rekordmeister als Sieger hervor. © IMAGO/Anadolu Agency, Laci Perenyi, ZUMA Press Wire, Bestimage (Montage)

„Ist das ekelhaft, diesen Elfmeter in einem Champions-League-Halbfinale zu geben. Der Ball macht einen klaren Richtungswechsel vom Körper. Unfassbar.“ Sandro Schärer hatte das Vergehen nicht selbst bemerkt. War der Entschluss, nicht auf Elfmeter zu plädieren, als klare Fehlentscheidung zu werten, sodass der VAR eingreifen musste?

Für diesen Fan keineswegs: „War das mal wieder eine sogenannte ‚klare‘ Fehlentscheidung? Verstehe nicht, wie das als strafbares Handspiel gewertet werden darf...“ Amazon-Prime-Experte Christoph Kramer übrigens legte sich in der Halbzeitpause fest: Er hätte den Elfmeter nicht gegeben. Lag der Pfiff am Ende auch an der Erfahrung des Schiedsrichters?

„Der Ball trifft zuerst den Oberschenkel und dann den Arm. Selbst in der Champions League sind nur Amateure als Schiedsrichter im Einsatz“, schimpfte zumindest dieser User auf X. Wie schon im Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid jedenfalls hatten die Bayern arge Probleme in der Defensive. Auch, wenn über den Elfmeter sicher diskutiert werden kann. (is)

Rubriklistenbild: © Imago / MIS

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