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Nicht auf eigenem Toplevel

Stolze Bayern nach Sieg über Real: „Beschreibt den Charakter dieser Mannschaft“

Grenzenloser Bayern-Jubel nach dem Real-Spiel vor der Südkurve.
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Grenzenloser Bayern-Jubel nach dem Real-Spiel vor der Südkurve.

Der FC Bayern hat sich in einem hochdramatischen Spiel gegen Real Madrid für das CL-Halbfinale qualifiziert. Die Stimmen der glücklichen Münchner nach der Partie.

Es war eine epische „Europapokalschlacht“, in welcher sich die Bayern nach dem 2:1-Auswärtssieg im Bernabéu auch im Viertelfinal-Rückspiel in der heimischen Arena mit 4:3 gegen Real Madrid durchsetzen konnten. Dabei bewies der deutsche Rekordmeister bemerkenswerte Comeback-Qualitäten und musste immer wieder einem Rückstand hinterherlaufen. Bereits nach 37 Sekunden leitete Manuel Neuer mit einem verhängnisvollen Fehlpass das 1:0 der Königlichen ein – Arda Güler musste aus 25 Metern nur noch das verweiste Tor treffen.

Grenzenloser Bayern-Jubel nach dem Real-Spiel vor der Südkurve.

Während Real Madrid nach dem Krimi die Hauptschuld für die Niederlage beim slowenischen Schiedsrichter Slavko Vinčić wegen der allerdings regelkonformen Gelb-Roten-Karte für Eduardo Camavinga (86.) suchte, ließen sich die Bayern durch wiederholte Rückschläge nicht entmutigen: So glichen sie bereits in der 6. Minute durch einen Kopfball von Aleksandar Pavlović nach Kimmich-Ecke aus. Als Vinčić fälschlicherweise auf Freistoß für Madrid entschied, erzielte Güler aus bester Position die erneute Gästeführung – Neuer sah abermals nicht gut aus (29.).

Der FC Bayern kommt immer wieder zurück

Harry Kane hatte nicht einmal zehn Minuten später wieder die Bayern-Antwort parat und verwertete dabei einen glänzenden Steckpass von Dayot Upamecano zum 2:2. Nur wenig später erneut die Real-Führung: Nach einem vermeintlichen Foul von Antonio Rüdiger an Josip Stanišić vor dem eigenen Strafraum konterten Vini Jr. und Kylian Mbappé die Bayern gnadenlos aus: Der französische Superstar ließ Neuer beim 2:3 keine Chance (42.).

Die Halbzeitführung, die insgesamt Gleichstand bedeutete (4:4), hielt bis in die Schlussphase der aufregenden Partie. Das bessere Ende hatten dann die Münchner: Luis Díaz (89.) und Michael Olise (90. + 4) verwandelten die Arena in Fröttmaning in ein Tollhaus. Die Bayern zeigten sich nach dem Spiel glücklich, obwohl sie wussten, dass sie selbst nicht auf ihrem höchsten Level agiert hatten. Sie wissen aber, dass sie sich in dieser Spielzeit auf ganz besondere Charaktereigenschaften verlassen können.

Jüngste Schiri-Skandale überschatten legendäre Duelle des FC Bayern mit Real Madrid

Real Madrid und der FC Bayern zählen zu den größten Klubs aller Zeiten. Das erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften liegt weit zurück. Im Europapokal der Landesmeister 75/76 trafen beide Klubs im Halbfinale aufeinander.
Real Madrid und der FC Bayern zählen zu den größten Klubs aller Zeiten. Das erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften liegt weit zurück. Im Europapokal der Landesmeister 75/76 trafen beide Klubs im Halbfinale aufeinander.  © via www.imago-images.de
Nach einem 1:1 im Hinspiel konnten die Bayern das Rückspiel im Olympiastadion durch einen Doppelpack von Gerd Müller mit 2:0 für sich entscheiden. Am Ende konten die Münchner auch den Henkelpott bejubeln.
Nach einem 1:1 im Hinspiel konnten die Bayern das Rückspiel im Olympiastadion durch einen Doppelpack von Gerd Müller mit 2:0 für sich entscheiden. Am Ende konten die Münchner auch den Henkelpott bejubeln.  © IMAGO/Pressefoto Rudel/Herbert Rudel
Auch in den 80ern trafen beide Teams aufeinander. In der Saison 86/87 setzten sich die Bayern wieder durch, 87/88 konnten die Madrilenen den Rekordmeister erstmals herauskegeln.
Auch in den 80ern trafen beide Teams aufeinander. In der Saison 86/87 setzten sich die Bayern wieder durch, 87/88 konnten die Madrilenen den Rekordmeister erstmals herauskegeln.  © imago sportfotodienst
Erst im Jahr 2000 sahen sich beide Teams wieder – und das ganze viermal. Denn damals gab es in der Champions League noch eine Zwischenrunde, bei der beide Teams aufeinandertrafen. Dort triumphierten die Bayern klar und deutlich, doch im Halbfinale flog man gegen Anelka und Co. unglücklich raus. Die Madrilenen setzten sich am Ende auch die Krone auf.
Erst im Jahr 2000 sahen sich beide Teams wieder – und das ganze viermal. Denn damals gab es in der Champions League noch eine Zwischenrunde, bei der beide Teams aufeinandertrafen. Dort triumphierten die Bayern klar und deutlich, doch im Halbfinale flog man gegen Anelka und Co. unglücklich raus. Die Madrilenen setzten sich am Ende auch die Krone auf.  © IMAGO
Die Rache folgte eine Saison später: Die Bayern gewannen das Halbfinal-Hinspiel in Madrid mit 1:0 und konnten sich auch zu Hause mit 2:1 durchsetzen. Auch im Finale tirumphierte man.
Die Rache folgte eine Saison später: Die Bayern gewannen das Halbfinal-Hinspiel in Madrid mit 1:0 und konnten sich auch zu Hause mit 2:1 durchsetzen. Auch im Finale tirumphierte man.  © IMAGO
Nur eine Saison später traf man wieder aufeinander – dieses Mal allerdings im Viertelfinale. Nach einem 2:1-Hinspiel-Sieg der Bayern schlug Real Madrid zurück und gewann mit 2:0 im Bernabéu. Wie schon in den beiden Saisons zuvor hatte der Gewinner des Aufeinandertreffens auch ein Abo auf den Henkelpott.
Nur eine Saison später traf man wieder aufeinander – dieses Mal allerdings im Viertelfinale. Nach einem 2:1-Hinspiel-Sieg der Bayern schlug Real Madrid zurück und gewann mit 2:0 im Bernabéu. Wie schon in den beiden Saisons zuvor hatte der Gewinner des Aufeinandertreffens auch ein Abo auf den Henkelpott.  © IMAGO
2004 riss die Serie. Zwar konnten sich die Königlichen am Ende im Achtelfinale (1:1, 1:0) durchsetzen – Champions-League-Sieger wurde in dieser Saison allerdings der FC Porto.
2004 riss die Serie. Zwar konnten sich die Königlichen am Ende im Achtelfinale (1:1, 1:0) durchsetzen – Champions-League-Sieger wurde in dieser Saison allerdings der FC Porto.  ©  via www.imago-images.de
Ein historischer Moment zwischen beiden Mannschaften ereignete sich im Jahr 2007: Nachdem die Bayern in Madrid mit 2:3 unterlagen, wollten sie in München alles tun, um weiterzukommen. Direkt nach dem Anstoß gingen die Münchner drauf und sorgten für einen Fehler der Madrilenen. Nach 10,12 Sekunden erzielte Roy Makaay den Führungstreffer – bis heute Rekord in der Königsklasse.
Ein historischer Moment zwischen beiden Mannschaften ereignete sich im Jahr 2007: Nachdem die Bayern in Madrid mit 2:3 unterlagen, wollten sie in München alles tun, um weiterzukommen. Direkt nach dem Anstoß gingen die Münchner drauf und sorgten für einen Fehler der Madrilenen. Nach 10,12 Sekunden erzielte Roy Makaay den Führungstreffer – bis heute Rekord in der Königsklasse. © IMAGO
Am Ende setzten sich die Münchner mit 2:1 durch und kamen aufgrund der Auswärtstorregel weiter. Den Titel gab es allerdings nicht.
Am Ende setzten sich die Münchner mit 2:1 durch und kamen aufgrund der Auswärtstorregel weiter. Den Titel gab es allerdings nicht.  © IMAGO/PICS UNITED/Eric Verhoeven
Besonders groß war der Traum vom Titel in der Saison 11/12. Denn die Bayern wollten unbedingt ins „Finale Dahoam“. Bereits im Hinspiel ging es hoch her. Ribery traf zur Führung, Özil konnte in der zweiten Hälfte ausgleichen und am Ende war es Mario Gomez, der in der 90. Minute zum umjubelten Siegtreffer für den Rekordmeister traf.
Besonders groß war der Traum vom Titel in der Saison 11/12. Denn die Bayern wollten unbedingt ins „Finale Dahoam“. Bereits im Hinspiel ging es hoch her. Ribery traf zur Führung, Özil konnte in der zweiten Hälfte ausgleichen und am Ende war es Mario Gomez, der in der 90. Minute zum umjubelten Siegtreffer für den Rekordmeister traf.  © imago sportfotodienst
Was folgte, war ein Rückspiel, das wohl kein Bayern-Fan vergessen wird. Die Königlichen legten los wie die Feuerwehr und führten durch einen Doppelpack von Cristiano Ronaldo schnell mit 2:0. Robben konnte den Anschlusstreffer erzielen. Dann passierte nicht mehr allzu viel, beide Mannschaften mussten zum ersten Mal gegeneinander ins Elfmeterschießen. Dort hielt Neuer direkt die ersten beiden Strafstöße von Ronaldo und Kaká.
Was folgte, war ein Rückspiel, das wohl kein Bayern-Fan vergessen wird. Die Königlichen legten los wie die Feuerwehr und führten durch einen Doppelpack von Cristiano Ronaldo schnell mit 2:0. Robben konnte den Anschlusstreffer erzielen. Dann passierte nicht mehr allzu viel, beide Mannschaften mussten zum ersten Mal gegeneinander ins Elfmeterschießen. Dort hielt Neuer direkt die ersten beiden Strafstöße von Ronaldo und Kaká. © Philippe Ruiz
Kroos und Lahm zeigten im Anschluss Nerven und scheiterten an Casillas. Doch nachdem Sergio Ramos seinen Elfmeter über das Tor setzte, hatte Bastian Schweinsteiger die Möglichkeit, die Bayern ins Finale zu schießen – und das gelang ihm. Über das Finale reden wir an dieser Stelle besser nicht.
Kroos und Lahm zeigten im Anschluss Nerven und scheiterten an Casillas. Doch nachdem Sergio Ramos seinen Elfmeter über das Tor setzte, hatte Bastian Schweinsteiger die Möglichkeit, die Bayern ins Finale zu schießen – und das gelang ihm. Über das Finale reden wir an dieser Stelle besser nicht.  © Philippe Ruiz
2014 sann Real auf Rache. Was geschah, war die bisher wohl deutlichste K.-o.-Runde zwischen beiden Mannschaften. Nach einem 1:0-Sieg im Bernabéu konnten die Königlichen auch dank eines überragenden Sergio Ramos mit 4:0 bei den Bayern triumphieren. Am Ende der Saison durften die Madrilenen den 10. CL-Titel bejubeln.
2014 sann Real auf Rache. Was geschah, war die bisher wohl deutlichste K.-o.-Runde zwischen beiden Mannschaften. Nach einem 1:0-Sieg im Bernabéu konnten die Königlichen auch dank eines überragenden Sergio Ramos mit 4:0 bei den Bayern triumphieren. Am Ende der Saison durften die Madrilenen den 10. CL-Titel bejubeln.  © imago sportfotodienst
In der Saison 16/17 folgte das Aufeinandertreffen im Viertelfinale der Champions League. Und die Bayern waren vom Start weg gewillt, dieses Mal zu gewinnen. Im Hinspiel in München führte man früh durch einen Treffer von Arturo Vidal, der dann sogar per Elfmeter erhöhen konnte. Allerdings verschoss er diesen.
In der Saison 16/17 folgte das Aufeinandertreffen im Viertelfinale der Champions League. Und die Bayern waren vom Start weg gewillt, dieses Mal zu gewinnen. Im Hinspiel in München führte man früh durch einen Treffer von Arturo Vidal, der dann sogar per Elfmeter erhöhen konnte. Allerdings verschoss er diesen.  © Fotostand / Jakob via www.imago-images.de
In der zweiten Hälfte drehten die Gäste durch Cristiano Ronaldo die Partie und hatten mit einem 2:1 im Rücken eine überragende Ausgangspoition für das Spiel im Bernabeu.
In der zweiten Hälfte drehten die Gäste durch Cristiano Ronaldo die Partie und hatten mit einem 2:1 im Rücken eine überragende Ausgangsposition für das Spiel im Bernabéu.  © Frank Hoermann/SVEN SIMON
Und da folgte eines der kontroversesten Spiele der jüngeren Geschichte. Die Bayern gingen durch Lewandowski in Führung, Ronaldo konnte ausgleichen und Ramos stellte mit einem Eigentor die Weichen auf Verlängerung.
Und da folgte eines der kontroversesten Spiele der jüngeren Geschichte. Die Bayern gingen durch Lewandowski in Führung, Ronaldo konnte ausgleichen und Ramos stellte mit einem Eigentor die Weichen auf Verlängerung.  © Bernd König
Dann folgte eine Gelb-Rote Karte für Arturo Vidal. Der Chilene war außer sich und wurde dadurch zu einem der tragischen Helden dieses Duells.
Dann folgte eine Gelb-Rote Karte für Arturo Vidal. Der Chilene war außer sich und wurde dadurch zu einem der tragischen Helden dieses Duells.  © Roland Krivec/DeFodi.de
Denn in der Verlängerung drehten die Königlichen auf und gewannen am Ende mit 4:2 durch einen Dreierpack von CR7. Doch vor allem das Abseitstor von Ronaldo zum 2:2 ist den Bayern-Fans bis heute ein Dorn im Auge.
Denn in der Verlängerung drehten die Königlichen auf und gewannen am Ende mit 4:2 durch einen Dreierpack von CR7. Doch vor allem das Abseitstor von Ronaldo zum 2:2 ist den Bayern-Fans bis heute ein Dorn im Auge.  © Langer/Eibner-Pressefoto
Ein Jahr später hatten die Bayern die Chance auf eine weitere Revanche. Im Hinspiel in München gelang wiedermals ein toller Start. Kimmich erzielte die Führung Mitte der ersten Halbzeit.
Ein Jahr später hatten die Bayern die Chance auf eine weitere Revanche. Im Hinspiel in München gelang wiedermals ein toller Start. Kimmich erzielte die Führung Mitte der ersten Halbzeit. © kolbert-press/Christian Kolbert
Doch es kam wieder so, wie es kommen musste, und Real drehte die Partie, obwohl Ronaldo einen schlechten Tag erwischte. Dieses Mal waren es Marcelo und Lucas Vázquez, die die Treffer für die Königlichen erzielten.
Doch es kam wieder so, wie es kommen musste, und Real drehte die Partie, obwohl Ronaldo einen schlechten Tag erwischte. Dieses Mal waren es Marcelo und Lucas Vázquez, die die Treffer für die Königlichen erzielten.  © Bernd Müller
Im Rückspiel mussten die Bayern also wieder einen Rückstand aufholen. Und Joshua Kimmich zeigte, dass die Bayern motiviert waren. Bereits in der 3. Minute traf er zum 1:0 aus Sicht der Bayern.
Im Rückspiel mussten die Bayern also wieder einen Rückstand aufholen. Und Joshua Kimmich zeigte, dass die Bayern motiviert waren. Bereits in der 3. Minute traf er zum 1:0 aus Sicht der Bayern.  © IMAGO/Burak Akbulut
Doch Karim Benzema erwischte einen Sahne-Tag, erzielte schnell den Ausgleich und traf kurz nach der Pause zum 2:1. Die Bayern kamen zwar durch James noch zum 2:2, am Ende reichte es aber mal wieder nicht.
Doch Karim Benzema erwischte einen Sahne-Tag, erzielte schnell den Ausgleich und traf kurz nach der Pause zum 2:1. Die Bayern kamen zwar durch James noch zum 2:2, am Ende reichte es aber mal wieder nicht.  © Huebner/Ulrich
Das letzte Aufeinandertreffen zwischen beiden Mannschaften gab es im Halbfinale 23/24. Mit dem neuen Topstar Harry Kane wollten die Bayern endlich wieder Real bezwingen. Und nach dem Führungstreffer von Vinicius Jr. konnten Leroy Sané und er die Partie drehen.
Das letzte Aufeinandertreffen zwischen beiden Mannschaften gab es im Halbfinale 23/24. Mit dem neuen Topstar Harry Kane wollten die Bayern endlich wieder Real bezwingen. Und nach dem Führungstreffer von Vinicius Jr. konnten Leroy Sané und er die Partie drehen.  © IMAGO/Jose Breton
Real wäre aber nicht Real, wenn der Klub keine Antwort parat hätte. Vinicius erzielte kurz vor Schluss den Ausgleich und ließ die Münchner mal wieder mit ratlosen Gesichtern zurück.
Real wäre aber nicht Real, wenn der Klub keine Antwort parat hätte. Vinicius erzielte kurz vor Schluss den Ausgleich und ließ die Münchner mal wieder mit ratlosen Gesichtern zurück.  © IMAGO
Im Bernabéu erzielte Alphonso Davies in der 68. Minute den Führungstreffer und stieß das Tor zum Finale weit auf. Die Bayern sahen wie der sichere Sieger aus.
Im Bernabéu erzielte Alphonso Davies in der 68. Minute den Führungstreffer und stieß das Tor zum Finale weit auf. Die Bayern sahen wie der sichere Sieger aus.  © IMAGO/IPA Sport/ABACA
Doch in der 81. Minute wechselten die Madrilenen Ex-Bundesliga-Flop Joselu ein. Und der erzielte in der 88. Minute den Ausgleich.
Doch in der 81. Minute wechselten die Madrilenen Ex-Bundesliga-Flop Joselu ein. Und der erzielte in der 88. Minute den Ausgleich.  © IMAGO/DAX Images
Doch es kam noch schlimmer. In 91. Minute war es wieder Joselu. Die Bayern lagen plötzlich mit 1:2 zurück und mussten die Hoffnungen auf das Weiterkommen begraben.
Doch es kam noch schlimmer. In 91. Minute war es wieder Joselu. Die Bayern lagen plötzlich mit 1:2 zurück und mussten die Hoffnungen auf das Weiterkommen begraben. © IMAGO/Alex Perez
Doch eine Aktion gab es noch – denkste. Mathijs De Ligt schoss den Ball ins Tor, allerdings hatte der Schiedsrichter bereits auf Abseits entschieden. Die Bayern waren fuchsteufelswild, doch am Ende mussten sie wieder mit der Enttäuschung umgehen. In dieser Saison gibt es die nächste Chance auf eine Revanche.
Doch eine Aktion gab es noch – denkste. Mathijs de Ligt schoss den Ball ins Tor, allerdings hatte der Schiedsrichter bereits auf Abseits entschieden. Die Bayern waren fuchsteufelswild, doch am Ende mussten sie wieder mit der Enttäuschung umgehen. In dieser Saison gibt es die nächste Chance auf eine Revanche.  © IMAGO/kolbert-press/Marc Niemeyer
Luis Diaz
ofws3sqfa2-v5-ax-s2048.jpeg © Sven Hoppe

Die Stimmen der Bayern nach dem 4:3-Sieg

Sportvorstand Max Eberl

„Wir sind sehr, sehr glücklich. Es war eine hohe Hürde schon im Bernabéu. Heute haben wir es uns am Anfang selbst etwas schwer gemacht. Aber das Spiel zeigt, wie wir sind: Wir kommen immer wieder zurück. 1:1 gemacht – wieder in Rückstand geraten. 2:2 gemacht – wieder zurückgelegen. Und am Ende gewonnen. Das beschreibt den Charakter dieser Mannschaft ganz gut. Wir können Fußball spielen, aber vor allem können wir uns wehren und stabil bleiben. Es fühlt sich einfach großartig an. Diese Mannschaft und dieser Verein leben total, stehen zusammen. Diese Energie kommt nicht nur vom Platz, sondern auch von außen. Das spürt man – und das macht uns stark.“

Chefcoach Vincent Kompany

„Es waren viele Emotionen in diesem Spiel. Wir hatten viel Ballbesitz und das Gefühl, dass wir noch ein Tor machen können. Aber sie sind unheimlich schnell und gefährlich – absolute Ruhe bekommst du gegen Real Madrid nie. Ich fand die Jungs heute mental sehr stark. Ich bin stolz darauf, dass wir zweimal zurückgekommen sind.

Die Fans haben uns geholfen, und man hatte immer das Gefühl, dass die Mannschaft zurückkommt. Diese Momente bekommst du, weil du sie dir über die Saison immer wieder erarbeitest. Wichtig war für mich: Die Jungs haben es sich verdient, heute ohne Angst zu spielen. Das kannst du nicht einfach nur sagen, das musst du auch zeigen. Und das haben sie gemacht. Ob wir gewinnen oder verlieren – das sind am Ende oft Details.“

Joshua Kimmich

„Es war schon sehr viel Drama. Wir sind nicht so reingestartet, wie wir uns das erhofft hatten. In der Halbzeit wussten wir aber: Je länger das Spiel geht, desto mehr ist der Vorteil bei uns. Ich glaube, es hat sich gelohnt, bis zum Ende zu gucken. Wir wussten vor dem Spiel, dass beide Mannschaften der anderen wehtun können – wir mit Pressing und Ballbesitz, Real mit den Kontern. Der Start war nicht optimal, dann machen sie ein brutales Freistoßtor, danach noch einen Konter. Die erste Halbzeit hatte einiges zu bieten.

Die zweite Halbzeit war etwas ruhiger, weniger Torchancen, weniger Spektakel – dafür hatten es die letzten fünf Minuten noch einmal in sich. Ich glaube nicht, dass es heute eine Topform von uns war. Wir haben sehr viele Fehler gemacht. Aber am Ende haben wir gewonnen – und den Sieg nehmen wir natürlich. Paris ist gut in Form. Die Duelle waren immer auf sehr, sehr hohem Niveau. Ich freue mich auf die beiden Spiele.“

Harry Kane

„Es war ein hartes Spiel. Wir wussten, dass es gegen Real Madrid in der Champions League schwierig werden würde. Man muss auf höchstem Niveau spielen, um sie zu schlagen und aus dem Wettbewerb zu werfen. Die erste Halbzeit war ein bisschen chaotisch – wir hatten natürlich den denkbar schlechtesten Start –, aber wir haben uns gut ins Spiel zurückgekämpft. Allerdings können ihre Spieler bei Kontern wirklich gefährlich werden, und genau das ist uns zum Verhängnis geworden. In der zweiten Halbzeit haben wir uns vorgenommen, etwas geduldiger zu sein. Wir wussten, dass wir im Laufe des Spiels stärker werden würden, und gegen Ende konnten wir unsere Chancen dann auch nutzen.“

Michael Olise, Schütze zum 4:3-Siegtreffer

„Es war ein gutes, spannendes Spiel mit vielen Wendungen. Wir wussten, dass sie versuchen würden, zurückzukommen. Am Anfang ging es ziemlich schnell hin und her. Als sich das Spiel schließlich beruhigt hatte, haben wir in der zweiten Halbzeit etwas besser gespielt und unsere Chancen genutzt. Wir haben viel Durchhaltevermögen bewiesen und uns immer wieder zurück ins Spiel gekämpft. Letztendlich sind wir mit dem Ergebnis zufrieden. Ich habe es schon fünf oder sechsmal zuvor ausprobiert und bin jedes Mal näher rangekommen. Es war schön, das Tor zu erzielen.“

Aleksandar Pavlović

„Das Stresslevel war heute extrem. Aber wenn jedes Spiel so ausgeht wie heute, nehmen wir das natürlich gerne mit. Entscheidend war, dass unsere Restverteidigung in der zweiten Halbzeit sehr gut gestimmt hat. Wir hatten mehr Abstimmung, mehr Kontrolle – und offensiv machen wir es wie gewohnt gut. Deshalb haben wir verdient gewonnen.

Nach 35 Sekunden in Rückstand zu geraten, ist natürlich kein schöner Moment. Aber genau in solchen Situationen wächst man als Team zusammen. Wir haben direkt gut reagiert, weitergemacht und uns nicht aus der Ruhe bringen lassen – so spielt ein Topteam.“

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