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Kommentar zur Camavinga-Rhetorik
Real-Star mit geschmackloser Ansage vor den CL-Duellen gegen Bayern
Die Spannung vor den Duellen zwischen dem FC Bayern und Real Madrid steigt, die Kampfansagen mehren sich – eine schießt nun über das Ziel hinaus. Ein Kommentar.
Es ist der Klassiker im europäischen Vereinsfußball. Obwohl die Vereinsbosse des FC Bayern und von Real Madrid seit Jahrzehnten äußerst respektvoll miteinander umgehen, handelt es sich nicht um Freundschaftsspiele. Auch bei den bevorstehenden Duellen am 7. und 15. April werden harte Aufeinandertreffen erwartet.
Sportlich würden die Münchner in den Viertelfinalspielen gerne wieder ihren Ruf als „Bestia Negra“, als Angstgegner der Königlichen, zurückgewinnen, den sie jahrzehntelang innehatten. Die letzten vier Aufeinandertreffen der beiden europäischen Giganten (2014, 2017, 2018, 2024) entschieden jeweils die spanischen Hauptstädter für sich.
Camavinga mit grenzwertiger Kampfansage an Olise
Während bei den ersten Duellen in den 1970er Jahren fast ausschließlich deutsche auf spanische Spieler trafen, sind die beiden Teams längst mit internationalen Topstars besetzt – in der französischen Nationalmannschaft sind Profis beider Vereine aktiv: Dayot Upamecano und Michael Olise vom FC Bayern, Kylian Mbappé, Aurélien Tchouaméni und Eduardo Camavinga von Real Madrid.
Zuletzt befanden sich alle fünf in den USA, um zwei Testspiele (gegen Brasilien und Kolumbien) im WM-Gastgeberland – letztendlich erfolgreich – zu bestreiten. Dort hatte sich zuerst Mbappé sehr respektvoll gegenüber dem CL-Kontrahenten geäußert, Camavinga schoss dagegen nun mit seiner Kampfansage ziemlich weit über das Ziel hinaus: „Ich habe meinem Freund Olise gesagt: ‚Im Moment sind wir Freunde, aber in zwei Wochen, wenn ich dich töten muss, werde ich dich töten‘“, so der 23-jährige Mittelfeldspieler im Gespräch mit ESPN.
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Auch wenn die Aussage mit einem Augenzwinkern erfolgt ist, ist die Ausdrucksweise dennoch ziemlich geschmacklos. Angesprochen auf die aktuell so herausragende Offensive des FC Bayern mit Michael Olise, Harry Kane, Luis Díaz & Co. legte Camavinga auf seine spezielle Weise noch nach: „Wir müssen wie immer spielen. Wenn ich sie treten muss, dann trete ich sie. Es heißt: Sie oder ich – und ich will nicht verlieren.“ Absolut grenzwertige Fußballrhetorik.
Wichtig in den Duellen wird für die zuletzt so herausragenden Bayern sein, dass sie sich – vor allem im Hinspiel im Estadio Santiago Bernabéu – nicht provozieren lassen. Weder durch martialische Kampfansagen wie die von Camavinga, noch auf dem Spielfeld. Trotzdem müssen zu aller spielerischer Klasse der eigene Kampfeswille und die in dieser Spielzeit so überzeugende Mentalität als derzeitige Stärken beibehalten werden, um ins CL-Halbfinale einziehen zu können.