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Verbleib in Barcelona
Ex-Bayern-Star Lewandowski lehnte 100-Millionen-Angebot ab
Robert Lewandowski lehnte mehr als 100 Millionen Euro aus Saudi-Arabien ab. Berater Pini Zahavi erklärt die Gründe für den Verbleib beim FC Barcelona.
Barcelona – Cristiano Ronaldo, Karim Benzema, N‘Golo Kanté – die Liste der Weltstars, die den Lockrufen aus Saudi-Arabien gefolgt sind, ist lang und wird immer länger. Doch es gibt auch prominente Gegenstimmen. Robert Lewandowski ist eine davon. Der 36-jährige Pole hätte bereits vor einem Jahr für Unsummen unterschreiben können, entschied sich aber bewusst dagegen. Jetzt packt sein Berater Pini Zahavi aus.
Die Summe, die Zahavi in einem Interview mit dem polnischen Medium Fakt nennt, lässt selbst hartgesottene Fußball-Fans staunen: „Vor einem Jahr erhielt er ein konkretes Angebot. Man bot ihm mehr als 100 Millionen Euro pro Saison. Pro Saison! Aber er zog es vor, mit Barcelona um die Liga und die Champions League zu kämpfen.“
Robert Lewandowski schlug 100-Millionen-Angebot aus Saudi-Arabien aus
Eine Entscheidung, die in der heutigen Fußballwelt fast schon revolutionär anmutet. Während andere Superstars dem schnellen Geld hinterherjagen, setzt Lewandowski auf sportliche Ambitionen. „Und er hätte neben der Meisterschaft beinahe auch die Champions League gewonnen“, betont Zahavi mit Stolz in der Stimme.
Doch es sind nicht nur die sportlichen Erfolge, die Lewandowski in Katalonien halten. Der ehemalige Torjäger, der den FC Bayern 2022 für rund 45 Millionen Euro verließ, hat in Barcelona seine neue Heimat gefunden. „Er fühlt sich an keinem anderen Ort der Welt wohler als in Barcelona“, verrät sein Berater. Eine emotionale Bindung, die offenbar stärker wiegt als jedes noch so verlockende Finanzangebot.
Tränen, Trauer und Unmut: Die emotionalsten Abschiede beim FC Bayern München
Diese Verbindung zur Stadt und zum Verein zeigt sich auch in Lewandowskis langfristigen Plänen. Wie der polnische Journalist Tomasz Włodarczyk, der einen engen Draht zum Barcelona-Star hat, zuletzt berichtete, habe Lewandowski nicht vor, dem FC Barcelona den Rücken zu kehren. Zahavi lässt in seinem Interview auch deutliche Kritik an der Struktur der saudischen Liga durchblicken.
„Die saudischen Vereine sind mit Spielern überfüllt; sie wissen gar nicht, was sie mit ihnen machen sollen. Es gibt Beschränkungen hinsichtlich der Anzahl der zugelassenen ausländischen Spieler, was ihre Möglichkeiten einschränkt.“ Ein Punkt, der die Grenzen des saudischen Fußball-Projekts aufzeigt. Trotz Milliarden-Investitionen kämpft die Liga mit strukturellen Problemen.
„Robert wollte dort sowieso nicht spielen“, stellt Zahavi unmissverständlich klar. Aktuell ist Lewandowski fest entschlossen, zu bleiben. „Er ist glücklich, bereit für die neue Saison und will seinen Vertrag unbedingt erfüllen“, so Włodarczyk. Der Vertrag des mittlerweile 36-Jährigen beim amtierenden spanischen Meister läuft noch bis 2026, mit der Option auf eine weitere Saison.
Muss Robert Lewandowski den FC Barcelona 2026 verlassen?
Doch hier wird es interessant: Bereits im April berichtete die spanische Zeitung Sport, dass Barça diese Option vermutlich nicht ziehen werde und Lewandowski den Klub spätestens 2026 verlassen müsse. Der alternde Star gibt sich selbst jedoch selbstbewusst: „Ich weiß, dass viele Leute über mein Alter reden, aber ich möchte noch mehrere Jahre auf höchstem Niveau spielen.“
Lewandowskis Entscheidung macht ihn zu einer Ausnahmeerscheinung in der aktuellen Transferlandschaft. Während die saudische Pro League mit astronomischen Summen die größten Namen des Weltfußballs lockt, bleibt der Pole seiner sportlichen Linie treu. Es ist ein Statement, das zeigt: Nicht jeder Weltstar ist käuflich.
Doch die spannende Frage bleibt: Wie wird sich Lewandowski 2026 entscheiden, wenn sein Barcelona-Vertrag ausläuft? Dann wird er 37 Jahre alt sein – ein Alter, in dem auch für Weltklasse-Spieler die Optionen schwinden. Werden die saudischen Vereine dann erneut anklopfen und Lewandowski seine Haltung überdenken? Gut möglich!