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Kam nur auf 200 Einsatzminuten

Nach Seuchensaison: Eintracht plant weiter mit Abwehr-Kante

Bei Eintracht Frankfurt bahnen sich Veränderungen in der Abwehr an. Davon könnte ein Spieler profitieren, der von Verletzungspech geplagt wurde.

Frankfurt – Aurèle Amenda hat bei Eintracht Frankfurt ein Seuchenjahr erlebt. Der 21-Jährige stand in der abgelaufenen Saison nur rund 200 Minuten auf dem Platz, vor allem das Verletzungspech hatte gnadenlos zugeschlagen. Er konnte daher kaum zeigen, warum er die bezahlten neun Millionen Euro, die durch Boni auf 14 Millionen Euro anwachsen können, wert ist.

Eintracht-Abwehr könnte ein verändertes Gesicht erhalten

Eine Leihe oder gar ein fester Abgang ist nach Informationen von Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports, allerdings nicht geplant. Amenda soll im zweiten Jahr eine wichtigere Rolle einnehmen. In der Eintracht-Abwehr drohen nämlich gewisse Veränderungen. Die Zukunft von Robin Koch und Tuta, der seinen bis 2026 laufenden Vertrag bisher nicht verlängert hat, ist offen.

XXL-Blockfahne, Heimatverbundenheit und „ewiger Oka“: Diese Eintracht-Choreos gehen unter die Haut

Choreo der Frankfurter Fans beim Bundesliga-Spiel gegen Nürnberg im Jahr 2009.
Die Frankfurter Fans erinnern beim Bundesliga-Spiel 2009 gegen Nürnberg an die bisher einzige Deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte. © imago sportfotodienst
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Duell in der Gruppenphase gegen Maccabi Tel Aviv (2013).
„SGE“ prangt in Rot auf der Nordwestkurve beim Europa-League-Duell gegen Maccabi Tel Aviv im Jahr 2013. © imago sportfotodienst
Die Frankfurter Fans widmen beim Bundesliga-Spiel 2013 gegen Augsburg Oka Nikolov eine große Choreo.
Der „ewige Oka“ (Oka Nikolov) wird 2013 beim Bundesliga-Spiel gegen Augsburg von den Frankfurter Fans gebührend verabschiedet. © imago sportfotodienst
Choreo der Frankfurter Fans in der Nordwestkurve vor dem Bundesliga-Spiel gegen den SV Darmstadt 98 (2015).
„Hessenland mein Königreich“: Die Frankfurter Fans zelebrieren das Hessen-Derby 2015 gegen Darmstadt. © imago sportfotodienst
Choreo der Frankfurter Fans beim Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart in der Saison 2017/2018.
Die SGE-Fans spielen 2017 beim Bundesliga-Spiel gegen Stuttgart auf die Apfelwein-Kultur und die grüne Soße der Stadt Frankfurt an. © DeFodi.de/IMAGO
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Heimspiel 2018 gegen Lazio Rom.
„Hier holten wir den Pokal - auf ihr schwarz-weissen Helden holt ihn noch einmal“ steht auf der Gegengerade geschrieben. Die Nordwestkurve zeigt einen wütenden Adler. Mit dieser Choreo erinnerten die Frankfurter Fans beim Europa-League-Heimspiel 2018 gegen Lazio Rom an den UEFA-Cup-Sieg von 1980. © Jan Huebner/Ulrich/Imago
Choreo der Frankfurt-Fans beim Europa-League-Duell in der Gruppenphase gegen Apollon Limassol (2018).
Imposante Choreo in den Vereinsfarben Schwarz, Weiß und Rot beim Europa-League-Duell 2018 in der Gruppenphase gegen Apollon Limassol. © Jan Huebner/Herkert
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Duell 2018 in der Gruppenphase gegen Olympique Marseille.
Fahnen soweit das Auge reicht, weiße Luftschlangen und mehr: Diese Choreo beim Europa-League-Duell 2018 in der Gruppenphase gegen Olympique Marseille wusste zu gefallen. © Jan Huebner/Herkert/Imago
Choreo der Frankfurt-Fans beim Europa-League-Achtelfinale 2019 gegen Inter Mailand.
„Glorreiche Zeiten, traurige Tage. Wir stehen zur Eintracht, gar keine Frage“ steht auf der Gegentribüne geschrieben. Die Zahl 120 ziert die Nordwestkurve. Eintracht Frankfurt feiert das 120-jährige Vereinsjubiläum beim Achtelfinal-Hinspiel der Europa League im Jahr 2019 gegen Inter Mailand. © rscp - FRANK HEINEN/Imago
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Viertelfinale 2019 gegen Benfica Lissabon.
Das ganze Stadion macht mit: Spektakuläre Choreo in Schwarz und Weiß der Frankfurter Fans beim Europa-League-Viertelfinale 2019 gegen Benfica Lissabon. © Jan Huebner/Scheiber/Imago
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Halbfinale 2019 gegen den FC Chelsea.
Diese Choreo hat Eindruck gemacht: Frankfurts Fans präsentieren 2019 beim Europa-League-Halbfinale gegen den FC Chelsea eine riesige selbstgemalte Blockfahne. © rscp - FRANK HEINEN/Imago
Choreo der Frankfurter Anhänger beim Europa-League-Qualifikationsspiel der 2. Runde gegen den FC Flora Tallinn.
Die Nordwestkurve hat sich beim Europa-League-Qualifikationsspiel der 2. Runde (2019) gegen den FC Flora Tallinn ganz in Weiß herausgeputzt. © Jan Huebner/Imago
Choreo der Frankfurter Fans in Runde 3 der Qualifikation für die Europa League gegen den FC Vaduz.
Schön anzusehen: Die SGE-Fans tauchen die Nordwestkurve beim Europa-League-Qualifikationsspiel (2019) gegen den FC Vaduz in Rot. © Revierfoto/Imago
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Viertelfinale gegen den FC Barcelona anlässlich des Todes von Jürgen Grabowski.
Emotional: Die SGE-Fans gedenken der verstorbenen Vereinslegende Jürgen Grabowski beim Europa-League-Viertelfinale 2022 gegen den FC Barcelona. © osnapix/IMAGO
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Halbfinale 2022 gegen West Ham United.
„Meine Stadt, mein Verein“: Die Frankfurter Fans feiern ihre Heimat beim Europa-League-Halbfinale 2022 gegen West Ham United. © Patrick Scheiber/IMAGO
Choreo der Frankfurter Fans beim Europa-League-Finale 2022 in Sevilla gegen die Glasgow Rangers.
Historisches Spiel, historische Choreo: Die Fans von Eintracht Frankfurt beeindrucken mit einer rund 50.000 Euro teuren Darbietung beim Europa-League-Finale 2022 gegen Glasgow Rangers. © Florian Ulrich/IMAGO
Choreo der Frankfurter Anhänger am 1. Spieltag der Vorrunde in der Champions League gegen Sporting Lissabon.
Teil 1 der Frankfurter Choreo beim Champions-League-Auftakt der SGE gegen Sporting Lissabon in der Saison 2022/2023. © osnapix/IMAGO
Choreo der Frankfurter Fans in der Nordwestkurve am 1. Spieltag der Champions-League-Vorrunde 2022/2023 gegen Sporting Lissabon.
Teil 2 der Frankfurter Choreo beim Champions-League-Auftakt der SGE gegen Sporting Lissabon in der Saison 2022/2023. © Ulrich Hufnagel/IMAGO
Eintracht Frankfurts Fans präsentieren eine Titel-Choreografie beim DFB-Pokalfinale gegen RB Leipzig in der Saison 2022/2023.
Titelsammlung der Eintracht: Die Frankfurter Fans blicken beim DFB-Pokalfinale gegen RB Leipzig in der Saison 2022/2023 auf die großen Triumphe der Klub-Geschichte zurück. © Patrick Scheiber/IMAGO
Choreo beim Bundesliga-Heimspiel von Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig am 34. Spieltag der Saison 2023/2024.
Die SGE-Fans feiern am letzten Spieltag der Saison 2023/2024 verdiente Frankfurt-Spieler wie Bernd Hölzenbein und Bruno Pezzey.  © Florian Ulrich/IMAGO
Choreo in der Nordwestkurve von Eintracht Frankfurt beim Europa-League-Spiel gegen Ferencváros Budapest.
Tradition pur: Die Choreo der Eintracht-Fans am vorletzten Spieltag der Ligaphase in der Europa-League-Saison 2024/2025 bildet das Gründungsjahr des Vereins ab.  © osnapix / Marcus Hirnschal/IMAGO
Die Fans von Eintracht Frankfurt präsentieren ihre Choreografie beim Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen.
Emotionale Choreo in Bremen: Die SGE-Fans ehren am 28. Spieltag der Saison 2024/2025 Eintracht-Idole wie Uwe Bein oder Anthony Yeboah. © osnapix / Marcus Hirnschal/IMAGO

Neben Arthur Theate und Nnamdi Collins wäre bei diesen Abgangsszenarien Amenda schon da. Sollten Koch und Tuta gehen, würde Sportvorstand Markus Krösche mit Sicherheit noch einmal aktiv nach einem Neuzugang für die Innenverteidiger suchen.

Dennoch sollten die Chancen auf Einsatzminuten für Amenda deutlich steigen. Der hatte beim letzten Testkick in Weimar Glück. Der Schreck war groß, nachdem er auf dem Boden liegen geblieben war. Am Ende ging der Daumen nach einem MRT nach oben, er ist fit. Jetzt gilt es schnell, diese Szene abzuhaken und nach vorne zu blicken.

Trainer Dino Toppmöller lobte in der Pressekonferenz vor dem Duell gegen den FC St. Pauli (2:2): „Aurèle hat einen richtig guten Eindruck im Training gemacht und hätte definitiv mehr Spielzeit verdient gehabt.“ Er schob eine Begründung hinterher: „Aber aktuell ist unsere Abwehr im Verbund sehr stabil und eingespielt, was uns wenig Grund gibt, in der Verteidigung etwas zu verändern.“

Eintracht-Riese Amenda hatte ein schwieriges Debütjahr

Amenda lief nach vielen gesundheitlichen Rückschlägen am Ende die Zeit davon. Vor allem der bei seinem Länderspieldebüt für die Schweiz erlittene Syndesmosebandanriss im November warf ihn weit zurück. „Er hatte ein bisschen Pech, kam mit einer Verletzung zu uns. Es war ein unglücklicher Start, dann folgte die nächste Verletzung und er fiel wieder aus. Das war für ihn persönlich nicht leicht“, so Toppmöller.

Aurèle Amenda (Rückennummer 5) will sich in der kommenden Saison durchsetzen

Der Abwehrmann ließ sich davon allerdings nicht herunterziehen. Er trainierte stark, sein Engagement wurde sogar von Konkurrenten anerkannt. Toppmöller sieht darin eine mentale Stärke des Abwehrspielers: „Aurèle hat ein brutales Mindset, wie er mit dieser Situation umgeht. Er versteht unsere Sicht der Dinge und akzeptiert die aktuelle Situation.“

Eintracht-Trainer Toppmöller kommuniziert sehr offen

Die Kommunikation zwischen Trainer und Spieler ist dabei sehr offen und wertschätzend: „Wir hatten ein längeres Gespräch, in dem ich ihm meine Gedanken mit auf den Weg gegeben habe. Er macht super Trainingseinheiten, ist gut in Form, und wir haben einen guten Austausch.“

Der Eintracht-Trainer machte dem 1,97 Meter großen Innenverteidiger Hoffnung für die Zukunft: „Wir sind sehr zufrieden mit ihm. Spätestens in der nächsten Saison wird er eine größere Rolle spielen.“ Diese Aussagen unterstreichen Toppmöllers Vertrauen in den bis 2029 gebundenen Defensivspieler, der trotz seiner bisherigen Verletzungsprobleme offenbar fest in den Zukunftsplänen der Eintracht verankert ist.

Rubriklistenbild: © IMAGO/HMB Media/Claus

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