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Kam nur auf 200 Einsatzminuten
Nach Seuchensaison: Eintracht plant weiter mit Abwehr-Kante
Bei Eintracht Frankfurt bahnen sich Veränderungen in der Abwehr an. Davon könnte ein Spieler profitieren, der von Verletzungspech geplagt wurde.
Frankfurt – Aurèle Amenda hat bei Eintracht Frankfurt ein Seuchenjahr erlebt. Der 21-Jährige stand in der abgelaufenen Saison nur rund 200 Minuten auf dem Platz, vor allem das Verletzungspech hatte gnadenlos zugeschlagen. Er konnte daher kaum zeigen, warum er die bezahlten neun Millionen Euro, die durch Boni auf 14 Millionen Euro anwachsen können, wert ist.
Eintracht-Abwehr könnte ein verändertes Gesicht erhalten
Eine Leihe oder gar ein fester Abgang ist nach Informationen von Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports, allerdings nicht geplant. Amenda soll im zweiten Jahr eine wichtigere Rolle einnehmen. In der Eintracht-Abwehr drohen nämlich gewisse Veränderungen. Die Zukunft von Robin Koch und Tuta, der seinen bis 2026 laufenden Vertrag bisher nicht verlängert hat, ist offen.
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Neben Arthur Theate und Nnamdi Collins wäre bei diesen Abgangsszenarien Amenda schon da. Sollten Koch und Tuta gehen, würde Sportvorstand Markus Krösche mit Sicherheit noch einmal aktiv nach einem Neuzugang für die Innenverteidiger suchen.
Dennoch sollten die Chancen auf Einsatzminuten für Amenda deutlich steigen. Der hatte beim letzten Testkick in Weimar Glück. Der Schreck war groß, nachdem er auf dem Boden liegen geblieben war. Am Ende ging der Daumen nach einem MRT nach oben, er ist fit. Jetzt gilt es schnell, diese Szene abzuhaken und nach vorne zu blicken.
Trainer Dino Toppmöller lobte in der Pressekonferenz vor dem Duell gegen den FC St. Pauli (2:2): „Aurèle hat einen richtig guten Eindruck im Training gemacht und hätte definitiv mehr Spielzeit verdient gehabt.“ Er schob eine Begründung hinterher: „Aber aktuell ist unsere Abwehr im Verbund sehr stabil und eingespielt, was uns wenig Grund gibt, in der Verteidigung etwas zu verändern.“
Eintracht-Riese Amenda hatte ein schwieriges Debütjahr
Amenda lief nach vielen gesundheitlichen Rückschlägen am Ende die Zeit davon. Vor allem der bei seinem Länderspieldebüt für die Schweiz erlittene Syndesmosebandanriss im November warf ihn weit zurück. „Er hatte ein bisschen Pech, kam mit einer Verletzung zu uns. Es war ein unglücklicher Start, dann folgte die nächste Verletzung und er fiel wieder aus. Das war für ihn persönlich nicht leicht“, so Toppmöller.
Der Abwehrmann ließ sich davon allerdings nicht herunterziehen. Er trainierte stark, sein Engagement wurde sogar von Konkurrenten anerkannt. Toppmöller sieht darin eine mentale Stärke des Abwehrspielers: „Aurèle hat ein brutales Mindset, wie er mit dieser Situation umgeht. Er versteht unsere Sicht der Dinge und akzeptiert die aktuelle Situation.“
Eintracht-Trainer Toppmöller kommuniziert sehr offen
Die Kommunikation zwischen Trainer und Spieler ist dabei sehr offen und wertschätzend: „Wir hatten ein längeres Gespräch, in dem ich ihm meine Gedanken mit auf den Weg gegeben habe. Er macht super Trainingseinheiten, ist gut in Form, und wir haben einen guten Austausch.“
Der Eintracht-Trainer machte dem 1,97 Meter großen Innenverteidiger Hoffnung für die Zukunft: „Wir sind sehr zufrieden mit ihm. Spätestens in der nächsten Saison wird er eine größere Rolle spielen.“ Diese Aussagen unterstreichen Toppmöllers Vertrauen in den bis 2029 gebundenen Defensivspieler, der trotz seiner bisherigen Verletzungsprobleme offenbar fest in den Zukunftsplänen der Eintracht verankert ist.