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WM-Achtelfinale
Spanien bezwingt Portugal – und schickt Cristiano Ronaldo vermutlich in Rente
In Dallas schlägt Spanien Achtelfinalgegner Portugal knapp. Kurz vor Abpfiff fällt der Siegtreffer für den Europameister. Der Liveticker zum Nachlesen.
Fazit: Es roch schon verdächtig nach Verlängerung im AT&T Stadium in Dallas, Texas. Doch in der Nachspielzeit war es Mikel Merino, der Spanien mit seinem Treffer erlöste. Zwar hatte Portugal kurz vor Schluss noch einmal die Chance, auszugleichen, doch letztlich blieb es bei der 1:0-Führung für den amtierenden Europameister.
Auch in der fünften Partie bei dieser Weltmeisterschaft bleiben die Spanier damit ohne Gegentreffer. Torhüter Unai Simon musste damit seit über zehn Stunden nicht mehr hinter sich greifen. Im Viertelfinale wartet der Sieger aus dem Duell zwischen den USA und Belgien. Zeitgleich dürfte damit die Nationalmannschaftskarriere von Cristiano Ronaldo vorbei sein.
Vorschau: Bei allem Getöse rund um die auf Bitten von US-Präsident Donald Trump annullierte Rote Karte von US-Nationalspieler Folarin Balogun wird bei der WM 2026 auch weiterhin Fußball gespielt. Und was für welcher: Am Montagabend (21 Uhr MESZ, ZDF/MagentaTV) kommt es im AT&T Stadium in Dallas zum iberischen Gipfeltreffen zwischen Spanien und Portugal. Es ist das Duell zweier Nachbarn, zweier Fußball-Großmächte – und möglicherweise das letzte WM-Spiel von Cristiano Ronaldo.
Absolut hautnah. Absolut fundiert: Absolut Fussball berichtet für euch von der WM 2026. Unsere Reporter sind in Amerika vor Ort und versorgen euch mit News, Videos und exklusiven Einblicken.
Die Furia Roja hat sich bei dieser WM Schritt für Schritt gesteigert. Nach dem enttäuschenden 0:0 zum Auftakt gegen Kap Verde folgten ein 4:0 gegen Saudi-Arabien und ein 1:0 gegen Uruguay. Im Sechzehntelfinale ließ Spanien dem unangenehmen Österreich beim 3:0 keine Chance.
Spanien steigert sich von Spiel zu Spiel – und hat bei der WM noch kein Gegentor kassiert
Besonders auffällig: Die Spanier kassierten in neun ihrer letzten zehn Pflichtspiele kein Gegentor. Torhüter Unai Simon brach gegen Österreich sogar den WM-Rekord von Walter Zenga. Turnierübergreifend ist der Schlussmann der Iberer nun seit 519 Minuten ohne Gegentor. Gegen Portugal sollen weitere Minuten hinzukommen. Zudem stichelte er bereits gegen CR7: „Der Ronaldo, den wir heute bei der Weltmeisterschaft sehen, ist nicht derselbe Ronaldo wie in seiner Prime“, sagte der Keeper.
Der überragende Mann im Turnier ist bisher Mikel Oyarzabal. Der Stürmer erzielte vier der acht spanischen Turniertore und bereitete eines vor. Und auch Lamine Yamal dürfte nach seinem Startelf-Comeback gegen Österreich zu einer wichtigen Waffe werden. Fraglich für das Duell mit Portugal sind Nico Williams und Yeremy Pino, die gegen Österreich wegen Leisten- beziehungsweise Schulterproblemen fehlten.
Klose und Messi gestürzt: Die WM-Rekordtorschützen in der Übersicht
Portugal hat ebenfalls eine Menge Qualität. Der Kader ist so gut besetzt wie selten zuvor. Mit dem PSG-Trio Nuno Mendes, João Neves und Vitinha, dazu Bruno Fernandes, Ruben Dias, João Cancelo, Bernardo Silva – und natürlich Cristiano Ronaldo – verfügt Trainer Roberto Martinez über eine Fülle an Weltklasse-Spielern.
Und doch: Auch nach vier Turnierspielen wird man nicht so recht schlau aus den Portugiesen. Dem biederen 1:1 gegen die DR Kongo folgten ein klarer 5:0-Sieg gegen Usbekistan sowie ein torloses 0:0 gegen Gruppensieger Kolumbien. Im Sechzehntelfinale setzte sich Portugal verdient, aber glücklich mit 2:1 gegen Kroatien durch – der entscheidende Treffer fiel erst in der 94. Minute.
Das größte Problem: Trainer Martinez hat es bisher nicht geschafft, der Mannschaft eine klare Spielidee zu geben. Neves und Vitinha diktieren auf der Doppelsechs das Tempo, doch eine Reihe weiter vorne hängt Fernandes zu oft in der Luft. Die Flügelspieler – egal ob Pedro Neto, João Félix oder Rafael Leão – verrennen sich zu oft in Dribblings.
Spanien könnte Cristiano Ronaldo mit einem Sieg in den WM-Ruhestand schicken – doch der Superstar gibt sich kämpferisch
Und dann ist da noch Cristiano Ronaldo. Der 41-Jährige jagt weiter verbissen seinem Traum hinterher, endlich den WM-Pokal zu gewinnen. Auf der FIFA-Pressekonferenz vor dem Spiel gab er sich kämpferisch: „Hoffentlich gelingt mir morgen noch ein Tor. Wenn nicht ich, dann soll es ein Mitspieler tun. Hauptsache ist, dass Portugal Spanien schlägt und sich für die nächste Runde qualifiziert.“ Es könnte sein letztes WM-Spiel sein. Sollte Portugal ausscheiden, dürfte Ronaldo wohl seine internationale Karriere beenden. (smo)