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Regionalliga-Reform
Ultras vereinigen sich und drohen dem DFB mit Konsequenzen
Kurz vor der Abstimmung zur Regionalliga-Reform erhöhen Deutschlands Ultras den Druck auf den DFB. In einer gemeinsamen Erklärung drohen sie den Verbänden mit Konsequenzen.
Der Streit um die geplante Regionalliga-Reform spitzt sich unmittelbar vor der entscheidenden Abstimmung weiter zu. Erstmals haben sich Ultra-Gruppen aus ganz Deutschland mit einer gemeinsamen Erklärung an die Öffentlichkeit gewandt und die Verantwortlichen in den Regionalverbänden scharf kritisiert. Sie werfen den Funktionären vor, demokratische Prozesse auszuhebeln und kündigen an, den Widerstand künftig deutlich auszuweiten.
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Auslöser ist die kurzfristige Änderung eines zuvor ausgehandelten Reformkompromisses. Nach Darstellung der Fanszenen wurde der Vorschlag ohne nachvollziehbare Begründung angepasst. Die Ultras befürchten dadurch gravierende sportliche Folgen für zahlreiche Traditionsvereine. In ihrem Schreiben heißt es, die Verbände handelten längst nicht mehr im Sinne ihrer Mitgliedsvereine, sondern verfolgten eigene Interessen.
Ultras kritisieren Regionalverbände des DFB scharf
Obwohl sich der Konflikt zunächst auf die Regionalligen bezieht, sehen die Ultra-Gruppen darin ein grundsätzliches Problem im deutschen Fußball. In ihrer Stellungnahme sprechen sie von „ungerechtfertigten Machtverhältnissen“, die dringend reformiert werden müssten. Wer Mehrheiten aushebele, stärke keine Demokratie, sondern zementiere bestehende Strukturen. Die Verbände stünden deshalb vor einem erheblichen Vertrauensverlust.
Besonders deutlich fällt die Ankündigung für die Zeit nach der Abstimmung aus. Die Fans kündigen an, ihren Protest nicht auf die Regionalliga zu beschränken. Vielmehr solle der Druck auf die Regionalverbände dauerhaft erhöht werden. Künftig könnte sogar deren grundsätzliche Rolle innerhalb der DFB-Struktur infrage gestellt werden. Seit Jahren wird darüber diskutiert, ob die Zwischenebene der fünf Regionalverbände überhaupt noch notwendig ist.
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Mit ihrem gemeinsamen Vorgehen erhöhen die Ultras den Druck auf die Verantwortlichen kurz vor der Abstimmung erheblich. In ihrem Schreiben fordern sie die Vereinsvertreter ausdrücklich dazu auf, der Reform unter den aktuellen Bedingungen nicht zuzustimmen. Auch Regionalligist Chemie Leipzig hatte zuletzt an die Spitzen von DFB und DFL appelliert, gegen die Vorgänge einzuschreiten. Der Verein warnte vor möglicherweise irreparablen Schäden für den deutschen Fußball.
Wie die Abstimmung ausgeht, bleibt offen. Klar ist jedoch schon jetzt, dass die Auseinandersetzung weit über eine reine Regionalliga-Reform hinausgeht. Die Ultras machen deutlich, dass sie sich mit kosmetischen Änderungen nicht zufriedengeben wollen. Ihr Ziel ist nach eigener Aussage eine grundlegende Neuausrichtung der Verbandsarbeit. Damit dürfte der Konflikt den deutschen Fußball auch über die aktuelle Abstimmung hinaus beschäftigen. (brg)