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Stimmen und Interviews zu Deutschland vs. Paraguay

„Enttäuscht“, „schockiert“, „Voll-Skandal“: Aus für DFB-Elf nach Elferdrama – und Nagelsmann will bleiben

WM Aus Deutschland Nagelsmann
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Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft (links: Trainer Nagelsmann) ist im Sechzehntelfinale der WM an Paraguay gescheitert.

Boston/Foxborough – Für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist die Weltmeisterschaft vorzeitig beendet. Im Sechzehntelfinale gegen Paraguay gab es ein peinliches Aus nach Elfmeterschießen. Stimmen und Reaktionen der Beteiligten.

Das Spiel in der Statistik:

Deutschland:Neuer - Kimmich, Tah, Rüdiger (110. Thiaw), Brown - Nmecha (46. Goretzka), Pavlovic (79. Anton) - Sane (88. Woltemade), Wirtz (110. Amiri) - Havertz, Undav (63. Musiala) - Trainer: Nagelsmann.
Paraguay:Gill - Caceres (99. B. Ojeda), G. Gomez, Canale, Alonso (120.+2 Balbuena) - Bobadilla (99. Sanabria), Cubas, Galarza - Almiron (91. Velazquez), Avalos (55. Caballero), Enciso (57. Mauricio) - Trainer: Alfaro.
Schiedsrichter:Jayed (Marokko).
Tore:0:1 (42.) Enciso, 1:1 (54.) Havertz. Elfmeterschießen: Amiri, Musiala, Kimmich - Mauricio, G. Gomez, Galarza, Balbuena.

Nach den bitteren Elfmeter-Fehlschüssen von Jonathan Tah, Nick Woltemade und Kai Havertz liegt Fußball-Deutschland wieder gedemütigt am Boden - und Julian Nagelsmann ist als Bundestrainer gescheitert. Nach einem lange viel zu ideenlosen und dann glücklosen Auftritt hat sich die Nationalmannschaft den Defensivexperten aus Paraguay im Nervenkrimi geschlagen geben müssen. Die DFB-Elf unterlag im Sechzehntelfinale mit 3:4 (0:1, 1:1, 1:1) nach Elfmeterschießen (Liveticker zum Nachlesen).

Kai Havertz (54.) hatte mit seinem dritten WM-Treffer die Paraguay-Führung von Julio Enciso (42.) vor 63.945 Zuschauern in Boston noch ausgleichen können. Doch der Siegtreffer wollte weder in der regulären Spielzeit noch in der Verlängerung gelingen. Ein Tor von Tah (102.) wurde vom VAR einkassiert. Eine sehr diskutable Entscheidung. „Ein Voll-Skandal“, schimpfte Nagelsmann. Zudem verweigerte Schiedsrichter Jayed (Marokko) den Deutschen in der Verlängerung einen klaren Handelfmeter.

Die Highlights der Partie im Video:

Stimmen und Reaktionen der Beteiligten:

Julian Nagelsmann (Bundestrainer): „Wir haben einfach zu lange gebraucht, um ins Flügelspiel zu kommen. Mit fortlaufender Dauer haben wir es mit der Brechstange versucht und mehr Strafraumszenen gehabt. Wir hatten die Kontrolle, uns hat aber der Punch gefehlt. Es ist ein Witz, dass uns das Tor aberkannt wurde, aber unter dem Strich muss man auch sagen, dass es einfach zu wenig war. Ich bin sehr enttäuscht, weil ich das Gefühl habe, dass wir eine sehr homogene Mannschaft haben, die Eindrücke aus dem Training waren immer gut. Keiner scheitert extra, mir tut es leid für alle Fans im Stadion und zuhause. Ich stehe bereit, würde gerne die EM und die Nations League vorbereiten, wenn ich nicht mehr gewollt werde, muss man mit mir reden.“

Nadiem Amiri (Deutschland): „Wir sind sehr enttäuscht und schockiert, weil wir nicht damit gerechnet haben, dass wir so früh ausscheiden. Es war ein unglückliches Spiel. Natürlich war unser Anspruch, ganz klar weiterzukommen. Aber so ist Fußball, jeder kann jeden schlagen (...).“

Rudi Völler (Sportdirektor): „Wir sind alle enttäuscht, wir hatten uns mehr ausgerechnet, es war auch mehr drin. Wir waren optimistisch, hatten einen tollen Teamgeist. Die Mannschaft hat gefightet bis zum Umfallen. Tut weh. Mir fehlen ein bisschen die Worte jetzt. Wenn man die letzten drei Weltmeisterschaften nimmt, das ist für ein Fußball-Land wie Deutschland schwer zu ertragen. Ich will Julian nicht in Schutz nehmen, das braucht er gar nicht. Ich bin immer noch davon überzeugt, dass er wahrscheinlich der Richtige ist, aber ich bin nicht der DFB alleine und habe das nicht alleine zu entscheiden.“

Kai Havertz (Torschütze Deutschland): „Mir fehlen ein bisschen die Worte. Zweite WM, zweites Mal reingeschissen. Das ganze Turnier war nix. Das Einzige, was ich sagen kann: Entschuldigung.”

Jürgen Klopp (TV-Experte bei Magenta TV): „Es gibt zwar Schlimmeres als Niederlagen im Sport. Aber wenn ein Traum so platzt, dann ist das schon bitter. Wir hatten leider nur Phasen, in denen wir Leistung abgerufen haben. Als es um alles ging, war sie nicht da. Im Elfmeterschießen ist immer Glück dabei, aber man kann es trainieren. Es ist dramatisch, dass die Jungs in so einem Spiel das Tor nicht treffen.“ (mw)

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