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Viele Ausfälle
Bundestrainer blickt pessimistisch auf Frauen-EM-Halbfinale gegen Spanien
Bundestrainer Wück kündigt schwierigen Kampf gegen Spanien an. DFB-Frauen steht Leidensphase bevor. Personalsorgen vor EM-Halbfinale.
Zürich – Bundestrainer Christian Wück blickt mit gemischten Gefühlen auf das Halbfinale der Frauen-EM gegen Spanien. Nach dem dramatischen Viertelfinal-Sieg gegen Frankreich wartet auf die DFB-Frauen am Mittwochabend (21 Uhr/alle TV-Infos) in Zürich die nächste Mammutaufgabe. Der 52-Jährige prophezeit seinem Team einen harten Kampf gegen die amtierenden Weltmeisterinnen.
Wück erwartet schweres Spiel gegen Spaniens Kurzpassspiel
„Ich glaube, wir werden viel hinterherlaufen. Wir werden viel leiden müssen, weil wir keinen Ball haben“, sagte Wück vor der Partie gegen die Spanierinnen. Der Bundestrainer kennt die Stärken des Gegners genau: „Jeder kennt ja die Spanierinnen, die Spanier. Das unterscheidet sich überhaupt nicht. Die spielen absolut den gleichen Fußball, dieses Kurzpassspiel.“
Dennoch sieht Wück Chancen für sein Team. Die DFB-Elf müsse die richtigen Momente ergreifen, „um unser Spiel durchzusetzen. Diese Momente wird es aus meiner Sicht geben“, erklärte der Bundestrainer. Anders als im Viertelfinale gegen Frankreich, wo Deutschland nach der frühen Roten Karte für Kathrin Hendrich lange in Unterzahl spielen musste, will das Team diesmal „auch mit Ball stattfinden“.
Wolle Petry, versteckte Talente und Zusammenhalt: DFB-Team begeistert bei Frauen-EM
Dafür kehrt Carlotta Wamser zurück, die ihre Rotsperre vom Schweden-Spiel abgesessen hat. Abwehrspielerin Rebecca Knaak beteuerte: „Die Akkus sind wieder aufgeladen. Wir haben einige Zeit in der Eistonne verbracht und viel Zeit bei den Physios. Wir sind mehr als bereit für das Spiel.“
Nach dem kräfteraubenden Fight inklusive Elfmeterschießen gegen Frankreich lag der Fokus in den vergangenen Tagen auf der Regeneration. „Wir sind damit noch nicht am Ende und froh, dass wir erst Mittwochabend spielen, um wirklich auch mental wieder frisch zu werden. Die Eistonne ist ein wichtiges Thema“, sagte Wück, der in seiner DFB-Aufstellung gegen Spanien ein Defensiv-Puzzle vor dem Halbfinal-Kracher lösen muss. Die Spanierinnen hatten nach ihrem Viertelfinale einen Tag mehr Pause.
Die Statistik macht jedenfalls Mut und spricht für Deutschland: Von acht Aufeinandertreffen haben die DFB-Frauen noch keines verloren. Zuletzt trafen beide Teams bei den Olympischen Spielen 2024 aufeinander, wo Deutschland durch ein Elfmetertor von Gwinn das Spiel um Platz 3 gewann. Bei der EM 2022 siegte Deutschland mit 2:0 gegen Spanien. Nun hoffen Wück und sein Team, diese Serie auch im Halbfinale fortzusetzen und den Einzug ins Finale zu schaffen. (ck)