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Kuriose Szene gegen Frankreich
Sperre fix: DFB-Star nach Rot bei Frauen-EM im Glück
Drei Tage musste sie warten. Jetzt ist es amtlich. Die UEFA folgt bei der Entscheidung der recht merkwürdigen Version der DFB-Sportdirektorin.
Basel – Es war eine der Szenen des Spiels. Im Viertelfinale der Frauen-EM lief zwischen Deutschland und Frankreich die 13. Spielminute, als es Kathrin Hendrich kaum fassen konnte. Schiedsrichterin Tess Olofsson deutete nicht nur plötzlich an, eine Szene im Strafraum zu checken, sondern sie griff kurz danach knallhart durch: Rot für Am-Zopf-ziehen für Hendrich, Elfmeter für Frankreich. Zurecht.
Irgendwie gehörte es zur Szenerie und Dramaturgie dieses Abends, dass einer der härtesten Pfiffe gegen die DFB-Elf überhaupt – den DFB-Sportdirektorin Nia Künzer übrigens nicht wahrhaben wollte – den Siegeswillen der deutschen Frauen erst so richtig in Gang werfen sollte. Der Rest: Geschichte. 103 Minuten purer Fight, ein 0:1-Rückstand wettgemacht und tatsächlich im Elfer-Krimi dank Heldin Ann-Katrin Berger – die im Endspiel auf ihre Partnerin treffen würde – triumphiert.
Wolle Petry, versteckte Talente und Zusammenhalt: DFB-Team begeistert bei Frauen-EM
Im Anschluss folgte allerdings wieder der bange Blick auf den Hendrich-Platzverweis. Und die Frage: Was macht die UEFA? Wie lang wird das Defensiv-Ass gesperrt für das Vergehen an Frankreichs Kapitänin Mbock Bathy? Am Dienstagabend dann endlich die Antwort: Die 33-Jährige verpasst nur das Halbfinale gegen Spanien.
DFB-Star Hendrich nach Rot gegen Frankreich nur für EM-Halbfinale gesperrt
Der DFB hatte in einer Stellungnahme an den Verband argumentiert, dass Hendrich lediglich Kontakt zur Gegenspielerin gesucht und sich dabei mit der Hand in den Haaren verfangen habe. Die UEFA folgte dieser Argumentation und wertete den Griff als normales Foul, nicht als Tätlichkeit. Deckte sich in etwa mit Künzers recht abenteuerlicher Variante: „Sie schaut in eine ganz andere Richtung und bleibt mit den Händen in den Haaren hängen. Sie hat nicht in die Haare gegriffen. Wir möchten auf jeden Fall unterstreichen, dass keine Absicht vorliegt.“
Eine definitiv wichtige Nachricht für den Bundestrainer, der aber soweit vermutlich noch nicht schauen wird. Denn erst einmal zählt das Halbfinale am Mittwoch (21 Uhr – alle TV-Infos hier). Auch für dieses gibt es allerdings eine wichtige „Sperren-Information“, denn: Carlotta Wamser ist nach ihrer Rotsperre zurück und steht als Defensivalternative zur Verfügung.
Definitiv ausfallen werden die gelbgesperrte Vizekapitänin Sjoeke Nüsken, die verletzt gegen Frankreich ausgewechselte Sarai Linder und natürlich die seit dem Auftakt ausfallende Kapitänin Giulia Gwinn. (rele)