Entscheidung in der Verlängerung
Der VfL Wolfsburg steigt gegen Paderborn dramatisch in die 2. Bundesliga ab
Der VfL Wolfsburg steigt nach 28 Jahren Bundesliga ab. In der Verlängerung schlägt der SC Paderborn zehn Wölfe. Der Ticker zum Nachlesen.
Fazit: Was für ein Spiel! Der SC Paderborn ist wieder erstklassig. Nach dem Rückspiel geht das komplett in Ordnung. Und so hart es ist, der Abstieg des VfL wird nun vor allem an der Person Maehle festgemacht werden, der in der 14. Minute mit Gelb-Rot vom Platz flog. Das soll aber nicht über die Katastrophen-Saison der Wolfsburger hinwegtäuschen, die sich den Abstieg in 34 Bundesliga-Spieltagen mehr als verdient haben und nach 28 Jahren die Bundesliga verlassen
Verdient ist auch der Aufstieg der Paderborner, die eine starke Saison gespielt haben und in zwei Relegationsspielen einem Team die Stirn geboten haben, für das ein Vielfaches an Geld fließt. Besonders nach dem Führungstreffer in der Verlängerung spielte der SCP das Ergebnis erwachsen und souverän herunter. Jetzt darf gefeiert werden.
| Aufstellung SC Paderborn | Seimen - Hansen, Scheller, Brackelmann (74. Götze) - Curda, Bilbija, Castaneda, Baur - Müller (74. Mohr), Klaas (70. Tigges) - Marino (70. Michel) |
| Aufstellung VfL Wolfsburg | Grabara - Belocian, Vavro (106. Amoura), Koulierakis - Kumbendi (106. Shiogai), Vinicius Souza, Maehle - Svanberg (81. Paredes), Eriksen - Pejcinovic, Daghim |
| Gelb-Rot | Maehle (14.) |
| Tore | 0:1 Pejcinovic (3.), 1:1 Bilbija (38.), 2:1 Curda (100.) |
120. Minute+3: Lindström nimmt einen Abpraller noch einmal direkt kunstvoll und verfehlt das Tor nur denkbar knapp. Danach ist Schluss!
120. Minute+2: Koulierakis sieht nach einem Foul Gelb. Für Paderborn gibt es einen Freistoß am VfL-Strafraum, der aber nur zum Ballhalten genutzt wird. Schnell ist der VfL aber wieder im Ballbesitz.
120. Minute: … die Ecke landet wieder bei Shiogai, der frei vor Seimen zum Kopfball kommt. Doch zu unplatziert. Seimen muss nur die Hände ausstrecken und begräbt so den Ball unter sich. Zwei Minuten Nachspielzeit sind angezeigt.
120. Minute: Und plötzlich ist da Shiogai, der nach einer Flanke hochsteigt und den Ball gefährlich aufs Tor bringt. Seimen reagiert mit einem Wahnsinnsreflex und rettet zur Ecke. Die hat es wieder in sich …
119. Minute: Der VfL-Freistoß, von Eriksen getreten, verpufft komplett. Paderborn klärt und ist dem Aufstieg immer näher.
118. Minute: Vinicius Souza zieht noch einmal in der gegnerischen Hälfte an. Michel greift ein und stoppt den Angriff. Gelb für Michel, Freistoß für Wolfsburg.
118. Minute: Michel holt in der Nähe der rechten Eckfahne einen Einwurf. Wolfsburg ist weiter in der eigenen Hälfte gebunden.
115. Minute: Michel ist auf links durch und probiert es dann aus spitzem Winkel hoch aufs kurze Eck. Ohne Erfolg, denn nur das Außennetz darf sich hier über die Ballberührung freuen.
114. Minute: Belocian versucht es mit einer Halbfeldflanke, hinter die aber keiner seiner Mitspieler Druck bringt. Seimen nimmt den Ball, neben seinem Tor liegen, dankbar auf und legt ihn für den Abstoß bereit.
112. Minute: Falls Sie sich fragen, was Wolfsburg macht, um den Abstieg in der Verlängerung zu verhindern: Bis auf einen verzogenen Weitschuss von Shiogai ist hier gar nichts mehr von den Gästen zu sehen.
110. Minute: Überzahlspiel der Paderborner, doch als Michel eine flache Bätzner-Hereingabe durchlassen will, ist sein Gegenspieler auf den Posten und wehrt den Ball ab.
109. Minute: Wieder eine Ecke für Paderborn, wieder klärt Wolfsburg. Doch das hilft den Wölfen alles nichts, wenn sie nicht bald ein Tor machen.
107. Minute: Shiogai scheint ein bisschen zu viel Kraft zu haben. Mit seinem ersten Ballkontakt befördert er den Ball ins Toraus und beschert dem SCP so einen Abstoß.
106. Minute: Doppelwechsel bei Wolfsburg. Kumbedi und Vavro gehen raus. Amoura und Shiogai kommen dafür in die Partie. Sie sollen es jetzt die letzten 15 Minuten richten.
Pause der Verlängerung: Endlich ist es gefallen, das Tor für Paderborn. Die Gastgeber haben mittlerweile mehr Torschüsse zu verzeichnen (36), als Wolfsburg Prozentpunkte Ballbesitz zu bieten hat (28 Prozent). Für den SCP gilt es jetzt, die letzten 15 Minuten zu überstehen.
105. Minute+2: Zwayer pfeift zur Pause in der Verlängerung.
105. Minute+1: Seimen wehrt einen Freistoß von Eriksen ab. Kurz danach ertönt ein Pfiff. Doch Zwayer pfeift nur die Abseitsstellung eines Wolfsburgers.
105. Minute: Zwei Minuten Nachspielzeit im ersten Durchgang der Verlängerung.
102. Minute: Die Wölfe versuchen, wütend zu reagieren. Und schaffen das auch in Anbetracht ihrer Unterzahl einigermaßen gut. Noch stehen die Paderborner aber sortiert sowie konzentriert.
100. Minute: TOOOR für Paderborn! Und da ist es passiert. Stürmer Michel ist auf der linken Seite unterwegs und flankt butterweich an den langen Pfosten. Da muss Curda nur noch den Fuß reinhalten, um gegen die Laufrichtung von Grabara zu vollenden. Das Tor zur Bundesliga?
99. Minute: Und Paderborn zieht seinen letzten Wechsel. Für den starken Baur kommt Bätzner. Damit bleibt der SCP weiter offensiv.
98. Minute: Jetzt bringt Dieter Hecking doch noch einmal frische Spieler. Lindström und Wind kommen für Pejcinovic und Daghim.
96. Minute: Und die nächste Flanke segelt in den VfL-Strafraum, wo Castaneda hochsteigt und über das Tor köpft.
95. Minute: Kumbedi klärt eine Hansen-Flanke am langen Pfosten gerade noch so für Michel, der nur noch den Fuß reinhalten hätte müssen.
93. Minute: Wolfsburg kontert nach einer Paderborn-Ecke über Pejcinovic, doch bevor dieser überhaupt den Ball unter Kontrolle bringen kann, grätscht Hansen die Kugel spektakulär ab.
91. Minute: Weiter geht es in der Verlängerung. Wir bekommen nochmal 30 Minuten obendrauf.
Reguläre Spielzeit: Paderborn hat viel investiert, um es in der regulären Spielzeit zu ziehen, doch zweimal stand das Aluminium im Weg. Die Wolfsburger schwammen die meiste Zeit des Spiels, konnten es aber in die Verlängerung retten. Was machen die Kräfte bei den dezimierten Niedersachsen? Bemerkenswert auch, dass Dieter Hecking bislang nur einmal gewechselt hat.
90. Minute+3: Es geht in die Verlängerung.
90. Minute+2: Curda gibt mal wieder über rechts richtig Tempo rein, von wo er nach innen flankt. Tigges und Michel orientieren sich beide zum Ball. Schlussendlich darf es Michel mit dem Kopf machen und setzt die Kugel an den Pfosten. Wenige Zentimeter fehlten hier zur Bundesliga.
90. Minute: Drei Minuten bleiben den Teams noch, um die Verlängerung zu vermeiden.
89. Minute: Hansen verlagert auf Mohr, der direkt in die Mitte weiterleitet, wo wiederum Tigges nur knapp verpasst. Wieder gibt es eine Ecke für Paderborn, die abermals abgewehrt wird.
86. Minute: Eriksen legt auf Vinicius Souza ab, der mit Siebenmeilenstiefeln angelaufen kommt. Götze wirft sich in den wuchtigen Schuss und verhindert so Schlimmeres.
86. Minute: Momentan wirken die Paderborner etwas ideenlos. Die Gäste haben sich hingegen stabilisiert und sich wohl endlich auf die Unterzahl eingestellt.
84. Minute: … Vinicius Souza kann den Eckball nach etwas Gefriemel klären.
83. Minute: Nach einem abgewehrten Hanse-Distanzschuss gibt es mal wieder einen Eckball für Paderborn …
81. Minute: Die Wölfe wechseln das erste Mal. Für den gelbverwarnten Svanberg kommt Paredes.
80. Minute: Große Aufregung nach einer Curda-Flanke, die per Kopf aus dem Wölfe-Strafraum gebracht werden soll, aber dann an der Hand von Eriksen landet. Der Ball ist aber klar auf dem Weg aus dem Strafraum heraus. Wer beim CL-Spiel zwischen Bayern und PSG aufgepasst hat, weiß: kein Strafstoß.
79. Minute: Die letzten Minuten hat sich das Spiel mehr in Richtung Mittelfeld verlagert und bietet nicht mehr die ganz großen Chancen. Landet noch ein Team den Lucky-Punch in den letzten zehn Minuten?
75. Minute: Paderborn ist wieder aktiver und spielt sich über rechts nach vorn. Zunächst wird eine Flanke abgewehrt, doch Tigges ist zur Stelle und nimmt den Ball volley. Ein Wolfsburger wirft sich dazwischen und ist scheinbar mit der Hand dran. Die war aber maximal angelegt. Kein Strafstoß in diesem Leben.
74. Minute: Gleich der nächste Doppelwechsel bei Paderborn. Götze und Mohr kommen für Brackelmann und Müller.
72. Minute: Nach den ersten Chancen haben die Wolfsburger plötzlich doch wieder Mut gefasst und längere Ballbesitzphasen. Warum das vorher nicht ging, dürfte ein ungelöstes Rätsel bleiben. Paderborn lässt sich darauf ein und atmet nun etwas durch.
70. Minute: Paderborn bringt zwei neue Offensivkräfte. Michel und Tigges kommen für Klaas und Marino.
67. Minute: Wolfsburg zeigt sich offensiv und schnuppert tatsächlich am Führungstreffer. Zuerst verpasst Daghim eine flache Kumbedi-Hereingabe von der Grundlinie, dann darf Kumbedi noch einmal. Diesmal auf Pejcinovic, der die Hereingabe aber ins Nichts verlängert.
64. Minute: Es gab schon lange keine Karte mehr. Das hat sich wohl auch Svanberg gedacht, der erstmal Klaas abräumt und dafür Gelb sieht.
61. Minute: Klaas nähert sich immer mehr an. Einen abgelegten Ball nimmt er kurz an, hebt den Kopf und schlenzt den Ball vom Sechzehner mit dem Außenrist an den langen Pfosten. Der Jubelschrei im Stadion erstummt jäh.
59. Minute: Über Umwege kommt der Ball nach einem weiten Einwurf bei Baur an, dessen Abschluss etwas unter Druck gerät. Grabara ist zur Stelle und hält sicher. Doch schnell kann er es danach nicht machen. Die Wölfe müssen aufgrund des Dauerdrucks durchatmen.
56. Minute: Verteidiger Brackelmann lässt einen Gegenspieler nach dem anderen abprallen und findet sich so irgendwann in Flankenposition auf links wieder. Und die Hereingabe kommt punktgenau auf den Kopf von Marino, der nicht zu hundert Prozent den Ball gedrückt bekommt. Gut einen halben Meter über das Tor.
53. Minute: Brenzlige Situation im VfL-Strafraum, weil Canstaneda auf Belocian aufläuft und dann zu Boden geht. Der Wolfsburger hat zwar aktiv die Schulter reingestellt, aber ein Strafstoß wäre hier wohl wirklich zu viel des Guten gewesen.
51. Minute: Um die Wolfsburger Überforderung deutlich zu machen: Wir sind inzwischen beim zwölften Eckball für Paderborn angekommen. Immerhin geklärt bekommen die Wölfe die Standards. Noch.
50. Minute: Und die Ecke wird gerade so auf der Linie von einem Wolfsburger gerettet. Klaas nimmt sich den zweiten Versuch an, wird aber auch wieder geblockt. Wolfsburg schwimmt nach ruhigen ersten Minuten im zweiten Durchgang wieder.
49. Minute: Nach Müller-Ablage ist es Abwehrspieler Brackelmann, der es im zweiten Durchgang zum ersten Mal aufs Tor probiert. Der Distanzschuss wird zur neunten Ecke der Paderborner abgewehrt.
46. Minute: Weiter geht es. Keine Wechsel auf beiden Seiten.
Pause: Was für eine erste Halbzeit! Wolfsburg geht früh in Führung und hat dann eigentlich alles im Griff. So lange, bis Maehle seinem Team mit dem unnötigsten Foul des Jahres einen Bärendienst erweist. In Überzahl ist Paderborn deutlich besser und schlägt dann in der 38. Minute durch Bilbija auch zu. Wenn es so weitergeht, dürfte, trotz 1:1 zur Pause, die Zeit des VfL Wolfsburg in der Bundesliga gezählt sein.
45. Minute+2: Eriksen darf die erste Ecke für die Gäste ausführen, doch Seimen ist trotz größter Bedrängnis auf dem Posten und bringt den Ball aus der Gefahrenzone. Dann ist auch gleich Pause.
45. Minute+1: Zwei Minuten Nachspielzeit sind angezeigt.
45. Minute: Wolfsburg bekommt eine Flanke nicht geklärt. Der Ball landet auf dem linken Fuß von Bilbija, der am rechten Fünfereck versucht, die Kugel unter Kontrolle zu bringen. Die Annahme verspringt, ein direkter Abschluss wäre hingegen wohl ein Tor gewesen.
42. Minute: Curda tanzt Daghim am Wölfe-Strafraum aus und zieht den Ball dann aufs lange Eck. Grabara ist auf dem Posten und verhindert den Doppelschlag.
41. Minute: Wolfsburg schwimmt jetzt noch mehr als eh schon. Hecking kann gerade wohl nur auf die Pause hoffen, um taktisch eingreifen zu können.
38. Minute: TOOOR für Paderborn! Keine Ecke, sondern ein Einwurf bringt den Ausgleich. Ein weiter Einwurf wird durch Brackelmann vor das Tor der Wölfe verlängert, wo Bilbija hochsteigt und die Kugel mit dem Kopf in den Kasten befördert.
35. Minute: Grabara muss zum ersten Mal richtig eingreifen. Wieder ist es eine Ecke, doch die wird nun nicht mehr so klar geklärt. Im Rückraum ist es Castaneda, der aufs Tor feuert. Grabara ist schnell in seiner rechten Ecke unten und kann abwehren.
34. Minute: Zwei Baur-Ecken in Folge bringen nichts ein. Der SC Paderborn agiert hier bislang generell viel mit hohen Bällen, was im Angesicht der groß gewachsenen Wölfe-Abwehr bislang wenig einbringt.
29. Minute: Und das nächste unnötige Foul von Koulierakis an Bilbija, das dieses Mal ohne Karten-Folge bleibt. Sehr viel Körperlichkeit gerade im Spiel, die dem Spielfluss nicht gerade zugutekommt.
27. Minute: Und die nächste Gelbe Karte. Diesmal wieder für einen Paderborner. Curda räumt Daghin bei dessen Ballannahme in der Hälfte der Wölfe ab. Daghin verlässt den Ort des Geschehens humpelnd.
26. Minute: Wolfsburg wehrt eine Baur-Flanke ab. Der Ball landet aber bei Castaneda, der nicht lange fackelt und direkt abzieht. Zu viel Risiko und zu ungenau. Weit am Kasten vorbei.
24. Minute: Paderborn schaltet schnell um, und Bilbija weiß genau, was er zu tun hat. Während er den Ball in die gegnerische Hälfte treibt, läuft Vinicius Souza von hinten auf und bringt den Paderborner zu Fall. Gelb für den Wolfsburger.
20. Minute: Müller kommt nicht ganz an eine hohe Flanke und rauscht dann mit voller Wucht in Belocian. Offensivfoul und Freistoß für Wolfsburg, die noch immer konsterniert wirken.
17. Minute: Wolfsburg hat sich noch nicht wieder richtig sortiert und so kann Marino mit dem Rücken zum Tor auf Baur ablegen, der zentral am Strafraum die rechte untere Ecke anvisiert. Knapp daneben, Grabara schaut nur hinterher.
14. Minute: Gelb-Rot für Wolfsburg. Maehle muss runter. Zunächst nach der Rudelbildung verwarnt, grätscht Maehle nun Hansen unnötig von von der Seite um, während der in der eigenen Rückwärtsbewegung den Ball sichern will. Kein Zweifel, den Platzverweis hat sich Maehle verdient.
11. Minute: Nach einer kleinen Meinungsverschiedenheit nach einem Foul auf der Höhe der Wolfsburger Ersatzbank gibt es eine kleine Rudelbildung. Bei Wolfsburg sehen Maehle und Ersatzspieler Pervan Gelb, bei Paderborn ist es Bilbija. Hier ist schon früh Feuer drin.
9. Minute: Jetzt einmal eine Ecke für Paderborn, die Baur aber auch im zweiten Versuch nicht wirklich an den Mann bringt. Zweimal müssen Wolfsburger Abwehrspieler mit den Kopf dazwischen, bis die Situatione schlussendlich geklärt ist.
6. Minute: Wie reagieren die Paderborner auf den frühen Nackenschlag? Momentan wirken die Hausherren konsterniert und versuchen sich zu sammeln.
3. Minute: TOOOR für die Wölfe! Daghim legt auf links den Turbo ein und behält die Übersicht. Sein flacher Pass direkt in den Laufweg von Pejcinovic ist ein Geschenk, das der 21-Jährige gerne annimmt. Flach und überlegt befördert er den Ball in die linke untere Ecke.
2. Minute: Die Paderborner haben sich was vorgenommen. Marino wird schon früh auf die Reise geschickt, erreicht den Ball aber nicht ganz.
1. Minute: Los geht‘s im Kampf um die Erstklassigkeit. Paderborn stößt an.
Update, 20.25 Uhr: Gerade läuft die Vereinshymne des SC Paderborn, und die Stimmung kocht. Man kann über den kleinen Fußballstandort unken wie man will, doch die heutige Stimmung ist besser als in so manchem Stadion der 1. Fußball-Bundesliga.
Update, 20.15 Uhr: Beide Trainer lassen sich – wenig überraschend – vor dem Spiel nicht in die Karten schauen. Dabei ist das hier heute auch ein Duell zweier Trainergenerationen: Oldie Dieter Hecking gegen den 39-jährigen Ralf Kettemann, der erst in seiner ersten Saison auf Profiniveau coacht.
Update, 19.56 Uhr: Nicht nur die Paderborner haben einen Rückkehrer nach Gelbsperre in ihrer Startelf. Bei Wolfsburg stabilisiert Vinicius Souza wieder auf der Sechs das Spiel. Für ihn rotiert Yannick Gerhardt auf die Bank.
Update, 19.31 Uhr: Beide Teams haben ihre jeweilige Aufstellung bekannt gegeben. Bei Paderborn kehrt der im Hinspiel gelbgesperrte Mika Baur zurück in die Startelf. Er ist einer der Leistungsträger im Team von Ralf Kettemann. Wolfsburg-Trainer Hecking vertraut im Sturm erneut auf die junge Doppelspitze Daghim/Pejcinovic.
Erstmeldung vom 25. Mai, 17.51 Uhr: In Paderborn geht es heute Abend um alles: Im Relegations-Rückspiel zur Bundesliga (Hinspiel: 0:0) entscheidet sich, wer in der kommenden Saison erstklassig spielt – und ob der VfL Wolfsburg erstmals in seiner Geschichte aus der höchsten deutschen Spielklasse absteigt. Für Paderborn wäre es der zweite Bundesliga-Aufstieg, nachdem man in der Saison 2013/14 als Zweitplatzierter der 2. Bundesliga direkt hochging.
Trotz der großen Brisanz strahlt Trainer-Urgestein Dieter Hecking eine große Ruhe aus: „Es gibt jetzt kein Drumherumreden mehr, sondern nur noch: Lieferst du oder lieferst du nicht? Am Ende des Tages werden wir entweder gratulieren müssen oder feiern können. Mehr Alternativen gibt es nicht“, sagte Wolfsburgs Trainer vor der Partie.
Die Gelassenheit Heckings könnte auch aus den Erkenntnissen des Relegations-Hinspiels herrühren. Obwohl das torlos endete, war der VfL Wolfsburg über weite Strecken doch die bessere Mannschaft. Dass nun alles am Rückspiel hängt, ist für Hecking keine Überraschung: „Ich bin lange genug dabei. Ich habe alles gesagt. Es ist genauso gekommen: Es wird jetzt das Endspiel sein. Wir haben immer darauf hingearbeitet.“
Als Hecking im März zu den Wolfsburgern zurückkehrte, lag der VfL noch vier Punkte hinter dem Relegationsplatz – der direkte Abstieg drohte. Dass seine Mannschaft diesen abwenden und am letzten Bundesliga-Spieltag noch den Hauptkonkurrenten FC St. Pauli schlagen konnte, wertet Hecking als Beweis mentaler Stärke.
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Während dem SC Paderborn ein Scheitern um den Bundesliga-Platz zwar sehr schmerzen würde, wären die Auswirkungen in Wolfsburg doch deutlich größer. Seit 1997 spielt der vom Volkswagen-Konzern getragene Klub ununterbrochen in der Bundesliga und hat ein dementsprechend großes Umfeld aufgebaut – inklusive vieler Arbeitsplätze. So spielen die Stars auf dem Feld auch für den kompletten Erhalt all dieser Stellen. (sch)
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