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Es geht ums „volle Vertrauen“
DFB-Boss möchte bei Nagelsmann-Entlassung verheerenden Fehler von 2022 nicht wiederholen
Der DFB steht vor einem Trainerwechsel: Nagelsmann soll gehen. Präsident Neuendorf will dabei einen Fehler aus dem Jahr 2022 vermeiden.
Beim Deutschen Fußball-Bund laufen nach dem enttäuschenden WM-Aus offenbar die entscheidenden Weichenstellungen. Nach Informationen von Absolut Fussballsteht die Trennung von Bundestrainer Julian Nagelsmann unmittelbar bevor. Parallel arbeitet der Verband demnach bereits an einer Nachfolgelösung – im Idealfall wohl mit Jürgen Klopp. Anders als nach dem WM-Debakel 2022 soll es diesmal jedoch keinen Vertrauensvorschuss für den Bundestrainer mehr geben.
Absolut hautnah. Absolut fundiert: Absolut Fussball berichtet für euch von der WM 2026. Unsere Reporter sind in Amerika vor Ort und versorgen euch mit News, Videos und exklusiven Einblicken.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf will nach den Erfahrungen mit Ex-Bundestrainer Hansi Flick einen Fehler nicht wiederholen. Damals hatte er dem Bundestrainer gemeinsam mit DFL-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nur eine Woche nach dem Vorrunden-Aus in Katar noch das „volle Vertrauen“ ausgesprochen. Zehn Monate später folgte nach dem 1:4 gegen Japan dennoch die Trennung, die Neuendorf sogar persönlich per Pressemitteilung verkündete.
Nach WM-Aus: DFB-Boss Neuendorf will 2022-Fiasko bei Nagelsmann verhindern
Im Verband gilt dieses Vorgehen inzwischen als mahnendes Beispiel. Diesmal soll deshalb schneller Klarheit geschaffen werden. Nach Informationen von Absolut Fussball fand bereits am Donnerstag (2. Juli) ein persönliches Gespräch mit Nagelsmann statt. Dem 38-Jährigen soll dabei verdeutlicht worden sein, dass eine Fortsetzung seiner Tätigkeit trotz des bis zur EM 2028 laufenden Vertrags keine realistische Option mehr ist.
Der DFB habe den direkten Austausch bewusst gesucht, um der Fairness gegenüber seinem Bundestrainer gerecht zu werden. Endgültig abgeschlossen ist der Prozess allerdings noch nicht. Neben den finanziellen Modalitäten müssen auch die zuständigen DFB-Gremien einer Trennung zustimmen. Angesichts des langfristigen Vertrags dürfte dabei eine Millionensumme fällig werden.
Neun Fünfen beim WM-Aus! Die Einzelkritik zum DFB-Drama gegen Paraguay
Parallel treibt der Verband offenbar die Bemühungen um Jürgen Klopp voran. Gespräche mit dessen Berater Marc Kosicke sowie mit Klopps aktuellem Arbeitgeber Red Bull sollen nach Informationen von Absolut Fussball bereits intensiviert worden sein. Besonders hilfreich könnte dabei das enge Verhältnis zwischen Klopp und Hans-Joachim Watzke sein.
Der langjährige Dortmunder Weggefährte gilt als wichtiger Faktor bei möglichen Verhandlungen. Red Bull hatte zuletzt allerdings betont, dass Klopps Vertrag als Head of Global Soccer bis 2029 läuft und keine Ausstiegsklausel enthält. Entsprechend dürfte auch hier eine Einigung nicht ohne Weiteres zustande kommen. (LF)