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Spitzenspiel in WM-Gruppe J
Tapfere ÖFB-Elf bezahlt Lehrgeld gegen eiskalte Weltmeister
Österreichs engagierte Leistung wurde von der Effizienz des Titelverteidigers und einem überragenden Messi bestraft. Der Liveticker zum Nachlesen.
Fazit: Was für ein intensiver Fight in Texas! Die Partie startete mit maximalem Puls: Nach nur 9 Minuten verschießt Lionel Messi einen berechtigten VAR-Elfmeter. Die ÖFB-Elf biss sich danach stark in die Begegnung und gestaltete das Geschehen völlig offen – einzig im letzten Drittel fehlte die nötige Präzision für zwingende Abschlüsse.
Argentinien zeigte sich defensiv extrem aufmerksam und schlug vorn im Stile einer Spitzenmannschaft zu: In der 38. Minute brach Messi mit einer feinen Direktabnahme zum 1:0 den Bann und kürte sich zum alleinigen WM-Rekordtorschützen. Den endgültigen K. o.-Schlag versetzte die Albiceleste der Rangnick-Elf in der 58. Minute mitten in einer rot-weiß-roten Drangphase.
Nach einem blitzschnellen Konter und einem Zuckerpass auf Álvarez rettete Schlager zunächst noch sensationell, doch im Nachwaschen drückte Messi den geblockten Ball mit vollem Nachdruck zum 2:0-Endstand über die Linie. Österreich verlässt den Platz geschlagen, aber erhobenen Hauptes – mit dieser Leistung muss man sich keinesfalls verstecke.
Update, 18.50 Uhr: In zehn Minuten ist es soweit und das Match zwischen dem Fußballriesen und Österreich beginnt. Im Vergleich zum jüngsten Spiel gegen Jordanien nimmt Ralf Rangnick wichtige Wechsel vor. In der Abwehr rückt Kevin Danso für Philipp Lienhart rein. Die spannendsten Rochaden gibt es im Offensivbereich: Top-Talent Paul Wanner startet für Sasa Kalajdzic, während Michael Gregoritsch ganz vorne die Sturmspitze übernimmt: A. Schlager - Posch, Danso, Alaba, Laimer - Seiwald, X. Schlager, Schmid, Wanner, Sabitzer - Gregoritsch
Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scalonisetzt gegen die ÖFB-Elf auf dieselbe hochkarätige Formation wie beim Spiel gegen Algerien: E. Martinez - Molina, Romero, Li. Martinez, Medina - de Paul, Mac Allister, Fernandez, Almada, Messi - La. Martinez
Update, 18.20 Uhr: Beide Mannschaften sind mittlerweile auf dem Platz zum Aufwärmen – kleines Highlight für MagentaTV: Leo Messi winkt beim Einlaufen in Richtung Johannes Kerner, Jürgen Klopp und Thomas Müller. Letzterer kann sich wie gewohnt eine kleine Anekdote nicht verkneifen: „Seit er das MLS-Finale gegen mich gewonnen hat, ist Messi immer super drauf. Nein, er ist immer auf Augenhöhe gewesen, auch mit Spielern, die lange in diesem Geschäft dabei waren, obwohl er es eigentlich gar nicht müsste.“
Vorbericht: Zum ersten Mal in der WM-Geschichte treffen Argentinien und Österreich aufeinander. Das Duell in Dallas steigt am heutigen Montagabend um 19 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Für ÖFB-Cheftrainer Ralf Rangnick ist die Aufgabe klar: „Vielleicht brauchen wir die beste Leistung, die meine Mannschaft in meiner Zeit als Trainer gezeigt hat“, erklärte er auf der Pressekonferenz. Der amtierende Weltmeister Argentinien geht als klarer Favorit in die Partie.
Absolut hautnah. Absolut fundiert: Absolut Fussball berichtet für euch von der WM 2026. Unsere Reporter sind in Amerika vor Ort und versorgen euch mit News, Videos und exklusiven Einblicken.
Dennoch haben beide Teams ihr erstes Gruppenspiel gewonnen. Österreich bezwang Jordanien mit 3:1, Argentinien schlug Algerien mit 3:0. Die Rollenverteilung ist dennoch eindeutig – und genau darin sieht Rangnick eine Chance: „Wir spielen ‚against all odds‘. Und ‚against all odds‘ ist es möglich, dass wir eben vielleicht auch für eine Überraschung sorgen. Und das halte ich für möglich, weil wir reden immer noch über eine Mannschaftssportart.“
Österreich mit geballter Kraft gegen Argentinien-Superstar Messi
Im Mittelpunkt steht wie so oft Lionel Messi. Der fast 39-Jährige befindet sich trotz seines Alters in bestechender Form. Gegen Algerien erzielte er alle drei Tore und zog damit mit dem WM-Torrekord von Miroslav Klose gleich. Rangnick möchte heute natürlich verhindern, dass La Pulga diese Marke endgültig knackt. Doch er warnt auch vor dem Rest des Teams: „Argentinien ist mehr als nur Messi. Jede einzelne Position in diesem Team ist herausragend.“
Argentiniens Weltmeister-Trainer Lionel Scaloni nimmt die Aufgabe ernst. „Österreich ist ein unangenehmer Gegner mit einigen sehr guten Spielern. Sie pressen gut und haben eine starke Qualifikation gespielt. Es wird zweifellos ein schwieriges Spiel.“ Auch Mittelfeldspieler Enzo Fernández warnt seine Mannschaft: „Österreich spielt sehr direkt und lässt dabei Räume, die wir nutzen müssen, aber im Angriff sind sie ein aggressives Team.“
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Für Dortmunds Marcel Sabitzer ist das Spiel gegen Argentinien ein ganz besonderes. „Morgen bestreite ich mein 100. Länderspiel, und wenn ich das Stadion und den Gegner sehe, ist das etwas, das mich emotional werden lässt – und worauf ich auch sehr stolz bin.“ Pünktlich zur WM befindet er sich in der Form seines Lebens. In den letzten zwölf Spielen lieferte er 13 Torbeteiligungen. 2026 war er in jedem Länderspiel direkt an einem Treffer beteiligt.
Auch Bayern-Profi Konrad Laimer gibt die Marschroute vor. Er fordert, „eklig“ zu sein – „einfach unseren Fußball durchziehen“. Dann habe Argentinien „keinen Spaß“. Romano Schmid von Werder Bremen räumt zwar ein, dass Messi „der beste Spieler“ sei, den es seiner Meinung nach je gab. Doch das ändere wenig am Selbstvertrauen im ÖFB-Team. (hbr)