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Aus der Eishockey-Statistik

Unglaublicher Starbulls-Kontrast: Erst der „Wundertorwart“, dann der Ketchupflaschen-Effekt

Dominik Kolb leitete mit seinem Treffer zum 2:0 ein furioses Mitteldrittel gegen Bietigheim ein. Dabei schrieben die Starbulls Zahlen für die Geschichtsbücher.
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Dominik Kolb leitete mit seinem Treffer zum 2:0 ein furioses Mitteldrittel gegen Bietigheim ein. Dabei schrieben die Starbulls Zahlen für die Geschichtsbücher.

Die Starbulls Rosenheim haben in der DEL2 ein verrücktes Wochenende hinter sich. Erst verzweifelte man gegen den Angstgegner am „Wundertorwart“, dann lieferten die Starbulls Zahlen für die Geschichtsbücher.

Rosenheim – Das erste Wochenende des letzten DEL2-Punktrunden-Quartals hat den Starbulls Rosenheim zwei der direkten Verfolger als Gegner beschert. Im Falle zweier Niederlagen wäre der Vorsprung der Eishockeyspieler von der Mangfall auf den vierten Rang von 13 auf sieben Punkte zusammengeschmolzen. Nach je einem Sieg und einer Niederlage beträgt er immerhin noch zehn Punkte auf die in den letzten Wochen mächtig aufholenden Ravensburger.

Starbulls Rosenheim mit Saison-Rekorden und Zahlen für die Geschichtsbücher

Die beiden Begegnungen hätten unterschiedlicher nicht sein können. Am Freitag in Regensburg hielt die seit einigen Spielen andauernde Rosenheimer Torflaute weiterhin an, während zwei Tage später der bekannte „Ketchupflaschen-Effekt“ griff und den Starbulls besonders im Mittelabschnitt praktisch alles gelang. Nach der zweiten Zu-Null-Niederlage der Saison – erlitten wie schon die erste in Regensburg – musste man lange überlegen, ob es denn früher schon einmal eine derartige Offensivschwäche mit nur zwei Treffern in drei aufeinander folgenden Partien gab. Die Antwort: Ja, es gab sie mehrmals, und sogar oft in entscheidenden Saisonphasen.

Die jüngste der insgesamt sechs Phasen seit 2004 liegt noch keine elf Monate zurück, als die Starbulls im Viertelfinale gegen den späteren Aufsteiger Dresden nacheinander 1:3, 0:2 und 1:4 unterlegen waren, ehe mit einem 2:1 nach Overtime der einzige Sieg der Serie gelang. Eine ähnliche Blockade gab es in der ersten Play-down-Runde 2017 – 1:4, 1:5 und 0:5 gegen Heilbronn. Die Folge nach einer weiteren Serien-Niederlage gegen Crimmitschau war der Abstieg in die Oberliga, aus der man erst sechs Jahre später den Wiederaufstieg schaffte. Und ganz weit zurück liegt die erst derartige Serie: In den Oberliga-Play-offs 2006 sweepte der EV Landsberg den Rivalen aus Rosenheim mit 1:0, 3:1 und 6:1.

Ketchupflaschen-Effekt gegen Bietigheim

Ein Kontrast war dagegen das Sonntagsspiel gegen Bietigheim, die immerhin das zweitstärkste Ausländer-Kontingent der Liga mit nach Rosenheim brachten und sechs der letzten sieben Spiele gewonnen hatten! Von Anfang an hatten die Starbulls das Spiel in der Hand, aber erst im zweiten Drittel brachen dann alle Dämme und der Offensiv-Frust hatte ein Ende. Nun schrieben Scott Feser und Co. ihrerseits Zahlen für die Highlight-Charts.

Neben Saison-Rekorden für die schnellsten vier beziehungsweise sechs Treffer gab es auch zwei Zahlen, die es sogar in die diversen Top-Five der Zweitliga-Historie schafften: der fünftschnellste Fünferpack (13:06 Minuten) und der zweitschnellste Sechserpack (20:42 Minuten). Nur am 8. Dezember 2023 hatten die Starbulls beim 9:4 gegen Freiburg noch schneller sechsmal getroffen (binnen 17:30 Minuten). Und am Sonntag wie damals waren jeweils sechs verschiedene Schützen beteiligt!

Definitiv nicht alltäglich sind auch fünf Tore in einem einzigen Drittel. Zuletzt gab es dies beim schon öfter erwähnten 8:5 gegen die Hannover Scorpions in den Oberliga-Aufstiegs-Playoffs 2023 (5:2 im Mittelabschnitt). In der zweithöchsten Spielklasse findet man bisher nur drei Präzedenzfälle, nämlich gegen Crimmitschau (5:1 im Schlussabschnitt) sowie gegen Bietigheim (5:1 in den Play-offs 2016). Das einzige 5:0-Drittel vor dem am Sonntag ereignete sich am 28. November 2011 beim 7:2-Sieg in Bietigheim, damals stand es schon nach 17 Minuten 5:0.

Nur Landshut war besser als Regensburg

Gegen die beiden Gegner des Wochenendes haben die Starbulls auch schon ihre Punktrunden-Bilanz abgeschlossen, und auch hier könnte der Unterschied fast nicht größer sein. Regensburg dominierte Rosenheim fast völlig (nur ein Minuspunkt) und gestattete den Starbulls nur drei Tore in vier Begegnungen, wobei ihr „Wundertorwart“ Jonas Neffin eine Fangquote von 98,1 Prozent erreichte. Insgesamt fielen in diesen Spielen nur zwölf Treffer. Eine schlechtere Punktrunde spielte Rosenheim nur im Aufstiegsjahr gegen Landshut mit null Punkten und 6:17 Toren. Gegen Bietigheim gewannen die Starbulls dagegen drei von vier Partien und schossen 18 Tore, mehr als gegen jedes andere Team. In diesen vier Partien fielen zehn Treffer im Powerplay, davon sechs für die Starbulls. Auch diese Zahl überragt die Bilanzen gegen die anderen Gegner um ein Vielfaches.

Mit ihrem siebten Unterzahltor haben Pasanens Mannen mit den bisher in dieser Rubrik führenden Eispiraten aus Crimmitschau gleichgezogen. Scott Feser erzielte am Sonntag sein zweites, Jordan Taupert hat bereits drei, die restlichen beiden verteilen sich auf Maximilian Adam und Shane Hanna.

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