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Der Hexer von Regensburg

„Für mich bleibt nur Stolz“: Starbulls verzweifeln an Neffin – dennoch gibt es Lob vom Trainer

Jubeln durften in der Donau-Arena nur die Gastgeber. Regensburg sicherte sich dank des Treffers von David Morley den Sieg gegen Rosenheim.
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Jubeln durften in der Donau-Arena nur die Gastgeber. Regensburg sicherte sich dank des Treffers von David Morley den Sieg gegen Rosenheim.

Die Starbulls Rosenheim haben in der DEL2 die dritte Niederlage in Folge hinnehmen müssen. In Regensburg waren die Rosenheimer zwar drückend überlegen, ein Tor sollte den Grün-Weißen aber nicht gelingen. Das lag vor allem an Jonas Neffin.

Regensburg – Die Durststrecke der Starbulls Rosenheim in der DEL2 geht weiter. Nach den zwei Niederlagen am vergangenen Wochenende mussten sich die Eishockeyspieler von der Mangfall am Freitagabend auch in Regensburg geschlagen geben. Den Eisbären reichte ein Treffer, um die drei Punkte einzusammeln. Jonas Neffin feierte dabei einen 53-Schüsse-Shutout.

Starbulls Rosenheim verzweifeln an Jonas Neffin

Der Spielfilm: Die Starbulls gaben ab der ersten Sekunde den Ton. Anders als zuletzt suchten die Gäste auch direkt den Weg zum Tor. Jonas Neffin wurde mit einigen Schüssen eingedeckt, blieb aber stets Sieger. Die Hausherren hatten ihre beste Phase in Überzahl, doch auch Christopher Kolarz im Starbulls-Kasten war bereits auf Temperatur und verhinderte mehrmals einen Einschlag.

Auch die erste Druckphase im zweiten Abschnitt gehörte Rosenheim. Sebastian Zwickl hatte dabei die beste Chance, lenkte die Scheibe aber nur an den Pfosten. Danach war die Partie für ein paar Minuten ausgeglichen. Nachdem Regensburg erstmals in Unterzahl agieren musste, übernahm Rosenheim aber wieder die Kontrolle und hatte zudem Pech, dass Fabian Dietz nur den Pfosten traf. Einzig die Chancenverwertung und Nefinn verhinderten eine Starbulls-Führung, 21 Schüsse im zweiten Drittel sprachen eine klare Sprache.

Im letzten Drittel ging es erstmal genau so weiter: Rosenheim war am Drücker und feuerte aus allen Lagen auf das Tor, doch Neffin war wie eine Mauer. So kam es, wie es kommen musste: Regensburg eroberte die Scheibe, spielte den Konter aus und David Morley blieb vor Kolarz eiskalt und vollendete zum 1:0. Rosenheim hatte danach spürbar Wut im Bauch und rannte die restliche Spielzeit ohne Unterbrechung an – allerdings auch ohne Erfolg.

David Morley erzielt den einzigen Treffer

Die Schlüsselszene: Wenn im ganzen Spiel nur ein Tor fällt, dann muss diese Szene natürlich die Schlüsselszene sein. In diesem Fall gebührte diese Ehre David Morley, der einen Konter souverän abschloss und so den Gamewinner markierte.

Zum Lachen: Den Zug zum Tor hatte Starbulls-Trainer Jari Pasanen zuletzt immer wieder kritisiert. Das hat sich sein Team in Regensburg zu Herzen genommen und aus allen Lagen gefeuert. Insgesamt 53 Schüsse flogen in Richtung Jonas Neffin.

Chancenwucher der Starbulls

Zum Weinen: Da kommen wir aber auch zum Problem: die Chancenverwertung. Den Torhüter mit Schüssen zu belagern, ist an sich keine schlechte Idee. Wenn aber selbst aus aussichtslosen Situationen die Scheibe einfach nur in Richtung Kasten geschmissen wird und zudem der Screen vor dem Tor fehlt, dann können auch 100 Schüsse nicht zum Erfolg führen. Zumindest die Großchancen müssen dann genutzt werden – auch das schafften die Starbulls nicht.

Der Spieler des Spiels: Diesen Titel hatte sich Jonas Neffin absolut verdient. Der deutsche Torhüter parierte 53 Schüsse und brachte die Starbulls so zum Verzweifeln.

jari Pasanen: „Für mich bleibt nur der Stolz“

Das sagen die Trainer: Peter Flache, Eisbären Regensburg: „Rosenheim ist eine sehr starke Mannschaft. Viele Spieler sind aktuell angeschlagen, Hut ab. Meine Jungs geben alles, blocken sehr viele Schüsse und verteidigen sehr gut vor dem Tor. Wir wussten, Rosenheim schießt von der blauen Linie. In dieser Liga ist es immer wichtig, in Führung zu gehen. Das haben wir geschafft – ein wichtiges Tor. Ich bin stolz auf die Jungs, das war ein wichtiger Derbysieg.“

Jari Pasanen, Starbulls Rosenheim: „Ich sage immer wieder, das Schussverhältnis sagt gar nichts. Man muss die Tore machen. Neffin war der überragende Mann. Dennoch: Riesen Kompliment an meine Mannschaft. Ich hätte nicht gedacht, dass wir so viel Energie im Tank haben. Es war sehr offensiv, wir hatten Schüsse ohne Ende, aber kaum zwingende Chancen. Vielleicht hat die Genauigkeit ein bisschen gefehlt. Für mich bleibt aber nur Stolz.“

Die Spielstatistik: Eisbären Regensburg – Starbulls Rosenheim 1:0 (0:0,0:0,1:0). Starbulls: Kolarz (Röckl) – Hanna, Tiffels; Adam, Vollmayer; Bosecker, Van der Line, Beck – Feser, Zerter-Gossage, Pulkkinen; Dietz, Sarault, Taupert; Zwickl, Stretch, Järveläinen; Kolb, Calce, Achatz.

Tor: 1:0 (49.) Morley/Trivino.

Schiedsrichter: Gawlik/Lajoie; Strafminuten: Regensburg 2, Rosenheim 4; Zuschauer: 4427.

Das nächste Spiel: Am Sonntag (1. Februar) steht für die Starbulls das nächste Heimspiel an. Spielbeginn gegen die Bietigheim Steelers ist um 17 Uhr.

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