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Starbulls ohne Max Vollmayer

Wieder 3:2 nach Verlängerung! Kassel dreht den Spieß um – eine Szene kostet Rosenheim den Sieg

Jubel bei Ville Järveläinen und Lukas Laub: Das Sturm-Duo bejubelt die frühe Führung für die Starbulls.
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Jubel bei Ville Järveläinen und Lukas Laub: Das Sturm-Duo bejubelt die frühe Führung für die Starbulls.

Die Siegesserie der Starbulls Rosenheim ist gerissen. In Kassel musste sich Rosenheim erstmals nach zuletzt vier Siegen geschlagen geben. Zudem war es die erste Saisonpleite gegen die Huskies. Eine Szene kostete den Starbulls dabei den Dreier.

Kassel – Dreimal hatten die Starbulls Rosenheim in dieser DEL2-Spielzeit bereits gegen die Kassel Huskies gewonnen, dreimal hieß es am Ende 3:2 nach Verlängerung. Mit diesem Ergebnis endete nun auch das vierte Duell beider Mannschaften, dieses Mal allerdings mit dem schlechteren Ende für die Eishockeyspieler von der Mangfall. Damit beträgt der Rückstand der Starbulls auf den zweiten Platz inzwischen fünf Punkte.

Starbulls Rosenheim verlieren nach zweimaliger Führung in Kassel

Der Spielfilm: Dabei startete die Partie für die Gäste perfekt. Drei Minuten waren gespielt, als Ville Järveläinen in Überzahl freigespielt wurde und Rosenheim in Führung brachte. Allerdings übernahm danach Kassel das Kommando und fand schnell eine Antwort. Nur fünf Minuten nach dem 1:0 bekam Darren Mieszkowski die Scheibe zentral und überwand Christopher Kolarz zum ersten Mal. Die Starbulls hatten danach mit dem aggressiven Forecheck der Huskies Probleme, was auch zu einigen Fehlern in der Defensive führte. Allerdings hielt Kolarz das Unentschieden bis zur ersten Pause fest.

Das zweite Drittel gehörte dann klar den Hausherren, Kassel setzte Rosenheim unter Druck, belagerte Kolarz mit vielen Abschlüssen und sorgte dafür, dass die Starbulls selbst kaum zu Angriffen kamen. Die erneute Führung erzielten aber die Gäste. Gerade, als ein Powerplay der Starbulls endete, zog Charlie Sarault ab und traf zum 2:1 – eine schmeichelhafte Führung.

Für Rosenheim war die Ausgangslage für den letzten Abschnitt also perfekt. Der knappe Vorsprung hielt aber gerade einmal 34 Sekunden. Dann nutzte Dominic Turgeon einen Abpraller von der Bande und glich erneut aus. Danach entwickelte sich ein Spiel auf hohem Niveau mit vielen Möglichkeiten auf beiden Seiten. Dabei zeigte Kolarz auch einen Wahnsinns-Save: Als die Scheibe hinter Kolarz in Richtung Tor kullerte, fuhr der Goalie die Fanghand aus und wischte den Puck noch von der Linie. Doch auch Rosenheim hatte noch zwei Großchancen: Einmal rettete Bode Wild für Kassel, als er seinen Schläger gerade noch in einen Schuss von Sarault brachte, und einmal rettete Torwart Oleg Shilin, als er eine Zwei-auf-Null-Situation mit seinem Schoner entschärfte – hier hätte ein Tor fallen müssen!

So musste erneut die Verlängerung entscheiden, der Held war hier letztlich Hunter Garlent. Acht Sekunden waren erst gespielt, als er Kolarz umkurvte und zum Sieg einnetzte.

Starbulls lassen Zwei-auf-Null-Situation liegen

Die Schlüsselszene: Knapp fünf Minuten vor dem Ende fuhren Luigi Calce und Fabian Dietz alleine auf Oleg Shilil zu. Zwei Doppelpässe später probierte Calce, den Torhüter flach zu überwinden – scheiterte aber. Es war die große Chance auf die erneute Führung kurz vor dem Ende, solche Möglichkeiten darf man einfach nicht auslassen!

Zum Lachen: Das Powerplay der Starbulls läuft immer mehr heiß. Offiziell nutzte Rosenheim in Kassel zwar nur eine der fünf Situationen, allerdings fiel der zweite Treffer nur wenige Sekunden, nachdem die Gastgeber wieder komplett waren. Somit entstanden beide Starbulls-Tore aus einer Überzahl. So ein effektives Powerplay wird der Tabellendritte auch in den Play-offs benötigen.

Auch Vollmayer fehlt in Kassel

Zum Weinen: Der Kader der Starbulls wird immer dünner – und das so kurz vor den Play-offs. Neben Lewis Zerter-Gossage und Jordan Taupert fehlten in Kassel auch Johannes Achatz und Maximilian Vollmayer. Da Michael Musin in der U20 aushalf und somit nicht zur Verfügung stand, reiste Rosenheim nur mit neun nominellen Stürmern an.

Der Spieler des Spiels: Christopher Kolarz hat sich diesen Titel wahrlich verdient. Nicht nur aufgrund seiner Glanzparade im letzten Drittel, sondern aufgrund seiner kompletten Leistung über 60 Minuten hinweg. Immerhin musste der Rosenheimer 32 Schüsse parieren.

„Man sieht, dass die Play-offs näher kommen.“

Das sagen die Trainer: Todd Woodcroft, Kassel Huskies: „Vier Spiele gegen die Starbulls, viermal stand es nach drei Dritteln 2:2. Zwei gute Mannschaften, die Play-off-Eishockey spielen. Unsere Nachricht an die Mannschaft war: Wenn wir unseren Plan spielen, geben wir uns immer die Chance, als Sieger herauszukommen. Oleg Shilin hatte ein fantastisches Spiel.“

Jari Pasanen, Starbulls Rosenheim: „Es war ein intensives Spiel. Wir haben im letzten Drittel hervorragend gespielt. Geduldig verteidigt und auf die Chance gewartet. Wir waren leider nicht in der Lage, den tödlichen Punch zu erzeugen. Die Jungs haben hervorragend gespielt. Kassel war sehr druckvoll und hat mit der Scheibe gut gespielt. Es ist nicht so leicht, immer so geduldig zu spielen, aber heute haben die Jungs einen super Job gemacht. Für mich war es, von allen vier Spielen gegen Kassel, das beste. Man sieht, dass die Play-offs näher kommen.“

Die Spielstatistik: Kassel Huskies – Starbulls Rosenheim 3:2 n.V. (1:1,0:1,1:0,1:0). Starbulls: Kolarz (Röckl) – Hanna, Tiffels; Kolb, Adam; Bosecker, Keussen – Sarault, Feser, Pulkkinen; Laub, Stretch, Järveläinen; Zwickl, Calce, Dietz; Beck, van der Linde.

Tore: 0:1 (3.) Järveläinen/Stretch, Laub – PP1; 1:1 (9.) Mieszkowski/Valenti; 1:2 (36.) Sarault/Feser; 2:2 (41.) Turgeon/Mieszkowski; 3:2 (61.) Garlent/Hoelscher.

Schiedsrichter: Gawlik/Steingross; Strafminuten: Kassel 10, Rosenheim 2; Zuschauer: 4642.

Das nächste Spiel: Am kommenden Freitag (6. März) um 19.30 Uhr steht das letzte Auswärtsspiel der Hauptrunde an. Dann müssen die Starbulls zum Derby nach Landshut.

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