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Nicht mehr gegen Höchstadt, Lindau, Memmingen oder Passau, dafür wieder gegen Landshut, Bietigheim, Kaufbeuren und Krefeld. Die Rosenheimer Eishockeyspieler sind zurück in der DEL2 und das sind ihre neuen (alten) Gegner.
Rosenheim – Sechs Jahre musste die zweithöchste Deutsche Eishockeyliga DEL2 ohne die Starbulls auskommen. Wie haben sich in dieser Periode die dreizehn aktuellen Gegner der Starbulls geschlagen? Acht Teams der dreizehn gehörten die ganze Zeit der Spielklasse an, Bietigheim und Krefeld waren teilweise eine Liga höher beschäftigt, Landshut, Selb und Regensburg schafften vor den Starbulls den Sprung aus der Oberliga.
Grob kann man die dreizehn in drei Levels einteilen: Bietigheim, Kassel und Krefeld als Spitzenteams, Bad Nauheim, Kaufbeuren Freiburg, Dresden und Ravensburg als Mittelschicht, wobei Dresden und der amtierende Meister Ravensburg inzwischen ebenfalls zur Spitze gehören, sowie die Lausitzer Füchse, Crimmitschau, Landshut, Selb und Regensburg zu den Kellerkindern, wobei Regensburg in seiner ersten Saison doch angenehm überraschte.
Die Rosenheimer Gegner im Detail
Bietigheim, oftmaliger Playoff-Konkurrent der Starbulls, war außer in der Corona-Saison 2019/20 immer ganz vorn mit dabei, konnte nach dem DEL-Aufstieg sogar die Klasse halten und ist jetzt, fast komplett runderneuert, wieder an Bord.
Krefeld, einziger der 13, gegen die die Starbulls in diesem Jahrtausend noch nie gespielt haben, stieg letztes Jahr nach einem mehrjährigen Prügelknaben-Dasein aus der DEL ab und verpasste durch eine Halbfinal-Niederlage den direkten Wiederaufstieg.
Kassel hatte letztes Jahr das Über-Team der Liga, scheiterte aber wie zwei Jahre zuvor als großer Favorit im Playoff. Seit vier Jahren war man immer in den Top Vier, zweimal im Finale.
Ravensburg, bereits 2019 DEL2-Champion, hatte zuletzt drei sehr erfolgreiche Jahre (dreimal mindestens im Halbfinale), Ausrutscher nach unten waren aber auch nicht ausgeschlossen.
Bad Nauheim 2023 sogar im Finale
Bad Nauheim rangierte meist im Tabellenmittelfeld, stand aber nach einem Ausrutscher (Rang Elf 2021) dennoch 2022 im Halb- und 2023 sogar im Finale.
Kaufbeuren musste noch nie ins Playdown: Nach zwei Halbfinal-Teilnahmen 2108 und 2019 besetzte man das Mittelfeld der Liga. Letztes Jahr gab es mit dem dritten Platz einen Höhenflug, gefolgt allerdings von einem überaus enttäuschenden Viertelfinal-Aus im Playoff.
Fotostrecke vom ersten Eistraining der Starbulls Rosenheim in Miesbach
Dresden war lange Zeit im unteren Drittel der Tabelle zu finden, schaffte es 2019 aber als Neunter ins Halbfinale. Zuletzt ging es aufwärts, zum Beispiel mit einem zweiten Punktrunden-Platz 2022, trotzdem war im Viertelfinale stets Endstation.
Lausitz und Freiburg marschieren gemeinsam, und zwar meistens eher weit unten. Einzige Ausreißer nach oben war ein fünfter Platz für die Füchse 2019 sowie ein dritter Rang mit Halbfinal-Teilnahme für die Wölfe 2021.
Crimmitschau lag als echte „graue Maus“ in vier der sechs Saisonen auf einem zweistelligen Tabellenrang. Mehr als ein sechster Rang mit Viertelfinal-Aus 2022 war für die Sachsen nicht drin.
Große Investitionen in Landshut
Landshut konnte in den vier Jahren seit dem Aufstieg 2019 seinen hohen Ansprüchen bisher nicht gerecht werden. Trotz großer Investitionen und zahlreichen namhaften Verstärkungen reichte es letzte Saison erstmals zu einem siebten Platz, gefolgt vom schnellen Viertelfinal-Aus. 2020 wäre man vielleicht sogar gleich wieder abgestiegen, wenn die Corona-Regeln es nicht verhindert hätten.
Die Pre-Playoffs erreicht
Selb hatte in seinen zwei bisherigen DEL2-Saisonen mit einem letzten und einen vorletzten Platz einen äußerst schweren Stand, konnte aber in beiden Jahren zu Lasten der Lokalrivalen aus Bayreuth im Playdown den Kopf aus der Schlinge ziehen.
Regensburg schnitt letztes Jahr, als Punktelieferant eingeschätzt, mit einem Erreichen der Pre-Playoffs, hervorragend ab und zeigte sich wesentlich souveräner als ihre Vorgänger aus Selb.
Interessant auch die Frage: Wie gingen die letzten fünf Aufsteiger den Sprung nach oben an, was den Kader betrifft? Regensburg als Extremfall vertraute letztes Jahr gleich auf 18 Spieler des Aufstiegsteams und verpflichtete dazu sieben Neue. Bei den Aufsteigern davor gab es einen ähnlichen Umbruch wie dieses Jahr bei den Starbulls. Bad Tölz und Deggendorf nahmen 2017 bzw. 2018 13 Spieler mit hoch, Landshut 2019 und Selb 2021 deren vierzehn. 2020 gab es wegen Corona keinen Aufsteiger.
Gelegentlich auch zweistellig verloren
Interessant ist, dass die Regensburger es als Einzige schafften, in ihrem ersten DEL-Jahr durch Erreichen der Pre-Playoffs einen direkten Wiederabstieg frühzeitig auszuschließen. Selb 2021 wurde in der Vorrunde zum Punktelieferanten degradiert und verlor gelegentlich auch zweistellig, spielte aber ebenso ein erfolgreiches Playdown wie vier Jahre zuvor die Tölzer Löwen. Landshut und Deggendorf waren weniger erfolgreich. Landshut blieb 2019 nur mangels Aufsteiger aus der Oberliga zweitklassig, Deggendorf musste ein Jahr zuvor direkt wieder runter.
Bleibt zu hoffen, dass das Abschneiden der Starbulls eher in Richtung Regensburg tendiert als in Richtung Deggendorf.