Partie entscheidet sich im letzten Drittel
Zehn Treffer in Peißenberg: EHC Waldkraiburg startet mit Auswärtssieg in die Bayernliga-Saison
Der EHC Waldkraiburg hat die Saison in der Eishockey-Bayernliga mit einem 7:3-Torspektakel bei den Peißenberg Miners eröffnet. Das war der Knackpunkt in einer über weite Strecken umkämpften Partie.
Peißenberg – Der EHC Waldkraiburg hat mit einem 7:3-Auswärtssieg bei den Peißenberg Miners die Eishockey-Bayernliga-Saison überzeugend eröffnet. Nicht zuletzt wegen Dejan Vogl schätzten Experten die Miners bereits vor dem Start der Spielzeit stark ein. Dieser fehlte den Gastgebern allerdings aufgrund einer Sperre. Die Partie kam wild aus den Startlöchern, denn bereits nach drei Minuten und zwanzig Sekunden stand es 2:2. Den Auftakt machte dabei Leon Decker: Nach einer Minute und neun Sekunden brachte sich Andris Džerinš, der mit nur einer Hand zwei Gegenspieler überwand, in eine gute Position. Peißenbergs Torhüter Baron konnte den Versuch zwar noch parieren, doch Deckers Nachsetzer landete in den Maschen.
Waldkraiburg holt erste Punkte in Peißenberg
Etwas mehr als eine Minute später folgte die doppelte Antwort der Gastgeber. Zunächst traf Degenstein, dessen Tor für Diskussionen sorgte, da Löwen-Keeper Max Englbrecht bereits im Tor lag, bevor es der Puck tat. Weiland Parrish brachte Peißenberg mit seinem Treffer nur 43 Sekunden später erstmals in Führung. Diese sollte jedoch nur zehn Sekunden halten. Wieder war es Leon Decker, der auf Vorlage von Santeri Ovaska ausglich. Das erste Drittel verlief danach klar im Sinne der Löwen. In der 14. Minute belohnten sich die Löwen erneut mit einem sehenswerten Treffer. Florian Maierhofer blieb cool, nachdem er den Puck vom wiedergekehrten Jakub Šrámek erhielt, wartete geduldig vor dem gegnerischen Tor, passte im richtigen Moment zu Anthony Dillmann, der souverän zum 3:2-Pausenstand verwandelte.
Partie entscheidet sich im letzten Drittel
Der zweite Durchgang gestaltete sich ausgeglichener. Peißenberg kam druckvoll aus der Kabine und setzte die Löwen sowie Max Englbrecht zunehmend unter Druck. Nach knapp 28 Minuten erzielten die Gastgeber nach einer schönen Einzelaktion den 3:3-Ausgleich. Doch die Freude währte nur kurz: Eine Minute später stellte Andris Džerinš mit einem präzisen Schuss halbhoch in die rechte Ecke den alten Abstand wieder her (4:3). In den dritten Abschnitt startete der EHC mit einem Mann mehr und nutzte das Powerplay eiskalt aus. Nach einem Schuss von Daniel Hora fälschte Santeri Ovaska unhaltbar zum 5:3 ab. Peißenberg wollte in der Folge unbedingt den Treffer, doch das eröffnete Räume. Florian Maierhofer erhöhte nach einem Konter in der 54. Minute auf 6:3. Den Schlusspunkt setzte Ovaska, der in Überzahl seinen zweiten Treffer des Abends markierte und den 7:3-Endstand besiegelte. Dieses Ergebnis dürfte das ein oder andere hitzige Gemüt in den Fankreisen beruhigen – besonders jene, die die Löwen nach einer durchwachsenen Vorbereitung schon unten in der Tabelle sahen. Der EHC Waldkraiburg aber zeigte in Peißenberg, dass mit ihm zu rechnen ist. (aha)