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Verein versinkt im Chaos

Es brennt lichterloh: Türkgücü München droht Transfersperre bis 2026

Türkgücü München steht erneut vor finanziellen Problemen.
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Türkgücü München steht vor einem Scherbenhaufen.

Türkgücü München versinkt immer weiter im Chaos. Nachdem zur Winterpause die halbe Mannschaft verkauft werden musste und der Rauswurf aus dem Grünwalder Stadion bevor steht, droht nun auch noch eine mögliche Transfersperre bis 2026.

München - Türkgücü München ist denkbar schlecht in das Kalenderjahr 2024 gestartet. Zum Restart in die Regionalliga Bayern setzte es gegen den TSV Aubstadt (0:1), Viktoria Aschaffenburg (1:2), TSV Buchbach (0:1) und die SpVgg Greuther Fürth II (1:3) knappe und vor allem vermeidbare Pleiten, im Toto-Pokal-Viertelfinale war gegen den großen FC Ingolstadt Endstation (0:5). Kein Wunder aber, wenn man den aktuellen Kader mit dem der Hinserie vergleicht.

Ausverkauf bei Türkgücü München

Kurz vor der Winterpause machte nämlich das Gerüchte die Runde, dass der ehemalige Drittligist erneut kurz vor der Insolvenz stehe und ausstehende Spieler-Gehälter nicht mehr zahlen könne. Dies sei zwar von Seiten des Klubs abgestritten worden, doch in den vergangenen Monaten „flüchtete“ ein Großteil der Akteure zu umliegenden Vereinen und sorgte so für einen regelrechten Umbruch.

Das Ziel für die verbleibende Spielzeit wurde dementsprechend angepasst. Noch zum Ende der Hinserie hin rangierte man auf dem dritten Tabellenplatz und hatte durchaus Ambitionen für die obersten Plätze, nun soll aber eine „wettbewerbsfähige Mannschaft“, vor allem mit Hinblick auf die kommende Saison, aufgebaut werden.

Rauswurf aus dem Grünwalder Stadion

Allerdings gibt es ein großes Problem: die Stadionfrage. Es ist kein Geheimnis, dass der türkische Verein, der vor 49 Jahren gründet worden war, schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einer passenden Heimspielstätte ist und immer wieder ins Grünwalder Stadion oder auch auf die Anlage des SV Heimstätten ausweichen musste.

Das „Heimspiel“ im Pokal gegen die Schanzer wurde sogar in Seligenporten ausgetragen. Ein halbe Weltreise für Türkgücü München. Doch mit dem legendären Grünwalder ist jetzt Schluss. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) berichtete, muss der Fünfte der Regionalliga Bayern spätestens im Sommer raus aus dem Stadion. Weil aber noch offene Zahlungen ausstehen, könnte auch sofort Schluss sein.

Stadt sucht nach Ausweichmöglichkeiten

Die Hintergründe dafür sind mehr als nur kurios. Die Frauenmannschaft des FFC Wacker München will nämlich ebenfalls ihre Heimspiele auf Giesings Höhen austragen und hat bereits einen dementsprechenden Antrag bei der Stadt gestellt. Zwar spielen die Damen - genau wie Türkgücü - in der Regionalliga, da es aber im Frauenfußball keine 3. Liga gibt, bekommt Wacker als die höher eingestufte Mannschaft den Zuschlag.

Zudem dürften sich nicht mehr als drei Mannschaften pro Saison den heiligen Rasen teilen. Dies hätte laut der SZ wohl mehrere Hintergründe, wie beispielsweise gewisse Emissionsschutz-Vorgaben, die nicht mehr als 50 Spiele pro Saison erlauben. Türkgücü hat nun also ein faustdickes Problem. Auch deswegen wird inzwischen bereits von der Stadt selbst nach einer Ausweicht-Sportstätte gesucht. So wirklich gefunden wurde allerdings noch nichts.

Nun droht auch noch Transfersperre

Doch dies ist nicht das einzige Problem, welches Sorgen bereitet. Wie die SZ am gestrigen Dienstag berichtete, soll den Münchnern nun auch noch eine Transfersperre bis 2026 drohen. Bereits Ende letzter Woche soll der Verein Post von der FIFA bekommen haben. Demnach will der Weltverband wohl eine Sperre verhängen, die für die nächsten drei Transferphasen gelten und alle Akteure ab 16 Jahren betreffen soll. Ein brutaler Rückschlag. Der Auslöser hierfür liegt wohl drei Jahre zurück: eine nicht bezahlte Ablösesumme und damit ein Verstoß gegen Artikel 24 des FIFA-Reglements.

Sportliche Talfahrt, ungeklärte Stadionfrage und nun auch noch eine drohende Transfersperre. Türkücü München kommt einfach nicht zur Ruhe, wobei die Verantwortlichen aufgrund der unklaren Ausgangslage für die kommende Saison zweigleisig planen müssen. Regional- oder doch Bayernliga? Fragen über Fragen an der Heinrich-Wieland-Straße 100.

gz

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