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Gemeinsam mit einem Nationalspieler

Neue Trainer-Generation im Anflug: Drei Fußballer aus der Region holen die B-Lizenz

Gruppenbild mit Urkunden vom Sonderlehrgang der Lizenzspieler 2025.
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Gruppenbild mit Urkunden vom Sonderlehrgang der Lizenzspieler 2025.

Mit der abgeschlossenen B-Lizenz haben drei Fußballer aus der Region einen wichtigen Schritt in Richtung Trainerlaufbahn gemacht. Zusammen mit prominenten Teilnehmern wie Ex-Nationalspieler Sebastian Rudy absolvierten sie den BFV-Sonderlehrgang für aktuelle und ehemalige Profis.

Oberhaching – Wenn in Oberhaching angehende Trainer mit Bundesliga-Erfahrung und Amateurstars Schulter an Schulter über Taktik, Pädagogik und Psychologie brüten, entsteht ein Lehrgang, der weit über den üblichen Qualifikationsrahmen hinausreicht. Genau das ist beim zweiten Lizenzspieler-Sonderlehrgang des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) passiert – und mittendrin drei Gesichter aus unserem Fußball-Kreis Inn/Salzach, die damit einen wichtigen Schritt Richtung Zukunft setzen: Enrique Bösl (SV Erlbach), Albano Gashi (TSV Buchbach) und Alexander Sorge (SV Wacker Burghausen).

Wie aus einer Pressemitteilung des BFV hervorgeht, haben insgesamt 25 aktuelle und ehemalige Profis die intensive Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, darunter mit Sebastian Rudy ein Spieler, der 29-mal für die deutsche Nationalmannschaft auflief. Doch die Aufmerksamkeit gilt nicht nur den großen Namen, sondern vor allem den regionalen Kräften, die sich in der Sportschule Oberhaching nicht hinter gestandenen Bundesliga-Spielern versteckten.

Bayern: Neue Trainer-Generation mit Nationalspieler Rudy im Anflug

Der Lehrgang ist in dieser Form eine Besonderheit: Gleichbleibender Umfang, aber eine Struktur, die auf den Alltag aktiver Profis zugeschnitten ist. Statt zwei Blöcken zu je fünf Tagen wurden fünf kleine Präsenzabschnitte absolviert – kompakt, intensiv und fordernd. Nach einer Online-Phase Ende August folgten Wochen zwischen Trainingsplatz, Theorie-Einheiten und der abschließenden Prüfung im November. Verbandstrainer Philipp Ropers betonte: Der Kurs sei inhaltlich „auf einem sehr hohen Niveau“ gewesen. Die Teilnehmer hätten aufgrund ihrer Karriere „zahlreiche Trainer erlebt“, deshalb lag der Fokus auf Methodik, Pädagogik und Psychologie. Genau jene Bereiche also, in denen auch künftige Amateurtrainer immer mehr gefordert sind.

Einer, der seit Jahren als Führungsspieler im bayerischen Amateurfußball vorangeht, beschreibt den Kurs als echten Wendepunkt: Albano Gashi vom TSV Buchbach. Der 30-Jährige ließ keinen Zweifel daran, wie stark ihn die Ausbildung geprägt hat: „Von A bis Z war das eine sehr wertvolle Erfahrung, die mich enorm weitergebracht hat.“ Er schaue heute „mit einem ganz anderen Blick“ auf Spiele, denke taktisch tiefgründiger und strategischer. Zwar will er weiter aktiv bleiben, doch die Trainerlaufbahn ist längst Bestandteil seiner Zukunftsplanung: „Früher oder später definitiv.“ Auch wenn bundesweit die großen Namen Schlagzeilen erzeugen – für Buchbach ist Gashis B-Lizenz ein Signal: Ein Führungsspieler bereitet sich ernsthaft auf die nächste Rolle vor.

Mit ihm in Oberhaching: Enrique Bösl, der seit Sommer beim SV Erlbach längst als Schlüsselspieler gilt. Für ihn ist die bestandene B-Lizenz ein strategischer Schritt, denn Bösl gehört zu jener Generation ambitionierter Amateurkicker, die parallel zum aktiven Sport bereits das Fundament für ihre Trainerlaufbahn legen. Er bleibt zwar eher der stille Typ, doch seine Investition in Ausbildung spricht für sich – Erlbach bekommt damit einen Spieler, der das Spiel künftig nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben prägen könnte. Dritter im regionalen Bunde: Alexander Sorge vom SV Wacker Burghausen. Der Innenverteidiger, der in seiner Karriere auch höherklassige Stationen durchlaufen hat, bringt Erfahrung und Ruhe mit – zwei Eigenschaften, die im Trainerbereich wertvoll sind. Mit der B-Lizenz erweitert er sein Profil erheblich, und im Umfeld des Regionalligisten wird genau registriert, dass Sorge nicht nur für defensive Stabilität sorgt, sondern langfristig Führungsverantwortung übernehmen könnte.

Was bedeutet das für Erlbach, Buchbach und Wacker Burghausen?

Natürlich zog ein prominenter Teilnehmer besondere Aufmerksamkeit auf sich: Sebastian Rudy, 358-facher Bundesliga-Spieler, früher beim FC Bayern und in Hoffenheim. Er erklärte, er wolle künftig „jungen Spielern helfen“ und seine Erfahrung „weitergeben“. Für ihn geht die Reise in den Nachwuchsbereich, doch bemerkenswert war die Durchmischung der Teilnehmer: Ex-Bundesliga-Profis, Regionalliga-Leistungsträger, ambitionierte Amateurspieler, ehemalige Nationalspieler, Nachwuchscoaches.

Die BFV-Ausbilder berichteten: Das Niveau sei hoch gewesen, die Unterschiede zwischen Profis und Amateuren überraschend gering. Mit Bösl, Gashi und Sorge kehren drei Spieler in ihre Vereine zurück, die nicht nur sportlich, sondern nun auch pädagogisch und taktisch weiterentwickelt sind. Für die Klubs in Erlbach, Buchbach und Burghausen bedeutet das: Zusätzliche Kompetenz, frische Ideen – und vielleicht der Grundstein für künftige Trainerkarrieren, die im Amateurbereich beginnen und später weit größere Bühnen erreichen könnten. Der BFV-Lehrgang hat damit nicht nur 25 neue B-Lizenz-Inhaber hervorgebracht. Er hat auch gezeigt, wie nah die Welten von Bundesliga-Profis und Amateurspielern in der Ausbildung beieinanderliegen können – und wie viele Türen sich öffnen, wenn man den Schritt in die Karriere nach der Karriere entschlossen angeht. (mck)

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