Nach Wechsel zu Konkurrenten
„Aus unserer Sicht schwer nachvollziehbar“: TSV Ampfing kontert Grahovac-Kritik
Der TSV Ampfing leitete in der Winterpause einen großen personellen Umbruch ein. Sieben Spieler verließen den Verein. Die Neuausrichtung ging jedoch nicht immer komplett geräuschlos über die Bühne.
Ampfing – Der Aderlass ist groß: Mit Birol Karatepe, Bastian Grahovac, Erhan Yazici (alle SV Aschau), Ruslan Klimov, Christian Wallisch, Ruben Kroiss (alle FC Töging) und Eyüp Tas (SV Gendorf Burgkirchen) haben gleich sieben Spieler den Bezirksligisten TSV Ampfing in der Winterpause verlassen.
TSV Ampfing: Schweppermänner kontern Grahovac-Aussagen
Gingen die meisten Wechsel einigermaßen geräuschlos über die Bühne, so trat Grahovac (28) vor einiger Zeit öffentlich nach (beinschuss.de berichtete) und bemängelte unter anderem: „Es ging irgendwann nicht mehr um Fußball, sondern um andere Dinge.“ Jetzt hat auch der TSV Ampfing, dem insbesondere das Engagement von Grahovac in der Icon League ein Dorn im Auge war, reagiert. In einer Pressemitteilung des Vereins heißt es: „Der TSV Ampfing weist die öffentliche Darstellung von Bastian Grahovac in dieser Form zurück und bewertet die Situation aus sportlicher Sicht. Die Entscheidung, künftig nicht mehr auf ihn zu setzen, beruhte auf einer längerfristigen Einschätzung. Maßgeblich waren dabei Kriterien wie Trainingsintensität, Lauf- und Zweikampfverhalten sowie die mannschaftsdienliche Umsetzung der sportlichen Vorgaben. Diese Erwartungen wurden trotz klarer Gespräche und wiederholter Chancen aus Sicht der sportlichen Leitung nicht nachhaltig erfüllt. Der Verein hat dies über einen längeren Zeitraum intern reflektiert und verschiedene Ansätze geprüft.“
Heißt im Klartext, dass sich der Verein vom gebürtigen Altöttinger getrennt hat, während es Grahovac anders darstellt: „Wenn Training keinen Spaß mehr macht und du merkst, dass sich an der Situation nichts ändert, musst du ehrlich zu dir selbst sein. Irgendwann hatte ich keine Motivation mehr, Energie in ein Umfeld zu stecken, das sich falsch angefühlt hat“ Dass es im Herbst bei den Ampfingern nicht mehr gut gelaufen ist, liegt auf der Hand, dass jetzt die sportliche Welt des Mittelfeldspielers, der beim FC Bayern ausgebildet worden ist, wieder völlig in Ordnung sei, ist indes für die Sportliche Leitung der Schweppermänner auch ein schwieriges Thema: „Es ist aus unserer Sicht schwer nachvollziehbar, dass bereits nach kurzer Zeit von einem vollständig stimmigen Umfeld im neuen Verein gesprochen wird, obwohl bislang kaum gemeinsame Trainingsarbeit stattgefunden hat.“ Weiter will sich der Tabellenachte der Bezirksliga Ost, der kürzlich Slaven Jokic als neuen Trainer vorstellte, aber nicht mit der ganzen Sache beschäftigen und zieht einen Schlussstrich: „Der TSV Ampfing richtet den Fokus konsequent auf die eigene sportliche Neuausrichtung.“ (MB)