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Der 17. Spieltag in der Fußball-Bezirksliga hat die Emotionen wieder einmal ordentlich durchgeschüttelt: Von überraschenden Siegen bis hin zu enttäuschenden Punktverlusten – beinschuss.de hat exklusiv für euch die Reaktionen aus unserem Fußball-Kreis Inn/Salzach gesammelt.
Inn/Salzach – Der 16. Spieltag in der Fußball-Bezirksliga Ost ist Geschichte – und bei beinschuss.de haben wir für euch die Stimmen der Trainer, Spieler und Verantwortlichen aus unserem Fußball-Kreis Inn/Salzach eingefangen. Ob Niederlagen, Siege oder Remis: Wir geben euch den direkten Draht zu den Protagonisten vor Ort. In exklusiven Statements sprechen die Beteiligten über die Höhen und Tiefen, die besonderen Herausforderungen und ihre Erwartungen für die nächsten Spiele. So bekommt ihr einen authentischen Einblick in das Geschehen abseits des Spielfelds – für alle Fans, die den Bezirksliga-Fußball in der Region wirklich erleben wollen – egal ob TSV Siegsdorf, SV Aschau am Inn, SB DJK Rosenheim, FC Töging, TSV Peterskirchen, SV Bruckmühl und SV Saaldorf.
Fußball-Bezirksliga: So tickt die Region nach dem 17. Spieltag
TSV Siegsdorf-Teammanager Markus Wendlinger nach dem Last-Minute-Sieg beim SV Aschau am Inn: „Es waren Six Points. Wir haben den Abstand verkürzen können und der Gegner hat gleichzeitig als direkter Konkurrent nicht gepunktet. Besser kann’s fast nicht sein. Wir sind natürlich sehr glücklich, hat auch gut getan. War ein durchweg sehr gutes Auftreten unserer Mannschaft. Das 1:0 lag seit Minute 1 in der Luft. Nach wenigen Sekunden hatten wir bereits ein bisschen Pech im Abschluss. Wir machen dann das 1:0 auch hochverdient durch Adrian Furch – super Sache. Gut gestanden, auch gut in die Halbzeit gegangen. Viele Zweikämpfe geführt und auch gewonnen. Engagement war da, man hat einfach alles gespürt, was es braucht, um in der Liga bestehen zu können. Wir kriegen den Ausgleich, das war dann schon eine Druckphase von Aschau. Nur wie er fällt, das dann eher unglücklich. Dann hat man halt eben diese eine Aktion in der Nachspielzeit noch, diesen einen Abschluss, wo ich wirklich sagen muss, purer Wille dieses Tor zu schießen. Respekt an Fabi Furch. Er wollte unbedingt dieses Tor schießen und das hat er dann auch gemacht in der Nachspielzeit. Alles, was dann passiert ist, eh klar: Ekstase, Jubel. War gut, hat den ganzen Verein mal ein bisschen zusammengeschweißt, weil wir auch ein Neun-Punkte-Wochenende hinter uns haben, das heißt zweite und dritte Mannschaft auch gewonnen. Wunderbar, so soll es sein. Nächste Woche Samstag kommt Dorfen zu uns. Die müssten auch erstmal bestehen. Wir werden natürlich da versuchen noch mal alles rauszuholen und alles reinzuwerfen, das muss ab sofort immer das Ziel sein. Dann können wir verdient in die Winterpause gehen und uns neu sortieren.“
SV Aschau am Inn-Kapitän Johannes Asanger mit seiner Einschätzung zur bitteren 1:2-Niederlage gegen Siegsdorf: „Wir hätten in der ersten Minute schon in Rückstand geraten müssen, da hat Siegsdorf glücklicherweise einfach daneben geschossen. Wir haben einfach in Summe Schwierigkeiten gehabt, ins Spiel reinzukommen. Das Spiel war hart geführt, aber ich würde noch sagen im Fernbereich. Wir haben 20 Minuten gebraucht, bis wir ins Spiel reinkommen sind, weil sie es doch gut gemacht haben. Dann sind wir ein bisschen besser ins Spiel gekommen, haben selber auch nicht schlechte Chancen gehabt, aber nicht so klar wie Siegsdorf. Zur zweiten Halbzeit kommen wir eigentlich gut raus. Haben eigentlich gemeint, wir ziehen das Spiel endlich auf unserer Seiten. Dann kriegen wir das Tor in einer Phase, wo wir eigentlich eben kurz davor waren den Treffer zu erzielen. Aber im Endeffekt haben wir das Leben uns selber da schwer gemacht. In der 92. Minute durch den Yilmaz die Chance im Eins-gegen-Eins mit dem Keeper, den hält er mit dem Fuß. Und 15 Sekunden später im Gegenangriff kriegen wir dann das 1:2.“
SBR-Trainer Zimpfer teilt gegen Töging-Coach Berg aus
Sportbund Rosenheim-Coach Patrick Zimpfer sagte nach dem wichtigen 2:1-Heimerfolg über den FC Töging stolz: „Ein Sieg des Willens. Die Mannschaft hat mit einer absoluten Geschlossenheit und super Zusammenhalt das Spiel gezogen. Und das absolut verdient. Leider nicht in der Höhe, in der es hätte ausfallen können. Entgegen der Aussagen des Gästecoaches, ‚wir hätten nur zwei gute Spieler‘, möchte ich mein Team absolut loben. Alle Spieler waren besser als Töging, sonst hätten wir das Spiel nicht gewonnen.“
FC Töging-Trainer Robert Berg kritisierte nach der 1:2-Auswärtspleite in Rosenheim wiederum die Mentalität bei einigen seiner Spieler: „Die Niederlage war nicht unverdient. An Großchancen war es zwar ausgeglichen, aber wenn man so viele Eigenfehler macht und laufend unnötige Standards verursacht, dann wird man auch irgendwann mal bestraft. Letztendlich verdienen wir uns auch nicht mehr, wenn ich die letzten Spiele und Trainingswochen anschaue. Bei einigen ist es die Qualität die fehlt, bei vereinzelten aber auch die Mentalität, was ich noch viel schlimmer finde. Mit richtigen personellen Veränderungen kann man aber in der Liga schnell was bewegen. Es wird sich bei uns aber schon gravierend was ändern müssen, soll es in eine andere Richtung gehen.“
Peterskirchen „verschläft“ Anfangsphase gegen Bruckmühl
TSV Peterskirchen-Abteilungsleiter Dominik Schlögl war von der Leistung der Mannschaft gegen den SV Bruckmühl nicht sonderlich angetan: „Wir haben die Anfangsphase komplett verschlafen und sind nach fünf Minuten 1:0 hinten. Zwar durch einen Sonntagsschuss, aber wir waren nicht richtig im Spiel. Der Ausgleich war glücklich und meiner Meinung nach ein Torwartfehler. Dann könnte man meinen, dass man zurück im Spiel ist, aber wir sind 90 Minuten kämpferisch und körperlich unterlegen gewesen. Bruckmühl wollte über 90 Minuten das Spiel mehr gewinnen und haben es unterm Strich auch verdient gewonnen. Die Leistung reicht nicht, dass man ein Bezirksliga-Spiel gewinnt, dafür sind die Mannschaften zu ausgeglichen. Wir müssen das abhaken und es nächsten Sonntag gegen Waldperlach in allen Belangen, was wir heute vermissen haben lassen, besser machen.“
Im letzten Auswärtsspiel des Jahres: Bruckmühl siegt beim TSV Peterskirchen
SV Bruckmühl-Coach Mike Probst zeigte sich nach dem verdienten 3:1-Auswärtssieg beim TSV Peterskirchen glücklich: „Es war ein absolut verdienter Sieg. Wir haben von Anfang an die Kontrolle übernommen. Trotzdem hat man beiden Mannschaften in einigen nervösen Phasen angemerkt, wie wichtig dieses Aufeinandertreffen war. Wir hätten früh bereits deutlicher führen müssen. Auf den Ausgleich durch eine Unachtsamkeit bei einem Eckball haben wir die richtige Antwort mit einem fulminanten Freistoß gegeben. In der zweiten Halbzeit mussten wir eine kurze Druckphase des Gegners überstehen und haben in der Schlussphase durch unseren dritten Treffer den Deckel in einer intensiven, aber fairen Partie geschlossen. Kompliment für eine über weite Phasen sehr homogene Mannschaftsleistung.“
Ampfing trotz allen Widrigkeiten – Saaldorf stand vor „vernageltem“ Tor
TSV Ampfing-Trainer Burim Djimsiti konnte nach dem Punktgewinn gegen den Tabellenführer VfB Forstinning zufrieden sein: „Am Ende war es wahrscheinlich schon so, dass beide Seiten mit der Punkteteilung zufrieden sein müssen, aber anhand der Großchancen hätten wir auch die drei Punkte mitnehmen können. Das alles hat dem Spielfluss natürlich schon einen Abbruch getan. Wir haben es in der ersten Halbzeit versäumt, den zweiten Treffer nachzulegen. Wir haben trotz der Ausfälle gezeigt, dass wir mithalten können. Die Mannschaft hat Leidenschaft und Einsatz gezeigt. Das wollten wir sehen.“
Torloser Heimspiel-Abschluss: Saaldorf und der SV Waldperlach trennen sich unentschieden
SV Saaldorf-Übungsleiter Josef Rehrl analysierte den torlosen Heimspiel-Abschluss in der Fußball-Bezirksliga gegen den SV Waldperlach wie folgt: „Man konnte das Spiel nicht gewinnen, hat es aber auch nicht verloren. Speziell die Anfangsminuten hat man sich darauf konzentriert kompakt zu stehen und in Umschaltmomente gefährlich zu werden. Gefährlich wurden jedoch nur die Standards, wobei das Glück fehlte und zweimal das Aluminium getroffen wurde. In der zweiten Halbzeit wurde ein Elfmeter verschossen. An solchen Tagen ist das Tor wie vernagelt. Denn zu diesem Zeitpunkt wäre die Führung mehr als verdient gewesen. Stattdessen wird die Partie bei schwindenden Kräften etwas wilder und Tom Kern musste sich mehrmals auszeichnen. Somit am Ende des Tages ein Unentschieden wo mehr drin gewesen wäre, man sich schlussendlich zufriedengeben muss.“ (mck)