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„Kritische“ Stimmen aus der Region

„Fragwürdig“, „Klacks“ und „Exzellent“: So tickt die Fußball-Bezirksliga nach dem 16. Spieltag

TSV Siegsdorf gegen SV Miesbach
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Der TSV Siegsdorf feierte einen wichtigen Punktgewinn in der Fremde.

Der 16. Spieltag in der Fußball-Bezirksliga hat die Emotionen wieder einmal ordentlich durchgeschüttelt: Von überraschenden Siegen bis hin zu enttäuschenden Punktverlusten – beinschuss.de hat exklusiv für euch die Reaktionen aus unserem Fußball-Kreis Inn/Salzach gesammelt.

Inn/Salzach – Der 16. Spieltag in der Fußball-Bezirksliga Ost ist Geschichte – und bei beinschuss.de haben wir für euch die Stimmen der Trainer, Spieler und Verantwortlichen aus unserem Fußball-Kreis Inn/Salzach eingefangen. Ob Niederlagen, Siege oder Remis: Wir geben euch den direkten Draht zu den Protagonisten vor Ort. In exklusiven Statements sprechen die Beteiligten über die Höhen und Tiefen, die besonderen Herausforderungen und ihre Erwartungen für die nächsten Spiele. So bekommt ihr einen authentischen Einblick in das Geschehen abseits des Spielfelds – für alle Fans, die den Bezirksliga-Fußball in der Region wirklich erleben wollen – egal ob SV Bruckmühl, TSV Siegsdorf, SV Saaldorf, TSV Peterskirchen, SB DJK Rosenheim und SV Aschau/Inn. Die Begegnungen von TSV Ampfing und FC Töging mussten kurzfristig abgesagt werden.

Fußball-Bezirksliga: So tickt die Region nach dem 16. Spieltag

SV Bruckmühl-Coach Mike Probst ärgerte sich nach der 0:1-Niederlage gegen den SV Saaldorf im Bezirksliga-Kellerduell zum Rückrundenauftakt: „Das Gegentor war insgesamt zu billig. Wir wussten genau, wie sie spielen werden und haben explizit davor gewarnt. Das ist ein ganz einfaches Spielmittel. Genauso sind im Hinspiel auch zwei Treffer gefallen. Bei dem Rempler kann man Foul pfeifen, muss man aber nicht. Es war eine Fifty-Fifty-Entscheidung. Die Spielführung des Schiedsrichters hat aber gezeigt, dass er nicht bei jedem Klacks pfeift. Darauf muss man sich halt dementsprechend einstellen. Wir dürfen es uns nicht erlauben, so eine Halbzeit abzuliefern. Die gilt es absolut zu kritisieren. Das geht nicht und war eindeutig zu wenig. Wir haben unseren Matchplan nicht umgesetzt und zu wenig gearbeitet. Wir haben kaum Zweikämpfe und zweite Bälle gewonnen.  Dann ist es schwierig, was zu erreichen. Am Ende haben wir das Spiel in der ersten Halbzeit verloren. Die hat uns wahrscheinlich mindestens ein Unentschieden gekostet. Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen. Wir müssen über 90 Minuten auf dem Platz stehen und nicht nur in der zweiten Hälfte, die in Ordnung war und in der wir durchaus unsere Möglichkeiten hatten. Einen davon musst du Halt machen, damit du wenigstens ein Unentschieden zustande bekommst. Wir mussten immer mehr riskieren und haben taktisch umgestellt.“

SV Saaldorf-Trainer Josef Rehl war auf der Gegenseite mehr als erfreut: „Hart erkämpfte drei Punkte waren das gestern auf schwierigen Geläuf in Bruckmühl. Eine verdiente 0:1 Führung für meine Mannschaft, nachdem man sich darauf konzentrierte das Mittelfeld schnell zu überbrücken, um keine unnötigen Fehlpässe im Spielaufbau zu erzeugen. Der Gegner hätte auf spielerische Lösungen gesetzt, welche immer wieder in Kontersituationen für uns endeten. Ein wenig Glück war dabei, als kurz vor Halbzeitpfiff eine scharfe Hereingabe von zwei Bruckmühlern nicht verwertet werden konnte. Im zweiten Durchgang dauert es lang, bis Torgefahr entstand. Sehr fragwürdig war auch die Abseitsentscheidung des Schiedsrichtergespann, als Bernhard Helminger eine Freistoßflanke ins Tor bugsierte. Vom gegnerischen Verteidiger stets der Torseite zugewandt begleitet wurde. Am Ende wichtig erkämpfte drei Punkte zu dieser Jahreszeit und besonders stark wie die Mannschaft unsere krankheitsbedingten Ausfälle kompensiert. Mit Vorfreude blicken wir auf kommenden Sonntag, um gegen Waldperlach weitere wichtige Punkte für ein angenehmeres Frühjahr zu sammeln.“

Aschau trauert Punkten hinterher – Sportbunds Torwarttalent zieht alle Blicke auf sich

SV Aschau am Inn-Pressesprecher Manuel Kraus trauerte nach dem 1:1 gegen den TSV Dorfen den verlorenen zwei Punkte hinterher: „Grundsätzlich muss man sagen, dass der Punkt am Ende sogar zu wenig ist. Vor der Partie hätten wir ein Unentschieden wahrscheinlich unterschrieben, aber nach dem Spielverlauf fühlt es sich er an, dass wir zwei Punkte habe liegen lassen. Wir waren von Minute 1 voll da. Präsent in den Zweikämpfen, ruhig am Ball und mit guten Angriffen immer wieder gefährlich. Beim Stand von 0:0 haben wir dann einen Elfmeter bekommen, den aber leider nicht verwandelt. Dorfen hatte in der ersten Halbzeit keinen zwingenden Angriff und Torschuss. Trotzdem sind die dann durch einen direkt verwandelten Freistoß in Führung gegangen. Danach hatten wir noch mehrere hundertprozentige Chancen, die wir aber allesamt liegen gelassen haben. In Halbzeit zwei das gleiche Spiel. Wir hatten mehr Ballbesitz, deutlich mehr Großchancen. Den zweiten Elfmeter konnten wir dann verwandeln, das war sehr wichtig, dass wir uns da belohnt haben. Leider war unsere Chancenverwertung nicht gut, sodass wir uns am Ende des Tages mit einem Unentschieden begnügen müssen.“

Sportbund Rosenheim-Übungsleiter Patrick Zimpfer hob besonders sein Torwarttalent Efe Baykal nach dem knappen, aber wichtigen 1:0-Sieg beim TSV Zorneding hervor: „Wir haben ein starkes Auswärtsspiel gemacht und taktisch exzellent den Plan verfolgt. Durch hohes Pressing ist auch der Siegtreffer gefallen. Am Ende haben wir keinen einzigen nennenswerten Torschuss aufs Tor bekommen. U19 Keeper Efe Baykal mit absoluter Ruhe und Gelassenheit das 1:0 heimgebracht, als er dem Stürmer ganz klar den Ball vom Fuß nimmt. Er hat seine Sache überragend gemacht. Insgesamt fand ich auch die sehr gut leitende Schiedsrichterin heute hervorragend, auch die Abseitssituationen wurden aus meiner Sicht richtig entschieden. Es war ein faires und gut geführtes Spiel, das wir als super wichtigen Auswärtssieg verbuchen. In der Tabelle rückt alles enger zusammen, und jetzt schauen wir, wie es weitergeht.“

Peterskirchen enttäuscht – Siegsdorf mit nächsten Punktgewinn

TSV Peterskirchen-Pressesprecher Max Oberhans war nach der deutlichen Bezirksliga-Niederlage gegen den SV Miesbach enttäuscht: „In der ersten Halbzeit waren wir sehr auf Kompaktheit fokussiert. Am Ball hatten wir leider einige Ungenauigkeiten, auch bedingt durch den nassen Kunstrasen. Wir lassen genau eine Großchance zu, die Miesbach direkt vor der Pause nutzt. Als wir nach einer Stunde das 2:0 bekommen haben, sind wir mehr ins Risiko gegangen und waren dann die bessere Mannschaft. Bei den herausgespielten Abschlüssen waren wir leider nicht effektiv genug, und Miesbach kontert uns aus. Unterm Strich ist das Ergebnis dadurch zu hoch ausgefallen.“

TSV Siegsdorfs Technischer Berater Christoph Reiter konnte mit dem 2:2-Remis beim SV Waldperlach gut leben: „Am Sonntag traf unsere Mannschaft in der Sportschule Oberhaching auf den SV Waldperlach. Gespielt wurde auf dem Kunstrasenplatz, was unseren Spielern zu Beginn merklich Probleme bereitete. Nach einem frühen Rückstand zeigte das Team jedoch Moral und passte sich zusehends besser an die ungewohnten Bedingungen an. Ein Wermutstropfen war die verletzungsbedingte Auswechslung des Kapitäns Maximilian Huber bereits in der 13. Minute, der durch Fabian Furch ersetzt werden musste. Dennoch ließ sich das Team nicht beirren: Nach einem sehenswerten Ausgleichstreffer von Florian Aigner erzielten wir durch ein Eigentor der Gastgeber - nach einer scharfen Hereingabe von Maximilian Reiter- die 2:1-Führung. Waldperlach hatte im weiteren Verlauf mehr Ballbesitz, doch unsere Mannschaft blieb mit schnellen Kontern stets gefährlich. So verpasste Adrian Furch nach einer Flanke von Sebastian Reiter nur knapp das Tor, und auch ein Geistesblitz von Josef Wittmann nach einem schnell ausgeführten Freistoß ging hauchdünn am Kasten vorbei. Nach dem Seitenwechsel setzte Waldperlach auf ein schnelles Kombinationsspiel, dem wir zunächst wenig entgegensetzen konnten - so fiel folgerichtig der Ausgleich. In der Folge drängte der Gastgeber auf den Siegtreffer, doch unsere Defensive stand sicher und ließ kaum klare Chancen zu. Besonders in der Schlussphase wurde es nochmals hektisch: Nach einem Standard versuchten gleich drei Waldperlacher Spieler, den Ball nachzulassen, doch Keeper Fabian König behielt die Nerven. Das souveräne Schiedsrichtergespann entschied nach kurzer Beratung auf Foul am Torwart sodass es beim insgesamt leistungsgerechten 2:2 blieb. Mit dem Punktgewinn zum Auftakt der Rückrunde zeigte sich das Trainerteam zufrieden. Nach einer kämpferischen Leistung und trotz der frühen Verletzung ist das Unentschieden ein verdienter Lohn. Die Mannschaft blickt nun optimistisch auf die kommenden Aufgaben.“ (mck)

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