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„Verärgerte“ Stimmen aus der Region

„Ziemliche Sauerei“ und „schwache Aktion“: So tickt die Fußball-Bezirksliga nach dem 15. Spieltag

Andreas Bobenstetter, hier von Marvin Bräuninger bedrängt, hatte mit einem Freistoß aufs Tordach Pech.
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Andreas Bobenstetter, hier von Marvin Bräuninger bedrängt, hatte mit einem Freistoß aufs Tordach Pech.

Der 15. Spieltag in der Fußball-Bezirksliga hat die Emotionen wieder einmal ordentlich durchgeschüttelt: Von überraschenden Siegen bis hin zu enttäuschenden Punktverlusten – beinschuss.de hat exklusiv für euch die Reaktionen aus unserem Fußball-Kreis Inn/Salzach gesammelt.

Inn/Salzach – Der 15. Spieltag in der Fußball-Bezirksliga Ost ist Geschichte – und bei beinschuss.de haben wir für euch die Stimmen der Trainer, Spieler und Verantwortlichen aus unserem Fußball-Kreis Inn/Salzach eingefangen. Ob Niederlagen, Siege oder Remis: Wir geben euch den direkten Draht zu den Protagonisten vor Ort. In exklusiven Statements sprechen die Beteiligten über die Höhen und Tiefen, die besonderen Herausforderungen und ihre Erwartungen für die nächsten Spiele. So bekommt ihr einen authentischen Einblick in das Geschehen abseits des Spielfelds – für alle Fans, die den Bezirksliga-Fußball in der Region wirklich erleben wollen – egal ob SV Bruckmühl, TSV Siegsdorf, SV Saaldorf, FC Töging, TSV Peterskirchen, SB DJK Rosenheim, TSV Ampfing und SV Aschau/Inn.

Fußball-Bezirksliga: So tickt die Region nach dem 15. Spieltag

SV Bruckmühl-Stürmer Lukas Steidl freute sich nach seinem späten Siegtreffer zum 1:0 gegen TSV Siegsdorf im Bezirksliga-Kellerduell über die drei Punkte statt über sein Tor: „Im Endeffekt haben wir die drei Punkte geholt, mehr zählt an diesem Wochenende nicht. Wir wussten, dass die Mannschaft gewinnen wird, die mehr will. Es war ein dreckiges Spiel und ein ebenso dreckiger Sieg. Ich habe bei meinem Tor gesehen, dass der Gegner einen schlechten Ball spielt. Davor hatte ich schon das Gefühl, dass es so kommen könnte und bin losgelaufen. Am Ende hatten wir aber auch Glück. Das Tor darf eigentlich niemals so fallen. Von 50 Versuchen mache ich den wahrscheinlich genau einmal aus dem Winkel.“

TSV Siegsdorf-Teammanager Markus Wendlinger : „Da haben wir am Freitag leider einen Dämpfer kassieren müssen. War ein klassisches 0:0:Spiel. Es war aber auch irgendwie in der Luft oder es war klar, der, der das 1:0 macht, der gewinnt auch dieses Spiel. Genauso ist es dann gekommen. Wir hatten relativ wenig Chancen. Vom Feeling her hätte man noch mal 90 Minuten spielen können, bis wir ein Tor machen. Aber haben hinten eigentlich den Laden auch dichtgehalten. Dann machst du einen Fehler in der 78. Minute und verlierst das Spiel unglücklich 1:0. Natürlich müssen wir mal schauen, wo kommt Bruckmühl her? Bruckmühl kommt aus der Landesliga und die können auch kicken, obwohl sie abgestiegen sind. Von dem her sind sie natürlich als Favorit in das Spiel gegangen. Bissl Dämpfer, bissl bitter. Aber ich würde sagen, die Euphorie ist nicht weg vom Heimsieg gegen Miesbach. Da haben wir einigermaßen angeknüpft, so weit wie es ging. Und wollen das natürlich jetzt kommendes Wochenende wieder in Waldperlach am Sonntag machen. Einfach nur so viel wie möglich vorm Winter rauszuholen, bevor wir dann in die Winterpause gehen, Kräfte tanken, vielleicht noch mal aktiv werden und dann gestärkt ins Frühjahr reingehen.“

SV Saaldorf-Coach Josef Rehrl analysierte die 0:2-Niederlage beim SV Miesbach sehr sachlich: „Das Spiel gegen Miesbach hat nicht die agierende, sondern reagierende Mannschaft gewonnen. Die ersten zehn Minuten verliefen ausgeglichen, das restliche Spiel hatten wir die Kontrolle. Es ergaben sich eine Handvoll Chancen, die in den letzten Wochen zum Torerfolg führten. Diesmal nicht. Der Wille war da, jedoch konnte aus den ansehnlichen Kombinationen im letzten Drittel keine Gefahr ausgestrahlt werden. Miesbach konzentriert sich einzig auf Fehler zu warten und war so auch erfolgreich. Glückwunsch an Miesbach und nun geht der Blick nach vorne, um die nächsten drei Punkte in Bruckmühl einzufahren.“

Töging und Coach Berg verlieren besonderes Duell gegen Peterskirchen

FC Töging-Trainer Robert Berg zeigte sich nach unglücklichen 1:2-Niederlage beim besonderen Spiel gegen seinen Ex-Klub TSV Peterskirchen selbstkritisch: „Es war eine sehr umkämpfte Partie bei schwierigen Platzverhältnissen. Nach der verdienten Führung müssen wir defensiv einfach stabiler sein. Das haben wir wieder mal nicht geschafft und Peterskirchen ins Match zurückkommen lassen. In der zweiten Hälfte gab’s Chancen auf beiden Seiten und Peterskirchen hat dann ein schönes Tor gemacht, dass wir kurz vor Schluss wieder mal einen entscheidenden Elfmeter verschießen passt ins Bild. Glückwunsch an Peterskirchen. Für uns werden es jetzt noch harte letzte drei Spiele.“

TSV Peterskirchen-Coach Daniel Winklmaier sah vor allem nach dem Seitenwechsel eine Leistungssteigerung seiner Schützlinge, die sich letzten Endes auch einem 2:1-Auswärtssieg beim FC Töging belohnen konnten: „Erste Halbzeit, denke ich mal, insgesamt ausgeglichen. Am Anfang ist Töging besser ins Spiel gekommen, sind dann auch verdient in Führung gegangen. Wir haben allgemein a bissl Probleme gehabt die erste Halbzeit, weil sie vorne eben sehr agil waren, sehr spritzig und sehr viel Geschwindigkeit gehabt haben. Das haben wir dann zweite Halbzeit besser verteidigen können, nachher noch bisschen was angepasst. Vorne haben wir dann mehr Geschwindigkeit gehabt, mitm Huber Jonas und oder Alex, da waren wir dann präsenter und gefährlicher. Ich denke aber auch schon in der ersten Halbzeit haben wir gute Momente gehabt, wo wir die ein oder andere Torchance gehabt und auch nicht ganz unverdient zu dem Zeitpunkt den Ausgleich gemacht haben. Zweite Halbzeit haben wir vorm Führungstor auch schon zwei, drei richtig gute Torchancen gehabt. Demnach war das, glaube ich, jetzt auch nicht ganz unverdient. Zum Schluss raus sind wir dann leider zu tief gestanden. Und haben natürlich mit dem Elfer dann, den sie verschossen haben, Glück gehabt, wobei sonst, glaube ich, haben wir jetzt auch nimmer die große Torchance zugelassen. Von dem her freuen wir uns natürlich über sehr wichtige Punkte.“

Aschau/Inn ist nach kurzfristiger Bezirksliga-Spielabsage verärgert

Sportbund Rosenheim-Übungsleiter Patrick Zimpfer sagte nach dem doppelten Torwart-Drama bei der 0:3-Niederlage beim ungeschlagenen Tabellenführer VfB Forstinning: „Es war am Ende eine verdiente Niederlage, auch wenn wir in der ersten Halbzeit sehr diszipliniert und stark aufgetreten sind. In der zweiten Halbzeit haben wir dann jedoch zu viele Fehler gemacht, und so eine Spitzenmannschaft wie Forstinning bestraft das eiskalt. Das 1:0 fällt nach einem individuellen Fehler, als Opara allein vor dem Tor steht. Beim 2:0 ist es eine perfekte Flanke, die Opara per Kopf wunderschön verwertet. Das 3:0 resultiert dann aus der Verletzung unseres Torhüters, der den Ball nicht mehr richtig festhalten konnte. Wir mussten im Laufe des Spiels zweimal den Torwart wechseln und haben bereits am Donnerstag zusätzliche Verletzungssorgen dazubekommen. Aktuell gehen wir also ein wenig auf dem Zahnfleisch. Trotzdem hat die Mannschaft in der ersten Halbzeit wirklich alles reingeworfen und sich stark präsentiert. In der zweiten Halbzeit hat man dann allerdings den Unterschied zwischen dem Tabellenführer und einem Team gesehen, das im Abstiegskampf steckt. Forstinning ist eine sehr gut ausgebildete Mannschaft mit einem starken Trainer wie Geri, daher auch Glückwunsch und viel Erfolg weiterhin. Ob es da oben ein Zweikampf oder vielleicht sogar ein Dreikampf mit Holzkirchen und Aschheim wird, bleibt spannend. Für uns gilt: Wir müssen unsere Punkte gegen andere Gegner holen.“

TSV Ampfing-Trainer Burim Djimsiti sah trotz der bitteren 1:3-Niederlage im Derby beim TSV Dorfen auch positive Aspekte: „Maximal unglücklicher Verlauf, mit der Verletzung von Birol Karetepe, den Ampelkarten und den Gegentoren, aber grundsätzlich war die Leistung der ersten Hälfte gut, darauf können wir aufbauen.“

Ampfing erlebt Bezirksliga-Derby zum Vergessen gegen Dorfen

TSV Ampfing gegen TSV Dorfen
TSV Ampfing gegen TSV Dorfen © MB
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Aschau/Inn-Coach Thomas Deißenböck war nach der kurzfristigen Spielabsage mehr als verärgert: „Aus unserer Sicht eine ziemliche Sauerei, dass wir eine Stunde nach Waldperlach fahren und dann exakt eine Stunde vor Spielbeginn erfahren, dass der Platz gesperrt ist. Der Schiedsrichter hat uns bestätigt, dass er das Spiel trotz des schlechten Platzes angepfiffen hätte, weil er bespielbar war. Wenn man danach dann noch sieht, dass bereits gestern und auch heute Vormittag jeweils ein Jugendspiel abgesagt wurde, ärgert man sich natürlich nochmal mehr, wieso man nicht schon früher von der Absage erfährt. Es waren auch einige Zuschauer bereits unterwegs, die dann wieder umdrehen mussten. Eine schwache Aktion, die uns sehr ärgert, aber leider müssen wir jetzt damit leben.“ (mck)

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