„Maximal unglücklicher Verlauf“
Verletzung, Ampelkarten und Gegentore: Bittere Derby-Niederlage für Ampfing in Dorfen
Das hat man sich beim TSV Ampfing ganz anders vorgestellt: Die Schweppermänner kassierten am Samstag (25. Oktober) eine bittere 0:2-Derbyniederlage gegen den TSV Dorfen und rutschten nach der Vorrunde in der Tabelle der Fußball-Bezirksliga Ost auf den sechsten Platz ab.
Ampfing – Bei widrigen äußeren Bedingungen – starker Wind, Regen quer, tiefer Boden – erwischten die Gäste einen Start nach Maß und gingen bereits in der sechsten Minute in Führung, als sich Daniel Vorderwestner am linken Flügel behaupten konnte, sein Flankenversuch aber so unglücklich abgefälscht wurde, dass sich die Bogenlampe hinter Domen Bozjak in die Maschen senkte. In der Folge Ampfing sehr bemüht, Dorfen stand mit der Führung im Rücken tief, sodass es für die Hausherren extrem schwer war, die Lücke zu finden.
Deutlich mehr Spielanteile, teilweise ansehnliche Kombinationen und viel Ballbesitz – am Ende allerdings brotlos. Außer Halbchancen durch Kevin Kuffel, Berat Akcay und Ruslan Klimov ergaben sich kaum gefährliche Momente für die Hausherren, am gefährlichsten war noch ein Freistoß von Andreas Bobenstetter, der sich aufs Tordach senkte (38.). „Die frühe Führung hat Dorfen natürlich in die Karten gespielt, wir machen das ganze Spiel und der Gegner stellt sich nur hinten rein“, konstatierte Ampfings Abteilungsleiter Uwe Dragosin schon kurz vor der Pause.
Ampfing mit bitterer Niederlage im Bezirksliga-Derby in Dorfen
Dorfens Trainer Andi Hartl verteidigte die taktische Ausrichtung: „Bei uns fehlen so viele Leute, deswegen haben wir das Spiel so angelegt und haben auch wenig zugelassen. Teilweise standen wir in der ersten Halbzeit zu tief, das haben wir dann angepasst.“ Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie nicht besser, mit Daniel Toma und Birol Karatepe wollte Ampfings Trainer Burim Djimsiti nach einer Stunde neue Akzente setzen, der Plan ging aber nicht auf, weil sich Karatepe schon nach drei Minuten eine Oberschenkelzerrung zuzog und wieder vom Feld musste. Als dann auch noch Maxi Manghofer in der 70. Minute eine umstrittene Ampelkarte sah, war der Bruch im Spiel der Ampfinger nicht mehr zu kitten, zumal Alexander Linner auch noch den fälligen Freistoß abgefälscht zum 2:0 in den Maschen unterbrachte.
„Das Glück haben wir uns in den letzten Wochen erarbeitet“, so Hartl, dessen Team nach der Ampelkarte gegen Tom Weichselgartner (80.) in doppelter Überzahl weitere Möglichkeiten durch Michael Friemer, Vorderwestner und Leon Eicher hatte. „Maximal unglücklicher Verlauf, mit der Verletzung von Birol, den Ampelkarten und den Gegentoren, aber grundsätzlich war die Leistung der ersten Hälfte gut, darauf können wir aufbauen“, sah Djimsiti auch positive Aspekte.
Ampfing erlebt Bezirksliga-Derby zum Vergessen gegen Dorfen




TSV Ampfing: Bozjak – Krasnic, Manghofer, M. Spitzer, Bobenstetter (87. Savarese) – Kuffel (62. Karatepe, 65. Kök), Steppan, Weichselgartner, Rabenseifner (85. Brandl) – Klimov, Akcay (62. Toma). Trainer: Djimsiti.
Tore: 0:1 Vorderwestner (6.), 0:2 Linner (70.)
Schiedsrichter: Gewalt (SC Vierkirchen)
Zuschauer: 125
Gelb-Rot: Manghofer (70.) wegen wiederholten Foulspiels; Weichselgartner (80.) wegen Foulspiels und Reklamierens. (MB)