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Transfer-Coup in der Bayernliga

Erlbach schnappt Rivale Kirchanschöring den Torwart weg – „Wechsel reizt mich sehr“

Egon Weber fängt künftig für Erlbach.
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Egon Weber fängt künftig in Erlbach.

Der SV Erlbach hat seine Torhüterfrage für die kommende Saison gelöst: Egon Weber wechselt vom Ligakonkurrenten SV Kirchanschöring ins Holzland. Der 35-jährige Torwart bringt zudem Regionalliga-Erfahrung aus Buchbach und Burghausen mit. 

Erlbach – Nach dem Abgang von Enrique Bösl, der den Verein bereits in der Winterpause in Richtung Pipinsried verlassen hatte, und dem beruflich bedingten Umzug von Lorenz Becherer nach Augsburg, bestand beim SV Erlbach Handlungsbedarf. Als einziger verbliebener Keeper stand der erst 20-jährige Jonas Eschler bereit, der in der Schlussphase der Saison gute Leistungen zeigte. In sechs Bayernliga-Einsätzen blieb der Youngster dreimal ohne Gegentor und empfahl sich damit eindrucksvoll für weitere Aufgaben. Dennoch war den Verantwortlichen klar, dass die Position breiter aufgestellt werden musste. 

Dabei fiel die Wahl auf Egon Weber, den man schon lange im Auge hat: „Es hätte ja fast schon beim ersten Bayernliga-Aufstieg vor über 10 Jahren mit einer Verpflichtung von Egon geklappt, leider wurde damals am Ende doch nichts daraus“, gibt Erlbachs sportlicher Leiter Ralf Peiß Einblick. „Wir waren über die Jahre hinweg immer wieder in Kontakt, darum freuen wir uns sehr, dass es jetzt geklappt hat. Seine sportlichen Qualitäten hat er die letzten Jahre weiterhin eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, so der umtriebige Funktionär. „Wir haben schnell gemerkt, dass wir auf einer gemeinsamen Wellenlänge liegen. Nach guten Gesprächen wurden wir uns letztendlich einig. Egon passt auch von seiner Einstellung zum Fußball und von seiner menschlichen Seite her zu 100 Prozent in unsere Mannschaft“, gibt sich Peiß sehr zufrieden.

Erlbach schnappt Bayernliga-Rivale Kirchanschöring Torwart Weber weg

Der neue Erlbacher Keeper blickt auf eine lange und erfolgreiche Laufbahn zurück. In der Jugend spielte Weber beim SV Wacker Burghausen, ehe er sich dem TSV Kastl anschloss. Dort blieb er acht Jahre und prägte den Weg von der A-Klasse bis hinauf in die Landesliga mit. Anschließend zog es ihn zum TSV Buchbach in die Regionalliga, danach folgte eine Saison beim SV Wacker Burghausen. 2021 wechselte Weber schließlich zum SV Kirchanschöring, wo er sich in den vergangenen fünf Jahren als Stammtorhüter und absoluter Leistungsträger etablierte. Der letzte große Schritt wurde vor wenigen Tagen knapp verpasst:

In der Aufstiegsrelegation zur Regionalliga Bayern scheiterte er mit dem SVK an Schwaben Augsburg (beinschuss.de berichtete). Der Wechsel nach Erlbach hat dabei nicht nur sportliche Gründe. Weber baut aktuell ein Haus in Kastl und wird in wenigen Wochen heiraten. Dadurch habe ein Umdenken stattgefunden, wie er selbst sagt. Der zeitliche Aufwand für die Fahrten nach Kirchanschöring sei zuletzt enorm gewesen, der Weg nach Erlbach kürzer. Auch einige bekannte Gesichter erleichtern ihm den Schritt, wie etwa Neuzugang Sebastian Spinner, mit dem ihn eine gemeinsame Kastler Vergangenheit verbindet.

Der Wechsel reizt mich sehr“, erklärt Weber. Gleichzeitig betont er ausdrücklich seine große Dankbarkeit gegenüber seinem bisherigen Verein: „Ich habe mich in Kirchanschöring unglaublich wohlgefühlt und mir dort über die Jahre viel Respekt erarbeitet. Das war eine unglaublich schöne Zeit. Kirchanschöring ist ein Top-Verein.“ Zwischen beiden Vereinen sieht Weber viele Parallelen. „Erlbach und Kirchanschöring nehmen sich da nicht viel. Beide bieten ein tolles Umfeld für erfolgreichen Fußball, die Dörfer leben den Fußball. Mit so etwas kann ich mich voll identifizieren.“ Gerade dieses familiäre Umfeld sei ihm besonders wichtig.

Erlbach-Torwart Weber bringt Regionalliga-Erfahrung aus Burghausen und Buchbach mit

Sportlich möchte der erfahrene Keeper seinen Teil dazu beitragen, dass der SV Erlbach erneut vorne mitspielt. „Wir haben eine schlagkräftige Truppe. Ich möchte meine Qualitäten bestmöglich einbringen und meine Stärken auf den Platz bringen“, so Weber. Gleichzeitig findet er lobende Worte für Jonas Eschler: „Er hat sehr gut gehalten. Aber zwei gute Torhüter sind wichtig – sie pushen sich gegenseitig.“ Mit inzwischen 35 Jahren weiß Weber natürlich auch, dass Regeneration immer wichtiger wird. „Nach so einer langen Karriere zwickt natürlich immer wieder etwas“, sagt er mit einem Schmunzeln.

Umso mehr achte er inzwischen auf seinen Körper, Ernährung und Belastungssteuerung. Verletzungsfrei bleiben, das sei eines seiner großen Ziele, zudem freue er sich sehr auf die neuen Mitspieler: „Wir erfahrenen Keeper müssen unsere Erfahrungen weitergeben“, betont er. Passend dazu ist der Neuzugang nebenbei auch als Torwarttrainer beim TSV Kastl in der Landesliga tätig. Gleichzeitig wolle er aber auch selbst offenbleiben: „Man kann von jungen Spielern genauso noch etwas lernen.“ Seine Erfahrungen wird Weber nun künftig in Erlbach einbringen, für den SVE ist der Transfer ein wichtiges Puzzlestück für die neue Saison. (Thorsten Eisenacker/PM SV Erlbach)

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