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Betrüger am Werk

Sparkasse, Volksbank, ING und weitere Banken betroffen - Verbraucherzentrale warnt vor Betrugswelle

Zurzeit sind wieder viele Betrugsmails von Banken im Umlauf. Wir erklären Ihnen, wie sich ausreichend schützen, um solchen Maschen nicht zum Opfer zu fallen.

Kassel — Zur Weihnachtszeit meldet die Verbraucherzentrale wieder vermehrt täuschend echte Betrugsmails. Betroffen sind vor allem Kunden der Deutschen Bank, der Volksbank Raiffeisenbank (VR), der Sparkasse, der Comdirect, der Commerzbank und ING. Durch solche Mails versuchen Betrüger an die Daten von Kunden zu gelangen, um diese dann weiterzuverkaufen. Der Missbrauch von Bankverbindungen oder Kreditkartennummern führt häufig zu hohen finanziellen Schäden. Erst vor Kurzem verlor ein Mann durch eine Betrugsmasche tausend Euro.

Kriminelle nutzen Betrugsmails, um an Kundendaten zu gelangen. (Symbolbild)

Sparkasse, Commerzbank, Volksbank: Betrugsmails bei sechs deutschen Banken

Der Diebstahl persönlicher Daten mithilfe gefälschter E-Mails oder Kurznachrichten wird auch als Phishing bezeichnet. Der Begriff ist eine Zusammensetzung des englischen „fishing“ (angeln) und „password harvesting“ (Passwörter ernten). Es gibt einige Merkmale, an denen Sie Betrugsmails erkennen und sich vor Betrugsmaschen schützen können. In den meisten Fällen gibt bereits der E-Mail-Absender Hinweise auf einen möglichen Betrug, beispielsweise wenn es sich um eine private E-Mail-Adresse, handelt.

Sollten Sie sich unsicher sein, lohnt es sich, zusätzlich bei ihrer Bank nachzufragen. Weitere Erkennungsmerkmale sind beispielsweise Rechtschreib- und Grammatikfehler, eine fehlende Anrede, die Aufforderung zur Dateneingabe und beigefügte Links. Darüber informiert unter anderem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

Verbraucherzentrale warnt: Kunden von Sparkasse, Volksbank, Commerzbank und Co. betroffen

In ihrem sogenannten „phishing radar“ informiert die Verbraucherzentrale aktuell über Betrugsversuche bei folgenden Banken:

  • Volksbank Raiffeisenbank: Kunden der VR-Bank erreichen derzeit E-Mails mit der Betreffzeile „Letzte Erinnerung - Rückruf fehlgeschlagen“. Darin werden sie darüber informiert, dass ihr persönlicher Berater am 20.12.2023 um 10:30 Uhr vergeblich versucht habe, sie zu erreichen. In der E-Mail werden sie daraufhin zu einer gesetzlich notwendigen Aktualisierung der Sicherheitsapp „VR SecureGo 2.0“ aufgefordert. Zudem wird darauf hingewiesen, dass der Link zur Durchführung des Vorgangs nach 12 Stunden ablaufe.
  • Commerzbank: Auch Kunden der Commerzbank sind betroffen: Sie erhalten derzeit Mails mit dem Betreff „Dein Konto wurde vorübergehend gesperrt“. Darin werden sie dann über eine Kontosperrung ab dem 21.12.2023 informiert. Um diese zu verhindern, sei es lediglich notwendig, das neue „Websicherheitssystem“ zu aktivieren. Auffällig ist diese Mail besonders wegen ihrer unpersönlichen Anrede. Außerdem wird sie von einer privaten Mailadresse versendet und der angegebene Link verweist nicht auf eine offizielle Website der Bank.
  • Deutsche Bank: Kunden der Deutschen Bank wird unter dem Betreff „Notwendige Maßnahme: „Sicherheitsüberprüfung für Ihr photoTAN-Verfahren, <Vorname Nachname>“ erklärt, dass ihr Zugang zum photoTan-Verfahren vorübergehend ausgesetzt sei. Für eine Reaktivierung müsse auf den beigefügten Link geklickt werden. Dieser führt allerdings nicht auf eine richtige Website der Bank. Diese Mail ist tückisch, da die Betreffzeile und die Anrede den offiziellen Vornamen und Nachnamen der Kunden enthalten. Dies erweckt zunächst Vertrauen. Allerdings ist neben der falschen Verlinkung besonders am Absender zu erkennen, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt. 
  • Sparkasse und Comdirect: Kunden der Sparkasse und der Comdirect werden unter dem Betreff „Kundenservice“ über eine angeblich ausstehende Bestätigung der Kontodaten informiert. Die Nutzung des Kontos sei nicht möglich, solange diese ausstehe. Der E-Mail enthält ein Link zur Freischaltung. Mehrere Merkmale deuten auf einen Betrugsversuch hin: die unpersönliche Anrede, die fehlerhafte Absenderadresse sowie die Drohung der Deaktivierung des Kontos.
  • ING: Auch Kunden der ING erreicht derzeit E-Mails, in denen von notwendigen vertraglichen Anpassungen die Rede ist. Darin wird gebeten, Zustimmung über einen hinterlegten Link zu erteilen. Sollte dies nicht geschehen, wird mit anfallenden Kosten gedroht.

Bankkunden von Sparkasse, Comdirekt und ING sollten wachsam sein: So handeln Sie richtig bei Betrugsmails

Lassen Sie sich durch Betrugsmails nicht unter Druck setzen. Häufig geben Betrüger ihren Opfern zeitliche Ultimaten, um diese zu schnellem und unüberlegten Handeln zu bewegen. Klicken Sie zudem nie auf Links, wenn Sie sich unsicher sind, ob es sich um eine offizielle Mail handelt. Außerdem sollten sie persönliche Daten, wie etwa ihr Geburtsdatum oder Bankverbindungen, nie leichtfertig herausgeben. Vorsicht ist nicht nur bei Betrugsmails an Kunden der Sparkasse, Volksbank Raiffeisenbank, Commerzbank, Deutscher Bank, Comdirekt und ING, sondern auch Betrugs-SMS beispielsweise auf WhatsApp.

Wenn Sie eine Betrugsmail als solche erkennen, sollten Sie diese ignorieren und im besten Fall der Verbraucherzentrale melden. Sobald Sie bemerken, dass Sie Opfer von Betrug geworden sind, sollten sie schnellstmöglich ihre Bank sowie ihr Konto, ihre Kredit- und EC-Karten sperren lassen. (jus)

Rubriklistenbild: © Kirchner-Media/Wedel/Imago

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