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Unter Umständen auf Verzehr verzichten

Keimgefahr! Sind abgepackte Salatmischungen ungesund? - Was zu tun ist

Salat in der Plastiktüte
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Tütensalate zählen zu den besonders leicht verderblichen Lebensmitteln. In ihnen können sich Krankheitserreger wie Salmonellen und Noro-Viren leicht vermehren.

Auch wenn bei geschnittenem und verpacktem Salat „gewaschen“ und „verzehrfertig” auf der Packung steht, solltet Ihr ihn vor dem Verzehren unbedingt abspülen. Warum das so wichtig ist und warum vorgeschnittene Salate auch immer gekühlt sein sollten, erfahrt Ihr hier.

Fertig verpackte Salatmischungen sind beliebt. Kein Wunder, sind sie doch sehr praktisch: Da alles bereits vorgeschnitten und portioniert ist, spart man sich zum einen die Zeit fürs selber Putzen und Schneiden, zum anderen bleiben nicht reichlich Zutaten übrig. 

Vorsicht Keimgefahr!

Allerdings zählen Tütensalate auch zu den besonders leicht verderblichen Lebensmitteln. Wer Salatblätter, Weißkohl oder Karotten schneidet, zerstört die Zellstruktur an den Schnittkanten und Zellsaft tritt aus. „In Verbindung mit der hohen Luftfeuchtigkeit in der Verpackung können sich so Krankheitserreger wie Salmonellen und Noro-Viren leicht vermehren“, sagt Andrea Danitschek von der Verbraucherzentrale Bayern. 

Es besteht also die Gefahr, dass sie mit krankmachenden Keimen oder Viren verunreinigt sind. Mischungen aus Blattsalaten und Rohkost wie Weiß- oder Rotkohl und Möhren können damit zu einer Infektionsgefahr für den Menschen werden. Daher sollten sie vor dem Verzehr unbedingt gut gewaschen werden.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit empfiehlt sogar empfindlichen Verbrauchergruppen, auf den Verzehr komplett zu verzichten. „Anders als viele Verbraucher denken, ist abgepackter Salat nicht uneingeschränkt gesund. Er kann mikrobielle Risiken beherbergen“, sagt Prof. Dr. Michael Kühne für die Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz (LAV). „Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sollten vorsichtshalber keinen Salat aus Fertigpackungen essen.“ Stattdessen empfiehlt es sich, Salate aus frischen und gründlich gewaschenen Zutaten kurz vor dem Verzehr selbst zuzubereiten.

Das ist beim Kauf zu beachten

Schnittsalate transportiert man am besten in einer Kühltasche nach Hause und bewahrt sie im Kühlschrank auf. 

Sie müssen ein Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum tragen, das für besonders schnell verderbliche und empfindliche Lebensmittel vorgeschrieben ist. Nach Ablauf sollten die Salate auf keinen Fall mehr verzehrt werden. 

Braune Stellen und Flüssigkeit in der Verpackung ebenso wie ein geblähter Beutel weisen darauf hin, dass der Salat bereits verdorben oder zumindest nicht mehr frisch ist.

Nicht geschnittene und unbearbeitete abgepackte Salate wie beispielsweise Feldsalat oder Römersalat müssen hingegen keine Datumsangabe tragen.

Ist vorgeschnittenes Obst auch betroffen?

Auch in Obstsalaten „to go“ können sich krankmachende Keime schnell vermehren, wenn bei Herstellung, Lagerung und Abgabe nicht die notwendigen Hygienemaßnahmen eingehalten werden. In einer Untersuchung des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) wurden in jeder vierten Produktüberprüfung Abweichungen von den gesetzlich festgelegten hygienischen Anforderungen nachgewiesen.

Tipps der Verbraucherzentrale

  • Farbverlust, braune Stellen oder viel Flüssigkeit in der Packung weisen auf mangelnde Frische hin.
  • Gewölbte Verpackungen gehören in den Müll: Die gebildeten Gase sind Zeichen der einsetzenden Gärung.
  • Achtet beim Kauf darauf, dass vorgeschnittene Salate im Kühlregal liegen und haltet das Verbrauchs- und Mindesthaltbarkeitsdatum ein.
  • Bewahrt den bereits zerkleinerten Salat auch Zuhause im Kühlschrank auf und verzehrt ihn rasch.
  • Entsorgt Fertigsalate, die längere Zeit einer hohen Temperatur ausgesetzt waren, also beispielsweise ungekühlt gelagert oder gar direkter Sonne ausgesetzt wurden.
  • Besonders Mischungen aus Blattsalaten und Rohkost wie Weiß- oder Rotkohl und Karotten sollten vor dem Verzehr gründlich gewaschen werden, um die Keimbelastung zu verringern.

Das interaktive Lebensmittel-Forum der Verbraucherzentrale beantwortet kostenfrei Fragen zu Lebensmitteln, Ernährung, Verpackung und Kochutensilien. (as/PM Verbraucherzentrale)

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