Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Zu viel des Guten

Weil Urlauber unbekleidet auf Vulkan tanzten: Bali denkt jetzt über Besuchsverbot nach

Bali-Touristen sind anscheinend erneut übers Ziel hinausgeschossen. Der Gouverneur will nun die Reißleine ziehen und das Besteigen der heiligen Berge verbieten.

Schon seit einiger Zeit möchte sich die Regierung von Bali das respektlose Verhalten vieler Touristen nicht mehr länger mit ansehen. Erst kürzlich hat sie daher einen Reiseführer für gutes Benehmen herausgegeben, der Urlaubern zusammen mit dem Visum in den Reisepass geheftet werden soll, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Darin geht es unter anderem über die Etikette in Tempel sowie Benimmregeln rund um heilige Wahrzeichen. „Nicht alle Ausländer wissen, was auf Bali erlaubt ist und was nicht“, hieß es dazu im Vorfeld von einem Sprecher des örtlichen Justizministeriums. Sogar eine Touristensteuer steht mittlerweile zur Diskussion, um zu verhindern, dass Bali zum billigen Reiseziel verkommt.

Gouverneur von Bali will jetzt auch Besuchsverbot für heilige Vulkane

Bisher scheinen die Maßnahmen aber noch nicht gefruchtet zu haben. Der Gouverneur I Wayan Koster berichtet laut dpa von erneuten Ausschweifungen, bei denen Touristen entblößt auf dem Mount Batur getanzt haben sollen. Auch auf dem Mount Agung wurden Reisende offenbar beim Posieren in spärlicher Bekleidung gesichtet. Das könnte nun Konsequenzen haben. Denn beide Berge, bei denen es sich um Vulkane handelt, werden in der Kultur der Balinesen als heilig verehrt.

Der Mount Agung auf Bali gilt als heilig.

„Das sind keine gewöhnlichen Orte“, sagte Koster. „Es sind Orte, die im Hinblick auf ihre Heiligkeit erhalten und geschützt werden müssen.“ Daher wolle er nun eine Verordnung für alle Berge auf der Insel auf den Weg bringen. Diese soll es sowohl Touristen als auch Einheimischen verbieten, die Vulkane zu besteigen. Noch ist aber nicht bekannt, wann das Verbot in Kraft treten soll.

Sie möchten keine News und Tipps rund um Urlaub & Reisen mehr verpassen?

Dann melden Sie sich für den regelmäßigen Reise-Newsletter unseres Partners Merkur.de an.

Der Vorstoß des Gouverneurs stößt unter Lokalpolitikern, Bergführern und Mitarbeitern aus der Tourismusbranche auf wenig Gegenliebe. Beide Berge zählen zu beliebten Ausflugszielen bei Touristen. Wenn diese gesperrt würden, könnten viele Balinesen ihrer Lebensgrundlage beraubt werden, so die Kritik. Auch der stellvertretende Sprecher der Provinzregierung, Tjok Gde Asmara Putra Sukawati, soll Koster laut dpa aufgefordert haben, das Verbot noch einmal zu überdenken. Stattdessen schlug er vor, dass Touristen verpflichtet werden sollten, einen lokalen Bergführer zu engagieren, der sie über die Heiligkeit der Berge und die Verhaltensregeln aufklärt.

Atemberaubend und exotisch: Die zehn schönsten Fernreiseziele der Welt

Pura Ulun Danu Tempel am Bratansee in Bali
Bali ist seit einigen Jahren ein Traumziel vieler Fernreisender: Es warten nicht nur traumhafte Sandstrände, sondern auch eine prachtvolle Natur und majestätische Tempel auf Weltenbummler – darunter der Wassertempel Pura Ulun Danu Bratan. Ein Highlight sind außerdem die Reisterrassen von Tegalalang bei Ubud.  © agefotostock/Imago
Anse Lazio, Seychellen
Die Seychellen sind ein klassisches Fernreiseziel für all diejenigen, die gerne bei Sonnenschein die Seele baumeln lassen wollen – und das inmitten von atemberaubender Natur. Zu den schönsten Stränden gehören Anse Source d’Argent oder Anse Lazio (s. Foto). Die Unterwasserwelt der Seychellen bietet sich wunderbar zum Schnorcheln oder Tauchen an.  © Jürgen Feuerer/Imago
Monument Valley an der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten Arizona und Utah.
Die USA sind fast zu groß, um sie nur einmal als Fernreiseziel zu erwähnen: zwischen der Skyline in New York bis hin zum Walk of Fame in Los Angeles liegen fast 4.500 Kilometer voller Nationalparks, die Sie entdecken können. Außerdem erwarten Sie zahlreiche Metropolen wie San Francisco, Las Vegas oder Miami.  © Panthermedia/Imago
Tempel Wat Benachamabophit in Bangkok in Thailand
Thailand ist ein Top-Urlaubsziel für Reisende, die dem kalten Winterwetter in Europa entfliehen wollen. In den Urlaubsregionen Phuket, Koh Samui oder Krabi tummeln sich zahlreiche Sonnenhungrige, doch auch kulturell ist einiges geboten: Zum Beispiel die Tempel Wat Benachamabophit in Bangkok (s. Foto) oder Wat Rong Khun ganz im Norden des Landes.  © Cavan Images/Imago
Peyto Lake im Banff Nationalpark in Kanada
Natur pur winkt Urlaubern in der Wildnis von Kanada: Zwischen Bergen und Meer kommen Outdoorfans voll auf ihre Kosten – von Fahrradfahren über Wandern bis hin zu Kajakfahren. Besonders in der westlichen Provinz British Columbia befinden sich atemberaubende Nationalparks mit Fjorden, unberührten Gewässern und riesigen Wäldern.  © Galyna Andrushko/Imago
Vertrocknete Akazienbäume in der Sossusvlei in Namibia.
Eindrucksvolle Wüstenlandschaften und eine unglaubliche Artenvielfalt erwarten Sie auf einer Reise nach Namibia. Im Etosha Nationalpark treffen Sie hautnah auf die Wildtiere Afrikas, darunter Elefanten, Löwen, Geparden und Nashörner. Im Nordwesten des Landes ist der „Versteinerte Wald“ ein absolutes Muss: Hier befinden sich fossile Bäume, die zwischen 240 und 300 Millionen Jahre alt sind.  © Panthermedia/Imago
Blauer Oldtimer am El Parque Jose Marti in der Stadt Cienfuegos auf Kuba
Schicke Oldtimer und farbenfrohe Kolonialbauten – daran denken viele Urlauber, wenn es um Kuba geht. Die Karibikinsel hat aber viel mehr zu bieten: Neben der malerischen Altstadt von Havanna gibt es mehrere beeindruckende Nationalparks, darunter das Valle de Viñales im Westen Kubas oder die Sierra Maestra im Südosten. Wer einfach nur entspannen möchte, kann es sich aber auch an einem der zahlreichen Sandstrände bequem machen – besonders bekannt ist der Urlaubsort Varadero. © Christian Offenberg/Imago
Der Fjord Milford Sound in Neuseeland
Neuseeland hat landschaftlich eine Menge zu bieten: Üppige Regenwälder, prächtige Berglandschaften und majestätische Fjorde finden Sie hier genauso wie idyllische Strände und sanfte Hügellandschaften. Ein Must-see für viele Reisende ist das Filmset Hobbiton aus der „Herr der Ringe“-Trilogie, welches das zu Hause der Hobbits darstellt.  © agefotostock/Imago
Aussichtspunkt an der Chureito Pagoda vor dem Vulkan Fuji.
Eine spannende Mischung aus Tradition und Moderne bietet Japan: Die pulsierende Hauptstadt Tokio beeindruckt mit Wolkenkratzern und einer einzigartigen Popkultur, während in der Kaiserstadt Kyoto mit ihrer Vielzahl an Tempeln und Schreinen an die faszinierende Geschichte des Landes erinnert. Auch für Outdoor-Urlauber wird es nicht langweilig: Aufgrund der verschiedenen Klimazonen des Landes gibt es Möglichkeiten zum Wandern, Baden und Skifahren.  © Nicholas Hang/Imago
Uluru oder Ayers Rock in Australien
Abwechslung pur gibt es auch in „Down Under“: Bei einer Wanderung durch die Nationalparks erleben Sie die majestätische Flora und Fauna Australiens – doch auch Badestrände und Tauch-Spots sind geboten. Das bekannteste Beispiel hierfür ist das Great Barrier Reef. In den Metropolen Sydney und Melbourne dürfen Sie sich hingegen über architektonische Glanzstücke freuen.  © Marco Brivio/Imago

Bali: Große Probleme mit anstößigem Verhalten durch Touristen

Allein in diesem Jahr sollen laut dem Online-Portal The Sydney Morning Herald bereits mehr als 100 Touristen aus Bali abgeschoben worden sein, weil sie sich nicht angemessen verhalten haben. Zu den schlimmsten Missetätern gehören laut Koster demnach Reisende aus Russland. So habe zum Beispiel eine russische Bloggerin unbekleidet an einem heiligen Baum posiert, während ein weiterer russischer Urlauber sein bloßes Hinterteil an einem heiligen Vulkan gezeigt haben soll.

Rubriklistenbild: © McPHOTO/Imago

Kommentare