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Kampf gegen respektlose Touristen

Kommen bald 150 Dollar Touristensteuer für Urlauber in Bali?

Bali ist ein beliebtes Urlaubsziel für Sonnenhungrige und Erholungssuchende. Allerdings könnte für die Einreise bald eine Touristensteuer fällig werden.

Jedes Jahr verschlägt es Millionen von Touristen nach Bali – doch nicht alle wissen sich zu benehmen, wie diverse Berichte lokaler Medien zeigen. Immer wieder ignorieren Reisende die Sitten und Gebräuche des Landes, insbesondere an religiösen oder heiligen Stätten. Das hat sogar dazu geführt, dass Balis Regionalregierung einen Reiseführer für gutes Benehmen herausbringen will: „Nicht alle Ausländer wissen, was auf Bali erlaubt ist und was nicht“, sagte ein Sprecher des örtlichen Justizministeriums laut der Zeitung Bali Sun. Aber das ist noch nicht alles: Auch eine Touristensteuer steht zur Debatte.

Bali will mit Touristensteuer für mehr Qualitätstourismus sorgen

Nach einem Vorschlag der indonesischen Regierung könnten Reisende in Zukunft mit einer Touristensteuer von 30 bis 150 US-Dollar, also umgerechnet 28 bis 138 Euro, belegt werden. Sie soll verhindern, dass Bali nur von einkommensschwachen Touristen besucht wird, die günstig verreisen wollen und sich dann schlecht benehmen: „Die Einnahmen aus der Tourismussteuer würden dazu beitragen, eine Reihe von Maßnahmen zu finanzieren und zu verhindern, dass Bali nur als billiges Reiseziel bekannt wird“, so der Vorsitzende des Bali Tourism Board, Ida Bagus Agung Partha Adnyana. „Billige Reiseziele ziehen billige Touristen an, die dazu neigen, eine Menge Probleme zu verursachen“.

Urlauber haben sich vor religiösen Stätten zu oft ungebührlich verhalten – jetzt will die Bali-Regierung durchgreifen.

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Kommt die Touristensteuer für Bali? Reisebranche blickt kritisch auf Pläne

Es kommt aber auch etwas Gegenwind zu den Plänen: Der stellvertretende Vorsitzende der Indonesian Hotel General Manager Association, Komang Artana, spricht sich laut dem Online-Portal Australien Financial Review dafür aus, dass die Regierung statt einer Touristensteuer lieber die bestehenden Vorschriften durchsetzen sollten. Diese beinhalten, ein Verbot für internationale Touristen in Indonesien Geld zu verdienen.

Atemberaubend und exotisch: Die zehn schönsten Fernreiseziele der Welt

Pura Ulun Danu Tempel am Bratansee in Bali
Bali ist seit einigen Jahren ein Traumziel vieler Fernreisender: Es warten nicht nur traumhafte Sandstrände, sondern auch eine prachtvolle Natur und majestätische Tempel auf Weltenbummler – darunter der Wassertempel Pura Ulun Danu Bratan. Ein Highlight sind außerdem die Reisterrassen von Tegalalang bei Ubud.  © agefotostock/Imago
Anse Lazio, Seychellen
Die Seychellen sind ein klassisches Fernreiseziel für all diejenigen, die gerne bei Sonnenschein die Seele baumeln lassen wollen – und das inmitten von atemberaubender Natur. Zu den schönsten Stränden gehören Anse Source d’Argent oder Anse Lazio (s. Foto). Die Unterwasserwelt der Seychellen bietet sich wunderbar zum Schnorcheln oder Tauchen an.  © Jürgen Feuerer/Imago
Monument Valley an der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten Arizona und Utah.
Die USA sind fast zu groß, um sie nur einmal als Fernreiseziel zu erwähnen: zwischen der Skyline in New York bis hin zum Walk of Fame in Los Angeles liegen fast 4.500 Kilometer voller Nationalparks, die Sie entdecken können. Außerdem erwarten Sie zahlreiche Metropolen wie San Francisco, Las Vegas oder Miami.  © Panthermedia/Imago
Tempel Wat Benachamabophit in Bangkok in Thailand
Thailand ist ein Top-Urlaubsziel für Reisende, die dem kalten Winterwetter in Europa entfliehen wollen. In den Urlaubsregionen Phuket, Koh Samui oder Krabi tummeln sich zahlreiche Sonnenhungrige, doch auch kulturell ist einiges geboten: Zum Beispiel die Tempel Wat Benachamabophit in Bangkok (s. Foto) oder Wat Rong Khun ganz im Norden des Landes.  © Cavan Images/Imago
Peyto Lake im Banff Nationalpark in Kanada
Natur pur winkt Urlaubern in der Wildnis von Kanada: Zwischen Bergen und Meer kommen Outdoorfans voll auf ihre Kosten – von Fahrradfahren über Wandern bis hin zu Kajakfahren. Besonders in der westlichen Provinz British Columbia befinden sich atemberaubende Nationalparks mit Fjorden, unberührten Gewässern und riesigen Wäldern.  © Galyna Andrushko/Imago
Vertrocknete Akazienbäume in der Sossusvlei in Namibia.
Eindrucksvolle Wüstenlandschaften und eine unglaubliche Artenvielfalt erwarten Sie auf einer Reise nach Namibia. Im Etosha Nationalpark treffen Sie hautnah auf die Wildtiere Afrikas, darunter Elefanten, Löwen, Geparden und Nashörner. Im Nordwesten des Landes ist der „Versteinerte Wald“ ein absolutes Muss: Hier befinden sich fossile Bäume, die zwischen 240 und 300 Millionen Jahre alt sind.  © Panthermedia/Imago
Blauer Oldtimer am El Parque Jose Marti in der Stadt Cienfuegos auf Kuba
Schicke Oldtimer und farbenfrohe Kolonialbauten – daran denken viele Urlauber, wenn es um Kuba geht. Die Karibikinsel hat aber viel mehr zu bieten: Neben der malerischen Altstadt von Havanna gibt es mehrere beeindruckende Nationalparks, darunter das Valle de Viñales im Westen Kubas oder die Sierra Maestra im Südosten. Wer einfach nur entspannen möchte, kann es sich aber auch an einem der zahlreichen Sandstrände bequem machen – besonders bekannt ist der Urlaubsort Varadero. © Christian Offenberg/Imago
Der Fjord Milford Sound in Neuseeland
Neuseeland hat landschaftlich eine Menge zu bieten: Üppige Regenwälder, prächtige Berglandschaften und majestätische Fjorde finden Sie hier genauso wie idyllische Strände und sanfte Hügellandschaften. Ein Must-see für viele Reisende ist das Filmset Hobbiton aus der „Herr der Ringe“-Trilogie, welches das zu Hause der Hobbits darstellt.  © agefotostock/Imago
Aussichtspunkt an der Chureito Pagoda vor dem Vulkan Fuji.
Eine spannende Mischung aus Tradition und Moderne bietet Japan: Die pulsierende Hauptstadt Tokio beeindruckt mit Wolkenkratzern und einer einzigartigen Popkultur, während in der Kaiserstadt Kyoto mit ihrer Vielzahl an Tempeln und Schreinen an die faszinierende Geschichte des Landes erinnert. Auch für Outdoor-Urlauber wird es nicht langweilig: Aufgrund der verschiedenen Klimazonen des Landes gibt es Möglichkeiten zum Wandern, Baden und Skifahren.  © Nicholas Hang/Imago
Uluru oder Ayers Rock in Australien
Abwechslung pur gibt es auch in „Down Under“: Bei einer Wanderung durch die Nationalparks erleben Sie die majestätische Flora und Fauna Australiens – doch auch Badestrände und Tauch-Spots sind geboten. Das bekannteste Beispiel hierfür ist das Great Barrier Reef. In den Metropolen Sydney und Melbourne dürfen Sie sich hingegen über architektonische Glanzstücke freuen.  © Marco Brivio/Imago

In der Vergangenheit sei es wiederholt dazu gekommen, dass russische Urlauber mit einem Touristenvisum als Reiseleiter fungierten, Motorräder vermieteten oder anderen das Motorradfahren beibrachten – und dafür eine Gebühr verlangten. „Wir freuen uns, wenn Touristen aus allen Ländern nach Bali kommen, aber wir müssen diejenigen stoppen, die entweder ihre Aufenthalts- oder Touristenvisa missbrauchen“, so Artana. Seiner Meinung nach spiele das Budget der Reisenden keine Rolle, solange diese die Gebote und Verbote vor Ort kennen und berücksichtigen würden.

Ob die Tourismussteuer tatsächlich kommt, bleibt noch abzuwarten: Der indonesische Tourismusminister Sandiaga Uno bestätigte, dass die Einführung aktuell geprüft wird. Falls diese tatsächlich kommt, soll sie für alle ausländischen Reisenden gelten.

Rubriklistenbild: © Ingimage/Imago

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