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„Sie werden derzeit sehr hart getroffen“
Trump kassiert Waffenstopp im Ukraine-Krieg – Kreml erhebt schwere Vorwürfe
Donald Trump schwenkt nach dem US-Waffenstopp für die Ukraine um. Der Kreml spricht von einem Rückschritt mit Blick auf ein Ende des Ukraine-Kriegs.
Update, 9. Juli, 6.20 Uhr: US-Präsident Donald Trump erwägt einem Medienbericht zufolge, der Ukraine angesichts der massiven russischen Angriffe ein zusätzliches Flugabwehrsystem vom Typ Patriot zu schicken. Das berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf zwei Beamte. Demnach bat das Weiße Haus das Pentagon um Optionen für die Lieferung zusätzlicher Waffen, darunter auch ein Patriot-System. Es wäre das erste Mal, dass Trump die Lieferung eines größeren Waffensystems an Kiew genehmigt, das über die von der Regierung seines Vorgängers Joe Biden genehmigte Anzahl hinausgeht.
Trump kassiert Waffenstopp im Ukraine-Krieg – Kreml erhebt schwere Vorwürfe
Erstmeldung: Washington. D.C. – Die US-Militärhilfe für Kiew soll doch weitergehen: Der US-Sondergesandte Keith Kellogg und der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umerow wollen sich Ende dieser Woche auf der Ukraine Recovery Conference in Rom treffen, um die Angelegenheit zu besprechen. Das berichtet Politico.
Ukraine-News: US-Präsident Trump „nicht zufrieden“ mit Kremlchef Putin
Die teilweise ausgesetzten Waffenlieferungen könnten nach der Konferenz wieder aufgenommen werden, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen zu Politico. „Wir werden ihnen noch mehr Waffen schicken, die wir haben. Sie müssen in der Lage sein, sich zu verteidigen. Sie werden derzeit sehr hart getroffen“, zitierte das Portal US-Präsident Donald Trump mit Blick auf die Gefechte in der Ukraine.
Kreml kritisiert Trump-Wende zu Waffenlieferungen: USA würden Ukraine-Krieg verlängern
Aus Moskau folgte noch am Dienstag scharfe Kritik an dem erneuten Kurswechsel der Trump-Administration. Der Kreml erklärte, dass dadurch der Ukraine-Konflikt nur verlängert würde. Es sei „natürlich offensichtlich“, dass dieses Vorgehen nicht im Einklang mit den Versuchen stehe, „eine friedliche Lösung voranzubringen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti am Dienstag (8 Juli).
Jede Lieferung an Kriegsgerät durch die USA „zielt eindeutig darauf ab, mit allen Mitteln die Fortsetzung der Kampfhandlungen zu fördern“, fügte der Sprecher von Wladimir Putin hinzu.
Waffen-Stopp für Ukraine: Trump-Regierung sorgt sich um Bestände an Munition für die USA
Vergangene Woche hatte das Weiße Haus überraschend verkündet, wichtige Waffenlieferungen an die Ukraine einzustellen, welche dem von Russland angegriffenen Land unter der Regierung von Ex-Präsident Joe Biden zugesagt worden waren. Zuvor hatten US-Medien berichtet, dass Washington angesichts eines Rückgangs seiner eigenen Munitionsbestände besorgt sei.
Die Ankündigung aus Washington löste in Kiew große Besorgnis aus, in Moskau wurde mit Genugtuung reagiert. Das Außen- und das Verteidigungsministerium der USA relativierten wenige Tage später die Ankündigung und versicherten, dass es sich nicht um ein Ende der Waffenlieferungen an die Ukraine handele.
US-Waffenlieferungen im Ukraine-Krieg: Kellogg trifft Umerow in Rom
Die Ukraine möchte die Lieferungen von Luftabwehr- und Präzisionsmunition rasch wieder aufnehmen, während die USA signalisiert haben, dass die Lieferung von Panzerfahrzeugen und Pionierausrüstung bald wieder aufgenommen werden könnte, berichtete Politico unter Berufung auf seine Quellen weiter.
Die Ukraine Recovery Conference soll laut dem Bericht am 10. und 11. Juli stattfinden und wird voraussichtlich von führenden Politikern, unter ihnen auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, besucht. (frs)