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Beratung im Weißen Haus
Treffen mit Netanjahu: Trump schlägt Gaza-„Friedensrat“ vor – und verspricht „moderne Wunderstädte“
Diplomatie im Gaza-Krieg: Netanjahu entschuldigt sich für Angriff auf Katar. Trump will einen „Friedensrat“ ins Leben rufen und leiten.
Dieser News-Ticker zum Treffen zwischen Donald Trump und Benjamin Netanjahu ist beendet. Lesen Sie hier weitere Details zu Trumps 20-Punkte-Friedensplan für eine Beendigung des Gaza-Kriegs.
Update, 21:49 Uhr: Trump und Netanjahu haben bei ihrer gemeinsamen Pressekonferenz in Washington keine Fragen von Journalisten zugelassen. Der US-Präsident erklärte, solange dahingehend noch Gespräche und Abstimmungen mit verschiedenen Ländern liefen, solle man besser keine Fragen beantworten. „Oder möchten Sie ein oder zwei Fragen – vielleicht von einem freundlichen israelischen Reporter – zulassen?“, wandte er sich an Netanjahu. Dieser lehnte ab und sagte, er vertraue auf das „Gespür“ von Trump. „Wir werden noch genug Zeit für Fragen haben. Lassen Sie uns zuerst die Sache klären“, so Israels Ministerpräsident.
Trump erklärte zuvor, er wolle im zerstörten Gazastreifen „moderne Wunderstädte“ aufbauen und damit die Küstenregion stärken. Es solle ein Plan zur wirtschaftlichen Entwicklung und zum Wiederaufbau ausgearbeitet werden, hieß es in dem von den USA vorgelegten Plan zur Beendigung des Gaza-Krieges.
UN reagiert auf Trumps Gaza-Friedensvorschlag
Update, 21:13 Uhr: In dem Friedensvorschlag von US-Präsident Trump, der vom Weißen Haus veröffentlicht wurde, steht unter anderem: Wenn beide Seiten diesem Vorschlag zustimmen würden, werde der Krieg sofort beendet sein. Wie weit die konkreten Verhandlungen sind, blieb zunächst unklar.
Die UN teilte derweil mit, dass man einen Friedensplan unterstützen wolle: „Wir begrüßen alle Vermittlungsbemühungen und die Vereinten Nationen stehen zur Unterstützung bereit, inklusive der Bereitstellung von humanitärer Hilfe“, so ein UN-Sprecher vor Journalisten und Journalistinnen in New York. Man sei mit „unterschiedlichen Beteiligten zu verschiedenen Friedensbemühungen in Kontakt“.
Vor dem Gaza-Krieg: Die Geschichte des Israel-Palästina-Konflikts in Bildern
Trumps Friedensplan für Gaza: Netanjahu droht den „Job zu beenden“
Update, 21:08 Uhr: Israel akzeptiert den Plan von US-Präsident Donald Trump zur Beendigung des Gaza-Kriegs mit der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas. „Ich unterstütze Ihren Plan zur Beendigung des Krieges im Gazastreifen“, sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei einem Treffen mit Trump in Washington. Sollte sich die radikalislamische Hamas allerdings dem Plan verweigern, werde Israel den „Job beenden“, fügte der Regierungschef mit Blick auf den israelischen Militäreinsatz in dem Küstenstreifen hinzu.
Trump will „Friedensrat“ für Beendigung des Gaza-Kriegs – unter seiner Leitung
Update, 20:40 Uhr: Donald Trump hat bei dem Amtsbesuch von Benjamin Netanjahu im Weißen Haus einen „Friedensrat“ für Gaza unter seiner Führung vorgeschlagen. Der Vorschlag ist Teil eines 20-Punkte-Plans für eine Nahost-Friedenslösung, den das Weiße Haus am Montag in Washington veröffentlichte. Der Plan sieht unter anderem vor, dass die palästinensische Zivilbevölkerung nicht zur Ausreise aus Gaza gedrängt wird. „Niemand wird gezwungen, Gaza zu verlassen“, heißt es in dem Dokument.
Eine Einigung sei „mehr als sehr nahe“, sagte Trump am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu im Weißen Haus. Trump sagte weiter, Netanjahu habe seinen Friedensplan akzeptiert – eine Zustimmung der radikalislamischen Hamas stehe allerdings noch aus.
Telefonat aus dem Weißen Haus: Netanjahu entschuldigt sich bei Katar für Angriff
Update, 19:30 Uhr: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich offenbar telefonisch bei Katar für den Angriff auf Hamas-Vertreter in Doha Anfang September entschuldigt. Der Schritt erfolgte während seines aktuellen Besuchs bei US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus, wie Reuters unter Berufung auf hochrangige Quellen berichtet.
Netanjahu rief nach Angaben des israelischen Journalisten Barak Ravid den katarischen Emir Tamim bin Hamad Al Thani an und brachte sein Bedauern über die Verletzung der katarischen Souveränität sowie die Tötung eines einheimischen Sicherheitsmannes zum Ausdruck. Der gezielte Angriff auf hochrangige Hamas-Vertreter hatte in der gesamten Region für Entsetzen gesorgt und die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Gaza-Krieges untergraben.
Vorfall vor Treffen von Netanjahu und Trump – Secret-Service-Fahrzeug in Brand geraten
Update vom 29. September, 18:08 Uhr: Vor dem Netanjahu-Besuch im Weißen Haus ist offenbar ein Fahrzeug des Secret Service in Brand geraten. Dies berichtet das US-Portal Newsweek. Der Rücksitz eines SUVs habe aus noch unbekannten Gründen Feuer gefangen; laut US-Medienberichten wurden zunächst keine Verletzten gemeldet.
Netanjahu-Besuch: Trump legt Netanjahu 21-Punkte-Plan für Frieden vor
Erstmeldung vom 29. September: Washington – Donald Trump startet höchst optimistisch in die neue Woche, die die entscheidende im Gaza-Krieg sein kann. Am Sonntag ließ der US-Präsident alle Welt auf seinem Netzwerk Truth Social wissen: „Wir haben eine echte Chance auf Größe im Nahen Osten. Alle sind an Bord für etwas Besonderes, zum ersten Mal überhaupt. Wir werden es schaffen!!!“ Der Großteil der Nachricht ist in Versalien verfasst, sodass er auch in der Vielzahl an Trump-Posts hervorsticht.
An diesem Montag empfängt der Republikaner im Weißen Haus einmal mehr Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Und tatsächlich ist die Hoffnung auf ein Ende der Kämpfe groß wie nie. Dem Nachrichten-Portal Axios zufolge sagte Trump, die Verhandlungen über seinen Plan würden sich „in der Endphase“ befinden.
Frieden in Gaza? Trump lobt arabische Länder für ihren Einsatz
In einem Interview mit dem US-Sender Fox erklärte Netanjahu: „Noch ist es nicht finalisiert, aber wir arbeiten mit dem Team von Präsident Trump daran. (…) Ich hoffe, wir kommen zusammen, denn wir wollen unsere Geiseln freibekommen und die Hamas loswerden, sie entwaffnen und Gaza entmilitarisieren und den Menschen in Gaza, den Israelis und der gesamten Region eine neue Zukunft bringen.“
Derweil lobte Trump auch die Rolle anderer Staaten im Nahen Osten: „Die arabischen Länder haben fantastische Arbeit geleistet. Hamas wird sich dem anschließen. Sie haben großen Respekt vor der arabischen Welt.“ Weiter versicherte er: „Die arabische Welt will Frieden, Israel will Frieden und Bibi (Netanjahu) will Frieden.“
21-Punkte-Plan für Frieden in Gaza: Geiseln sollen freikommen und Hamas-Mitgliedern winkt Amnestie
21 Punkte soll der Plan umfassen, über dessen Einzelheiten mehrere Medien berichten. Demnach sieht er unter anderem vor, dass binnen 48 Stunden nach Abschluss alle noch verschleppten Geiseln an Israel übergeben werden und im Gegenzug Hunderte gefangene Palästinenser sowie eine vierstellige Zahl von im Kriegsverlauf festgenommenen Bürgern aus Gaza freikommen.
Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas, mit deren Massaker in Israel die Eskalation vor knapp zwei Jahren begann, wird entwaffnet, auch ihre berühmten Tunnelanlagen werden zerstört. Amnestie soll jenen Mitgliedern gewährt werden, die Gewalt ablehnen, die übrigen erhalten freies Geleit, um das Gebiet zu verlassen.
An einer künftigen Regierung im Gazastreifen darf die Hamas nicht beteiligt werden. Vorgesehen ist ein internationaler und arabischer Vorstand mit einem Vertreter der palästinensischen Autonomiebehörde und eine technokratische Regierung unabhängiger Palästinenser. Israel muss zudem zusagen, weder den Gazastreifen noch das Westjordanland zu annektieren. Das zerstörte Kriegsgebiet soll wieder aufgebaut werden.
Friedensplan für Gaza: Netanjahu sieht einen Punkt besonders kritisch
Netanjahu betonte auf Nachfrage jedoch noch einmal, dass er eine künftige Rolle der Palästinensischen Autonomiebehörde weiterhin kritisch sieht. „Ich habe meine Position nicht geändert“, sagte er und ergänzte, die Chancen seien gering, dass sich die derzeit von Fatah-Chef Mahmud Abbas angeführte Behörde reformiere, „ihren Kurs komplett ändert, den jüdischen Staat akzeptiert und ihren Kindern das Zusammenleben nahebringt“.
Nicht nur Israels Regierungschef soll sich gegen einige der Punkte auflehnen. So berichtet die israelische Internetzeitung The Times of Israel unter Berufung auf Channel 12, der rechte Finanzminister Bezalel Smotrich habe gefordert, dass die Palästinensische Autonomiebehörde keine Rolle in künftigen Regierungen im Gazastreifen oder im Westjordanland spielen dürfte, die Hamas vollständig entwaffnet und aufgelöst wird und Israel Teile des Westjordanlands annektiert, ohne einen palästinensischen Staat anzuerkennen.
Radikale Stimmen in der israelischen Regierung: Finanzminister Bezalel Smotrich (l.) und der Minister für Nationale Sicherheit Itamar Ben-Gvir stellen klare Forderungen für Frieden.
Gaza-Krieg vor Ende? Netanjahu-Minister sind wegen des Friedens-Plans gespalten
Derweil twitterte der rechte Minister für Nationale Sicherheit Itamar Ben-Gvir: „Herr Ministerpräsident, Sie haben kein Mandat, den Krieg zu beenden, ohne die Hamas vollständig zu besiegen.“ Außenminister Gideon Sa’ar schrieb dagegen auf seinem X-Account: „Ich vertraue darauf, dass der Ministerpräsident die israelischen Interessen in den Gesprächen mit Präsident Trump wie erforderlich vertreten wird. Nach zwei Jahren Krieg besteht Israels klares nationales Interesse darin, den Krieg zu beenden und seine Ziele zu erreichen.“
Seit Beginn des Gaza-Kriegs sind in dem Küstenstreifen nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde mehr als 66.000 Palästinenser ums Leben gekommen. Israel geht davon aus, dass von den einst rund 250 verschleppten Geiseln noch knapp 50 in der Gewalt der Hamas sind, wahrscheinlich sind nur noch 20 von ihnen am Leben.
Trump bemüht sich bereits seit Monaten um Frieden im Gazastreifen, sorgte aber auch mit einem radikalen Plan für die Zukunft des Küstenstreifens für Aufregung. Zwischen Israel und der Hamas gab es bereits diverse Vereinbarungen, in deren Folge Geiseln im Gegenzug für Gefangene freikamen. Zuletzt hieß es auch, Trump habe den Eindruck gewonnen, Netanjahu würde den Krieg unnötig verlängern. Viele Köpfe der Hamas hat Jerusalem mittlerweile ausgeschaltet, die Terror-Organisation mutmaßlich entscheidend geschwächt. (Quellen: Truth Social, Axios, Fox, The Times of Israel, X) (nak/mg)