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USA setzen im Iran-Krieg Superwaffe ein: Israel nutzte bunkerbrechende Bomben bereits erfolgreich
Das US-Militär hat bestätigt, im Iran-Krieg Bunkerbrecher-Bomben zu verwenden. Ein Modell kam bei der Tötung von Hisbollah-Chef Nasrallah zum Einsatz.
Die USA haben bestätigt, im Iran-Krieg bunkerbrechende Bomben eingesetzt zu haben. Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) teilte mit, dass „mehrere“ der Bomben mit einem Gewicht von jeweils knapp 2,3 Tonnen „erfolgreich eingesetzt“ worden seien. Gegolten haben die Geschosse iranischen Raketenstellungen an der Straße von Hormus.
Solche Spezialbomben sind darauf ausgelegt, besonders gesicherte Anlagen und unterirdische Bunker zu durchdringen. Das US-Militär erklärte, Ziel des Angriffs seien Stellungen mit Marschflugkörpern gewesen, die zur Bekämpfung von Schiffen vorgesehen waren. Sie hätten „eine Bedrohung für den Schiffsverkehr in der Meerenge“ dargestellt.
Schutz der Straße von Hormus: USA bestätigen Einsatz von bunkerbrechenden Bomben gegen den Iran
Welche bunkerbrechende Waffe genau im Iran-Krieg zum Einsatz kam, wurde nicht gesagt. Allerdings könnte es sich um eine GBU-28 oder eine GBU-72 handeln. Beide Bomben wiegen in etwa die vom Centcom angegebenen 2,3 Tonnen. Die GBU-28 ist 1991 während des zweiten Golfkriegs von der US Air Force entwickelt worden, um tief unter der Erde liegende irakische Kommandozentralen zu vernichten.
Laut dem Berliner Informationszentrum für transatlantische Sicherheit ist die lasergelenkte GBU-28 5,8 Meter lang und kann nach dem Abschuss von Kampfjets eine bis zu sechs Meter dicke Betonschicht durchschlagen oder bis zu 35 Meter tief in den Erdboden eindringen. Als Bombenkörper dienen umgearbeitete Artillerie-Rohre, beispielsweise 155-mm-Haubitzen-Läufe. Die Sprengladung hat ein Gewicht von 306 Kilogramm.
Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg
US-Militär setzt im Iran-Krieg offenbar moderne Bunkerbrecher-Bombe GBU-72 ein
Die präzisionsgelenkte GBU-72 ist eine Weiterentwicklung der GBU-28 und gilt als die modernste Bunkerbrecherbombe des US-Militärs. Medienberichten zufolge setzte die israelische Luftwaffe diese Waffe auch im September 2024 ein, als der damalige Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah in seinem unterirdischen Hauptquartier in Beirut getötet wurde. Wie The Aviationist berichtet, bestätigten offizielle Stellen dem Sender CNN, dass bei den Angriffen entlang der Straße von Hormus GBU-72 zum Einsatz kamen. Die GBU-72 ist nicht zu verwechseln mit der GBU-57, die als stärkste bunkerbrechende Waffe der Welt gilt.
Die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman gilt als eine der bedeutendsten Routen für den weltweiten Öl- und Flüssiggashandel. Als Reaktion auf die amerikanisch-israelischen Angriffe drohte Teheran wiederholt damit, Schiffe in der Meerenge zu attackieren. Seit Beginn des Iran-Kriegs vor etwa zweieinhalb Wochen ist die Durchfahrt durch die Straße von Hormus nahezu vollständig zum Stillstand gekommen. (Quellen: The Aviationist, Berliner Informationszentrum für transatlantische Sicherheit, Nachrichtenagentur dpa)