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News im Ticker

Iran-Krieg aktuell: Gasfeld im Blickfeld – Trump droht mit massivem Angriff

News zur Lage im Iran-Krieg: Israel greift erstmals Ziele im Norden an. Ballistische Rakete trifft Riad. Israel gelingt offenbar ein Attentat. Der Ticker.

Update, 7:30 Uhr: Der Ölpreis ist im frühen Handel weiter angestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der für Europa maßgeblichen Sorte Brent mit Lieferung im April stieg zeitweise auf 112 US-Dollar. Vor dem Iran-Krieg kostete ein Barrel noch um die 70 Dollar – also ein Anstieg um rund 60 Prozent. Auch der Gaspreis stieg zuletzt deutlich an.

Update, 5:50 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einer massiven Bombardierung des wichtigen Gasfelds „South Pars“ gedroht, falls Iran weiter Katars Gasindustrie angreife, schrieb er auf der Plattform Truth Social. Für diesen Fall drohte Trump mit einem Angriff „mit einer Stärke und Schlagkraft, wie Iran es noch nie zuvor gesehen hat“. Das weltgrößte Gasfeld liefert rund 70 Prozent der iranischen Gasversorgung. Nach Israels Angriff im Iran wurden Katars für den Weltmarkt wichtige Flüssiggasanlagen bei einem iranischen Raketenangriff nach Angaben aus dem Golfstaat schwer beschädigt.

Trump droht dem Iran mit der Bombardierung eines wichtigen Gasfelds.

Iran-News: Israel greift erstmals Ziele im Norden an

Update, 19. März, 5:00 Uhr: Israels Luftwaffe hat Armeeangaben zufolge erstmals seit Kriegsbeginn Ziele im Norden des Irans angegriffen. Das Militär habe begonnen, dort Ziele ins Visier zu nehmen, teilte die Armee am Abend mit. Laut früheren Angaben stehen bei den Angriffen vor allem Ziele der iranischen Führung im Fokus.

Iran-Krieg aktuell: Ballistische Rakete trifft Riad

Update, 22:02 Uhr: Raketen-Trümmer haben in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad vier Menschen verletzt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf einen Sprecher des Zivilschutzes berichtete, gingen die Trümmer einer abgefangenen ballistischen Rakete auf ein Wohngebiet nieder und richteten geringen Sachschaden an. .Der Zivilschutz-Sprecher erklärte, solche Angriffe auf zivile Ziele seien „ein klarer Verstoß gegen das Völkerrecht“. Seit Beginn des Iran-Kriegs vor knapp drei Wochen beschießt Teheran Saudi-Arabien und weitere Golfstaaten wiederholt mit Raketen und Drohnen – zuletzt traf es auch die US-Botschaft in Riad sowie eine amerikanische Militärbasis.

Update, 20:11 Uhr: Nach dem US-israelischen Angriff auf eine iranische Anlage im größten Erdgasfeld der Welt sind in Katar und Saudi-Arabien Gasanlagen angegriffen worden – offenbar handelte es sich um Vergeltungsschläge Teherans. In Katar teilte das Innenministerium am Mittwochabend mit, dass an der Nordküste am wichtigsten Gaskomplex des Landes ein Feuer ausgebrochen sei. „Der Zivilschutz bekämpft einen Brand im Gebiet von Ras Laffan, der auf einen iranischen Angriff zurückzuführen ist.“

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

In Saudi-Arabien wurde derweil eine Drohne abgefangen, die sich einem Gasfeld im Osten des Landes näherte. „Eine Drohne, die sich einer Gasanlage in der östlichen Provinz näherte, wurde abgefangen und zerstört“, erklärte am Mittwochabend das Verteidigungsministerium in Riad. Es sei kein Schaden entstanden.

Iran-Krieg aktuell: Medizinische Hilfsgüter werden blockiert

Update, 19:50 Uhr: Wegen des Iran-Kriegs verzögert sich nach Angaben einer Hilfsorganisation derzeit der Transport von medizinischen Hilfsgütern für rund 400.000 Kinder. Der Konflikt blockiere wichtige Lieferwege und verzögere lebensrettende medizinische Lieferungen, teilte die Kinderhilfsorganisation Save the Children mit. Luft-, See- und Landwege seien unterbrochen. 

Die betroffenen Hilfslieferungen seien für Familien im Sudan, Jemen und Afghanistan bestimmt, hieß es weiter. Die Helfer erwarten, dass die Transportkosten bis zu 50 Prozent steigen könnten, da Hilfsgüter in einigen Fällen umgeleitet werden müssten. Eine Lieferung für den Sudan stecke derzeit in den Vereinigten Arabischen Emirate fest, da auch die für den internationalen Handel wichtige Straße von Hormus nahezu blockiert sei. Eine für den Jemen bestimmte Lieferung stecke in Dubai fest. Diese müssen nun auf dem Landweg transportiert werden.

Iran-Krieg aktuell: Israels Militär nimmt Hisbollah-Tankstellen ins Visier

Update, 18:37 Uhr: Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben mit der Hisbollah-Miliz verbundene Tankstellen angegriffen. Die Tankstellen werden von Al-Amana betrieben, einer mit der Hisbollah verbundenen Organisation. Sie befinden sich vorwiegend in Gebieten mit großer Unterstützung für die Hisbollah. Dazu gehören die südlichen Vororte Beiruts, der Südlibanon und die Bekaa-Ebene im Osten des Landes.

Die Hisbollah hat im Libanon eine Art Staat im Staate geschaffen. Die Tankstellen sind Teil des parallelen Wirtschaftssystems. In Zeiten von Treibstoffmangel im Zuge der Wirtschaftskrise konnte die Hisbollah über Al-Amana beispielsweise ihre Anhänger bevorzugt versorgen und so ihre Basis stärken, während staatliche Tankstellen leer blieben.

Update, 17:20 Uhr: Die Staats- und Regierungschefs der EU beraten bei ihrem Gipfel am Donnerstag (ab 10:00 Uhr MEZ) in Brüssel über den Iran-Krieg und die steigenden Energiepreise. Zudem sollen die beim informellen Gipfel im belgischen Alden Biesen im Februar besprochenen Punkte zur Wettbewerbsfähigkeit formell beschlossen werden. Bundeskanzler Merz wollte bereits am Mittwochabend nach Brüssel reisen, um den französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu treffen.

Iran-Krieg aktuell: USA und Israel attackieren Förderanlage – Gasfeld in Brand

Update, 16:14 Uhr: Angriffe der USA und Israels haben nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens eine Förderanlage eines großen Gasfelds im Persischen Golf getroffen und einen Brand verursacht. Feuerwehrteams seien zum Brandort entsandt worden, meldete das Staatsfernsehen am Mittwoch unter Berufung auf den örtlichen stellvertretenden Gouverneur. Das iranische Militär drohte, Energieinfrastruktur in der Golfregion ins Visier zu nehmen.

Das Gasfeld South Pars/North Dome liegt im Persischen Golf und ist die größte bekannte Gasreserve der Welt. Es liefert rund 70 Prozent des Erdgases für den Iran. Israel hatte iranische Einrichtungen auf dem Gasfeld bereits während des Zwölf-Tage-Kriegs im vergangenen Juni angegriffen. Das Gasfeld wird neben dem Iran auch von Katar ausgebeutet. Katar nannte den Angriff nun „gefährlich und verantwortungslos“. Angriffe auf Energieinfrastruktur seien eine „Bedrohung für die globale Energiesicherheit, die Bevölkerung in der Region und ihre Umwelt“, erklärte ein Außenamtssprecher.

Update, 13:13 Uhr: Russland hat die Tötung weiterer Vertreter der iranischen Führung durch israelische Angriffe klar verurteilt. „Selbstverständlich verurteilen wir aufs Schärfste Handlungen, die darauf abzielen, Vertretern der Führung des souveränen und unabhängigen Iran sowie anderer Länder Schaden zuzufügen oder sie gar zu töten und zu beseitigen“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

„Wir verurteilen solche Handlungen“, betonte Peskow. Er hatte Anfang März im russischen Staatsfernsehen auch mit Blick auf die israelischen und US-Angriffe auf den Iran erklärt, dass das internationale Recht praktisch keine Beachtung mehr finde. Dabei steht Russland selbst in der Kritik, seit mehr als vier Jahren einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu führen und dabei auf das Recht des Stärkeren zu setzen.

Update, 11:30 Uhr: Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat verkündet, dass der iranische Geheimdienstminister Esmaeil Khatib bei einem Attentat getötet wurde. Zuvor hatten israelische Beamte einen Angriff auf den Minister gemeldet. Katz sagte außerdem, man werde im Laufe des Tages „große Überraschungen“ an allen Fronten haben, womit man den Krieg gegen den Iran und auch die Hisbollah im Libanon eskalieren werde.

Iran-Krieg aktuell: Patriot-System aus Deutschland in der Türkei

Update, 11:15 Uhr: Wenige Tage nach dem Abschuss einer dritten iranischen Rakete über der Türkei stationiert die NATO nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums eine neue Flugabwehrbatterie vom Typ Patriot auf der Luftwaffenbasis Incirlik im Süden der Türkei. „Ein neues Patriot-System, befehligt vom zentralen Hauptquartier für die Luftstreitkräfte der Alliierten in Ramstein, wird gerade aufgestellt, in Ergänzung zu dem dort bestehenden spanischen Patriot-System“, teilte ein Vertreter des Verteidigungsministeriums am Mittwoch auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt mit.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (M) besucht den Luftwaffenstützpunkt Palmachim in Begleitung des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz (r) und des Generalstabschefs der IDF, Generalleutnant Eyal Zamir.

Am Freitag war eine dritte aus dem Iran abgefeuerte Rakete über der Türkei von Abwehrsystemen der NATO abgeschossen worden. Nach dem Abschuss der zweiten Rakete hatte Ankara Anfang vergangener Woche mitgeteilt, „zum Schutz unseres Luftraums“ werde ein Patriot-System in der östlichen Provinz Malatya stationiert. In der Provinz liegt der Militärstützpunkt Kürecik, auf dem neben US-Soldaten ein Frühwarn-Radarsystem der NATO stationiert ist, das iranische Raketenstarts erkennen kann.

Update, 9:55 Uhr: Israel hat den iranischen Geheimdienstchef Esmaeil Khatib in Teheran angegriffen. Dies meldet ein israelischer Beamter gegenüber israelischen Medien. Das Ergebnis des Attentats ist demnach noch unklar.

Update, 8:30 Uhr: Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat den Rücktritt des US-Geheimdienstchefs Joe Kent als Beleg für wachsenden internationalen Widerstand gegen den Iran-Krieg gewertet. Araghtschi teilte Kents Rücktrittserklärung auf X und warnte: „Die Welle globaler Auswirkungen hat gerade erst begonnen und wird alle treffen, unabhängig von Wohlstand, Glauben oder Herkunft.“

Kent hatte am Dienstag (17. März) seinen Posten als Leiter des Nationalen Terrorabwehr-Zentrums der USA niedergelegt und erklärt, der Iran sei „keine unmittelbare Bedrohung“ für die USA gewesen. Araghtschi forderte weitere Staaten auf, dem Beispiel jener europäischen und US-amerikanischen Vertreter zu folgen, die den Krieg als „ungerecht“ bezeichnen.

Iran-Krieg aktuell: Geschoss trifft AKW Buschehr

Update, 7:41 Uhr: Das Atomkraftwerk Buschehr im Südwesten des Iran ist von einem Geschoss getroffen worden. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien bestätigte den Einschlag am heutigen Mittwoch (18. März).

„Es wurden weder Schäden an der Anlage noch Verletzungen von Mitarbeitern gemeldet“, hieß es in der Erklärung der UN-Organisation. IAEA-Chef Rafael Grossi „bekräftigt seinen Aufruf zur Zurückhaltung während des Konflikts, um jedes Risiko eines Atomunfalls zu vermeiden“. Das AKW Buschehr beherbergt den einzigen aktiven Atomreaktor des Irans, der seit 2011 am Netz ist.

Iran-Krieg aktuell: USA setzen „Tiefenpenetrationsbomben“ gegen Raketenanlagen ein

Update, 7:02 Uhr: Die US-Armee hat eigenen Angaben zufolge iranische Raketenanlagen nahe der Straße von Hormus mit bunkerbrechenden Bomben angegriffen. Die US-Streitkräfte hätten „mehrere 5000-Pfund-Tiefenpenetrationsbomben“ gegen „befestigte“ iranische Raketenanlagen entlang der Küste nahe der strategisch wichtigen Meerenge eingesetzt.

Das erklärte das für die Region zuständige US-Militärkommando Centcom auf X. Im vergangenen Juni hatte die US-Armee während des Zwölf-Tage-Krieges bunkerbrechende Bomben gegen iranische Atomanlagen eingesetzt.

Update, 18. März, 5:16 Uhr: „Schockierend“ und „dumm“: Mit drastischen Worten hat US-Präsident Donald Trump jetzt gegen die NATO-Partner ausgeteilt. Er war sichtbar wütend, weil ihn zuvor die Europäer bei der Absicherung der Straße von Hormus gegen iranische Angriffe abblitzen ließen. Die Haltung der Verbündeten sei „ziemlich schockierend“, sagte Trump am Dienstag (17. März) im Oval Office. „Ich denke, die NATO macht einen sehr dummen Fehler“, fügte er hinzu. Der Fall sei ein „Test“ für das Bündnis gewesen.

Deutschland habe erklärt, nichts mit dem Iran-Krieg zu tun zu haben und sich deshalb nicht beteiligen zu wollen, kritisierte Trump bei dem Treffen mit dem irischen Regierungschef Micheal Martin weiter. Zugleich finde die Bundesregierung aber, die USA und Israel hätten „etwas Großartiges getan“, weil sie die iranische Führung ausgeschaltet hätten.

„Nein“, „non“ und „no“ – aus den europäischen Hauptstädten war Trump unisono Widerstand entgegengeschallt. So einig hatten sich die Europäer in den 14 ersten Monaten seiner zweiten Amtszeit bisher nicht gezeigt. Dabei hatte der US-Präsident die Verbündeten mit Zöllen malträtiert und ihnen mit einem angedrohten Angriff auf Grönland zugesetzt.

Erstmeldung: Der Iran hat den Tod des Spitzenfunktionärs, Ali Laridschani, bestätigt. Die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars teilte mit, dass der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates zum „Märtyrer“ geworden sei. Auf dem ehemaligen X-Account des ranghöchsten Sicherheitsbeamten hieß es, „ein Diener Gottes ist als Märtyrer zu seinem Herrn gelangt“.

Rubriklistenbild: © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

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