Aktuelle News im Live-Ticker
Ende des Ukraine-Kriegs? Kiew hält sich für Verhandlungen bereit
Ein Ende des Ukraine-Kriegs ist nicht abzusehen. Kiew will verhandeln. Gipfel nach wie vor nicht in Sicht. Der News-Ticker.
Dieser News-Ticker ist beendet. Alle weiteren Informationen finden Sie in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.
Update, 8.15 Uhr: Kiew hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte innerhalb von 24 Stunden etwa 920 russische Soldaten verloren. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der russischen Verluste auf rund 1.078.750 Soldaten. Mit Verlusten sind stets getötete oder schwer verwundete Soldaten gemeint. Die Zahlen lassen sich unabhängig nicht überprüfen.
Update, 7.10 Uhr: Die Trümmer einer zerstörten ukrainischen Drohne haben in einem Wohnhaus in der südrussischen Stadt Rostow am Don laut den Behörden ein Feuer ausgelöst. Wie der Gouverneur der Region Rostow, Juri Sljusar, über Telegram mitteilte, mussten 15 Bewohner evakuiert werden. Er fügte hinzu, dass das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht wurde. Zuvor hatte der Gouverneur erklärt, russische Flugabwehreinheiten hätten zehn ukrainische Drohnen über drei verschiedenen Teilen der Region Rostow zerstört.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ende des Ukraine-Kriegs? Kiew bringt mehrere Verhandlungsorte für Gespräche mit Moskau ins Spiel
Update, 5.50 Uhr: Die Ukraine hält sich für mögliche Verhandlungen mit Russland über ein Ende der Kampfhandlungen bereit. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj sollen in dieser Woche Gespräche mit der Türkei, den Golfstaaten und einigen europäischen Ländern über so ein Treffen geführt werden. Diese Länder könnten einen solchen Gipfel bei sich organisieren, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. „Von unserer Seite wird alles maximal bereit sein, um diesen Krieg zu beenden.“ Es sei aber wichtig, weiterhin Druck auf Moskau auszuüben, um dem Kreml die Verzögerungstaktik auszutreiben. Speziell auf die USA komme es dabei an. Direkte Verhandlungen zwischen Putin und Selenskyj bremst der Kreml mit der Begründung aus, dass diese Gespräche zuvor auf niederer Ebene mit konkreten Vereinbarungen vorbereitet werden müssten.
Update vom 27. August, 5.00 Uhr: Der US-Gesandte Steve Witkoff will sich nach eigenen Angaben noch in dieser Woche mit Vertretern der Ukraine treffen. „Ich werde mich also diese Woche in New York mit ihnen treffen, und es ist ein wichtiges Signal, dass wir täglich mit den Russen sprechen“, sagte Witkoff dem US-Sender Fox News.
Update, 20.53 Uhr: Die Ukraine erlaubt jungen Männern zwischen 18 und 22 Jahren trotz des Krieges gegen Russland die Ausreise. Regierungschefin Julia Swyrydenko teilte auf Telegram mit: „Männer im Alter zwischen 18 und 22 können während des Kriegszustands ungehindert die Grenze überschreiten.“ Die Bestimmung gilt für alle Wehrpflichtigen dieser Altersgruppe.
Swyrydenko begründete die Maßnahme damit, dass Ukrainer im Ausland den Bezug zur Heimat behalten sollen. Innenminister Ihor Klymenko erklärte, junge Männer sollten bessere Bildungsmöglichkeiten im Ausland erhalten, um nach ihrer Rückkehr dem Land zu nutzen.
Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland




Luftabwehrschirm für Ukraine wird laut Bericht von USA unterstützt
Update, 19.06 Uhr: Die USA erwägen laut Financial Times eine Beteiligung an Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach Kriegsende. Die geplanten Maßnahmen umfassen die Bereitstellung von Geheimdienstinformationen, Gefechtsfeld-Überwachung und die Teilnahme an einem europäisch geführten Luftabwehrschirm. Reuters konnte diese Angaben bislang nicht verifizieren.
Ukrainische Beobachter bestätigen russischen Vormarsch in Dnipropetrowsk
Update, 17.12 Uhr: Russlands Truppen rücken in der Ostukraine wohl vor – entgegen der jüngsten ukrainischen Darstellung. Nach Erkenntnissen ukrainischer Open-Source-Beobachter haben sie zwei Dörfer in der Region Dnipropetrowsk eingenommen, wie Reuters berichtet. Die Region gehört nicht zu den fünf, die Russland bereits für sich beansprucht.
Das russische Verteidigungsministerium hatte die Eroberung der beiden Dörfer bereits gemeldet. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte den Vorstoß vergangenen Monat als Versuch bezeichnet, einen Propagandaerfolg zu erzielen, hieß es weiter.
Ukraine-Krieg: Fast 150 Bergleute nach Beschuss in ukrainischer Mine eingesperrt
Update, 16.17 Uhr: Ukrainische Bergwerke und Fabriken bleiben in Betrieb, selbst wenn die Front näherrückt. Jetzt bringt russischer Beschuss Bergleute in der Ostukraine in Gefahr: Fast 150 von ihnen sitzen ukrainischen Medien zufolge wegen eines Angriffs unter Tage fest. Durch den Beschuss sei die Stromversorgung der Grube von Biloserske bei Dobropillja ausgefallen. Der Betreiber DTEK nannte den genauen Ort nicht, bestätigte aber auf Telegram den Angriff. Ein Arbeiter sei getötet, drei weitere seien verletzt worden.
Update, 15 Uhr: Deutschland und Belgien sehen einen Zugriff auf das in der EU eingefrorene russische Zentralbank-Vermögen skeptisch. Das machten Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der belgische Premierminister Bart De Wever nach einem Treffen in Berlin deutlich. „Das ist rechtlich nicht so einfach“, sagte De Wever. Merz warnte darüber hinaus vor negativen Auswirkungen auf den Kapitalmarkt. Andere Länder könnten dann ihre Staatsgelder ebenfalls zurückziehen.
Wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine sind in der EU nach Kommissionsangaben rund 210 Milliarden Euro der russischen Zentralbank eingefroren. Die Zinserträge werden mittlerweile dazu genutzt, Waffen und Munition für die Ukraine zu finanzieren. Vorschläge, das Geld durch einen Enteignungsbeschluss direkt zu nutzen, sind hingegen umstritten. De Wever machte sich dafür stark, das bisherige Vorgehen beizubehalten und die Zinsen der eingefrorenen Zentralbank-Gelder zu verwenden. „Das ist wie eine Gans, die goldene Eier legt“, erläuterte der Belgier. „Wir sollten diese Gans behalten.“ Erst wenn zwischen Russland und der Ukraine über einen Friedensvertrag verhandelt werde, „kann die Gans auf den Tisch kommen“.
Update, 13.32 Uhr: Offenbar ist es Russland im Ukraine-Krieg gelungen, weitere Siedlungen einzunehmen. Laut DeepState rückten die Truppen von Wladimir Putin auf die Siedlungen Zaporizke und Novoheorhiivka in der Oblast Dnipropetrowsk vor und konnten sie besetzen. Schon länger behauptet die ukrainische Armee, dass es Russland bislang noch nicht gelungen ist, militärisch in der Region Erfolge zu verbuchen. Die neuen Berichte könnten nun die Behauptungen widerlegen.
Verhandlungen über das Ende des Ukraine-Kriegs: Auch Debatten über Energiegeschäfte
Update, 13.10 Uhr: USA und Russland haben bei Friedensverhandlungen zum Ukraine-Krieg offenbar über Energiegeschäfte als Anreiz für Moskau diskutiert. Im Gegenzug würden die USA Sanktionen lockern, berichten mehrere mit den Gesprächen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.
Die Beamten erörterten demnach den Wiedereinstieg des US-Konzerns Exxon Mobil in das russische Öl- und Gasprojekt Sachalin-1. Weitere Themen waren der Kauf von US-Ausrüstung für russische Flüssiggas-Projekte wie das sanktionierte Arctic LNG 2 sowie der Erwerb nuklear angetriebener Eisbrecher aus Russland durch die USA. Die Gespräche fanden während der Moskau-Reise des US-Gesandten Steve Witkoff in diesem Monat statt. Witkoff traf sich mit Kreml-Chef Wladimir Putin und dessen Investmentbeauftragten Kirill Dmitrijew. Die Themen wurden dem Bericht zufolge auch im Weißen Haus mit US-Präsident Donald Trump besprochen.
Ende des Ukraine-Krieges: Drohne stürzt in Estland ab
Update, 12.31 Uhr: Eine fehlgeleitete Kampfdrohne der Ukraine ist nach Behördenangaben auf dem Gebiet des baltischen Nato- und EU-Mitglieds Estland abgestürzt. Sicherheitspolizei-Chef Margo Palloson teilte in Tallinn mit, der Vorfall habe sich mutmaßlich bereits am Sonntagmorgen ereignet. „Es war eine ukrainische Drohne, die russische Ziele angriff. Es gibt keine Hinweise darauf, dass es eine russische Drohne war“, sagte Palloson dem estnischen Rundfunk ERR zufolge.
Die Ukraine hatte in der Nacht auf Sonntag ein russisches Öl- und Gasterminal im Ostseehafen Ust-Luga unweit der estnischen Grenze angriffen. Am Montag habe im estnischen Landkreis Tartu ein Bauer auf seinem Feld die Trümmer der Kampfdrohne gefunden, sagte Palloson. Es gebe dort auch einen deutlichen Explosionskrater. Vermutlich sei das Fluggerät durch russische elektronische Abwehrmaßnahmen fehlgeleitet worden. Verteidigungsminister Hanno Pevkur sagte, die Drohne habe Estland getroffen, weil Russland den Krieg gegen die Ukraine fortsetze und Kiew sich verteidige.
Update, 11.35 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im Hinblick auf die Bemühungen um eine Friedenslösung für die Ukraine eine „Verzögerungsstrategie“ vorgeworfen. Putin halte es für richtig, ein Treffen zwischen ihm und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an Vorbedingungen zu knüpfen, die aus Sicht der Ukraine und ihrer westlichen Partner „völlig inakzeptabel“ sind, sagte Merz am Dienstag vor Journalisten in Berlin.
„Insofern scheint es hier erneut eine Verzögerungsstrategie auf der russischen Seite zu geben“, fügte der Kanzler hinzu. US-Präsident Donald Trump und Putin hätten das Treffen zwischen dem Kremlchef und dem ukrainischen Präsidenten bei dem Gipfel zwischen dem US-Präsidenten und den europäischen Staats- und Regierungschefs in Washington in der vergangenen Woche telefonisch vereinbart. Gemeinsam sei die Erwartung geäußert worden, dass dieses Treffen „innerhalb von zwei Wochen“ stattfinde, sagte Merz weiter. Sollte es nicht dazu kommen, wäre das von Trump angebotene trilaterale Gespräch zwischen ihm, Putin und Selenskyj „der nächste logische Schritt“.
Ende des Ukraine-Krieges: Russische Flughäfen wegen Drohnengefahr geschlossen
Update vom 26. August, 10.40 Uhr: Wegen ukrainischer Kampfdrohnen am Himmel haben mehrere russische Flughäfen in der Nacht den Betrieb einschränken müssen. Betroffen war unter anderem der Flughafen Pulkowo in St. Petersburg, der zweitgrößten Stadt des Landes, wie die Luftfahrtbehörde Rosawiazija mitteilte.
Im Umland der Stadt seien zehn Drohnen abgefangen worden, schrieb Gouverneur Alexander Drosdenko auf Telegram. Schäden oder Verletzte habe es nicht gegeben. Am Sonntag hatten ukrainische Drohnen eine Raffinerie in der Hafenstadt Ust-Luga bei St. Petersburg in Brand gesetzt.
Auch die Flughäfen von Pskow, Nischni Nowgorod, Kasan, Wolgograd und Nischnekamsk mussten nach Angaben der Luftfahrtbehörde Rosawiazija wegen Drohnengefahr zeitweise den Betrieb einstellen. Dabei liegt Nischnekamsk etwa 1.250 Kilometer tief im russischen Hinterland. Auch die von Russland annektierte Halbinsel Krim sei von ukrainischen Drohnen attackiert worden, hieß es vom russischen Militär.
Erstmeldung: Washington, D.C. – US-Präsident Donald Trump hat eigenen Angaben zufolge seit seinem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie europäischen Staats- und Regierungschefs in Washington in der vergangenen Woche erneut mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin gesprochen.
„Ja, das habe ich“, antwortete Trump am Montag (Ortszeit) auf Nachfrage von Journalisten. Auf die Frage, wie das Gespräch verlaufen sei, sagte Trump: „Jedes Gespräch, das ich mit ihm führe, ist ein gutes Gespräch. Und dann schlägt leider eine Bombe in Kiew oder irgendwo anders ein, und das macht mich sehr wütend“.
Trump hatte Mitte August in Alaska ein Gipfeltreffen mit Putin abgehalten, um eine Lösung zu Beendigung des russischen Angriffskrieges in der Ukraine zu erreichen.
In einem Telefonat während des anschließenden US-europäischen Gipfels in Washington am 18. August erklärte Trump dann, Putin habe einem bilateralen Treffen mit Selenskyj zugestimmt. Moskau dementierte im Anschluss jedoch Pläne für ein solches Treffen. Auf die Frage, weshalb sich Putin offenbar zögere, sich mit Selenskyj zu treffen, sagte Trump: „Weil er ihn nicht mag“.
Dennoch zeigte sich der US-Präsident mit Blick auf eine Beendigung des Krieges am Montag weiterhin zuversichtlich. „Ich denke, wir werden den Krieg beenden“, sagte er.
Ende des Ukraine-Krieges: Rubio telefoniert mit Amtskollegen aus Europa und der Ukraine
Indes telefonierte US-Außenminister Marco Rubio nach Angaben seines Ministeriums am Montag mit seinen Kollegen aus der Ukraine, Deutschland und weiteren europäischen Ländern sowie der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas. Die Politikerinnen und Politiker hätten sich darauf geeinigt, „die Kooperation bei den diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des russisch-ukrainischen Krieges durch ein dauerhaftes und verhandeltes Abkommen fortzusetzen“, sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums.
Italiens Außenminister Antonio betonte, die „Bedeutung konkreter und glaubhafter Sicherheitsgarantien für die Ukraine, vor allem bei der Stärkung der ukrainischen Streitkräfte und der (ukrainischen) Verteidigungsindustrie“. Italien sei bereit, an Einsätzen zur Entschärfung von Land- und Seeminen teilzunehmen.
Die Debatte um die Sicherheitsgarantien für Kiew nach einem möglichen Friedensabkommen mit Moskau bleibt nach dem Gipfeltreffen in Washington in der vergangenen Woche vage. Mehrere Teilnehmer hatten Vorschläge von einer Beistandsgarantie nach dem Vorbild der Nato über die Ausbildung ukrainischer Soldaten bis hin zu einer Entsendung europäischer Bodentruppen ins Spiel gebracht. Russland hat die meisten dieser Vorschläge bislang kategorisch abgelehnt. (bb mit Agenturen)
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