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News-Ticker

Nach Ukraine-Gipfel: Macron bringt Ort für Putin-Selenskyj-Treffen ins Spiel – und nennt Kreml-Chef „Raubtier“

Nach dem Alaska-Gipfel mit Putin treffen sich Trump und Selenskyj mit europäischen Spitzenpolitikern. Merz nennt vier zentrale Punkte des zweiten Gipfels in kurzer Zeit. Der News-Ticker.

Dieser News-Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. Weitere Entwicklungen im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine können Sie in unserem neuen News-Ticker nachlesen.

Update, 16.45 Uhr: Im Interview mit Fox News hat US-Präsident Donald Trump erklärt, weshalb er sein Telefonat mit Wladimir Putin nicht im Beisein der EU-Vertreter abgehalten hat. „Ich habe es nicht vor ihnen gemacht, weil ich dachte, das wäre respektlos gegenüber Präsident Putin gewesen“, so Trump. Putin habe es zudem abgelehnt, mit den Spitzen der EU-Länder zu reden.

Update, 16.38 Uhr: US-Präsident Donald Trump erwartet, dass Deutschland, Frankreich und Großbritannien bereit sind, Soldaten zur Absicherung eines möglichen Friedens in die Ukraine zu entsenden. „Wenn es um die Sicherheit geht, sind sie bereit, Bodentruppen zu entsenden“, erklärte er gegenüber Fox News. Die USA seien bereit, die Verbündeten zu unterstützen - etwa aus der Luft.

Update, 16.30 Uhr: Nach dem Ukraine-Gipfel im Weißen Haus wollen sich Vertreter der sogenannten Koalition der Willigen nach britischen Angaben mit ihren US-Partnern treffen, um Sicherheitsgarantien für Kiew zu konkretisieren. Es werde dabei auch darum gehen, die Vorbereitungen für den Einsatz von Friedenstruppen im Falle einer Waffenruhe voranzubringen, erklärte Premierminister Keir Starmer nach einer Videoschalte von rund 30 Staats- und Regierungschefs. 

Ukraine-Verhandlungen in Washington: Trump-Gipfel mit Merz und Co. in Bildern

Wolodymyr Selenskyj ist zurück im Weißen Haus.
Wolodymyr Selenskyj ist zurück im Weißen Haus. Auf Einladung Donald Trumps verhandelt der ukrainische Präsident dort über einen möglichen Frieden im Krieg mit Russland. © afp
Gipfel im Weißen Haus zum Ukraine-Krieg
Der Gipfel im Weißen Haus zum Ukraine-Krieg wurde in kürzester Zeit aus dem Boden gestampft. Noch vor wenigen Tagen war nichts über ein Treffen Trumps mit Selenskyj bekannt gewesen. © imago
Trump und Putin in Alaska
Dem Treffen Trumps mit Selenskyj ging der historische Gipfel des US-Präsidenten mit Russlands Machthaber Wladimir Putin in Alaska zuvor. Die beiden Staatsoberhäupter berieten im nördlichsten US-Bundesstaat über den Ukraine-Krieg und einen möglichen Frieden. © afp
Ukraine Gipfel in Washington
Die Erwartungen an den Ukraine-Gipfel sind so hoch wie die Aufmerksamkeit, die ihm geschenkt wird. Ursache sind unter anderem Selenskyjs letzter Besuch im Weißen Haus und die Dynamik, die seit Trumps Treffen mit Putin in die Ukraine-Verhandlungen gekommen zu sein scheint. © dpa
Selenskyj bei Trump
Im Gegensatz zum letzten Treffen Trumps mit Selenskyj im Weißen Haus war die Atmosphäre diesmal deutlich besser. Endete der letzte Auftritt noch im hitzigen Wortgefecht und im diplomatischen Debakel, waren beide diesmal um eine freundliche Beziehung bemüht. © afp
Selensky und Trump im Oval Office
Brian Glenn, Journalist beim rechtsextremen Sender Real America, hatte Wolodymyr Selenskyj beim letzten Besuch noch für seine Kleidung kritisiert. Der ukrainische Präsident erschien damals in einem Millitär-Pullover. Diesmal trug Selenskyj Anzug und Hemd. „Sie sehen in diesem Anzug fantastisch aus“, kommentierte Glenn Selenskyjs Outfit. Mit seiner Antwort hatte der ukrainische Präsident die Lacher auf seiner Seite. „Sie tragen denselben Anzug. Ich habe mich umgezogen, Sie offenbar nicht“, so Selenskyj. © afp
Vance im Oval Office
Am Treffen mit Wolodymyr Selenskyj im Oval Office nahmen neben Trump US-Außenminister Marco Rubio (r.) und Vizepräsident JD Vance teil. Der hatte den ukrainischen Präsidenten beim letzten Besuch im Weißen Haus noch attackiert und ihm Undankbarkeit vorgeworfen. © afp
Pete Hegseth
Ein weiterer Vertreter der Regierung Trumps beim Besuch Wolodymyr Selenskyjs: Verteidigungsminister Pete Hegseth. © imago
Limousine von Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni am Weißen Haus
Nicht nur Wolodymyr Selenskyj reiste spontan nach Washington, DC. Unterstützung erhielt er beim Treffen mit Donald Trump von einer großen Delegation aus Europa. Hier kommt die Limousine von Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni am Weißen Haus an. © imago
Meloni bei Trump
Meloni gilt als politische Verbündete Donald Trumps. Wie der Rechtspopulist in den USA setzt Italiens Ministerpräsidentin und Chefin der rechtsextremen Partei „Fratelli d‘Italia“ auf harte Abschiebepolitik und geschlossene Grenzen. In Sachen Ukraine-Krieg steht Meloni aber fest an der Seite Selenskyjs und ihrer europäischen Begleiter. © afp
Emmanuel Macron in Washington
Donald Trumps Protokollchefin Monica Crowley begrüßt Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron an der Tür des Weißen Hauses. Diese Rolle hat in der Vergangenheit bei solchen Besuchen Melania Trump übernommen. Von der First Lady war beim heutigen Ukraine-Gipfel aber zunächst nichts zu sehen. © afp
Ukraine-Treffen in Washington
Hier begrüßt Crowley Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Weißen Haus. © dpa
Alexander Stubb in Washington
Der wohl überraschendste Name auf der Liste der europäischen Delegation bei Trumps Gipfel gehört wohl Alexander Stubb. Finnlands Präsident dürfte aber eine Schlüsselrolle beim Versuch zukommen, Trump von Europas Position im Ukraine-Krieg zu überzeugen. Sein Land teilt sich mehr als 1.300 Kilometer Landgrenze mit Russland. Stubb dürfte die Aufgabe zukommen, Trump davon zu überzeugen, dass bei den Verhandlungen mit Russland nicht nur die Zukunft der Ukraine, sondern die Sicherheit Europas auf dem Spiel steht. © afp
Merz bei Trump
Mit von der Partie in Washington, DC ist Friedrich Merz. Dem Bundeskanzler wurde nach seinem letzten Besuch bei Donald Trump ein guter Auftritt attestiert. Diesmal will der CDU-Chef Wolodymyr Selenskyj bei seinen Verhandlungen über Frieden im Ukrainekrieg unterstützen. © afp
Merz bei Trump in Washington
Gegenüber der ARD bezeichnete Merz, hier bei der Ankunft am Weißen Haus, die Entwicklungen nach dem Treffen Trumps und Putins als „Licht und Schatten“. Der Bundeskanzler übte geschickt verpackte Kritik am US-Präsidenten. „Die Presse in Russland jubelt. Ein bisschen weniger wäre auch gut gewesen“, so der CDU-Chef in der Tagesschau. © afp
Ukraine Trump
In ähnlicher Besetzung hatte eine Delegation aus Europa in Sachen Ukraine-Krieg schon einmal Kontakt zu Donald Trump aufgenommen. Damals waren Keir Starmer, Emmanuel Macron, Polens Ministerpräsident Donald Tusk und Friedrich Merz in die Ukraine gefahren. Gemeinsam mit Wolodymyr Selenskyj berieten sie telefonisch mit Trump © imago
Großbritanniens Premierminister Keir Starmer
Großbritanniens Premierminister Keir Starmer scheint frohen Mutes, als er zum Ukraine-Gipfel bei Donald Trump eintrifft. © dpa
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei den Verhandlungen über den Ukraine-Krieg
Die Europäische Union (EU) vertritt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei den Verhandlungen über den Ukraine-Krieg in Washington, DC. Von der Leyens letzter Besuch bei Trump endete mit einem Handelsabkommen zwischen der EU und den USA. © dpa
Von der Leyen und Selenskyj
Kurz vor dem Ukraine-Gipfel mit Trump in Washington, DC empfing Ursula von der Leyen Wolodymyr Selenskyj in Brüssel. Dort beriet die EU-Kommissionspräsidentin sicherlich auch das gemeinsame Vorgehen mit dem Präsidenten der Ukraine. © imago
Ukraine Gipfel in Washigton
Die große Runde in Washington, DC zum Ukraine-Gipfel versammelt: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, der britische Premier Keir Starmer, die Präsidenten Alexander Stubb (Finnland), Wolodymyr Selenskyj (Ukraine), Donald Trump (USA), Emmanuel Macron (Frankreich) stellen sich mit Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz und Nato-Generalsekretär Mark Rutte (v.l.n.r.) zum Gruppenbild auf. © afp
Macron und Trump in Washington
Bei der ersten gemeinsamen Pressekonferenz verteilte Donald Trump Komplimente in alle Richtungen. Sein Treffen mit Wolodymyr Selenskyj sei wunderbar gewesen. Friedrich Merz als Freund zu haben, sei eine „große Ehre“ für ihn, so der US-Präsident. Über Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (im Bild) sagte Trump: „Ich mag ihn seit dem ersten Tag. Und ich mag ihn immer noch. Das ist ungewöhnlich.“ © afp
Meloni bei Trump in Washington
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni nannte Donald Trump „eine großartige Führungspersönlichkeit, die viele inspiriert“. Sie habe „trotz ihres jungen Alters schon viel erreicht“, so Trump über die Rechtspopulistin. „Sie regiert auch schon eine ganze Zeit lang. Andere haben nicht so lange durchgehalten wie sie“, scherzte der US-Präsident über seine Kollegin aus Italien, das berühmt ist für seine häufigen Regierungswechsel. © afp
Vance und Starmer
JD Vance im Gespräch mit dem britischen Premier Keir Starmer. Der Vizepräsident war erst vor kurzem zum Urlaub auf den britischen Inseln. Sein Besuch im südenglischen Cotswolds löste Protest der heimischen Bevölkerung aus. © afp
Merz nach Treffen mit Trump
Nach dem ersten Gespräch mit Donald Trump beim spontanen Ukraine-Gipfel im Weißen Haus zeigte Bundeskanzler Friedrich Merz sich optimistisch. Der Weg sei „offen für komplizierte Verhandlungen“. Vom US-Präsidenten forderte Merz, den Druck auf Wladimir Putin zu erhöhen. Der Kanzler wiederholte außerdem die Forderung der europäischen Vertreter nach einer Waffenruhe. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein weiteres Treffen ohne eine Waffenruhe stattfinden kann“, stellte Merz klar. © dpa
Selenskyj und Trump nach Treffen im Weißen Haus
Wolodymyr Selenskyj bezeichnete den vorangegangenen Austausch mit Donald Trump als „sehr gute Unterhaltung“. Man habe über „viele sensible Dinge“ gesprochen, so der ukrainische Präsident. Trump wiederum kündigte bereits ein Dreiertreffen zwischen ihm, Selenskyj und Russlands Präsidenten Wladimir Putin an. Die Frage sei „nicht, ob, sondern wann“ ein solcher Gipfel stattfinden würde. © afp

Am Mittwoch (20. August) wollen sich zudem die Militärchefs der Nato-Länder über die Lage und das weitere Vorgehen im Krieg zwischen Russland und der Ukraine beraten. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, haben ein US-Vertreter und ein Nato-Vertreter mitgeteilt, dass Alexus Grynkewich, der oberste Militärbefehlshaber, bei dem Treffen über die Ergebnisse des Treffens zwischen Donald Trump und Wladimir Putin berichten werde.

Update, 16.18 Uhr: FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann bewertet den Ukraine-Gipfel in Washington als gutes Signal. „Dass die zusammen gekommen sind, hat, glaube ich, auch Eindruck auf Trump gemacht. Der sieht, dass Europa nicht Mickey Maus ist, sondern schon veritable Staaten“, sagte sie im Interview mit dem TV-Sender Phoenix. Das Treffen sei auch ein Signal in Richtung Russland und Wladimir Putin gewesen. Europa zeige damit, dass es sich nicht aus dem Konflikt heraushalte. Ein mögliches Treffen zwischen Putin und Selenskyj halte sie für richtig, aber auch für unwahrscheinlich.

Schweizer Außenminister erklärt sein Land bereit für Putin-Selenskyj-Gespräche

Update, 15.43 Uhr: Der Schweizer Außenminister Ignazio Cassis hat erklärt, dass sein Land bereit sei, ein mögliches Treffen zwischen Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin auszutragen. Der internationale Haftbefehl gegen Putin und die anhaltenden Sanktionen gegen Russland würden dem nicht im Weg stehen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Einer Person könne für den Zweck von Friedensgesprächen eine zeitlich begrenzte Immunität verliehen werden, so Cassis.

Update, 14.10 Uhr: CDU-Fraktionschef Jens Spahn hat den Ukraine-Gipfel in Washington als „starkes Signal“ des Westens bezeichnet. „Nun ist Wladimir Putin am Zug. Der russische Präsident muss endlich die Waffen schweigen lassen“, sagte Spahn der Deutschen Presse-Agentur. Merz habe eine „starke Stimme“ für Europa bewiesen. „Die Souveränität der Ukraine und notwendige Sicherheitsgarantien machen den Kern unserer gemeinsamen Haltung aus.“

Von der Leyen fordert „Ende des Blutvergießens“ nach Ukraine-Gipfel in Washington

Update, 13.46 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will bei der heutigen Tagung des Europäischen Rates über die Fortschritte bei einer Friedenslösung im Ukraine-Krieg beraten. „In Washington D.C. wurden die Gespräche über starke Sicherheitsgarantien für die Ukraine, ein Ende des Blutvergießens, Sanktionen und die Rückgabe der entführten Kinder vorangetrieben. Unsere Arbeit und enge Zusammenarbeit wird fortgesetzt“, schrieb die CDU-Politikerin dazu auf X.

Update, 13.22 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnete Russlands Präsident Wladimir Putin in einem TV-Interview als „Raubtier“. „Auch für sein eigenes Überleben muss er (Putin) immer weiter fressen. Daher ist er ein Raubtier, ein Ungeheuer vor unseren Toren“, sagte Macron dem französischen Sender LCI in der am Dienstag ausgestrahlten Sendung.

Putin halte sich seit dem Einmarsch in Georgien 2008 selten an Zusagen, erklärte der französische Präsident. „Er hat versucht, Grenzen neu zu ziehen, um seine Macht zu vergrößern.“ Europa dürfe im Umgang mit Putin nicht „naiv“ sein.

Frankreichs Präsident Macron hat einen Ort für ein mögliches Putin-Selenskyj-Treffen ins Spiel gebracht. (Montage)

Schweiz würde Putin bei Treffen mit Selenskyj Immunität anbieten

Update, 13.06 Uhr: Bei dem Ukraine-Gipfel in Washington hat sich US-Präsident Donald Trump mehrfach für ein Treffen von Russlands Präsident Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ausgesprochen. Offen blieb die Frage nach einem möglichen Veranstaltungsort. Jetzt schaltet sich die Schweiz ein und bietet Putin „Immunität“ an, wie ein Minister des Landes mitgeteilt hat. Gegen den Kreml-Chef liegt ein internationaler Haftbefehl vor.

Update, 12 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird am Dienstagmittag mit den Mitgliedern der die Ukraine unterstützenden „Koalition der Willigen“ über weitere Schritte beraten. Um 12.15 Uhr werde Merz an einer Videokonferenz der Koalition teilnehmen, erklärte Regierungssprecher Stefan Kornelius. Die Konferenz werde an das gestrige Treffen in Washington anknüpfen und „die laufenden Abstimmungen zur Frage der Sicherheitsgarantien für die Ukraine“ fortsetzen.

Im Anschluss an das Gespräch mit der „Koalition der Willigen“ werde Merz um 13.00 Uhr die EU-Partner über den Verlauf der Gespräche in Washington vom Montag informieren. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wird nach Angaben aus EU-Kreisen an dem virtuellen Treffen der „Koalition der Willigen“ teilnehmen. Die Videokonferenz werde von Großbritanniens Premier Keir Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron geleitet, teilte ein britischer Regierungssprecher mit.

Ukraine-Gipfel: Macron besteht auf Sicherheitsgarantien für Ukraine

Update, 11.05 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat vor einem vorschnellen Friedensdeal für die Ukraine ohne robuste Sicherheitsgarantien gewarnt. „Dieser Frieden darf nicht überstürzt werden und muss durch solide Garantien abgesichert sein, sonst stehen wir wieder am Anfang“, sagte Macron dem Sender TF1/LCI.

„Die erste Sicherheitsgarantie ist also eine starke ukrainische Armee, das heißt mehrere Zehntausend gut ausgerüstete Soldaten mit Verteidigungssystemen, besseren Standards und so weiter“, sagte Macron. Die zweite Garantie bestehe aus Rückversicherungstruppen und der Ansage, „dass die Briten, Franzosen, Deutschen, Türken und andere bereit sind, Operationen durchzuführen, nicht an der Front, nicht provokativ, sondern zur Beruhigung in der Luft, auf See und an Land, um ein strategisches Signal zu setzen und zu sagen: Ein dauerhafter Frieden in der Ukraine ist auch unser Anliegen“.

Auf die Frage, ob diese Rückversicherungstruppen im Falle eines russischen Angriffs gezwungen sein würden, zu kämpfen, sagte Macron dem Sender: „Das ist das Ziel dieser Sicherheitsgarantien.“ Wenn Russland nach einem Friedensabkommen an die Grenzen Europas zurückkehre und provoziere, dann gäbe es in diesem Moment eine Reaktion.

Update, 10.10 Uhr: Der französische Präsident Emmanuel Macron hat Genf als Standort für ein mögliches Treffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Kreml-Chef Wladimir Putin ins Spiel gebracht. „Es wird ein neutrales Land sein, vielleicht die Schweiz, ich plädiere für Genf, oder ein anderes Land“, sagte Macron in einem am Dienstag ausgestrahlten Interview mit dem französischen TV-Sender LCI. Das Treffen solle in Europa stattfinden.

Ukraine-Gipfel: Ukraine-Botschafter lobt Einigkeit

Update, 9.36 Uhr: Der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev hat die Einigkeit beim Ukraine-Gipfel in Washington begrüßt. „Die Bilder von gestern in Washington, die waren wirklich sehr gut. Und das heißt, die demokratische Welt steht zusammen“, sagte er dem ZDF-Morgenmagazin.

Zur Frage von Gebietsabtretungen der Ukraine an Russland als Teil einer Friedenslösung verwies er darauf, wie schwierig dies für sein Land sei. „Es geht nicht nur um Gebiete. Das ist kein Computerspiel, wo man so ein Gebiet da abgeben kann und weiterspielen kann, mit Mausklick. Dort leben Millionen und Millionen von Ukrainern.“ Diese seien heute unter russischer Besatzung.

Es müssten nun aber alle Themen besprochen werden. „Wir schauen mal, ob Putin da einlässt oder erneut auf Zeit spielt“, sagte er. Und: „Wir wissen das von den Russen. Sie fangen an mit verschiedenen Arbeitsgruppen und Arbeitskreisen und langen Diskussionen. Und gleichzeitig greift Russland uns tagtäglich mit Bomben, Raketen, wie es berichtet wurde, an.“

Update, 8.10 Uhr: Nach dem Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und anderen europäischen Partnern wird nach Angaben von Nato-Generalsekretär Mark Rutte über Schutzversprechen für die Ukraine ähnlich dem der Nato-Staaten untereinander beraten. Die USA hätten erklärt, sich an einem Konzept der Sicherheitsgarantien für die Ukraine beteiligen zu wollen – diskutiert werde über Artikel 5-ähnliche Garantien, sagte Rutte in einem Interview mit dem US-Sender Fox News nach dem Gipfel in Washington. 

„Was wir hier diskutieren, sind Sicherheitsgarantien für die Ukraine gemäß Artikel 5“, sagte er. „Und was diese genau beinhalten werden, wird nun genauer erörtert werden.“ Es gehe nicht um eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine, betonte Rutte. Von einem Einsatz von Bodentruppen sei in Washington keine Rede gewesen. Rutte bezeichnete das Treffen im Weißen Haus als Erfolg. 

Ukraine-Gipfel: Selenskyj erwartet mehr Details zu Sicherheitsgarantien

Update, 6.05 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet mehr Details zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine in naher Zukunft. Nach dem Ukraine-Gipfel im Weißen Haus mit US-Präsident Donald Trump und europäischen Spitzen sagte er: „All dies wird innerhalb der nächsten Woche bis 10 Tage irgendwie auf Papier formalisiert.“ Die Partner der Ukraine würden die Sicherheitsgarantien innerhalb dieser Zeit „entpacken“ und mehr Details würden ans Licht kommen.

Update, 5.10 Uhr: Nach dem Ukraine-Gipfel in Washington findet am Dienstag eine Videokonferenz der EU-Staats- und Regierungschefs statt. Das von EU-Ratspräsident António Costa einberufene virtuelle Treffen soll um 13.00 Uhr beginnen. In der Videokonferenz soll über den Verlauf der Ukraine-Gespräche in Washington beraten werden.

Update, 1.12 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz zeigt sich nach dem Ukraine-Gipfel in Washington zufrieden mit den Ergebnissen. Der Gipfel behandelte vier zentrale Punkte zur Ukraine-Krise.

Erstens könne Frieden nur auf einem Gipfel verhandelt werden, an dem die Ukraine teilnimmt. Dafür sei ein Waffenstillstand erforderlich, den Merz erneut gefordert habe. Zweitens müsse ein solcher Gipfel gut vorbereitet werden. „Ob der russische Präsident den Mut haben wird, zu einem solchen Gipfel zu kommen, das wissen wir nicht“, sagte Merz. Deshalb brauche es „Überzeugungsarbeit“. Während des Gipfels telefonierte Trump mit Putin. Der US-Präsident „verabredet“, dass Selenskyj und Putin sich innerhalb von zwei Wochen treffen. Anschließend soll ein Dreiertreffen stattfinden.

Als dritten Punkt dürfe die Ukraine nicht zu Gebietsabtretungen gezwungen werden. Viertens kündigte Trump laut dem Kanzler Sicherheitsgarantien für die Ukraine im Friedensfall an. Dies habe lange Verhandlungen erfordert. Die Beteiligung an den Sicherheitsgarantien müsse noch verhandelt werden – auch mit der „Koalition in Berlin“.

„Wir sind gekommen, um Präsident Wolodymyr Selenskyj zu unterstützen“, erklärte Merz. Er dankte den europäischen Vertretern für ihre gemeinsame Haltung, die Trump eine geeinte EU demonstriert habe. „Meine Erwartungen sind eigentlich nicht nur getroffen, sondern übertroffen, was dieses Treffen hier heute betrifft“, so Merz. Trump zeigte sich offen für humanitäre Fragen wie verschleppte ukrainische Kinder. Mit dem US-Präsidenten wurde enger Kontakt vereinbart.

Ukraine-Gipfel beendet – Russland will direkte Verhandlungen

Update, 0.37 Uhr: Der Ukraine-Gipfel in Washington ist nun offiziell beendet. Laut CNN rief das Weiße Haus eine „Ausgangssperre“ aus; US-Präsident Trump wird daher höchstwahrscheinlich nicht mehr vor die Presse treten. Zudem seien einige europäische Staats- und Regierungschefs beim Verlassen des Weißen Hauses gesehen worden.

Update, 0.30 Uhr: Russland bekundet nun ebenfalls Interesse an direkten Verhandlungen mit der Ukraine. Dies berichtet die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti unter Berufung auf Putins Top-Diplomaten Jurij Uschakow. Russlands Präsident habe sich in dem Telefonat mit Donald Trump für direkte Verhandlungen zwischen russischen und ukrainischen Delegationen ausgesprochen. Zu einem Treffen zwischen Putin und Selenskyj schreibt die Agentur allerdings nichts.

Update vom 19. August, 0.18 Uhr: Donald Trump hat laut eigener Aussage damit begonnen, ein Treffen zwischen Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin zu arrangieren. „Am Ende der Treffen habe ich Präsident Putin angerufen und mit den Vorbereitungen für ein Treffen zwischen Präsident Putin und Präsident Selenskyj an einem noch zu bestimmenden Ort begonnen“, schrieb Trump auf Truth Social. „Nach diesem Treffen wird es ein trilaterales Treffen geben, an dem die beiden Präsidenten und ich teilnehmen werden. Auch dies war ein sehr guter erster Schritt in einem Krieg, der seit fast vier Jahren andauert.“

Trump gab allerdings nicht bekannt, wann eines der beiden Treffen stattfinden soll. Weiter schrieb er, dass es Sicherheitsgarantien für die Ukraine „von verschiedenen europäischen Ländern in Abstimmung mit den Vereinigten Staaten von Amerika“ geben werde.

Update, 23.57 Uhr: Ein erstes mögliches Ergebnis des Ukraine-Gipfels in Washington: Kiew will sich der Financial Times zufolge mit dem Kauf von US-Waffen im Wert von 100 Milliarden Dollar feste Sicherheitsgarantien sichern. Finanziert werden soll der Kauf demnach von Europa. Auch wollen die Ukraine und die USA demnach ein Abkommen über 50 Milliarden Dollar für eine gemeinsame Drohnen-Produktion beschließen.

Ukraine, 23.39 Uhr: Verwirrung in Washington: Nach Trumps Telefonat mit Putin soll der Ukraine-Gipfel entgegen zahlreicher Medienberichte nun doch fortgesetzt werden – und zwar „nur mit Führungskräften“, wie CNN unter Berufung auf Selenskyj-Sprecher Serhij Nykyforow berichtet. Konkret wären dann neben US-Präsident Trump und dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj nur noch die europäischen Staats- und Regierungschefs vertreten. Delegationen sowie Minister wären außen vor.

Reuters zitiert einen Beamten aus dem Weißen Haus, der die Ukraine-Gespräche in großer Runde im East Room für beendet erklärt hatte. Zunächst war unklar, ob einzelne Politikerinnen und Politiker noch einmal in kleiner Runde zusammenkommen werden. Die Gespräche scheinen nun im Oval Office fortgesetzt zu werden.

Update, 23.20 Uhr: Das Ukraine-Gespräch zwischen Trump, Selenskyj und den Spitzen Europas ist beendet. Dies berichten CNN und NBC übereinstimmend unter Berufung auf einen Sprecher Selenskyjs. Sowohl der ukrainische Präsident als auch die europäischen Partner sollen jedoch weiter in Washington bleiben, da der Ukraine-Gipfel noch „in einem anderen Format“ fortgesetzt werden könne.

Update, 22.44 Uhr: Die Ukraine-Verhandlungen sind soeben offenbar für ein Telefonat zwischen Donald Trump und Wladimir Putin unterbrochen worden. Dies berichtet die Bild-Zeitung sowie Reuters unter Berufung auf einen EU-Diplomaten. Danach soll die Gesprächsrunde mit den europäischen Partnern fortgesetzt werden.

Update, 22.25 Uhr: Vor dem multilateralen Treffen auf dem Ukraine-Gipfel in Washington hat ein Mikrofon eine brisante Aussage von Donald Trump eingefangen. „Ich glaube, er will einen Deal machen“, flüsterte Trump dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron im East Room des Weißen Hauses zu. „Ich glaube, er will den Deal für mich machen, verstehen Sie das? So verrückt das auch klingen mag“, zitiert CNN den US-Präsidenten.

Ukraine-Gipfel in Washington: Trump ist optimistisch

Update, 21.18 Uhr: „Wir haben zwei willige Parteien, das ist normalerweise ein gutes Zeichen“, sagt Trump mit Blick auf die Ukraine-Verhandlungen. Ein Deal sei „möglich, vielleicht klappt es aber auch nicht“, doch „wir werden unser Bestes versuchen“, sagt der US-Präsident, ehe es weiter mit den Verhandlungen zu einem Ende des Ukraine-Kriegs geht.

Update, 21.13 Uhr: Die europäische Richtlinie ist deutlich: Man pocht auf einen Waffenstillstand, das haben Emmanuel Macron und Keir Starmer soeben noch einmal bekräftigt. Trump nickt und bedankt sich für die Statements. Die Staatschefs achten aber stets darauf, sich bei den USA zu bedanken und die Notwendigkeit von US-Sicherheitsgarantien zu betonen.

Trump und Selenskyj auf dem Ukraine-Gipfel in Washington. Im Hintergrund Keir Starmer und Alexander Stubb.

Update, 21.08 Uhr: Jetzt ergreift der „wirklich großartige Anführer“ Friedrich Merz das Wort, wie Trump ihn anmoderiert. „Der Weg ist offen, sie haben ihn geöffnet“, sagt der CDU-Chef. Der Bundeskanzler betont dann rasch die Notwendigkeit eines Waffenstillstands: „Lassen Sie uns den Druck auf Russland erhöhen“. Trump erklärt, dass es in den sechs Kriegen, die er beigelegt habe, keine Feuerpause gebraucht habe. Schlussendlich liege das aber in den Händen von Putin und Selenskyj.

Update, 21.02 Uhr: Selenskyj dankt Trump und sagt, dass das eben stattgefundene Gespräch „großartig“ gewesen sei. Trump stimmt zu. Der ukrainische Präsident spricht dann über mögliche Sicherheitsgarantien sowie einen Gefangenenaustausch mit Russland. Auch von Moskau verschleppte Kinder müssten wieder mit ihren Familien vereint werden.

Selenskyj erklärt, dass die Ukraine stets froh sei, wenn Trump an weiteren Verhandlungen im Ukraine-Krieg beteiligt wäre. „Wenn ihr mich braucht, werde ich da sein“, sagt Trump mit einem Lächeln.

Update, 20.59 Uhr: Donald Trump bietet Wolodymyr Selenskyj an, ein Treffen mit Wladimir Putin zu arrangieren – möglicherweise auch zu dritt. Die beiden „könnten einen Deal aushandeln“, so der US-Präsident. Trump wiederholt aber, dass ein Waffenstillstand nicht zwingend nötig sei. Ein Ende des Ukraine-Kriegs könne schon bald erreicht werden. Dann richtet er das Wort an Selenskyj.

Update, 20.56 Uhr: Gemeinsam mit Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj haben sich die anwesenden europäischen Staats- und Regierungschefs nun im Weißen Haus versammelt. Trump heißt Nato-Chef Rutte willkommen, dann folgt Großbritanniens Premier Starmer, Frankreichs Präsident Macron, Italiens Ministerpräsidentin Meloni, Bundeskanzler Merz, den finnischen Präsidenten Stubb sowie Ursula von der Leyen, die Präsidentin der EU-Kommission.

Trump findet dabei nette Worte für seine Kolleginnen und Kollegen, Friedrich Merz bezeichnet er sogar als „großartigen Anführer“ und „meinen Freund“.

Update, 20.50 Uhr: Donald Trump, Wolodymyr Selenskyj und die Regierungschefs der angereisten europäischen Länder posieren nun für ein Gruppenfoto. Bundeskanzler Friedrich Merz und Nato-Chef Mark Rutte, beide rechtsaußen stehend, tauschen einen kurzen Blick aus.

Rubriklistenbild: © Alex Brandon/dpa; Julia Demaree Nikhinson/dpa

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