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Ukraine-Verhandlungen

Trump über Ukraine-Verhandlung: „Ich weiß genau, was ich tue“

In Washington präsentiert sich Trump als Stratege. Die Ukraine-Verhandlung bleibt im Nebel. Doch sein Tonfall zeigt grenzenlose Selbstsicherheit.

Washington, D.C. – Diesen Monat empfing US-Präsident Donald Trump sowohl den russischen Staatschef Wladimir Putin, als auch, wenig später, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Obwohl der Ukraine-Krieg seinem Ende durch diese Verhandlungen nicht viel näher gekommen scheint, gibt sich der US-Präsident weiterhin optimistisch – und fest von sich selbst überzeugt.

Handshake, Chaos, große Gesten: Das Trump-Putin-Treffen in Bildern

Donald Trump und Wladimir Putin trafen sich in Alaska zum Gipfel. Das Treffen wurde zur medialen Inszenierung.
Donald Trump und Wladimir Putin trafen sich im US-Bundesstaat Alaska zum Gipfel in Sachen Ukraine-Krieg. Das Treffen wurde zur medialen Inszenierung.  © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson + IMAGO / Anadolu Agency + IMAGO / ITAR-TASS
Kurz gewunken, dann in die Air Force One: Am Freitagnachmittag (MESZ) reiste US-Präsident Trump zum Gipfel mit Putin nach Alaska.
Kurz gewunken, dann in die Air Force One: Am Freitagnachmittag (MESZ) reiste US-Präsident Trump zum Gipfel mit Putin nach Alaska. © dpa/FR596 AP | Luis M. Alvarez
Auch Putin reiste am Freitagnachmittag an. Die Reise gen Osten nach Alaska nutzte der russische Präsident, um in Magadan, 6000 Kilometer östlich von Moskau, Halt zu machen.
Auch Putin reiste am Freitagnachmittag an. Die Reise gen Osten nach Alaska nutzte der russische Präsident, um in Magadan, 6000 Kilometer östlich von Moskau, Halt zu machen. © dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Alexei Nikolsky
Am Freitag erreichte Putin dann die Joint Base Elmendorf-Richardson in Alaska, um sich dort mit US-Präsident Trump zu treffen.
Am Freitag erreichte Putin dann die Joint Base Elmendorf-Richardson in Alaska, um sich dort mit US-Präsident Trump zu treffen. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Trumps Ankunft in Alaska: Soldaten rollen den roten Teppich aus, bevor der US-Präsident die Air Force One für den Gipfel mit Putin verlässt.
Trumps Ankunft in Alaska: Soldaten rollen den roten Teppich aus, bevor der US-Präsident die Air Force One für den Gipfel mit Putin verlässt. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Vor Trump und Putin erreichte bereits die russische Entourage die Joint Base in Alaska. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sorgte für eine Provokation: Er fuhr mit einem Pullover mit der kyrillischen Aufschrift für „UdSSR“ vor.
Vor Trump und Putin erreichte bereits die russische Entourage die Joint Base in Alaska. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sorgte für eine Provokation: Er fuhr mit einem Pullover mit der kyrillischen Aufschrift für „UdSSR“ vor. © IMAGO / SNA
In der Bevölkerung vor Ort war der Gipfel von Trump und Putin umstritten. Noch bevor die beiden Staatschefs die Region erreichten, protestierten zahlreiche Unterstützer der Ukraine in Alaska.
In der Bevölkerung vor Ort war der Gipfel von Trump und Putin umstritten. Noch bevor die beiden Staatschefs die Region erreichten, protestierten zahlreiche Unterstützer der Ukraine in Alaska. © IMAGO/Hasan Akbas/Anadolu Agency
Antritt zum Gipfel: Trump und Putin treffen in Alaska auf dem roten Teppich aufeinander.
Antritt zum Gipfel: Trump und Putin treffen in Alaska auf dem roten Teppich aufeinander. Trump soll ihm laut US-Medien dort sogar kurz applaudiert haben. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Ein historischer Moment? Trump begrüßt Putin via Handshake vor dem Gipfel in Alaska – und holt den Kreml-Chef damit auf die Bühne internationaler Diplomatie zurück.
Ein historischer Moment? Trump begrüßt Putin via Handshake vor dem Gipfel in Alaska – und holt den Kreml-Chef damit auf die Bühne internationaler Diplomatie zurück. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Gespräche zur militärischen Konfliktbeilegung – militärisch in Szene gesetzt. Trump und Putin posieren für die Presse auf der Bühne, im Hintergrund Kampfjets und die Air Force One.
Gespräche zur militärischen Konfliktbeilegung – militärisch in Szene gesetzt. Trump und Putin posieren für die Presse auf der Bühne, im Hintergrund Kampfjets und die Air Force One. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Trump und Putin in Alaska: Vor den Gesprächen zum Ukraine-Krieg zeigen die Präsidenten sich vertraut.
Trump und Putin in Alaska: Vor den Gesprächen zum Ukraine-Krieg zeigen die Präsidenten sich vertraut. © Julia Demaree Nikhinson / dpa / AP
Gemeinsamer Bühnen-Abgang: Trump und Putin auf dem Weg zu ihren Gesprächen.
Gemeinsamer Bühnen-Abgang: Trump und Putin auf dem Weg zu ihren Gesprächen. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Direkt zum Start kommt es zum Chaos: Journalisten sind mit Trump und Putin in einem Raum, sollen Fragen stellen. Die Fragerunde artet allerdings aus, die Presse schreit den Präsidenten ihre Fragen entgegen. Ende vom Lied: Die Fragerunde wird abgebrochen.
Direkt zum Start kommt es zum Chaos: Journalisten sind mit Trump und Putin in einem Raum, sollen Fragen stellen. Die Fragerunde artet allerdings aus, die Presse schreit den Präsidenten ihre Fragen entgegen. Ende vom Lied: Die Fragerunde wird abgebrochen. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Trump spricht mit seinem Übersetzer beim Gipfeltreffen mit Putin. Ebenfalls mit in der Runde: US-Außenminister Rubio und Sondergesandter Witkoff.
Trump spricht mit seinem Übersetzer beim Gipfeltreffen mit Putin. Ebenfalls mit in der Runde: US-Außenminister Rubio und Sondergesandter Witkoff. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Auch Putin kam mit Entourage, dazu gehörte etwa Außenminister Lawrow (l.).
Auch Putin kam mit Entourage, dazu gehörte etwa Außenminister Lawrow (l.). © IMAGO/Kremlin Press Office
Nach der chaotischen Fragerunde zogen sich Putin und Trump für die Gespräche zurück. Die Presse wartete derweil gespannt auf das gemeinsame Statement.
Nach der chaotischen Fragerunde zogen sich Putin und Trump für die Gespräche zurück. Die Presse wartete derweil gespannt auf das gemeinsame Statement. © dpa/AP | Jae C. Hong
Weltpolitischer Austausch vor den Statements: Russlands Außenminister Lawrow im Gespräch mit seinem US-Amtskollegen Rubio.
Weltpolitischer Austausch vor den Statements: Russlands Außenminister Lawrow im Gespräch mit seinem US-Amtskollegen Rubio. © dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Pressekonferenz nach dem Treffen: Trump und Putin positionieren sich für ihre Statements nach den Gesprächen in Alaska.
Pressekonferenz nach dem Treffen: Trump und Putin positionieren sich für ihre Statements nach den Gesprächen in Alaska. © dpa/AP | Jae C. Hong
Trump und Putin bei der Pressekonferenz vor riesigem Presse-Andrang. Im Hintergrund die Botschaft des Gipfels: „Pursuing Peace“, übersetzt „Streben nach Frieden“.
Trump und Putin bei der Pressekonferenz vor riesigem Presse-Andrang. Im Hintergrund die Botschaft des Gipfels: „Pursuing Peace“, übersetzt „Streben nach Frieden“. © dpa/XinHua | Wu Xiaoling
Die Schatten von Putin und Trump, nah beieinander über dem Motto des Gipfels: „Pursuing Peace“, also „Streben nach Frieden“. Ob der Austausch ein wirklicher Schritt in Richtung Frieden war, darf allerdings angezweifelt werden.
Die Schatten von Putin und Trump, nah beieinander über dem Motto des Gipfels: „Pursuing Peace“, also „Streben nach Frieden“. Ob der Austausch ein wirklicher Schritt in Richtung Frieden war, darf allerdings angezweifelt werden. © Wu Xiaoling/dpa/AP
Nach dem Treffen würdigte Putin in einem kurzen Statement Trump, betonte die Möglichkeit, die Beziehungen zu den USA zu verbessern. Wirkliche Ergebnisse oder neue Erkenntnisse bezüglich des Ukraine-Kriegs blieben aber aus.
Nach dem Treffen würdigte Putin in einem kurzen Statement Trump, betonte die Möglichkeit, die Beziehungen zu den USA zu verbessern. Wirkliche Ergebnisse oder neue Erkenntnisse bezüglich des Ukraine-Kriegs blieben aber aus. © Julia Demaree Nikhinson / dpa / AP
Nach dem Gipfel mit Putin sprach Trump von guten Gesprächen udn kündigte an, mit der Nato in Austausch zu gehen. Später sagte er, das Treffen sei eine „10 von 10“ gewesen, setzte zugleich die Ukraine und Selenskyj unter Druck, einen Deal abzuschließen.
Nach dem Gipfel mit Putin sprach Trump von guten Gesprächen udn kündigte an, mit der Nato in Austausch zu gehen. Später sagte er, das Treffen sei eine „10 von 10“ gewesen, setzte zugleich die Ukraine und Selenskyj unter Druck, einen Deal abzuschließen. © Julia Demaree Nikhinson / dpa / AP
Trump und Putin im vertrauten Gespräch nach der gemeinsamen Pressekonferenz.
Trump und Putin im vertrauten Gespräch nach der gemeinsamen Pressekonferenz. © IMAGO/Gavriil Grigorov
Donald Trump stieg kurz nach dem Putin-Treffen zurück in die Air Force One, verließ Alaska wieder.
Donald Trump stieg kurz nach dem Putin-Treffen zurück in die Air Force One, verließ Alaska wieder. © Julia Demaree Nikhinson/dpa/AP
Treffen von Trump und Putin.
Putin legt nach dem Treffen mit Trump Blumen an den Gräbern sowjetischer Soldaten nieder, die während des Zweiten Weltkriegs auf dem Nationalfriedhof Fort Richardson in Alaska begraben wurden. © dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Gavriil Grigorov
Das Flugzeug von Wladimir Putin nach dem Alaska-Treffen auf dem Weg zurück nach Russland – eskortiert von F-35-Kampfjets.
Das Flugzeug von Wladimir Putin nach dem Alaska-Treffen auf dem Weg zurück nach Russland – eskortiert von F-35-Kampfjets. © dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Gavriil Grigorov

Bei einer Rede vor Journalisten im Oval Office sagte Trump, der eine Kappe mit der Aufschrift „Trump Was Right About Everything“ (Trump hatte mit allem recht) trug, am Freitag (22. August), dass er in zwei Wochen wissen werde, wie er in puncto Ukraine weiter verfahren soll. „Ich werde eine Entscheidung treffen, was wir tun“, so der US-Präsident. „Und es wird eine sehr wichtige Entscheidung sein. Und zwar, ob es massive Sanktionen oder massive Zölle oder beides sein werden. Oder ob wir nichts tun und sagen: ‚Das ist Ihr Kampf‘?“

Trump trägt Kappe „Trump Was Right“ – und kündigt wichtige Entscheidung zur Ukraine in zwei Wochen an

Auf die Frage einer Reporterin von CNN, ob es „es eine reale Möglichkeit ist, dass Sie nichts unternehmen, wenn Putin nicht zu Verhandlungen über einen Waffenstillstand bereit ist?“ antwortete Trump ausweichend, aber selbstsicher. Er werde „sehen, wessen Schuld es ist“. Und weiter: „Wenn es Gründe dafür gibt, werde ich das verstehen. Ich weiß genau, was ich tue“.

Trump hat wiederholt erklärt, er wolle, dass Putin und Selenskyj sich treffen, um eine Lösung zu finden. Trotzdem fiel seine jüngste Einschätzung eher zurückhaltend aus: Noch sei nicht abzusehen, ob es ein Treffen zwischen Putin und Selenskyj geben werde. Dies werde aber „interessant zu beobachten sein“, so seine der US-Präsident„Und wenn sie sich nicht treffen, warum haben sie sich nicht getroffen? Weil ich ihnen gesagt habe, sie sollen sich treffen. Aber in zwei Wochen werde ich wissen, was ich tun werde“, schloss er die Antwort in gewohnt kryptischem Stil ab.

US-Präsident Donald Trump trägt eine Kappe mit der Aufschrift „Trump Was Right About Everything“ (Trump hatte mit allem recht).

Putin lobt Trump öffentlich: Russland sieht Licht am Ende des Tunnels und stärkt US-Präsident den Rücken

Aus dem Kreml hieß es zuletzt, dass kein Treffen geplant sei. Putin sei jedoch „bereit, sich mit Selenskyj zu treffen, sobald die Tagesordnung für ein Gipfeltreffen feststehe. Und diese Tagesordnung ist noch lange nicht fertig“, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow gegenüber NBC erklärte. Diese Äußerung war ein Rückschlag für Trump, der die ganze Woche über einen diplomatischen Durchbruch in seinen Bemühungen um eine Annäherung verkündet hatte.

Trotzdem scheint man in Moskau von Trumps Wirken überzeugt. Auf Nachfrage von Reportern stellte Putin am Freitag seine Überzeugung heraus, dass dessen Führungsqualitäten dazu beitragen würden, die Beziehungen beider Länder nach den jüngsten Tiefpunkten wieder zu verbessern. „Mit dem Amtsantritt von Präsident Trump sehe ich endlich Licht am Ende des Tunnels. Und jetzt hatten wir ein sehr gutes, bedeutungsvolles und offenes Treffen in Alaska“, so Putin laut Reuters mit Blick auf das Gipfeltreffen der vergangenen Woche.

Selenskyj übt scharfe Kritik: Russland winde sich aus Treffen heraus und setzt Angriffe gegen Ukraine fort

„Die nächsten Schritte hängen nun von der Führung der Vereinigten Staaten ab, aber ich bin zuversichtlich, dass die Führungsqualitäten des derzeitigen Präsidenten, Präsident Trump, eine gute Garantie für die Wiederherstellung der Beziehungen sind“, brachte der russische Präsident seinen Optimismus zum Ausdruck.

Weniger Grund zur Zuversicht hat der ukrainische Präsident. Selenskyj war Russland am Donnerstag (21. August) vor, sich aus einem Treffen „herauszuwinden“. Ihm zufolge sind die derzeitigen „Signale aus Russland, um ehrlich zu sein, einfach unanständig. Sie versuchen, sich aus der Notwendigkeit eines Treffens herauszuwinden. Sie wollen diesen Krieg nicht beenden. Sie setzen ihre massiven Angriffe auf die Ukraine und ihre extrem intensiven Angriffe an der Front fort.“ Weiterhin erklärte, er werde die diplomatischen Gespräche mit den Partnern fortsetzen und forderte mehr Druck auf Russland, um den Krieg zu beenden. (tpn)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Pool/ABACA

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