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Washington Post
Trumps Klimapolitik: US-Regierung will Treibhausgas-Grenzwerte für Kraftwerke aufheben
Donald Trump will Bidens Klima- und Umweltvorschriften rückgängig machen. Sein erster Schritt: die bundesweite Abschaffung der Grenzwerte für Treibhausgase.
Washington, DC – Die US-Umweltschutzbehörde EPA plant, bundesweite Grenzwerte für Treibhausgase aus Kohle- und Gaskraftwerken abzuschaffen. Dies bestätigte ein Sprecher am Samstag. Der Plan ist Teil umfassender Bemühungen von US-Präsident Donald Trump, Umweltvorschriften aus der Biden-Ära rückgängig zu machen.
In einer E-Mail an die Washington Post erklärte ein EPA-Sprecher, der neue Plan baue auf einem Urteil des Obersten Gerichtshofs von 2022 auf. Darin hatte die konservative Mehrheit Joe Bidens ehrgeizige Klimaagenda gekippt. Das Gericht entschied, die EPA könne Energieversorger nicht zwingen, Kohlekraftwerke zu schließen und auf erneuerbare Energien umzusteigen. Der Plan würde Regeln aus dem letzten Jahr der Biden-Regierung aufheben, die klimaschädliche Emissionen aus US-Kraftwerken begrenzen sollten. Konservative argumentieren, diese Regeln verstießen gegen das Urteil von 2022.
US-Umweltschutzbehörde unter Trump: Amerikaner sollen bezahlbare Energie bekommen
„Bei der Überprüfung der Biden-Harris-Regel, die gegen die Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs verstieß, wollen wir sicherstellen, dass die Behörde das Gesetz einhält. Gleichzeitig sollen alle Amerikaner Zugang zu zuverlässiger und bezahlbarer Energie haben“, sagte EPA-Chef Lee Zeldin in einer Erklärung.
In seiner E-Mail am Samstag argumentierte der EPA-Sprecher, die Regel aus der Biden-Ära hätte „bezahlbare und zuverlässige Stromerzeugung abgeschaltet“, Preise erhöht und die Abhängigkeit der USA von Energieimporten aus dem Ausland verstärkt. Die neue Regel werde nach einer behördenübergreifenden Prüfung veröffentlicht, schrieb der EPA-Sprecher. Die New York Times berichtete zuerst über Details des EPA-Vorschlags, der laut der Zeitung am 2. Mai zur Prüfung ans Weiße Haus geschickt wurde.
In dem Entwurf argumentierte die EPA, Kohlendioxid und andere Treibhausgase aus Kraftwerken, die fossile Brennstoffe verbrennen, „tragen nicht wesentlich zu gefährlicher Verschmutzung“ oder zum Klimawandel bei. Sie seien nur ein kleiner und abnehmender Anteil der globalen Emissionen, berichtete die Times. Kraftwerke waren 2022 für etwa 25 Prozent der US-Treibhausgasemissionen verantwortlich. Die Behörde erklärte auch, die Beseitigung dieser Emissionen hätte keine bedeutenden Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit und das Wohlergehen, so die Times.
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Trump will Bidens Klima- und Umweltvorschriften abbauen
Der EPA-Entwurf ist der jüngste Vorstoß in Trumps Angriff auf bundesweite Klimaschutzbemühungen. Im März kündigte die EPA an, Dutzende von Bidens Klima- und Umweltvorschriften abzubauen. Dazu gehören Regeln zur Beschleunigung des Übergangs zu Elektrofahrzeugen, zur Beseitigung klimaschädlicher Emissionen aus Kraftwerken und zum Schutz von Gewässern vor schädlicher Verschmutzung. Zeldin hat das Weiße Haus auch privat gedrängt, die „Gefährdungsfeststellung“ von 2009 aufzuheben, die den Weg für die Regulierung von Treibhausgasen nach dem Clean Air Act ebnete, wie die Post zuvor berichtete.
Obwohl der Oberste Gerichtshof 2022 gegen die vorgeschlagenen EPA-Standards entschied, lehnte er es im Oktober ab, Bidens überarbeiteten Plan zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen aus Kraftwerken auszusetzen. Republikanisch geführte Staaten und Versorgungsunternehmen klagten gegen die Vorschriften. Die konservativen Gruppen argumentierten, der Plan aus der Biden-Ära würde einige Anlagen vorzeitig schließen und dem Stromnetz schaden. Biden-Beamte erklärten, der Plan sei so konzipiert, dass er diese Bedenken berücksichtige.
Konservative unterstützen Trumps Klimapläne: Regulierungspolitik sei „sinnlos“
Die Nachricht über einen Entwurf zur Abschaffung von Grenzwerten für Treibhausgase aus Kraftwerken wurde von Konservativen am Samstag begrüßt. Myron Ebell, der während Trumps erster Amtszeit das EPA-Übergangsteam leitete, bezeichnete die Regulierungspolitik als „sinnlos“ und „schädlich“ für die Wirtschaft. „Präsident Trump hat aus seiner ersten Amtszeit viel gelernt. Er geht viel schneller und mutiger vor, um das von früheren Regierungen geschaffene Regulierungschaos rückgängig zu machen“, sagte Ebell der Post.
Thomas Pyle, Präsident der American Energy Alliance, einer Interessenvertretung für den Öl- und Gassektor, nannte den Entwurf einen „guten Schritt vorwärts im Einklang mit der Rechtsstaatlichkeit“. Es sei „äußerst wichtig, dass die EPA die schwierige juristische Arbeit leistet, um sicherzustellen, dass ihre neue Regel rechtlich Bestand hat“, sagte Pyle.
Kritik an Trumps Klimaplänen: US-Regierung leugne „die Realität“
Klimaexperten kritisierten den Entwurf am Samstag jedoch scharf. Sie wiesen darauf hin, dass ein solcher Vorschlag das Land – den zweitgrößten Treibhausgasemittenten der Welt – daran hindern würde, katastrophale Klimaveränderungen abzuwenden. „Es ist völlig verwerflich, dass Lee Zeldin diese lebensrettenden Regeln rückgängig machen und den Amerikanern noch mehr schaden will, nur um sich bei der fossilen Brennstoffindustrie einzuschmeicheln und Pluspunkte zu sammeln“, sagte Patrick Drupp, Direktor für Klimapolitik beim Sierra Club.
Julie McNamara, stellvertretende Politikdirektorin des Klima- und Energieprogramms der Union of Concerned Scientists, erklärte, es gebe keinen „sinnvollen Weg“ zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen ohne solche bundesweiten Grenzwerte. „Die Trump-Regierung mag versuchen, illegal und unmöglich die Realität zu leugnen, aber die Beweise für Klimaschutzmaßnahmen sind umfangreich und die Argumente dafür eindeutig“, sagte McNamara. „Die Fakten werden sich durchsetzen.“
Zur Autorin
Tobi Raji ist Reporterin im General Assignment Team der Washington Post. Zuvor berichtete sie neun Monate lang im Rahmen des Opportunity Program der Washington Post über die Bundesjustiz und den Obersten Gerichtshof. Davor war sie Rechercheurin für The Early 202, den führenden Politik-Newsletter der Post. Sie kam 2021 zur Post.
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Dieser Artikel war zuerst am 25. Mai 2025 in englischer Sprache bei der „Washingtonpost.com“ erschienen – im Zuge einer Kooperation steht er nun in Übersetzung auch den Lesern der IPPEN.MEDIA-Portale zur Verfügung.