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Kommt der Truppenabzug?

Aus Wut über fehlende Waffenhilfe: Trump will widerspenstige NATO-Länder bestrafen

Kam zu wenig Hilfe im Iran-Krieg? Trump zieht einen Truppenabzug in Europa in Betracht, um NATO‑Verbündete zu bestrafen. Rutte kann US-Präsidenten nicht besänftigen.

Die Wut ist groß: Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erwägt, bestimmte NATO-Verbündete zu bestrafen. Der Grund: Sie ließen ihn in seinem Krieg gegen den Iran hängen. Deshalb könnten jetzt als Gegenreaktion US-Truppen aus den Partnerländern abgezogen werden. Das berichten Regierungsvertreter, auf die sich das Wall Street Journal beruft.

Droht mit Truppenabzug in NATO-Ländern: US-Präsident Donald Trump.

Der Vorschlag sieht vor, dass US-Streitkräfte aus einigen NATO-Mitgliedsstaaten abgezogen und in andere Länder verlegt werden, die das US-Militär als hilfreicher einschätzt. Der Plan bleibt hinter den jüngsten Drohungen von Präsident Donald Trump zurück, die Vereinigten Staaten vollständig aus der NATO zurückzuziehen. Dennoch könnte das Vorgehen die bestehenden Spannungen innerhalb des Bündnisses wieder erheblich eskalieren. Newsweek hat das Weiße Haus am Mittwochabend per E‑Mail um eine ergänzende Stellungnahme gebeten.

Nach Treffen mit Rutte: Donald Trump eskaliert Streit in der NATO

Nach Angaben von US-Beamten kursiert die Idee für einen Truppenabzug in europäischen NATO-Ländern bereits seit einigen Wochen unter führenden Mitarbeitern des Weißen Hauses. Die Debatte befindet sich jedoch noch in einem frühen Stadium und ist eine von mehreren diskutierten Optionen, um Druck auf NATO-Verbündete auszuüben. Die Beratungen verdeutlichen eine wachsende Kluft zwischen der Trump-Regierung und den europäischen Partnern nach der Entscheidung des Präsidenten, den Krieg gegen Iran ohne breitere Unterstützung der Verbündeten zu beginnen.

NATO-Generalsekretär Mark Rutte reiste diese Woche zu Gesprächen mit Trump nach Washington, während Vertreter versuchten, die Spannungen innerhalb des transatlantischen Bündnisses zu entschärfen. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, sagte, Trump plane am Mittwoch ein „offenes und ehrliches“ Gespräch mit Rutte und warf den NATO-Verbündeten vor, das amerikanische Volk trotz langjähriger Verteidigungsverpflichtungen der USA nicht unterstützt zu haben.

Als Antwort auf eine Frage von Leonardo Feldman von Newsweek während der Pressekonferenz am Mittwoch sagte Leavitt, Trump plane, die extreme Maßnahme eines NATO-Austritts direkt mit Rutte bei den Gesprächen im Weißen Haus zu erörtern. „Es ist etwas, worüber der Präsident gesprochen hat, und ich denke, es ist etwas, worüber der Präsident in ein paar Stunden mit Generalsekretär Rutte sprechen wird“, sagte Leavitt auf die Frage, ob Trump weiterhin offen für einen Austritt aus dem Bündnis sei.

Nach seinem Treffen mit Rutte wiederholte der Präsident am Mittwochabend in einer Botschaft in Großbuchstaben auf Truth Social seine umfassenderen Angriffe auf die NATO im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg und bekräftigte seinen Ärger über Dänemark und das Bündnis wegen Grönland. Er schrieb: „NATO WAR NICHT DA, ALS WIR SIE BRAUCHTEN, UND SIE WERDEN NICHT DA SEIN, WENN WIR SIE WIEDER BRAUCHEN. ERINNERT EUCH AN GRÖNLAND, DIESE GROSSE, SCHLECHT GEFÜHRTE EISSCHOLLE!!! Präsident DJT.“

Rutte sagte am Mittwochabend im Gespräch mit Jake Tapper von CNN, sein Treffen mit Trump sei eine „sehr offene, sehr ehrliche Diskussion gewesen, aber es war auch ein Gespräch zwischen zwei guten Freunden“. In der Sendung The Lead sagte er, der Präsident sei „offensichtlich enttäuscht“ von den NATO-Verbündeten.

Trumps Streit mit der NATO wird durch den Iran-Krieg größer

Rutte traf sich am Mittwochmorgen vor den Gesprächen im Weißen Haus separat mit Außenminister Marco Rubio im State Department. In einer Erklärung teilte das Außenministerium mit, die beiden hätten den Krieg mit Iran, die US-Diplomatie zur Beendigung von Russlands Krieg in der Ukraine und das, was es als „zunehmende Koordinierung und Lastenverlagerung mit NATO-Verbündeten“ bezeichnete, erörtert.

Trump hat das aus 32 Mitgliedern bestehende NATO-Bündnis wiederholt kritisiert. Diese Spannungen haben sich seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar verschärft. Trump hat wiederholt argumentiert, die Sicherung der Straße von Hormus sei in erster Linie die Aufgabe jener Länder, die am stärksten von den Ölströmen aus dem Nahen Osten abhängen, nicht der Vereinigten Staaten.

Besuche im Weißen Haus: Trumps legendäre Momente im Oval Office

Friedrich Merz trifft Donald Trump
529408025.jpg © Evan Vucci/dpa
Friedrich Merz beim Besteigen der „Konrad Adenauer“, dem deuschen Pendant der Air Force One.
Friedrich Merz beim Besteigen der „Konrad Adenauer“, dem deutschen Pendant der Air Force One. Das Flugzeug bringt den Bundeskanzler am Mittwoch nach Washington DC. In der US-Hauptstadt wird Merz zum Antrittbesuch bei Donald Trump erwartet. Es ist das erste persönliche Treffen der beiden und das erste Mal, dass Merz zu Gast im Weißen Haus ist. © Michael Kappeler/dpa
Für Friedrich Merz ist es der erste offizielle Besuch im Weißen Haus.
Für Friedrich Merz ist es der erste offizielle Besuch im Weißen Haus. In den USA kennt sich der neue Bundeskanzler aber aus. Von 2009 bis 2019 war er Vorsitzender der „Atlantik-Brücke“, ein Verein, dem etwa 800 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft angehören. Die „Atlantik-Brücke“ dient ihren Mitgliedern als Netzwerk und Austauschforum und hat zum Ziel, die transatlantische Zusammenarbeit zwischen den USA auf der einen und Deutschland sowie Europa auf der anderen Seite zu fördern. © Bernd Von Jutrczenka/dpa
 Per Dekret benannte der neue US-Präsident den Golf von Mexiko in Golf von Amerika um
Kaum angekommen im Oval Office sorgte Donald Trump für den nächsten Eklat. Per Dekret benannte der neue US-Präsident den Golf von Mexiko in Golf von Amerika um. Weil die Nachrichtenagentur AP diese Umbenennung nicht mitmachen wollte, verbannte die Trump-Administration ihre Vertreterinnen und Vertreter von den Pressekonferenzen des Weißen Hauses. © imago
Statuette, die an das Attentatsversuch auf Trump im Wahlkampf erinnert.
Das Oval Office hat Donald Trump längst nach seinen Vorstellungen umgestaltet. Der neue Präsident scheute dabei keine Kosten. Der Teppichboden wurde ausgetauscht, deutlich mehr Flaggen aufgestellt und zahlreiche neue Bilder aufgehängt. Daneben finden sich im Oval Office etliche Memorabilias wie eine Statuette, die an das Attentatsversuch auf Trump im Wahlkampf erinnert.  © Alex Brandon/dpa
Donald Trump, hier in Begleitung von Verteidigungsminister Pete Hegseth
Einen besonders prominenten Platz vergab Donald Trump, hier in Begleitung von Verteidigungsminister Pete Hegseth bei der Präsentation eines neuen Kampfjets, an ein Bild Ronald Reagans. Der 40. Präsident der USA gilt Trump seit jeher als Vorbild. Seinen Wahlspruch, „Make America Great Again“, der zum Namen einer ganzen Bewegung geworden ist, hat sich Trump ebenfalls bei Reagan abgeschaut. © IMAGO/Pool/ABACA
X Æ A-Xii, der jüngste Sohn von Elon Musk
Ein außergewöhnlicher Moment im Oval Office war der Auftritt von X Æ A-Xii, der jüngste Sohn von Elon Musk. Donald Trump hatte den reichsten Mann der Welt damit beauftragt, die Regierungsausgaben der USA radikal zu kürzen. Musk stellte sich daraufhin derart auffällig ins Rampenlicht, das viele Beobachterinnen und Beobachter in dem gebürtigen Südafrikaner den eigentlichen US-Präsidenten sahen. © JIM WATSON/AFP
Kid Rock und Donald Trump im Oval Office
Elon Musk und Sohnemann X Æ A-Xii waren aber nicht die Einzigen, die seit Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus ihre Momente im Oval Office hatten. Einen solchen feierte auch Kid Rock. Der in die Jahre gekommene Rockstar ist seit langem Anhänger Trumps und besuchte diesen kurz nach seiner Wahl in Washington DC. Für seine Audienz im Oval Office wählte Kid Rock ein Outfit, das an menschliche Kanonenkugeln und furchtlose Motorrad-Stuntfahrer erinnerte. © SAUL LOEB/AFP
Donald Trump beim Interview im Oval Office
Ebenfalls im Oval Office kam es zu einem weiteren Eklat, an dem Donald Trump maßgeblich beteiligt war. Während eines Fernsehinterviews behauptete der US-Präsident, man habe die Tätowierung „MS13“ auf den Knöcheln eines abgeschobenen Südamerikaners gefunden, was wiederum dessen Mitgliedschaft in der gleichnamigen Kriminellen-Gang beweisen würde. Mehrfach wies der Reporter Trump daraufhin, dass es sich bei seinem angeblichen Beweisfoto um eine mit Photoshop bearbeitete Aufnahme handle. Trump wiederum ließ sich davon aber nicht stören. © IMAGO/White House
Wolodymyr Selenskyj mit seinem Outfit in Washington DC
Während die Garderobe von Elon Musk und Kid Rock bei ihren Besuchen im Oval Office die MAGA-Welt um Donald Trump unbeeindruckt hinterließ, sorgte Wolodymyr Selenskyj mit seinem Outfit in Washington DC für einen handfesten Eklat. Der ukrainische Präsident erschien zum Antrittbesuch im schwarzen Pullover – für den ebenfalls anwesenden Brian Glenn offenbar zu viel des Guten. „Haben Sie keinen Anzug“, fragte der rechtsradikale Kommentator Selenskyj, der sich im Oval Office auch von Vizepräsident JD Vance so einiges anhören durfte. © imago
das Treffen zwischen Donald Trump und Emmanuel Macron im Weißen Haus
Harmonischer lief dagegen das Treffen zwischen Donald Trump und Emmanuel Macron im Weißen Haus. Frankreichs Präsident ließ bei dem Besuch seinen Charme spielen, was Trump offensichtlich gefiel. Selbst als Macron ihn bei der Frage, welches Land wie viel Hilfe an die Ukraine geleistet habe, korrigierte, quittierte Trump das nur mit einem Lächeln. © LUDOVIC MARIN/AFP
Keir Starmer folgte bei seinem Besuch im Oval Office
Keir Starmer folgte bei seinem Besuch im Oval Office dem Vorbild Emmanuel Macrons. Wie schon Frankreichs Präsident bemühte sich auch der britische Premierminister um ein harmonisches Verhältnis zu Donald Trump. Starmer brachte sogar eine schriftliche Einladung Trumps an den Hof von König Charles III. mit – wohl wissend, dass Trump schon immer ein Faible für die britischen Royals hatte. Der britische Premierminister war der sechste Regierungschef, der Trump im Oval Office einen Besuch abstattete. © Carl Court/dpa
Beste Laune herrschte im Oval Office bei dem Staatsbesuch von Giorgia Meloni
Beste Laune herrschte im Oval Office bei dem Staatsbesuch von Giorgia Meloni. Donald Trump nannte Italiens Regierungschefin „eine großartige Premierministerin.“ Sie mache „einen fantastischen Job in Italien“ und sei „eine der wirklichen Führungspersönlichkeiten der Welt.“ Die Post-Faschistin Meloni habe laut Trumps Laudatio im Weißen Haus seit ihrem Amtsantritt „Europa im Sturm erobert“. © imago
Nato-Generalsekretär Marc Rutte in Washington DC.
Was zu anderen Zeiten ein dröger Standard-Termin gewesen wäre, wird unter Donald Trump zum Treffen mit Zündstoff: Der Besuch von Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Washington DC. Der amtierende US-Präsident gilt als Kritiker des Verteidigungsbündnisses und will, dass sein Land weniger Verantwortung für die anderen Mitglieder übernimmt. Rutte bemühte sich bei seinem Besuch, die so entstandenen Wogen zu glätten. © imago
Mark Carney und Donald Trump im Weißen Haus
Ähnlich gestaltete sich die Situation beim Antrittsbesuch von Mark Carney, dem neuen Premierminister Kanadas, in Washington DC. Trump hatte im Vorfeld zur Wahl in Kanada die Idee in Umlauf gebracht, die USA könnten sich den nordischen Nachbarstaat einfach einverleiben. Kanada würde so der 51. Bundesstaat werden. Doch im Oval Office stellte Carney klar: „Kanada steht nicht zum Verkauf.“ © imago
Donald Trump beim Besuch von Cyril Ramaphosa
Einen weiteren Eklat verursachte Donald Trump beim Besuch von Cyril Ramaphosa. Der Präsident Südafrikas sah sich im Oval Office mit Videoaufnahmen konfrontiert, die einen angeblichen Genozid an der weißen Bevölkerung seines Landes dokumentieren sollen. Ramaphosa war eigentlich nach Washington DC gereist, um mit Trump über Zollabkommen zu verhandeln. Dessen plötzlichen Themenwechsel nahm Südafrikas Präsident gelassen hin. © imago
Donald Trump Trikot im weißen haus
Nicht nur Staats- und Regierungschefs gehen ein und aus im Weißen Haus. Donald Trump empfängt dort auch regelmäßig Vertreter aus Kultur und Sport. Im Mai 2025 verkündete der US-Präsident aus dem Oval Office, dass der Draft der American Football Liga (NFL) im Jahr 2027 in Washington DC stattfinden werde. Dafür bekam Trump ein persönliches Trikot des städtischen Football-Teams, der Washington Commanders, überreicht. Die Nummer 47 steht dabei für sein Amt: Trump ist der 47. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Der dazugehörige Football erinnert zudem an seine erste Amtszeit, als Trump der 45. US-Präsident war. © imago
Eine Sportart, für die Donald Trump viel Begeisterung aufbringt, ist die Ultimate Fighting Championship (UFC)
Eine Sportart, für die Donald Trump viel Begeisterung aufbringt, ist die Ultimate Fighting Championship (UFC). Deren im Ruhestand befindlicher Superstar ist der Ire Conor McGregor. Zum St. Patricks Day lud der US-Präsident den ehemaligen UFC-Weltmeister mitsamt Familie ins Weiße Haus ein. Im Oval Office gefiel es McGregor offenbar so gut, dass er im Anschluss an das Familienfoto mit Trump und Elon Musk beschloss, eine eigene politische Karriere zu beginnen und bei der nächsten Wahl in seiner Heimat Irland für das Amt des Präsidenten zu kandidieren. © imago
So fand Skandal-Rapper Kanye West seinen Weg ins Weiße Haus
Bereits während seiner ersten Amtszeit im Oval Office lud Donald Trump jeden ein, der ihm mit seinem Besuch Schlagzeilen versprechen konnte. So fand Skandal-Rapper Kanye West seinen Weg ins Weiße Haus, um dort mit dem US-Präsidenten über Schusswaffengewalt, Sozialpolitik und Trumps Strategie zu sprechen. West trug während seines Besuchs die Trumps berühmte rote MAGA-Mütze. Sie sorge dafür, dass er sich „wie Superman“ fühle, so West. © SAUL LOEB/AFP
First Lady Melania Trump ganz alleine auf dem Sofa,
Im Jahr 2017 machte ein weiteres Bild aus dem Oval Office die Runde. Dort zu sehen: First Lady Melania Trump ganz alleine auf dem Sofa, umringt von Fotografen und Journalisten, die ihr aber keine Beachtung zu schenken scheinen. Das Weiße Haus verbreitete das Foto auf seinen Social-Media-Kanälen ausgerechnet als Geburtstagsgruß an die Ehefrau Donald Trumps. © BRENDAN SMIALOWSKI
Bundeskanzlerin Merkel trifft US-Präsident Trump
Merz-Vorgängerin Angela Merkel hatte gleich mehrere Treffen mit Donald Trump im Weißen Haus. Die Ex-Kanzlerin regierte von 2017 bis 2021 zeitgleich mit Trump. Wie der US-Präsident dabei auf Merkel wirkte, beschrieb sie ausführlich in ihren Memoiren. „Je mehr Menschen im Raum waren, desto größer war sein Drang, der Sieger zu sein. Man kann mit ihm nicht plaudern, jede Begegnung ist ein Wettkampf: Du oder ich“, so die ehemalige Kanzlerin über Trumps Verhalten im Oval Office.  © Evan Vucci/dpa
Angela Merkel und Barack Obama
Ganz anders gestaltete sich dagegen die Beziehung zwischen Angela Merkel und Barack Obama, Donald Trumps Vorgänger im Amt des US-Präsidenten. Merkel besuchte Obama mehrfach im Weißen Haus. Der US-Präsident beschrieb die damalige Bundeskanzlerin nach ihrer Amtszeit als „nett und freundlich.“ © imago
Obama und Merkel im Weißen Haus
Dabei stand die Beziehung der deutschen Bundeskanzlerin und des neuen US-Präsidenten zu Beginn unter einem ungünstigen Stern. Präsidentschaftskandidat Barack Obama wollte im Wahlkampf der US-Wahl 2008 vor dem Brandenburger Tor auftreten. Merkel aber verhinderte den Auftritt des Demokraten, damit nicht der Eindruck entstünde, sie würde sich gegen den Kandidaten der Republikaner, John McCain, stellen. Nach Obamas Wahlsieg soll Merkel befürchtet haben, der neue US-Präsident trage ihr die Entscheidung noch nach. „Sie war immer besorgt, dass ich deshalb noch wütend bin“, sagte Obama bei der Vorstellung von Merkels Memoiren in Washington DC. „Das bin ich aber wirklich nicht“, versicherte er der ehemaligen Kanzlerin. © imago
Obama und Trump im Oval Office
Ein deutlich unangenehmer Termin für Barack Obama dürfte dagegen das Treffen mit Donald Trump im Weißen Haus gewesen sein. Der alte US-Präsident empfing seinen Nachfolger nach dessen Sieg bei der US-Wahl 2016 zur Übergabe der Amtsgeschäfte im Oval Office. © Michael Reynolds/dpa
Merkel und Barroso bei Bush in Washington
Für Friedrich Merz wird der Besuch bei Donald Trump eine Premiere sein. Noch nie war der Bundeskanzler zu Gast im Weißen Haus. Seine Vorgängerin im Amt, Angela Merkel, traf dagegen gleich vier US-Präsidenten in deren Amtssitz. Neben Barack Obama und Donald Trump luden auch Joe Biden und George W. Bush die deutsche Bundeskanzlerin nach Washington DC ein. © dpa
Kanzler Scholz in den USA
Vor Friedrich Merz regierte Olaf Scholz Deutschland als Bundeskanzler. In seiner weniger als vier Jahre dauernden Amtszeit besuchte Scholz gleich mehrfach das Weiße Haus. Donald Trumps Vorgänger Joe Biden empfing den deutschen Bundeskanzler jedes Mal freundlich zum Gespräch im Oval Office. © Michael Kappeler/dpa
Schröder zu Treffen mit Bush im Weißen Haus
Bundeskanzler Gerhard Schröder war ebenfalls Gast im Weißen Haus. Im Jahr 2005 empfing der damalige US-Präsident George W. Bush den Sozialdemokraten im Oval Office.  © dpa
Bush und Kohl im Weißen Haus
Vor Gerhard Schröder reiste Bundeskanzler Helmut Kohl ebenfalls nach Washington DC. Der Altkanzler traf dort George Bush, Vorgänger und Vater des späteren US-Präsideten George W. Bush, zum Gespräch im Oval Office des Weißen Hauses. © imago

„Geht zur Meerenge und nehmt sie euch einfach“, sagte Trump vergangene Woche und kritisierte die Verbündeten wegen dessen, was er als mangelnde Initiative bezeichnete. Seine Frustration wurde durch Entscheidungen von Verbündeten, darunter Frankreich und Spanien, verstärkt, den USA für Operationen im Iran-Krieg den Zugang zu ihrem Luftraum oder zu Militäranlagen einzuschränken oder zu verweigern. Während diese Länder und andere Bereitschaft signalisiert haben, sich an einer internationalen Mission zur Sicherung von Hormus nach dem Konflikt zu beteiligen, lehnten sie es ab, aktive Kampfoperationen zu unterstützen.

Der britische Premierminister Keir Starmer, den Trump in den vergangenen Tagen öffentlich kritisiert hat, sollte am Mittwoch in die Golfregion reisen, um die fragile Feuerpause zu unterstützen und Pläne für ein langfristiges Sicherheitsarrangement für die Meerenge voranzutreiben. Britische Vertreter sagen, London arbeite an Vorschlägen zum Schutz der Schifffahrt in dem engen Korridor zwischen Iran und Oman, sobald die Kämpfe enden.

Trump droht mit Truppenabzug: Das ist die US-Militärpräsenz in den NATO-Ländern

Die Vereinigten Staaten haben nach Angaben des Council on Foreign Relations unter Berufung auf das US European Command (EUCOM) rund 84.000 Soldaten in Europa stationiert. Während des Iran-Konflikts begrenzten einige europäische Regierungen den Zugang des US-Militärs, darunter die vorübergehende Einschränkung Italiens für die Nutzung eines Luftwaffenstützpunkts auf Sizilien und Auflagen Frankreichs für Landungen auf einem Stützpunkt in Südfrankreich.

Über die Truppenverlagerung hinaus erwägt die Regierung laut von dem Journal zitierten Vertretern auch, mindestens einen US-Stützpunkt zu schließen, möglicherweise in Deutschland oder Spanien. Länder, die als unterstützend gelten – darunter Polen, Rumänien, Litauen und Griechenland – könnten eine verstärkte US-Truppenpräsenz erleben. Diese Staaten haben höhere Verteidigungsausgaben und gehörten zu den ersten, die internationale Bemühungen zur Sicherung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus unterstützten.

Die Reporterinnen, Reporter und Redakteurinnen und Redakteure von Newsweek haben Martyn, unseren KI-Assistenten, genutzt, um diese Berichterstattung zu unterstützen. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)

Rubriklistenbild: © Mark Schiefelbein/dpa

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