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Frankreich koordiniert

NATO-Bündnis in Gefahr? Europa startet Grönland-Notfallplan nach Trumps Übernahme-Drohung

Drei Szenarien für eine US-Einmischung zeichnen sich ab. Wirtschaftsdruck wäre am einfachsten. Militärausbau könnte nicht nur Moskau provozieren.

Brüssel/Washington, D.C. – Nachdem die USA zuletzt ihre Drohungen intensiviert haben, Grönland übernehmen zu wollen, bereiten einige EU-Länder jetzt einen Notfallplan vor. Am Mittwochmorgen (7. Januar) erklärte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot, dass Frankreich mit seinen Partnern an einem entsprechenden Konzept arbeite. Auch bei der heutigen Zusammenkunft des sogenannten „Weimarer Dreiecks“ in Paris, bei dem es vor allem um den Ukraine-Krieg gehen soll, wird die Grönland-Situation zur Sprache kommen.

Die EU bereitet unter Führung Frankreichs einen Notfallplan vor, nachdem US-Präsident Donald Trump wiederholt mit der Übernahme Grönlands gedroht hat.

Seit das Weiße Haus einen Militäreinsatz ausdrücklich nicht ausschließt und der US-Außenminister Berichten zufolge von einem Kauf der Arktisinsel spricht, kommen die Menschen in Grönland nicht zur Ruhe. „Die letzten Tage waren sehr, sehr schwierig – und emotional aufwühlend“, sagte die Grönländerin Pitsi Karolussen dem dänischen Fernsehen in Nuuk. Viele ihrer Landsleute seien besorgt und machten sich Gedanken um die Zukunft. Zu den USA gehören will ein Großteil der Grönländer nicht. „Ich will nicht Amerikaner sein. Ich bin Grönländer mit einer Verbindung zu Dänemark, und das ist völlig in Ordnung so“, erklärte Erik Kuitse aus Nuuk. Das Verhältnis zu Kopenhagen mag kompliziert sein, doch eine US-Übernahme lehnen die meisten entschieden ab.

Barrot nennt militärische Annexion Fiktion: NATO-Partner greifen einander nicht an

Frankreich strebt eine koordinierte europäische Reaktion auf jüngste Schritte aus den USA an. Außenminister Barrot kündigte im Radiosender France Inter an, nicht im Alleingang vorzugehen: „Wir wollen Maßnahmen ergreifen, aber wir wollen dies gemeinsam mit unseren europäischen Partnern tun.“ Insbesondere gehe es darum, eine Antwort auf die Ende Dezember verhängten Einreiseverbote für mehrere Europäer zu formulieren. Betroffen war unter anderem die Leitung der deutschen NGO Hateaid. Barrot sprach von „Einschüchterungsversuchen“ der USA und signalisierte damit eine härtere Linie gegenüber Washington.

Spekulationen über eine gewaltsame US-Annexion Grönlands hält Barrot allerdings für unrealistisch. Eine solche Aktion bezeichnete er als „Fiktion“ – innerhalb der NATO würden Mitgliedstaaten nicht militärisch gegeneinander vorgehen. Nach einem Gespräch mit US-Außenminister Marco Rubio sei er überzeugt, dass es zu keiner Militäroperation komme. Rubio habe „ausgeschlossen, dass sich in Grönland das wiederholen könnte, was gerade in Venezuela passiert ist“, so Barrot.

Epstein-Fotos veröffentlicht: Erschreckende Bilder von Trump, Gates und Co.

Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton taucht öfter in den Epstein-Akten auf – hier mit einer Frau auf dem Schoß.
Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton taucht öfter in den Epstein-Akten auf – hier mit einer Frau auf dem Schoß. © Department Of Justice/imago
Ein Foto aus den neuesten Veröffentlichungen der Epstein-Files zeigt Clinton schwimmend in einem Pool mit der Epstein-Vertrauten Ghislaine Maxwell und einer weiteren Frau, deren Gesicht geschwärzt ist.
Ein Foto aus den neuesten Veröffentlichungen der Epstein-Files zeigt Clinton schwimmend in einem Pool mit der Epstein-Vertrauten Ghislaine Maxwell und einer weiteren Frau, deren Gesicht geschwärzt ist. © Department Of Justice/imago
Auch das britische Königshaus ist in den neu veröffentlichten Fotos vertreten – in Form von Prinz Andrew, der es sich auf einer Reihe von Frauen bequem gemacht hat und der in Folge seiner Verbindungen zu Epstein von seinen royalen Verpflichtungen zurücktreten musste.
Auch das britische Königshaus ist in den neu veröffentlichten Fotos vertreten – in Form von Prinz Andrew, der es sich hier auf einer Reihe von Frauen bequem gemacht hat und der in Folge seiner Verbindungen zu Epstein von seinen royalen Verpflichtungen zurücktreten musste. © Department Of Justice/imago
Auch Zauberer David Copperfield ist in den neu veröffentlichten Epstein-Fotos in vertrauter Pose mit Ghislaine Maxwell im Bademantel zu sehen.
Auch Zauberer David Copperfield ist in den neu veröffentlichten Epstein-Fotos in vertrauter Pose mit Ghislaine Maxwell im Bademantel zu sehen. © Department Of Justice/imago
Die Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell gilt als gut vernetzt. Das Foto zeigt sie mit Rolling Stones-Frontmann Mick Jagger.
Die Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell gilt als gut vernetzt. Das Foto zeigt sie mit Rolling Stones-Frontmann Mick Jagger. © Department Of Justice/imago
Auch „King of Pop“ Michael Jackson hat sich mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ablichten lassen.
Auch „King of Pop“ Michael Jackson hat sich mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ablichten lassen.  © Department Of Justice/imago
Hier kocht Epstein mit Sultan Ahmed bin Sulayem, einem Geschäftsmann aus Dubai.
Die Demokraten haben weitere Fotos im Missbrauchsskandal um Jeffrey Epstein veröffentlich. Die Aufnahmen zeigen den verstorbenen Sexualstraftäter im Kontakt mit Promis und Politikern. Hier kocht Epstein mit Sultan Ahmed bin Sulayem, einem Geschäftsmann aus Dubai. © imago
n Bord von Epsteins Privatflugzeug
Zahlreiche Bilder zeigen Jeffrey Epstein in Begleitung junger Frauen, die mutmaßlich zu den Opfern des New Yorkers gehörten. Die Gesichter der Frauen sind unkenntlich gemacht, wie in diesem Bild, das wohl an Bord von Epsteins Privatflugzeug entstand. © imago
Zu Gast an Bord von Jeffrey Epsteins Flugzeug war auch Noam Chomsky, Wissenschaftler, Autor und politischer Aktivist.
Zu Gast an Bord von Jeffrey Epsteins Flugzeug war auch Noam Chomsky, Wissenschaftler, Autor und politischer Aktivist. © imago
Palm Beach
Epstein soll zwischen 2002 und 2005 minderjährige Mädchen mit Geld angelockt und sexuell missbraucht haben, unter anderem in New York, auf seiner Privatinsel Little St. James in der Karibik und in Florida. Sein Haus in Palm Beach lag nicht weit von Donald Trumps Anwesen Mar-a-Lago entfernt.  © Pedro Portal/Imago
Dean Kamen und Richard Branson, Chef des „Virgin“-Konzerns.
Mit seinem Flugzeug flog Jeffrey Epstein regelmäßig seine Privatinsel an, auf der er jahrelang Frauen und Mädchen missbraucht haben soll. Zu Gast auf der Insel waren, wie dieses Foto zeigt, auch Unternehmer Dean Kamen und Richard Branson, Chef des „Virgin“-Konzerns. © imago
Auf seinem Eiland, das zu den amerikanischen Jungferinseln zählt, soll Jeffrey Epstein zahlreiche Räume für seine Missbrauchspraktiken ausgerüstet haben.
Auf seinem Eiland, das zu den amerikanischen Jungferinseln zählt, soll Jeffrey Epstein zahlreiche Räume für seine Missbrauchspraktiken ausgerüstet haben. © imago
Weitere Aufnahmen von Jeffrey Epstein in Begleitung mehrerer junger Frauen. Der Ort des Bildes ist unbekannt.
Weitere Aufnahmen von Jeffrey Epstein in Begleitung mehrerer junger Frauen. Der Ort des Bildes ist unbekannt. © imago
Zu den engen Freunden Jeffrey Epstein gehörte offenbar auch Regisseur Woody Allen.
Zu den engen Freunden Jeffrey Epstein gehörte offenbar auch Regisseur Woody Allen. © imago
Hier ist der Regisseur an Bord eines Flugzeugs in Begleitung von Larry Summers zu sehen
Woody Allen taucht mehrmals auf Bildern aus den Epstein-Akten auf. Hier ist der Regisseur an Bord eines Flugzeugs in Begleitung von Larry Summers zu sehen. Der Professor für Wirtschaftswissenschaften war in den 1990er Jahren Chefökonom der Weltbank und Finanzminister im Kabinett von US-Präsident Bill Clinton. © imago
Woody Allen Arm in Arm mit Jeffrey Epstein.
Woody Allen Arm in Arm mit Jeffrey Epstein. © imago
Clinton zu den engen Freunden Jeffrey Epsteins
Dass Clinton zu den engen Freunden Jeffrey Epsteins gehörte, war bereits seit langem bekannt. Der ehemalige Präsident und Ehemann der späteren Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, ist auf zahlreichen Fotos gemeinsam mit dem Sexualstraftäter zu sehen. © imago
Ein weiterer enger Freund Jeffrey Epsteins: Bill Gates. Der Microsoft-Gründer und einstiger reichster Mensch der Welt ist auf diesem Bild aus den Epstein-Akten zu sehen.
Ebenfalls ein enger Freund Jeffrey Epsteins: Bill Gates. Der Microsoft-Gründer war früher mal der reichste Mensch der Welt, lebt mittlerweile in Scheidung und taucht mehrfach in den Epstein-Akten auf. © imago
Ein weiteres Foto von Bill Gates aus den Epstein-Akten.
Ein weiteres Foto von Bill Gates aus den Epstein-Akten. © imago
Jeffrey Epstein beim Dinner.
Jeffrey Epstein beim Dinner. Der Sexualstraftäter wurde 2019 verhaftet. Kurz darauf soll er in seiner Zelle Selbstmord begangen haben.  © imago
Jeffrey Epstein in Begleitung von Woody Allen und David Blaine
Diese Aufnahme zeigt Jeffrey Epstein in Begleitung von Woody Allen und David Blaine, einem Zauberkünstler aus den USA, der in den 1990er Jahren zum Star wurde. Blaine stammt wie Epstein aus den USA. © imago
Ort oder Zeitpunkt der Aufnahmen sind in den meisten Fällen nicht bekannt. Das gilt auch für dieses Foto, das Epstein im Kreis mehrerer Männer zeigt.
Ort oder Zeitpunkt der Aufnahmen sind in den meisten Fällen nicht bekannt. Das gilt auch für dieses Foto, das Epstein im Kreis mehrerer Männer zeigt. © imago
Alan Dershowitz und Jeffrey Epstein
Ein Foto zeigt Alan Dershowitz und Jeffrey Epstein. Der Star-Jurist, der sich einst gegen Donald Trump aussprach, ihn dann aber in vielen Fällen verteidigte, verteidigte unter anderem OJ Simpson, Mike Tyson – und Epstein. 2019 reichte Virginia Roberts Giuffre in Zusammenhang Klage gegen Dershowitz wegen sexuellen Missbrauchs und Rufschädigung ein. Dershowitz reagierte mit einer Gegenklage. Im November 2022 zog Giuffre ihre Klage gegen Dershowitz zurück. Drei Jahre später nahm Giuffre sich das Leben. © imago
Das berühmteste Gesicht, das sich auf den Bildern der Epstein-Akten findet, gehört Donald Trump.
Das berühmteste Gesicht, das sich auf den Bildern der Epstein-Akten findet, gehört Donald Trump. Der heutige US-Präsident pflegte vor seiner Zeit als Politiker eine freundschaftliche Beziehung zu Jeffrey Epstein. Das belegen mehrere Grußkarten, Briefe und Fotos. © imago
Trump und Epstein
Trump und Epstein lernten sich in der New Yorker High Society kennen. „Ich kenne Jeff seit 15 Jahren. Ein toller Kerl“, sagte Trump 2002 gegenüber dem New York Magazine. „Es macht viel Spaß, mit ihm zusammen zu sein. Man sagt sogar, dass er schöne Frauen genauso mag wie ich, und viele von ihnen sind eher jünger.“ © imago
Trump selbst bestritt immer wieder, in engem Kontakt zu Jeffrey Epstein gestanden zu haben.
Trump selbst bestritt immer wieder, in engem Kontakt zu Jeffrey Epstein gestanden zu haben. Doch immer mehr Fotos, die den heutigen US-Präsidenten bei Parties mit Epstein und in Begleitung zahlreicher jungen Frauen zeigen, deuten etwas anderes. © imago
Melania Trump, Donald Trump und Heidi Klum posieren für die Kameras.
Über Jeffrey Epstein soll Donald Trump in Kontakt zu Prince Andrew gekommen sein - ein weiterer enger Vertrauter des Sexualstraftäters. Epsteins Freundin und Komplizin Ghislaine Maxwell soll Trump und Andrew auf einer Party von Supermodel Heidi Klum bekannt gemacht haben. © imago
Im Austausch standen weitere Männer aus dem Dunstkreis von Donald Trump. Dieses Foto zeigt Trumps ehemaligem Berater, Steve Bannon. Der ultrarechte Vordenker traf sich mehrfach mit dem Sexualstraftäter, wie aus den Epstein-Akten hervorgeht.
Im Austausch standen weitere Männer aus dem Dunstkreis von Donald Trump. Dieses Foto zeigt Trumps ehemaligem Berater, Steve Bannon. Der ultrarechte Vordenker traf sich mehrfach mit dem Sexualstraftäter, wie aus den Epstein-Akten hervorgeht. © imago
Andere Fotos zeigen im Epstein-Fall sichergestellte Pässe. Dieser soll einer Frau aus Russland gehört haben. Wie die Pässe in Epsteins Besitz gekommen sind, ist unklar.
Andere Fotos zeigen im Epstein-Fall sichergestellte Pässe. Dieser soll einer Frau aus Russland gehört haben. Wie die Pässe in Epsteins Besitz gekommen sind, ist unklar. © afp
Dieser Pass soll einer Frau aus Litauen gehört haben. Auch er wurde offenbar im Besitz von Jeffrey Epstein gefunden.
Dieser Pass soll einer Frau aus Litauen gehört haben. Auch er wurde offenbar im Besitz von Jeffrey Epstein gefunden. © afp
Ein Foto der Epstein-Akten zeigt den Fuß einer Frau, auf dem ein Zitat aus Wladimir Nabokows Roman „Lolita“ geschrieben ist: „Sie war Lo, einfach Lo, am Morgen, vier Fuß zehn groß, in einer Socke stehend.“
Ein Foto der Epstein-Akten zeigt den Fuß einer Frau, auf dem ein Zitat aus Wladimir Nabokows Roman „Lolita“ geschrieben ist: „Sie war Lo, einfach Lo, am Morgen, vier Fuß zehn groß, in einer Socke stehend.“ © imago
Ein weiteres Zitat aus Nabokows „Lolita“ findet sich auf den Nacken einer Frau geschrieben.
Ein weiteres Zitat aus Nabokows „Lolita“ findet sich auf den Nacken einer Frau geschrieben. © imago

Drei Szenarien zeichnen sich ab: Wirtschaftsdruck auf Dänemark wäre einfachste US-Option

Mit Nachdruck bekräftigte der französische Außenminister die Haltung, die Emmanuel Macron während seines Besuchs auf der Arktisinsel im Juni formuliert hatte. Grönland stehe „nicht zum Verkauf“. Die Insel sei „europäisches Territorium und das bleibt es auch“. Paris unterstreicht damit seinen Willen, Dänemarks territoriale Integrität und die europäische Souveränität zu schützen. Ob sich wirtschaftliche oder politische Übernahmeversuche durch die USA abwehren lassen, bleibt jedoch eine offene Frage.

Derzeit zeichnen sich drei Optionen für eine stärkere US-Einmischung in Grönland ab, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) schreibt. Dem Bericht zufolge wäre wirtschaftlicher Druck auf Kopenhagen und Brüssel am einfachsten umsetzbar. Washington könne Importzölle anheben und damit dänische Konzerne wie Lego oder den Pharmakonzern Novo Nordisk treffen, der mit seiner Diätspritze Ozempic in den Vereinigten Staaten einen bedeutenden Absatzmarkt besitzt. Die Online-Geostrategie-Beratung Wikistrat halte auch einen auf Jahrzehnte befristeten Leihvertrag für denkbar. Grönland bliebe selbstverwaltet, müsste jedoch wirtschaftliche Erträge abtreten – ähnlich dem Abkommen, das Großbritannien bis 1997 Kontrolle über Hongkong sicherte.

Militärangriff wäre historische Bündniskrise: NATO-Allianz würde gelähmt oder zerbrechen

Geostrategisch brisanter wäre ein massiver Ausbau der bestehenden Militärpräsenz. Die seit 1951 existierende Basis, einst „Thule Air Base“, heute „Pitufik Space Base“ genannt, beherbergt gegenwärtig lediglich 150 Einsatzkräfte. Stationiert sind dort Einheiten der Weltraum-Streitkräfte, Truppen zur Verteidigung des nordamerikanischen Luftraums sowie ein Raketenfrühwarnsystem. Wegen der strategischen Lage ist die Anlage zentral für die Arktis-Strategie der USA. Eine deutliche Verstärkung könnte jedoch Russland und China auf den Plan rufen. Beide Mächte dürften nicht untätig bleiben, sollten die Verinigten Staaten offen größeren Anspruch auf die Arktis erheben.

Extrem wäre ein offen erklärter Angriff und die militärische Besetzung der Insel. Zwei NATO-Partner stünden einander in einem Krieg gegenüber, obwohl das Bündnis die gemeinsame Verteidigung aller Mitglieder vorsieht. Obwohl die Folgen für die internationale Ordnung kaum abzusehen sind, droht Trumps Team gerne mit einer solchen Option. Doch alle Szenarien bergen erhebliche Risiken für die USA und könnten eine gefährliche Eskalation in der Arktisregion auslösen.

Europa stellt sich hinter Grönland: Staats- und Regierungschefs betonen Recht des Volkes

Die Staats- und Regierungschefs der großen europäischen Mächte und Kanadas haben sich diese Woche hinter Grönland gestellt und erklärt, dass die arktische Insel ihrem Volk gehört. Aus deutschen Regierungskreisen hieß es laut Reuters, dass die Bundesregierung „eng mit anderen europäischen Ländern und Dänemark bei den nächsten Schritten in Bezug auf Grönland zusammenarbeitet“. Auch in Paris, wo Bundesaußenminister Johann Wadephul heute mit seinen Amtskollegen Barrot und Radosław Sikorski (Polen) zusammenkommt, steht das Grönland-Thema auf der Agenda. (Quellen: dpa, France Inter, Reuters, RND) (tpn)

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