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Lage im Ticker

Ukraine-Krieg aktuell: Russland fliegt „eine der heftigsten Angriffswellen“ – Tote und Verletzte

Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Russland beging laut Berichten eine der heftigsten Angriffs­wellen seit Beginn des Kriegs. In Kiew gab es mehrere Opfer.

Dieser News-Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. Weitere Entwicklungen und News können Sie in unserem neuen Ticker nachlesen.

Update, 7:27 Uhr: Zahlreiche Einwohner von Kiew suchten während des Luftangriffs in der Nacht Schutz in U-Bahn-Stationen. Videoaufnahmen der Nachrichtenagentur Reuters zeigten, wie Rettungskräfte sich bei ⁠Sonnenaufgang durch die Trümmer eines neunstöckigen Gebäudes arbeiteten. Es war der schwerste russische Schlag gegen das Land seit Mitte Juni, so die Nachrichtenagentur.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update vom 2. Juli, 6:48 Uhr: Mittlerweile melden Behörden aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens zehn Tote und 34 Verletzte bei der heftigen russischen Angriffswelle. Mehrstöckige Gebäude, darunter ein Hotel, seien in Brand geraten, einige Wohnhäuser wurden laut Kyiv Independent komplett zerstört. Dutzende Raketen und Marschflugkörper gingen demnach auf die Stadt nieder.

Ein Bericht sprach von „unglaublich lauten Explosionen“ in Kiew, die selbst in den tief unter der Erde gelegenen Luftschutzbunkern deutlich zu hören gewesen seien. Das genaue Ausmaß der Schäden war zunächst nicht überschaubar. Am frühen Morgen wurde zum wiederholten Mal der Luftalarm ausgelöst, verängstigte Bewohnerinnen und Bewohner suchten in U-Bahn-Stationen Zuflucht. Viele hätten dort laut Bericht Zelte aufgeschlagen, um die Nacht geschützt zu verbringen.

Auch in anderen Städten der Ukraine – darunter Saporischschja und Pawlohrad im Südosten sowie Sumy und Charkiw im Nordosten des Landes – gab es Berichten zufolge Luftalarm und Explosionen. Informationen zu möglichen Schäden und Opfern lagen zunächst nicht vor.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Update vom 2. Juli, 5:14 Uhr: Die Informationen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj haben sich offenbar bewahrheitet. Mehrere Städte sind in der Nacht zur Zielscheibe einer außergewöhnlich heftigen Angriffswelle russischer Kampfdrohnen, Raketen und Marschflugkörper geworden. Aus der Hauptstadt Kiew wurden der Deutschen Presse-Agentur zufolge am Abend und in der Nacht Explosionen gemeldet. Behörden melden mindestens elf Verletzte und ein Todesopfer. Die Zeitung Kyiv Independent spricht von „einer der heftigsten Angriffswellen seit Kriegsbeginn“.

Kiew: Eine Frau blickt auf ein Wohnhaus, das nach dem russischen Raketenangriff in der Nacht auf den 2. Juli in Flammen steht.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj warnt vor „massivem russischen Angriff“ in der Nacht

Update, 22:39 Uhr: Russland will nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj noch heute einen massiven Angriff auf die Ukraine ausführen. Das sagte Selenskyj bei einer Pressekonferenz in Dublin am Rande der Zeremonie zur Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Irland. 

Alle ein bis zwei Wochen führe Russland massive Angriffe mit Hunderten Drohnen und Dutzenden Raketen verschiedener Art aus, so der ukrainische Staatschef. „Heute gibt es die unangenehme Information über die nächste Vorbereitung eines solchen massiven russischen Angriffs“, sagte Selenskyj. Daher werde er direkt nach der Pressekonferenz rasch in die Ukraine zurückkehren. Die Menschen in seinem Land rief er auf, Alarmsignale zu beachten und Schutzräume aufzusuchen. 

Update, 18:42 Uhr: Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind nach ukrainischen Angaben mindestens sechs Menschen getötet und rund 50 weitere verletzt worden. In Charkiw im Nordosten des Landes wurde bei Angriffen mit sieben Gleitbomben ein 15-Jähriger getötet und 32 weitere Menschen wurden verletzt, wie der Bürgermeister Ihor Terechow im Onlinedienst Telegram meldete. In der südlichen Region Odessa wurden Regionalgouverneur Oleh Kiper zufolge bei einem Raketenangriff, der ein Feuer auslöste, zwei Menschen getötet und 15 weitere verletzt.

Ukraine-Krieg: Erste Anklage wegen Nord-Stream-Sabotage

Update, 17:27 Uhr: Es gibt nun eine erste Anklage wegen der Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines im Jahr 2022. Generalbundesanwalt Jens Rommel hat erstmals einen mutmaßlichen Saboteur der Nord-Stream-Pipelines angeklagt. Das berichten ARD, Süddeutsche Zeitung und Die Zeit. Dem Ukrainer Serhii K. werden demnach Angriffe auf zivile Energieinfrastruktur – nach Völkerstrafrecht ein Kriegsverbrechen –, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie Zerstörung von Bauwerken vorgeworfen.

K. soll das Sabotageteam angeführt und das Kommando auf der Segeljacht „Andromeda“ gehabt haben, von der aus der Anschlag im Herbst 2022 ausgeführt wurde. Er sitzt in Hamburg in Untersuchungshaft, nachdem er im vergangenen Sommer in Italien festgenommen worden war. Die Beweislast gegen K. soll erdrückend sein. Aus der Auslieferungshaft in Italien sprach er demnach am Telefon mit Verwandten und Bekannten über die Anschläge und belastete sich dabei selbst. Zudem fanden Ermittler auf seinem Mobiltelefon Beweise für seine Tatbeteiligung.

Update, 12.54 Uhr: Russland hat Pläne für eine neue Großoffensive gegen die Ukraine ausgearbeitet – darunter Szenarien zur Einnahme der Hauptstadt Kiew. Der ukrainische Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj warnte im Interview mit dem Fernsehsender TSN vor einem möglichen Vorstoß aus Richtung der russischen Region Brjansk auf die Region Tschernihiw. Die Details in: Droht eine neue Großoffensive? Putins Generäle schmieden Pläne für den Norden.

Russlands Wirtschaft am Boden: Putins Armee schießt zurück – doch Ukraine-Dauerfeuer geht weiter

Update, 12:26 Uhr: Die Ukraine setzt ihre Strategie der sogenannten „Langstrecken-Sanktionen“ gegen Russlands Kriegswirtschaft fort – und trifft Moskau dort, wo es wehtut: im Energiesektor. Wie die Frankfurter Rundschau von Ippen.Media berichtet, sank die tägliche Ölverarbeitung Anfang Juni auf den niedrigsten Stand seit über zwei Jahrzehnten. Die Hintergründe in: Russlands Wirtschaft am Boden.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew bittet EU um Freigabe von 6,6 Milliarden Euro für Militärhilfe

Update, 10:51 Uhr: Kiew drängt die EU-Mitgliedstaaten, freie Mittel aus einem europäischen Sonderfonds für die ukrainische Militärhilfe zu mobilisieren. Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow wandte sich dafür in einem Reuters vorliegenden Brief direkt an die Partner in der Europäischen Union.

Bei dem Sonderfonds der Europäischen Friedensfazilität (EFF) handelt es sich um einen bereits 2021 außerhalb des regulären EU-Haushalts eingerichteten Fonds, der inzwischen vorrangig der Unterstützung der Ukraine dient – verfügbar sind demnach noch 6,6 Milliarden Euro.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew verkündet neuen Schlag gegen Ölraffinerie in Ufa

Update, 10:01: Das ukrainische Militär hat die russische Ölraffinerie in Ufa erneut getroffen – sie liegt rund 1300 Kilometer von der Front entfernt. „Bereits zum zweiten Mal haben unsere Sanktionsantworten auf Russlands Hinauszögern des Krieges die Ölraffinerie in Ufa erreicht – einen der größten russischen Schmierstoffproduzenten“, erklärte Wolodymyr Selenskyj laut der Ukrajinska Prawda.

Ferner sei ein strategisches Objekt der russischen Kriegswirtschaft in der Region Pensa getroffen worden, so der ukrainische Präsident laut dem Bericht. Der Industriekomplex entwickle und produziere Komponenten für Raketenwaffen, mit denen Wladimir Putins Streitkräfte ukrainische Städte beschießen.

Update, 8.22 Uhr: Benzin ist in Russland vielerorts knapp geworden, denn die Ukraine hat Raffinerien mit Drohnenangriffen außer Betrieb gesetzt – jetzt zielen Moskauer Truppen auf die Treibstoffversorgung in der Ukraine. Russische Luftangriffe haben im ukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk über Nacht fünf Tankstellen getroffen.

Mehrere Brände seien ausgebrochen, teilte der Gouverneur des Gebiets auf Telegram mit. Eine Frau sei getötet worden, außerdem gebe es drei Verletzte. Der ukrainische Branchendienst Naftorynok hat seit April bereits mehr als 140 solcher Attacken gezählt. 

Die Angriffe auf ukrainische Tankstellen wirken wie eine Antwort auf die zunehmende russische sTreibstoffkrise. Russland, ein Großexporteur von Öl, führt deshalb nach Kreml-Angaben Gespräche über mögliche Treibstoffimporte.

Ukraine-Krieg aktuell: Russische Armee attackiert nachts mit mehr als 130 Drohnen

Update, 7:48 Uhr: Russland hat die Ukraine in der Nacht zum 1. Juli mit einer Welle aus Drohnen und Raketen angegriffen – die Luftabwehr wehrte den Großteil ab. Laut ukrainischer Luftwaffe wurden 130 Kampfdrohnen sowie eine X-59-Lenkrakete abgefangen oder zum Absturz gebracht.

Wie die Ukrainska Prawda unter Berufung auf das Kommando der Luftstreitkräfte berichtet, kamen dabei Kampfflugzeuge, Flugabwehrraketen, Einheiten zur elektronischen Kampfführung sowie mobile Feuergruppen zum Einsatz. Zum Zeitpunkt der Meldung dauerte der Angriff noch an – mehrere feindliche Drohnen befänden sich weiterhin im ukrainischen Luftraum.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj besiegelt Milliarden-Deal

Update, 1. Juli, 5:55 Uhr: Der schwedische Rüstungskonzern Saab hat einen milliardenschweren Rüstungsdeal mit der Ukraine besiegelt. 16 Kampfjets vom Typ Gripen E sollen in die Ukraine geliefert werden – das Vertragsvolumen beläuft sich laut Reuters auf rund 2,54 Milliarden Dollar.

Über den genauen Lieferzeitpunkt herrscht Uneinigkeit: Präsident Selenskyj kündigte auf Telegram an, die ersten Maschinen sollten bereits 2027 eintreffen. Saab hingegen plant die Auslieferung der Kampfjets frühestens für die Jahre 2029 bis 2030. Die Vereinbarung, die Selenskyj gemeinsam mit Ministerpräsident Ulf Kristersson getroffen hat, beinhaltet zudem technische Unterstützung für die ukrainischen Streitkräfte.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiews Streitkräfte attackieren von Russland genutzte Brücken

Update, 20:17 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben im Ukraine-Krieg zwei von russischen Truppen genutzte Brücken angegriffen. Das berichtet die Kyiv Post. Wie der ukrainische Generalstab mitteilte, wurden eine Straßenbrücke nahe Asow im besetzten Gebiet Saporischschja sowie eine Eisenbahnbrücke nahe Ichki auf der besetzten Krim getroffen.

Die Angriffe erfolgten am 29. Juni sowie in der Nacht zum 30. Juni und seien Teil der ukrainischen Kampagne zur Schwächung russischer Militär- und Wirtschaftskapazitäten, so der Generalstab. Demnach wurden zudem mehrere Drohnen-Kommandoposten und ein Kommandozentrum angegriffen. Das Ausmaß der Schäden werde noch ermittelt.

Ukraine-Krieg aktuell: Euroclear geht in Belgien gegen russische Zentralbank vor

Update, 19:45 Uhr: Euroclear verklagt die russische Zentralbank vor einem belgischen Zivilgericht. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Wertpapierverwahrstelle will damit ein russisches Urteil blockieren, das sie zur Zahlung von rund 220 Milliarden Euro Schadenersatz verpflichtet – wegen des Einfrierens russischer Vermögenswerte. Euroclear beruft sich auf die Einhaltung von EU-Sanktionen und bestreitet die Zuständigkeit russischer Gerichte. Die russische Notenbank bereitet nach eigenen Angaben eine Verteidigungsstrategie vor. Bei Euroclear in Brüssel liegt der Großteil der weltweit eingefrorenen russischen Vermögenswerte von rund 300 Milliarden Euro.

Update, 19:08 Uhr: Dänemark hat ein neues Militärhilfepaket für die Ukraine angekündigt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Dabei soll es sich um rund 4,4 Milliarden dänische Kronen handeln (etwa 590 Millionen Euro), wie die dänische Regierung mitteilte. Von dem Betrag sollen 1,3 Milliarden Kronen in das sogenannte dänische Modell fließen, mit dem die Beschaffungskosten der Ukraine über dessen eigene Rüstungsindustrie finanziert werden. Zudem seien weitere Mittel für weitreichende Artilleriemunition vorgesehen, wie Reuters berichtet.

Sendeverbot von russischem Staatssender RT in Deutschland rechtmäßig

Update, 18:08 Uhr: Das Sendeverbot für den russischen Staatssender RT in Deutschland ist rechtmäßig. Das entschied das Berliner Verwaltungsgericht am Dienstag. Kurz vor Russlands Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 hatte die Medienanstalt Berlin-Brandenburg einer mit russischen Staatsmedien zusammenhängenden Firma demnach zu Recht die Veranstaltung und Verbreitung des Programms untersagt, weil die Zulassung fehlte.

Die GmbH mit Sitz in Berlin wird inzwischen abgewickelt. Sie klagte gegen das Verbot und argumentierte, dass ihre sogenannte Großmuttergesellschaft TV Nowosti das Programm gestalte. Sie selbst produziere nur und liefere einzelnen Sendungen zu. Dieser Argumentation folgte das Gericht aber nicht, weil sich die Firma vor dem Sendestart mehrmals öffentlich anders geäußert habe.

Greenpeace: Russische Schattenflotte fährt öfters an Ostseeküste entlang

Update, 17:32 Uhr: Nach Angaben von Greenpeace sind mutmaßliche Schiffe der russischen Schattenflotte zuletzt dichter an der deutschen Ostseeküste entlanggefahren. Laut Auswertungen der Umweltschutzorganisation hielten die Schiffe in den zurückliegenden Monaten verstärkt Abstand von der schwedischen Küste. Schweden war zuletzt strikter gegen mutmaßliche Schattenflotten-Tanker vorgegangen und hatte Schiffe gestoppt.

Der Analyse zufolge wählten zwischen dem 6. März und dem 16. Juni 42 von insgesamt 136 Tankern, die Greenpeace der Schattenflotte zurechnet, eine längere Route nahe Rügen entlang der deutschen Küste. Im gleichen Vorjahreszeitraum sei es kein einziger gewesen.

Russland führt Gespräche mit anderen Ländern über Spritimporte

Update, 15:48 Uhr: Die Rohstoffmacht Russland führt nach Kremlangaben Gespräche mit anderen Ländern über mögliche Kraftstoffimporte. Kremlsprecher Dmitri Peskow stellte dies der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge in Aussicht, wenn Vereinbarungen zu annehmbaren Preisen erreicht würden. Das wäre ein weiterer Schritt auf dem Weg, den Markt zu stabilisieren, und ziele darauf, Panikkäufe abzuwehren. Konkrete Länder nannte er nicht. Aber es bestünden Kontakte, sagte Peskow.

Auch Vize-Regierungschef Alexander Nowak hatte Importe als mögliche Maßnahme genannt, um Stabilität auf dem heimischen Treibstoffmarkt zu sichern. 

Ukraine-Krieg aktuell: EU unterstützt Kiew bei Drohnenbeschaffung

Update, 13:18 Uhr: Die Ukraine erhält erste Mittel aus dem 90 Milliarden Euro schweren EU-Unterstützungsdarlehen für die Beschaffung von Drohnen. Die Europäische Kommission beginne am Dienstag mit der Auszahlung von 3,9 Milliarden Euro, teilte sie mit. Insgesamt sollen in einer ersten Tranche sechs Milliarden Euro für Drohnen nach Kiew fließen. Drohnen gelten demnach als Schlüsselfähigkeit, die es der Ukraine ermögliche, dem russischen Angriffskrieg standzuhalten.

„Diese Investitionen werden der Ukraine helfen, ihre Bürger zu schützen, ihre Souveränität zu verteidigen und die Sicherheit Europas zu stärken“, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Weitere Zahlungen sollen in den kommenden Tagen folgen. Das Geld dient laut Kommission der Drohnenbeschaffung und soll zugleich auch Munition, Flugkörper und Luftverteidigungssysteme abdecken. Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko bedankte sich bei der EU und ihren Partnern für die „rechtzeitige Unterstützung“. „Sie hilft uns bei dringendem Verteidigungsbedarf, erweitert die Produktion ukrainischer Drohnen, stärkt unsere Rüstungsindustrie und gewährleistet wichtige Lieferungen an die Front“, schrieb sie auf X.

Ukraine-Krieg aktuell: Baby bei Luftangriff auf Moskau getötet

Update, 10:48 Uhr: Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Region Moskau ist nach Angaben russischer Behörden ein sechs Monate altes Baby ums Leben gekommen. Eine Drohne habe in der Stadt Jegorjewsk, rund 100 Kilometer südöstlich der Hauptstadt, ein Wohnhaus in Brand gesetzt, erklärte der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, in sozialen Netzwerken. Das verletzte Kind sei auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben.

Worobjow zufolge wurden zudem 60 Drohnen über Orten rund um Moskau abgeschossen oder elektronisch außer Gefecht gesetzt. Offizielle Angaben zu möglichen Zielen und Einschlägen machte er nicht; entsprechende Informationen wurden auch in sozialen Netzwerken zunächst nicht veröffentlicht. Bereits am 18. Juni hatten ukrainische Drohnen bei einem Großangriff nach russischen Angaben den Luftverteidigungsring um Moskau durchbrochen und eine Raffinerie in der Hauptstadt getroffen. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, in der Nacht auf Dienstag seien landesweit 419 ukrainische Drohnen abgefangen worden. Im an die Ukraine grenzenden Gebiet Belgorod kam nach örtlichen Angaben bei einem Drohnenangriff ein Mann ums Leben, vier weitere Menschen wurden verletzt.

Ukraine-Krieg aktuell: Neue Zahlen zu Russlands Verlusten

Update, 9:53 Uhr: Russische Truppen setzen die ukrainischen Streitkräfte nach Angaben des Generalstabs entlang der gesamten Frontlinie weiter unter Druck. Demnach wehrten die ukrainischen Verteidigungskräfte innerhalb der vergangenen 24 Stunden 227 russische Vorstöße ab. Das teilte der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook mit (Stand: 08:00 Uhr am 30. Juni).

„Gestern [29. Juni] führten die Russen zwei Raketenangriffe mit drei Raketen sowie 78 Luftangriffe durch und warfen 237 gelenkte Bomben ab. Darüber hinaus setzten die Russen 9618 Kamikaze-Drohnen ein und führten 2835 Angriffe auf Siedlungen und Stellungen unserer Truppen durch, darunter 35 mit Mehrfachraketenwerfern“, heißt es in der Mitteilung.

Update, 9:23 Uhr: Russland hat nach Angaben des ukrainischen Generalstabs innerhalb der vergangenen 24 Stunden 1350 Soldaten getötet oder verwundet; damit seien die gesamten Personalverluste seit Beginn der großangelegten Invasion auf 1.403.550 gestiegen. Das teilte der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook mit. Demnach werden die gesamten Kampfverluste Russlands im Zeitraum vom 24. Februar 2022 bis zum 30. Juni 2026 wie folgt geschätzt (Zahlen in Klammern geben die jüngsten Verluste an):

  • rund 1.403.550 (+1350) Militärangehörige
  • 12.067 (+1) Panzer
  • 24.851 (+6) gepanzerte Kampffahrzeuge

Erstmeldung: Während Kiew im Ukraine-Krieg die Drohnenattacken gegen russisches Territorium intensiviert und Moskau in der Nacht zum Dienstag einen Großangriff auf seine Hauptstadt meldete, verdichten sich zugleich die Spannungen zwischen Wolodymyr Selenskyj und einem seiner wichtigsten Verbündeten: Polen. Parallel dazu geraten Russlands Schattenflotten-Tanker in deutschen Küstengewässern zunehmend ins Blickfeld, ohne dass die Behörden bislang entschieden eingreifen.

Ukraine-Krieg aktuell: Neue Drohnenattacken gemeldet

In der Nacht zum Dienstag wurde Moskau nach Angaben von Bürgermeister Sergej Sobjanin von einer großangelegten ukrainischen Drohnenattacke getroffen. Die Luftabwehr habe insgesamt 50 unbemannte Luftfahrzeuge abgeschossen, die auf die Hauptstadt zugesteuert seien. Flugbeschränkungen wurden für die Flughäfen Domodedowo und Schukowski verhängt. Videoaufnahmen des Telegram-Kanals Exilenova+ zeigten Drohnen über Moskau sowie Explosionen und einen Brand in der Stadt Jegorjewsk.

Im Zusammenhang mit den jüngsten Angriffen im Ukraine-Krieg wurden zwei Einschläge in Dubna gemeldet – einer Stadt, in der sich mit dem Kronstadt-Werk und dem Konstruktionsbüro Raduga gleich zwei bedeutende russische Rüstungsbetriebe befinden, die unter anderem Marschflugkörper des Typs Kh-101 produzieren. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, landesweit seien in der Nacht 419 ukrainische Drohnen abgefangen worden. Angaben zu Opfern oder Sachschäden machte Moskau zunächst nicht.

Bereits in den Tagen zuvor hatte die russische Luftabwehr nach eigenen Angaben 660 ukrainische Drohnen abgeschossen. Die Ukraine hat ihre Angriffe auf Ziele tief im russischen Hinterland in den vergangenen Monaten systematisch ausgeweitet und nimmt dabei vor allem Energieinfrastruktur ins Visier.

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