Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Washington Post

Trump weitet „Notstand“ in Hauptstadt aus: Nationalgarde verstärkt Präsenz

Bundespolizisten haben begonnen, Obdachlosenlager aufzusuchen und Graffiti zu beseitigen. Bis Ende der Woche wird weitere Truppenverstärkung erwartet.

Washington, D.C. – In den ersten 48 Stunden nach dem Einsatz von Bundespolizei und Nationalgarde durch Präsident Donald Trump in den Straßen von Washington D.C. zeichnete sich ein geteiltes Bild ab: Zum einen stellte der US-Präsident die Stadt in seiner Rhetorik als kriminelle Einöde dar. Das verurteilte die Bürgermeisterin von Washington D.C., Muriel E. Bowser (D). Zum anderen war vor Ort eine Aufstockung der Bundesressourcen zur Unterstützung der Polizei von Washington D.C. zu beobachten. Diese begrüßten sie und der Polizeichef.

Ausnahmezustand in Washington: Trump will Maßnahme verlängern und Polizeipräsenz ausbauen

Die Auswirkungen von Trumps Maßnahmen wurden am Dienstagabend (12. August) sichtbar. Truppen der Nationalgarde waren vor Ort. Agenten zahlreicher Bundesbehörden patrouillierten die Straßen Washingtons von der National Mall bis zu den belebten Straßen von Columbia Heights.

The Washington Post vier Wochen gratis lesen

Ihr Qualitäts-Ticket der washingtonpost.com: Holen Sie sich exklusive Recherchen und 200+ Geschichten vier Wochen gratis.

Das Weiße Haus erklärte, die nächtliche Operation werde bald zu einem 24-Stunden-Einsatz mit deutlich stärkerer Präsenz der Nationalgarde ausgeweitet. Trump kündigte an, er werde den Kongress um eine Verlängerung des Ausnahmezustands bitten, um die Polizei von Washington über 30 Tage hinaus unter Bundeskontrolle zu stellen.

„Wir werden eine Verlängerung beantragen – eine langfristige Verlängerung, denn 30 Tage reichen nicht aus“, sagte Trump am Mittwoch (13. August) und fügte hinzu, dass seine Regierung ein Gesetz zur Verbrechensbekämpfung vorantreiben werde, um die Stadt als „sehr positives Beispiel“ zu nutzen. Sprecher von Bowser und Generalstaatsanwalt Brian Schwalb (D) lehnten eine Stellungnahme ab.

Außergewöhnlicher Eingriff in die Selbstverwaltung Washingtons: Trump will Hauptstadt säubern

Trumps Exekutivmaßnahme stellt den außergewöhnlichsten Eingriff des Bundes in die Selbstverwaltung der Stadt seit Jahrzehnten dar. Sie kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Gewaltkriminalität nach einem historischen Anstieg im Jahr 2023 laut Angaben der Polizei von Washington auf dem niedrigsten Stand seit 30 Jahren ist.

Donald Trumps Orbit: Einflüsterer, Berater und Vertraute des Präsidenten

Karoline Leavitt, Pressesprecherin des Weißen Hauses unter Donald Trump
Der Posten der Pressesprecherin des Weißen Hauses war in der ersten Amtszeit Donald Trumps ein regelrechter Schleudersitz. Gleich viermal wechselte die Besetzung. Seit 2025 bekleidet Karoline Leavitt das Amt. Zum Zeitpunkt ihrer Ernennung war Leavitt gerade mal 27 Jahre alt und ist damit die jüngste Pressesprecherin, die das Weiße Haus jemals hatte. © CHIP SOMODEVILLA/AFP
Elon Musk, hier mit seiner Mutter (l.), seinem Sohn und First Lady Melania Trump
Elon Musk, hier mit seiner Mutter (l.) und seinem Sohn sowie First Lady Melania Trump (r.), leitete zu Beginn in der neuen Regierung von Donald Trump eine Abteilung für effizientes Regieren: das „Department of Government Efficiency“ (DOGE). Der Milliardär und mutmaßlich reichste Mensch der Welt sollte nach den Vorstellungen Trumps „den Weg ebnen, um die Regierungsbürokratie abzubauen, überflüssige Vorschriften zu streichen, verschwenderische Ausgaben zu kürzen und die Bundesbehörden umzustrukturieren“. Doch die Freundschaft zwischen Musk und Trump hielt nicht lange. Nach Musks Ausscheiden aus DOGE kam es öffentlich zum Streit. © Alex Brandon/dpa
Unterstützung soll Elon Musk von Vivek Ramaswamy erhalten.
Unterstützung sollte Elon Musk dabei von Vivek Ramaswamy erhalten. Der 39 Jahre alte Geschäftsmann hatte sich bei den Vorwahlen in den USA noch als Präsidentschaftskandidat der Republikaner beworben und war damals gegen Donald Trump angetreten. Nun sollen Musk und Ramaswamy zu zweit einen Posten besetzen und die Regierung effizienter gestalten. Trump nannte sie beide „wunderbare Amerikaner“. © IMAGO/MATT MARTON
Jeff Bezos, hier mit seiner Verlobten Lauren Sanchez kurz vor der gemeinsamen Hochzeit in Venedig.
Nach dem öffentlichen Streit zwischen Donald Trump und Elon Musk rückt dessen größter Konkurrent näher an den US-Präsidenten heran: Jeff Bezos, hier mit seiner Verlobten Lauren Sanchez kurz vor der gemeinsamen Hochzeit in Venedig. Der Amazon-Gründer ist auch Chef der Weltraumfirma Blue Origin, die Musks SpaceX im Kampf um Regierungsaufträge gerne den Rang ablaufen möchte. Wohl auch deshalb telefonierte Bezos in den vergangenen Wochen gleich mehrfach mit Trump. © imago
Lara Trump ist die Schwiegertochter Donald Trumps
Lara Trump ist die Schwiegertochter Donald Trumps und seit mehreren Jahren schwer aktiv in Politik und Medien. Die Ehefrau von Eric Trump tritt regelmäßig bei rechten TV-Sendern auf und ist seit 2024 Vorsitzende der Partei der Republikaner. Im Wahlkampf spielte die 42 Jahre alte, zweifache Mutter eine große Rolle und auch im Übergangsteam Donald Trumps soll sie eingebunden sein. Ob sie ein offizielles Amt übernehmen wird, ist bislang unklar. © IMAGO/Robin Rayne
Donald Trumps zweitältester Sohn Eric Trump
Donald Trumps zweitältester Sohn Eric Trump hatte beim Wahlsieg seines Vaters 2016 keine herausragende Rolle im Übergangsteam inne. Das soll laut US-Medien diesmal anders sein. Eric Trump soll wie seine Frau Lara bei Personalentscheidungen eingebunden sein und laut dem Rolling Stone Magazine sogar eine offizielles Amt im Weißen Haus anstreben. © Matt Freed/dpa
Charles Kushner soll unter Donald Trump US-Botschafter in Frankreich werden
Charles Kushner soll unter Donald Trump US-Botschafter in Frankreich werden. Der Vater von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner saß zwei Jahre im Gefängnis, ehe Trump ihn am Ende seiner ersten Amtszeit begnadigte. Kushner soll Steuern hinterzogen und Familienmitglieder bedroht und erpresst haben. © CHRIS HONDROS/AFP
Donald Trumps Tochter Tiffany Trump
Gerüchten zufolge könnte Tiffany Trump in Zukunft die Rolle Ivankas im Gefolge des gemeinsamen Vaters übernehmen. Die jüngste Tochter Donald Trumps trat im Wahlkampf 2024 deutlich häufiger als noch 2016 oder 2020 auf. Eine Position im Kabinett oder eine prestigeträchtige Funktion als Präsidentenberaterin in Washington DC kommt für die 31-Jährige aber wohl zu früh. © imago
Alina Habba soll Donald Trump als Beraterin des Präsidenten ins Weiße Haus folgen
Alina Habba soll Donald Trump als Beraterin des Präsidenten ins Weiße Haus folgen. Die 40 Jahre alte Anwältin vertrat Donald Trump unter anderem in dessen Prozess wegen Schweigegeldzahlung in New York. Bei den wochenlangen Verhandlungen stellte sich Habba regelmäßig vor dem Gerichtssaal der Presse und verteidigte ihren Mandanten. Den Prozess verlor Trump zwar, seiner Anwältin scheint er aber weiter zu vertrauen. © ANDREW HARNIK/AFP
Stephen Miller (2.v.r.), hier im Jahr 2017 zwischen Jared Kushner und Steve Bannon
Stephen Miller (2.v.r.), hier im Jahr 2017 zwischen Jared Kushner und Steve Bannon, war bereits in der ersten Administration von Donald Trump als Berater und Redenschreiber des Präsidenten tätig. Der 39 Jahre alte Jungpolitiker ist ein absoluter Hardliner in Sachen Migrationspolitik. Er gilt als geistiger Vater des Einreiseverbots für Muslime, das Trump 2017 erlassen hatte und warb im Vorfeld der US-Wahl 2024 für eine „100-prozentige Abschiebungspolitik“. Man werde „all diese kriminellen Migranten, die ins Land geströmt sind, als erstes abschieben“. Im neuen Weißen Haus Donald Trumps könnte Miller stellvertretender Stabschef werden. © Evan Vucci/dpa
Kash Patel ist langjähriger Trump-Vertrauter
Kash Patel ist langjähriger Trump-Vertrauter und gern gesehener Gast in rechten Podcast-Formaten wie dem „War Room“ von Steve Bannon. Trump ernannte den 44 Jahre alten Anwalt mit indischen Wurzeln zum Direktor des FBI. © IMAGO/Brett Johnsen
Thomas Douglas Homan war einst Polizist, wurde dann Beamter einer Einwanderungsbehörde und später politischer Kommentator im rechten Mediensprektrum
Thomas Douglas Homan war einst Polizist, wurde dann Beamter einer Einwanderungsbehörde und später politischer Kommentator im rechten Medienspektrum. Der 62 Jahre alte Politiker gilt als der Architekt hinter der Entscheidung der ersten Administration von Donald Trump, Migrantenfamilien in Käfige zu stecken und Kinder von ihren Eltern zu trennen. Mit Blick auf die neue Regierung Donald Trumps sagte Homan: „Illegalle Einwanderer sollten es jetzt mit der Angst zu tun haben.“ Trump gab bekannt, dass Homan als sogenannter „Grenz-Zar“ die Grenzsicherung und Abschiebepolitik koordinieren soll. © Lev Radin/Imago
Donald Trump wird Mike Huckabee als US-Botschafter nach Israel schicken.
Donald Trump wird Mike Huckabee als US-Botschafter nach Israel schicken. Der 69 Jahre alte Ex-Gouverneur war noch nie als Diplomat tätig, gilt aber als loyaler Verbündeter des künftigen Präsidenten. „Mike ist seit vielen Jahren ein großartiger Staatsdiener, Gouverneur und religiöser Führer“, sagte Trump in einer Erklärung. „Er liebt Israel und das israelische Volk, und ebenso liebt das israelische Volk ihn. Mike wird unermüdlich daran arbeiten, Frieden im Nahen Osten zu schaffen.“ Huckabee war einst Pastor einer baptistischen Kirche und wird der erste US-Botschafter in Israel sein, der nicht jüdischen Glaubens ist. © John Taggart/AFP
Michael George Glen Waltz, genannt Mike Waltz
Michael George Glen Waltz, genannt Mike Waltz, hat beste Chancen darauf, Sicherheitsberater in der neuen Administration von Donald Trump zu werden. Der 50 Jahre alte ehemalige Offizier gilt als ausgewiesener Sicherheitsexperte der Republikaner. 2018 wurde er erstmals in das US-Repräsentantenhaus gewählt. In der Vergangenheit machte sich Waltz für Verhandlungen mit Russland im Ukraine-Krieg stark. Er gilt außerdem als scharfer Kritiker der Chinas und steht für einen konfrontativen Kurs im Umgang mit der Volksrepublik. © Ted Shaffrey/dpa
Laura Loomer ist politische Aktivistin und Sprachrohr der neuen Ultrarechten in den USA
Laura Loomer ist politische Aktivistin und Sprachrohr der neuen Ultrarechten in den USA. Sie warnte nach dem TV-Duell zwischen Donald Trump und Kamala Harris vor „20.000 kannibalistischen Haitianern, die Haustiere in den Straßen von Ohio jagen und töten“. Donald Trump suchte die Nähe zu der 31 Jahre alten Influencerin, musste sich aber nach mehreren Skandalen rund um Loomer distanzieren. US-Medien vermuten, dass sich Trump nach seinem deutlichem Wahlsieg sicher genug fühlen würde, Loomer in seiner Arbeit im Weißen Haus einzubinden - entweder als Beraterin oder sogar ausgestattet mit einem offiziellem Amt. © IMAGO/Gray Adam/ABACA
Tucker Carlson, hier mit Donald Trump und Tulsi Gabbard
Tucker Carlson, hier mit Donald Trump und Tulsi Gabbard, wurde 2023 als erfolgreichster Kommentator des Senders von Fox News gefeuert. Seitdem ist er unabhängiger Moderator. Seine Rolle als wichtiger Einflüsterer des kommenden Präsidenten konnte er aber halten. Laut US-Medien soll der 55 Jahre alte Fernsehstar eine wichtige Rolle im Übergangsteam Trumps einnehmen. © IMAGO/Jen Golbeck
Eine deutlich wenige kontroverse Personalie ist Brendan Carr
Eine deutlich wenige kontroverse Personalie ist Brendan Carr. Er soll nach den Wünschen von Donald Trump Chef der US-Medienaufsichtsbehörde FCC werden. © IMAGO/Stefani Reynolds
Sebastian Gorka beriet Donald Trump bereits während seiner Amtszeit in Sachen Terrorismusbekämpfung
Sebastian Gorka beriet Donald Trump bereits während seiner Amtszeit in Sachen Terrorismusbekämpfung. Nachdem John Kelly aber das Amt des Stabschefs übernahm, wurde Gorka aus der Administration gedrängt. Nun soll der gebürtige Brite mit ungarischen Wurzeln zum leitenden Direktor für Terrorismusbekämpfung aufsteigen. Gorka gilt als enger Vertrauter von Trumps ehemaligen Berater, Steve Bannon. © CHANDAN KHANNA/AFP
Dr. Mehmet Oz ist Kardiologe und Fernsehmoderator
Dr. Mehmet Oz soll Donald Trumps Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. unterstützen. Der Kardiologe und Fernsehmoderator erlangte als Gesundheitsexperte in der Oprah Winfrey Show landesweite Berühmtheit. 2009 erhielt er seine eigene Fernsehshow: eine pseudowissenschaftliche Sendung über Gesundheitsthemen mit dem Namen „Dr. Oz Show“. 2022 trat Oz als Kandidat der Republikaner bei den Zwischenwahlen an, doch scheiterte beim Versuch, Senator des Bundesstaates Pennsylvania zu werden. Nun will Donald Trump den Fernsehmoderator doch noch nach Washington DC bringen. Der designierte Präsident nominierte Oz für den Posten des Administrators für das „Center for Medicare and Medicaid Services“. © IMAGO/Diannie Chavez/The Republic
Eine weitere TV-Persönlichkeit, die Donald Trump gerne in seinem Team hätte, ist Dr. Janette Nesheiwat
Eine weitere TV-Persönlichkeit, die Donald Trump gerne in seinem Team hätte, ist Dr. Janette Nesheiwat. Die zweifach approbierte Ärztin tritt regelmäßig bei Fox News auf. Sie soll den Posten des „Surgeon general“ übernehmen und damit eine wichtige Leitungsfunktion im öffentlichen Gesundheitsdienst der Vereinigten Staaten von Amerika.  © TERRY WYATT/AFP
Ebenfalls unter einem möglichen Gesundheitsminister Robert F. Kennedy soll Marty Makary arbeiten
Ebenfalls unter Gesundheitsminister Robert F. Kennedy soll Marty Makary arbeiten. Donald Trump will, dass der Chirurg die Bundesarzneimittelbehörde der USA leitet. Wie Kennedy vertrat auch Makary, aktuell als Arzt an der Johns-Hopkins-Universität tätig, konträre Ansichten zur Corona-Pandemie. © NOAM GALAI/AFP
der wahre Erfinder der politischen Karriere Donald Trumps: Steve Bannon
Er gilt vielen als der wahre Erfinder der politischen Karriere Donald Trumps: Steve Bannon. Der heute 71 Jahre alte Kommentator und Stratege folgte Trump nach dessen Wahlsieg 2016 als Chefberater kurzzeitig ins Weiße Haus. Die Beziehung der beiden, die bereits 2011 begann, kühlte ab. Im Umfeld Trumps blieb Bannon eine einflussreiche Stimme, wie sein Auftritt auf der rechtskonservativen Konferenz CPAC im Jahr 2025 beweist, auf der unter anderem J.D. Vance eine Rede hielt. © STEVEN HIRSCH/AFP
Paula Michelle White-Cain fungiert als spirituelle Wegweiserin Donald Trumps.
Paula Michelle White-Cain fungiert als spirituelle Wegweiserin Donald Trumps. Die 58 Jahre alte, zweimal geschiedene und dreimal verheiratete TV-Predigerin vertritt die Lehre des sogenannten Wohlstandsevangeliums, nach dem finanzieller Erfolg als sichtbarer Beweis für die Gunst Gottes gilt. Im Klartext: Wer reich ist, muss sich dafür nicht schämen oder gar fürchten, deshalb nicht ins Himmelreich eingehen zu können – egal, was Jesus Christius laut Bibel im Gleichnis vom Nadelöhr erzählt. © IMAGO/CNP / MediaPunch
Paula White ist „Chefberaterin des Glaubensbüros im Weißen Haus“
Seit dem 7. Februar 2025 ist White, hier ganz in weiß gekleidet, „Chefberaterin des Glaubensbüros im Weißen Haus“. Trump selbst hatte dieses Büro kurz zuvor ins Leben gerufen. Seine Aufgaben sind laut Bekanntmachung des Weißen Hauses „religiöse Einrichtungen, Gemeindeorganisationen und Gotteshäuser in ihren Bemühungen zu unterstützen, amerikanische Familien zu stärken, Arbeit und Selbstversorgung zu fördern und die Religionsfreiheit zu schützen“. Über ihre persönliche Verbindung zu Gott lässt White, die hier den Segen des Allvaters für Trump einholt, keine Zweifel aufkommen. „Wenn ich über den Rasen vor dem Weißen Haus laufe, dann wird der Boden unter meinen Füßen zu heiligem Boden“, so White in einer ihrer TV-Predigen. © IMAGO/White House Handout/White House
Peter Thiel ist seit langem Unterstützer Donald Trumps
Peter Thiel, hier in Begleitung der Publizistin Amy Chua, ist seit langem Unterstützer Donald Trumps. Thiel wurde 1967 in Frankfurt am Main geboren, wuchs aber in den USA und Südafrika auf. Seine Karriere als Tech-Unternehmer begann mit der Gründung des Bezahldienstes Paypal. Der Multimilliardär unterstützte Trump bereits bei seinem ersten Wahlkampf 2016 mit großzügigen Spenden und gilt außerdem als enger Vertrauter von Vizepräsident J.D. Vance. © LEIGH VOGEL
Dana White, Präsident der MMA-Kampfsportorganisation UFC,
Dana White, Präsident der MMA-Kampfsportorganisation UFC, ist seit Jahrzehnten ein enger Vertrauter Donald Trumps. Der hatte sich das Vertrauen Whites verdient, als er zu Beginn der UFC deren Veranstaltungen in seinen Casinos in Atlantic City genehmigte. White unterstützte Trump Jahre später bei dessen Wahlkampf 2016 und war geladener Gast bei der Amtseinfühung 2025. © IAN MAULE/AFP
David Sacks ist Multimillionär und guter Freund von Elon Musk.
David Sacks ist Multimillionär und guter Freund von Elon Musk. Sacks wird als Donald Trumps „KI- und Krypto-Zar“ fungieren. Vor der US-Wahl trieb Sacks im Silicon Valley Spendengelder für Trumps Kampagne ein und gabin seinem Podcast „All In“ mehrfach Wahlempfehlungen für Trump ab. Die Wahlnacht verbrachte Sacks an der Seite Trumps in dessen Wohnsitz Mar-a-Lago. © KAYLA BARTKOWSKI

Bislang verstehen hochrangige Beamte aus Washington, D.C. die Anordnung eher als partnerschaftliche Zusammenarbeit. Sie befürchten jedoch, dass Trumps wiederholte Verunglimpfungen der Hauptstadt als schmutzige Stadt, die für Einwohner und Besucher unsicher sei, ihrem Image auf nationaler Ebene dauerhaft schaden könnten.

Bürgermeisterin von Washington kritisiert: Trumps Vorgehen ist ein „autoritärer Vorstoß“

Bowser fasste die parallelen Reaktionen zusammen. Sie verkündete in zwei öffentlichen Auftritten innerhalb von 15 Stunden zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen eine doppelte Botschaft. In einer Zoom-Konferenz mit Gemeindevorstehern am Dienstagabend bezeichnete Bowser Trumps Vorgehen als „autoritären Vorstoß“. Damit verurteilte sie so deutlich wie nie zuvor die abwertende Darstellung des Distrikts, die Trump wiederholt gezeichnet hatte.

„Wir leben nicht in einer schmutzigen Stadt. Wir sind keine 700.000 Dreckskerle und Punks. Wir haben keine Viertel, die abgerissen werden sollten. Wir müssen unsere Geschichte klar darlegen“, sagte Bowser. Weiter sagte sie: „Wir müssen in unserem Bereich, in unserer Liga, alles tun, was wir können, um unsere Stadt und unsere Autonomie zu schützen“, um „diesen Kerl hinter uns zu lassen“.

Als sie jedoch am Mittwochmorgen bei FOX5 auftrat, zeigte sich Bowser zusammen mit der Polizeichefin von Washington, Pamela A. Smith, versöhnlicher. Sie sagte, dass verstärkte Strafverfolgungsmaßnahmen durch Partner auf Bundesebene der Stadt helfen könnten, die Kriminalität weiter zu senken und mehr Waffen von der Straße zu holen. Das spiegelt den pragmatischen Ansatz wider, den die Bürgermeisterin der tiefblauen Stadt seit Monaten in der zweiten Trump-Regierung verfolgt.

„Wir wollen sicherstellen, dass diese Verstärkung durch den Bund für uns von Nutzen ist, und genau daran hat die Polizeichefin sehr, sehr gut gearbeitet“, sagte Bowser. „Wir sprechen hier von 500 zusätzlichen Einsatzkräften im District of Columbia“, sagte Smith. „Wir haben zu wenig Polizeibeamte in Washington. Diese verstärkte Präsenz wird sich also positiv auf uns auswirken.“

Einsatz in Washington hat zwei Realitäten: Trump will Polizei nicht „herumzukommandieren“

Der Vorsitzende des D.C. Council, Phil Mendelson (D), sagte in einem Interview am Mittwoch, dass es „zwei Realitäten“ gebe: die eine, die vom Podium des Weißen Hauses verkündet wurde, wo Trump sagte, die Übernahme der Polizei von D.C. durch den Bund werde die Stadt vor „Verbrechen, Blutvergießen, Chaos und Elend“ retten – und die andere, „was tatsächlich passiert“.

Allen Anzeichen nach versuchten die Bundesbehörden nicht, „die MPD herumzukommandieren“. MPD ist die Abkürzung für das Washington D.C. Metropolitan Police Department. Sie holten vielmehr Ideen ein, wie sie helfen könnten. Das ist eine Art der Zusammenarbeit, die Mendelson laut eigener Aussage mit Bowser vereinbart hat und die er begrüßt. Smith sagte am Dienstag, sie habe Terry Cole, dem Leiter der Drogenbekämpfungsbehörde, den Trump mit der Aufsicht über die Polizei in Washington beauftragt hat, einen strategischen Plan vorgelegt.

FBI-Agenten patrouillieren am Dienstag in Washington, D.C., im Viertel Navy Yard.

„Ich denke, die Zusammenarbeit mit der MPD und die Bereitstellung zusätzlicher Ressourcen können nur von Vorteil sein“, sagte Mendelson. „Aber der Präsident hat eine nationale Plattform und er hat die Stadt als einen Sündenpfuhl der Kriminalität dargestellt. Wir wissen, dass das nicht stimmt, aber es schadet der Stadt.“

Trumps Eingriff in Washington: Stadt soll „sicher und schön“ werden

Trump griff Washington am Mittwoch (13. August) erneut an. Bei einer anderen Veranstaltung im Kennedy Center kündigte er seine Mission an, die Stadt „sicher und schön“ zu machen. Er sagte, er erwarte, dass die Republikaner eine Verlängerung des Ausnahmezustands in Washington „einstimmig“ durch eine gemeinsame Resolution beschließen würden – obwohl diese normalerweise dem Filibuster des Senats unterliegen und die Unterstützung der Demokraten erfordern würden.

Er fügte jedoch hinzu: „Ich möchte keinen nationalen Notstand ausrufen – wenn ich muss, werde ich es tun“, was darauf hindeutet, dass er einen alternativen Weg um den Kongress herum in Betracht ziehen könnte. Trump sagte, seine Regierung arbeite mit der Polizei von Washington und Bowser – „einer sehr netten Frau“ – zusammen, aber „wir müssen unseren Job machen“.

„Sie ist schon seit vielen Jahren hier, und die Zahlen sind schlechter als je zuvor“, sagte er und wies die von Beamten aus Washington D.C. angeführten Daten zurück. Er bezeichnete die Bewegung für die Staatsgründung als „lächerlich“ und sagte, er werde Washington D.C. zur schönsten Hauptstadt der Welt machen. Er bezeichnete die Stadt als „schmutzig“ und sagte, er werde eine kleine Summe für Renovierungsarbeiten, darunter Straßen- und Mittelstreifenverbesserungen, bereitstellen. „Wir brauchen eine schöne Oberfläche von einem sehr talentierten Asphaltierer, jemandem, der seine Arbeit macht. Wenn ich Bauunternehmer engagiere, dann nur die besten“, sagte er.

Trumps Strategie hinter Einsatz noch unklar: Beamten des Weißen Hauses nahmen mehr als 100 Personen fest

Die Strategie hinter dem verstärkten Einsatz von Bundespolizei schien am Mittwoch noch nicht ganz festzustehen. Seit Beginn der Operation am Donnerstag nahmen die Behörden laut einem Beamten des Weißen Hauses mehr als 100 Personen fest. Die Zahlen des Weißen Hauses umfassen 10 Haftbefehle und 23 Maßnahmen zur Durchsetzung der Einwanderungsgesetze.

Ein Beamter des Weißen Hauses sagte am Mittwoch, dass es keine Schätzung darüber gebe, wie viele Nationalgardisten am Mittwochabend in Washington D.C. erwartet würden, obwohl ursprünglich von mehr als 400 die Rede gewesen war. „Die operativen Details können sich ständig ändern“, sagte er.

Was die Bewertung des Erfolgs der Bundesoperation angeht, sagte Bowser gegenüber FOX5, dass bei ihrem Treffen mit Generalstaatsanwältin Pam Bondi und anderen Partnern der Bundesregierung am Mittwoch keine klaren Erfolgskriterien genannt worden seien. Sie sagte, dazu könnte auch die Beschlagnahmung weiterer illegaler Waffen auf den Straßen gehören.

„Wir möchten natürlich wissen, woran wir gemessen werden, und sie betrachten es als Erfolg, wenn mehr Präsenz gezeigt wird und mehr Waffen von den Straßen verschwinden, und das sehen wir genauso. Das ist es, woran die MPD jeden Tag arbeitet: mehr Waffen von der Straße zu holen.“

Zusammenarbeit mit dem FBI: Vollstreckung von Haftbefehlen und gemeinsame Patrouillen

Agenten und Beamte, die für die Verstärkung abgestellt wurden, erhielten täglich neue Aufträge. Das berichteten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen, die unter der Bedingung der Anonymität über operative Details sprachen. In den meisten Fällen brachten die Behörden Bundesbeamte, die mit der Polizeiarbeit in der Stadt weniger vertraut sind, mit Polizeibeamten aus Washington D.C. oder Beamten der Uniformed Division des US-Geheimdienstes zusammen, sagten die Personen.

Etwa 130 FBI-Agenten stellten sie für die Maßnahme ab, darunter auch Agenten, die vorübergehend aus den Außenstellen des FBI in Philadelphia und Baltimore entsandt wurden, sagten zwei Personen. In den ersten beiden Nächten der Operation führten sie gemeinsame Patrouillen mit Polizeibeamten aus Washington D.C. durch oder halfen bei Festnahmen im Zusammenhang mit offenen Haftbefehlen.

FBI-Direktor Kash Patel sagte X, dass die Agenten seit Montagabend zusammen mit lokalen Partnern mindestens 18 Festnahmen vorgenommen hätten. Darunter die Festnahme eines wegen Mordes gesuchten Verdächtigen sowie weiterer Personen, die wegen Trunkenheit am Steuer, Diebstahl, Körperverletzung und Verstoß gegen eine einstweilige Verfügung gesucht wurden. Die Agenten nahmen außerdem mehrere Personen wegen illegalen Waffenbesitzes fest, sagte er.

Wegen Obdachloser und hoher Kriminalität: Trump macht Drohung war und sendet Nationalgarde

Etwa die Hälfte der 800 mobilisierten Nationalgardisten sei eingetroffen. Einige von ihnen seien bereits auf den Straßen von Washington im Einsatz, sagte ein Armeeangehöriger, der unter der Bedingung der Anonymität weitere Details bekannt gab, die noch nicht veröffentlicht worden waren. Diese Truppen hätten am Dienstagabend in der Nähe der Polizeistation der US-Parkpolizei im Anacostia Park ihre Arbeit aufgenommen und patrouillierten in gut einsehbaren Bereichen, darunter auch die nationalen Denkmäler. Die Soldaten seien nicht bewaffnet, hätten aber bei Bedarf Waffen zur Verfügung, sagte der Beamte.

Der Einsatz der Nationalgarde macht die Drohungen Trumps gegenüber der Autonomie der Stadt, die er seit Monaten ausspricht, deutlich. Er setzt die Einwohner laut Kritikern potenziell unvorhersehbaren Begegnungen mit einer im Inland eingesetzten Streitmacht aus.

Während die Nationalgarde sich auf ihren Einsatz vorbereitete, beantwortete Bowser am Dienstagabend eine Stunde lang in einem Live-Video-Chat in den sozialen Medien Fragen der Einwohner. Sie räumte ein, dass sie nicht genau wisse, wie die Bundesressourcen eingesetzt würden. Sie gehe jedoch davon aus, dass die Nationalgarde in Bundesparks, Denkmälern und Bundesgebäuden eingesetzt werde, während die Bundespolizei in den Stadtteilen mit hoher Kriminalität zum Einsatz komme.

Sorge aus der Bevölkerung: Trumps Einsatz der Nationalgarde ängstigt Bürger Washingtons

Obwohl Bowser und Smith die Zusammenarbeit positiv bewerteten, äußerten die Einwohner Bedenken hinsichtlich der möglichen Folgen, die sich aus der Anwesenheit von Bundespolizisten auf den Straßen der Stadt, deren Kontakt mit den Einwohnern oder der Einschüchterung von Kindern ergeben könnten. Die Bürgermeisterin versprach, eine Möglichkeit für die Bevölkerung zu schaffen, um besorgniserregendes Verhalten von Bundesbeamten zu melden. Sie sagte, sie werde über Möglichkeiten nachdenken, wie die Präsenz der Polizei weniger einschüchternd wirken könne.

Um ehrlich zu sein, denke ich, dass ein Teil der Motivation darin besteht, gute Fernsehbilder und Verhaftungen in Washington zu bekommen. Lassen Sie Ihre Kinder also nicht Teil davon werden.

Muriel E. Bowser – Bürgermeisterin von Washington D.C.

Sie forderte Eltern auf, ihre Kinder genau im Auge zu behalten. Sie äußerte ihre Besorgnis, dass jedes Fehlverhalten großer Gruppen von Jugendlichen während Trumps Operation zu einem politischen Ziel werden könnte.

„Ich glaube, wir haben einige Kinder, die keine Kriminellen sind, aber sie schließen sich zu großen Gruppen zusammen und verursachen wirklich – sie verursachen Zerstörung“, sagte sie. „Und genau das ist es, was gutes Fernsehen macht. Und um ehrlich zu sein, denke ich, dass ein Teil der Motivation darin besteht, gute Fernsehbilder und Verhaftungen in Washington zu bekommen. Lassen Sie Ihre Kinder also nicht Teil davon werden.“

Sie beschrieb auch eine offensichtliche Spannung: Während sie sagte, sie sei „wirklich sauer“ über das Eindringen der Trump-Regierung in ihr Revier, habe sie auch das Gefühl, dass der Moment Pragmatismus erfordere. „Ich habe derzeit viele Aufgaben – und ein Teil davon besteht darin, uns praktisch durch diese Krise zu führen“, sagte Bowser.

Tara Copp, Jeremy Roebuck, Derek Hawkins, Olivia George, Dan Lamothe, Sophia Solano und Katie Mettler haben zu diesem Bericht beigetragen.

Zu den Autoren

Meagan Flynn berichtet im Metro-Team der Washington Post über die Regierung und Politik in Washington, D.C.

Emma Uber berichtet über Kriminalität und Strafjustiz in Washington, D.C.

Jenny Gathright berichtet für die Lokalredaktion der Washington Post über die Regierung und Politik der Stadt Washington, D.C. Bevor sie 2024 zur Washington Post kam, berichtete sie für WAMU 88.5 und DCist.com über den District of Columbia, vor allem über Strafrecht und öffentliche Sicherheit.

Erin Cox ist Reporterin für Regionalpolitik und Wirtschaft bei der Metro-Redaktion. Sie kam 2018 zur Washington Post und schreibt seit 2007 über Maryland. Senden Sie ihr vertrauliche Hinweise über Signal @erincox.30

Wir testen zurzeit maschinelle Übersetzungen. Dieser Artikel wurde aus dem Englischen automatisiert ins Deutsche übersetzt.

Dieser Artikel war zuerst am 14. August 2025 in englischer Sprache bei der „Washingtonpost.com“ erschienen – im Zuge einer Kooperation steht er nun in Übersetzung auch den Lesern der IPPEN.MEDIA-Portale zur Verfügung.

Rubriklistenbild: © Craig Hudson/The Washington Post

Kommentare