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Lage im Ticker

Iran-Krieg aktuell: Erstmals wieder Explosionen in Teheran – US-Kommando gibt Hormus-Begründung

Die aktuelle Lage im Iran-Krieg im Ticker: Das US-Militär fliegt neue Angriffe. Detonationen am Himmel über Teheran. Gefahr einer Eskalation wächst.

Update, 7:25 Uhr: Die Kosten des Iran-Kriegs sind immens. Nach Angaben von Pentagon-Chef Pete Hegseth liegen sie allein für die USA bei 37,5 Milliarden Dollar (rund 32 Milliarden Euro). Hegseth warb bei einer Anhörung im US-Senat für einen Nachtragshaushalt in Höhe von 67 Milliarden Dollar für das Verteidigungsministerium, um die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte zu sichern, verbrauchtes Material zu ersetzen und Investitionen in Munition sowie neue Waffen zu beschleunigen. 

Iran-Krieg aktuell: Explosionen in Teheran

Update, 22. Juli, 6:15 Uhr: Erstmals seit Beginn der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg ist in der Hauptstadt Teheran wieder die Flugabwehr aktiviert worden. Im Nordosten der Millionenmetropole waren in der Nacht dumpfe Detonationen zu hören, wie ein dpa-Reporter berichtete. Parallel zu den Explosionen in Teheran informierte das US-Militär über eine neue Welle von Angriffen auf militärische Ziele im Iran. Auch iranische Staatsmedien berichteten über Flugabwehrfeuer in verschiedenen Bezirken der Stadt, in der rund 15 Millionen Menschen leben. Kurz darauf herrschte wieder Ruhe – und das US-Militär gab das Ende seiner Angriffswelle bekannt.

In der Hauptstadt Teheran war in der Nacht die Flugabwehr im Einsatz. (Archivbild)

Mit den Attacken sollten die Möglichkeiten des Irans geschwächt werden, Handelsschiffe in der für den globalen Ölhandel wichtigen Straße von Hormus anzugreifen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf der Plattform X mit. Zu den Zielen der gut einstündigen Angriffswelle gehörten demnach militärische Kommandozentren, die iranische Marine und Standorte der Luftwaffe. Es war die elfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von den Kriegsparteien Iran, Israel und den USA. Die Angaben zum Iran-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Hegseth spricht vor US-Senat zur Lage im Iran-Krieg

Update, 22:14 Uhr: Das US-Militär hat nach Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth im Rahmen der Operation „Project Freedom“ zwischen 400 und 500 Millionen Barrel Öl durch die Straße von Hormus geleitet – trotz anhaltender iranischer Angriffe im Iran-Krieg. Das sagte der US-Verteidigungsminister am Dienstag vor dem Haushaltsausschuss des US-Senats. Die USA behielten „seit geraumer Zeit“ die Kontrolle über den Schiffsverkehr in der Meerenge, so der Minister. Öffentliche Tracking-Daten zeigen jedoch einen deutlichen Rückgang des Schiffsverkehrs, wie CNN berichtet.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Gefahr der nächsten Blockade im Iran-Krieg: Huthi-Miliz zwingt Schiffe zur Umkehr

Update, 20:56 Uhr: Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat eigenen Angaben zufolge sechs Schiffe in der Region im Rahmen ihrer verkündeten Blockade zur Umkehr gezwungen. Das berichtete die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba unter Berufung auf deren Militärkreise. Innerhalb von 24 Stunden seien sechs Schiffe nach Warnungen der Huthi umgekehrt, berichtete Saba. Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.

Update, 19:40 Uhr: Im festgefahrenen Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump erneut mit US-Angriffen auf das Areal rund um die iranische Atomeinrichtung gedroht, die als „Pickaxe Mountain“ bekannt ist. „Wir werden diesen Bereich in Kürze ins Visier nehmen, und zwar mit voller Wucht“, sagte er bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun. Bereits zuvor hatte der Republikaner eine entsprechende Attacke auf den Komplex angedroht, der im Berg Kuh-e Kolang südlich der Nuklearanlage Natans im Zentraliran liegt.

Trump betonte zudem, dass das US-Militär jede Anlage ins Visier nehmen werde, die die Führung in Teheran für atomare Zwecke nutzen wolle. Er drohte mit noch heftigeren Angriffen. „Ehrlich gesagt haben sie bislang nichts gesehen. Wir waren nett“, erklärte der US-Präsident in Gegenwart von Journalisten und Politikern.

Update, 18:58 Uhr: Die USA sind nach Angaben von Präsident Donald Trump grundsätzlich zu Gesprächen mit Vertretern des Irans bereit. Voraussetzung sei jedoch, dass Teheran ernsthaft an substanziellen Verhandlungen interessiert sei, sagte Trump bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus. „Sie wollen sich unbedingt treffen“, sagte Trump über die iranische Führung. „Solange sie aber nicht bereit sind, sich auf ernsthafte Weise zu treffen, haben wir keinerlei Interesse daran.“ 

Huthi-Blockade der Meerenge von Bab-el-Mandeb zwingt Tanker, umzudrehen

Update, 17:32 Uhr: Ein Tanker, der kürzlich den saudischen Hafen Yanbu mit Öl für China verlassen hatte, drehte unter Huthi-Drohungen an der jemenitischen Grenze um. Das berichtet CNN. Die Blockade treffe nun auch die alternativen Schifffahrtswege wie die Meerenge von Bab-el-Mandeb, die Saudi-Arabien angesichts des Iran-Kriegs und der gesperrten Straße von Hormus eingerichtet hatte. Die Meerenge Bab-el-Mandeb, die zum Roten Meer führt, war während des Konflikts bislang offen geblieben – laut CNN hatten Quellen zuvor gewarnt, dass der Iran die Huthis einsetzen könnte, um seine Verhandlungsposition gegenüber den USA zu stärken.

Update, 16:16 Uhr: Angesichts des wieder aufgeflammten Iran-Kriegs sieht die Internationale Energieagentur (IEA) die weltweite Ölversorgung zunehmend unter Druck. „Die Eskalation der Feindseligkeiten, von der die Straße von Hormus und die Energieinfrastruktur in der Region betroffen sind, verstärkt die Sorgen um die Versorgungssicherheit und die Unsicherheit hinsichtlich der Marktaussichten“, sagte IEA-Direktor Fatih Birol. „Bedrohungen für die Meerenge von Bab al-Mandab, die als Umgehungsroute für die Straße von Hormus zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, verschärfen diese Sorgen noch weiter.“

Die verfügbaren kommerziellen Lagerbestände schrumpften weiter und die Raffinerietätigkeit sowie das Produktangebot hätten nicht im gleichen Maße zugenommen wie die Rohöllieferungen, erklärte der IEA-Chef. Das bedeute, dass die Märkte für raffinierte Ölprodukte, darunter Diesel und Benzin, deutlich angespannter seien als die für Rohöl.

Iran greift Infrastrukturziele in Kuwait an – Ausmaß des Schadens unklar

Update, 14:52 Uhr: Mehrere Strom- und Meerwasserentsalzungsanlagen in Kuwait sind nach Regierungsangaben erneut Ziel iranischer Angriffe geworden. Durch die Attacken am Montagabend seien in mehreren Einrichtungen Brände ausgebrochen, erklärte das Ministerium für Elektrizität, Wasser und erneuerbare Energien am Mittag.

Der entstandene Schaden werde derzeit erfasst, während Arbeiten zur Reparatur und Wiederherstellung der betroffenen Anlagen vorbereitet würden. Mehrere Einheiten seien vorsorglich vom Netz genommen worden, um die Anlagen zu schützen und die Stabilität der Strom- und Wasserversorgung zu sichern.

Update, 13:19 Uhr: Die jordanische Armee hat nach eigenen Angaben zwei iranische Luftangriffe abgewehrt. Die Luftverteidigung habe „heute Mittag“ drei aus dem Iran gegen das Königreich abgefeuerte Raketen abgefangen und zerstört, teilte die jordanische Armee am heutigen Dienstag (21. Juli) mit. Zuvor hatte die Armee nach eigenen Angaben fünf iranische Drohnen abgefangen. Schäden oder Opfer wurden zunächst nicht gemeldet.

Iran-Krieg aktuell: Jordanien im Fadenkreuz des Nahost-Kriegs

Update, 12:14 Uhr: Die Spannungen im Nahen Osten erreichen einen neuen, gefährlichen Höhepunkt: Die jordanische Armee hat nach eigenen Angaben fünf iranische Drohnen in ihrem Luftraum abgefangen – ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr das pro-westliche Königreich zunehmend in das Fadenkreuz des Konflikts zwischen Washington und Teheran gerät. Jordanien, traditionell ein enger Verbündeter der USA und ein wichtiger Pufferstaat in der Region, wehrt sich damit gegen die Verletzung seiner Souveränität.

Gleichzeitig gossen die iranischen Revolutionsgarden weiter Öl ins Feuer: Auf ihrer Website Sepah News bestätigten sie einen direkten Angriff auf einen US-Militärstützpunkt in der Gegend von Rukban, nahe der syrischen Grenze. Zwar wurden bei diesem jüngsten Vorfall zunächst keine Opfer oder Sachschäden gemeldet, doch die Lage bleibt explosiv.

Iran-Krieg aktuell: Jordanische Armee fängt fünf iranische Drohnen ab

Update, 21. Juli, 11:15 Uhr: Jordaniens Armee hat nach eigenen Angaben erneut iranische Angriffe abgewehrt. In der Nacht und am Morgen seien fünf aus dem Iran abgefeuerte Drohnen abgefangen worden, teilten die Streitkräfte mit. Verletzte oder Sachschäden habe es nicht gegeben.

Die USA attackieren seit Tagen wieder Ziele im Iran, während Teheran Vergeltungsangriffe auf Länder mit US-Militärstützpunkten in der Region durchführt. In Jordanien sind wie in den Golfstaaten US-Soldaten stationiert.

Iran-Krieg aktuell: Trump droht mit nächster Eskalation – Vermittler hoffen auf neue Waffenruhe

Erstmeldung: Seit mehreren Nächten in Folge hat das US-Militär Ziele im Iran bombardiert und damit zu einer weiteren Eskalation des aktuellen Iran-Kriegs beigetragen. In der jüngsten Angriffswelle, die nach Angaben des zuständigen US-Regionalkommandos Centcom nach rund fünf Stunden endete, nahm das amerikanische Militär erneut militärische Einrichtungen ins Visier. Darunter befanden sich Luftverteidigungssysteme, Kommandozentralen sowie Startanlagen für Drohnen und Raketen. Ziel sei es, Irans Fähigkeit zu schwächen, Handelsschiffe in der für den globalen Energiehandel bedeutsamen Straße von Hormus anzugreifen.

Iranische Medien berichteten in der Nacht von Explosionen an mehreren Orten der Islamischen Republik. Laut der Nachrichtenagentur Tasnim wurden Detonationen aus Konarak in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan sowie aus der Hafenstadt Tschahbahar am Golf von Oman gemeldet. Der regierungsnahe Sender Press TV berichtete zudem von Angriffen auf das Gebiet der Stadt Schiras im zentralen Süden des Landes. Die Nachrichtenagentur Fars meldete Explosionen im Bereich der Insel Gheschm in der Straße von Hormus sowie bei der Großstadt Bandar Abbas.

Teheran führte seinerseits Vergeltungsschläge gegen Länder mit US-Militärpräsenz in der Region aus. Die iranische Armee erklärte, sie habe den US-Stützpunkt Arifjan in Kuwait mit Boden-Boden-Raketen angegriffen und dabei die dort stationierten Himars-Raketensysteme ins Visier genommen. Die kuwaitische Armee meldete auf der Plattform X die Abwehr „feindlicher Raketen- und Drohnenattacken“.

Jordaniens Streitkräfte gaben an, am Montagabend drei iranische Raketen abgeschossen zu haben, ohne dass es dabei Verletzte oder Sachschäden gegeben habe. Iranische Staatsmedien berichteten zudem von Angriffen auf ein Zentrum des US-Unternehmens Amazon in Bahrain sowie auf einen US-Militärstützpunkt in Jordanien – Bestätigungen aus den betroffenen Ländern lagen zunächst nicht vor.

Trotz der anhaltenden Militäroperationen bemühen sich regionale Vermittler Berichten zufolge um eine Deeskalation im aktuellen Iran-Krieg. Katar, Ägypten, Pakistan und weitere regionale Akteure hätten beiden Kriegsparteien einen Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe unterbreitet, berichteten das US-Nachrichtenportal Axios und das Wall Street Journal unter Berufung auf Quellen.

Die Vermittler befürchteten demnach, Washington und Teheran könnten in einen Kreislauf geraten, in dem sie den Konflikt zwar unterhalb der Schwelle eines umfassenden Krieges hielten, aber die regionalen Volkswirtschaften auf unbestimmte Zeit beeinträchtigten. Die US-Regierung prüfe den Vorschlag derzeit und habe Israel aufgefordert, Maßnahmen zu vermeiden, die das diplomatische Fenster schließen könnten, zitierte Axios US-Beamte.

Parallel dazu signalisierte Teheran trotz der Eskalation eine gewisse Verhandlungsbereitschaft. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, erklärte, der diplomatische Kanal bleibe offen. Vermittler hätten in den vergangenen Tagen Botschaften mit Teheran ausgetauscht. Iranische Medien berichteten, der Besuch von Innenminister Eskandar Momeni in Islamabad könnte Teil der iranischen Antwort auf diese diplomatischen Kontakte sein. Baghaei bezeichnete Diplomatie und militärische Verteidigung als „zwei starke Säulen“ zum Schutz der nationalen Interessen Irans.

Iran-Krieg aktuell: Revolutionsgarden verschärfen Ton – USA „unvergessliche Lektion“ erteilen

Deutlich schärfer fiel der Ton der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) aus. In einer offiziellen Erklärung, die an Ayatollah Mojtaba Khamenei gerichtet war, kündigten die Revolutionsgarden inmitten des aktuellen Iran-Kriegs an, den USA eine „unvergessliche Lektion“ zu erteilen. „Jetzt, da das kriminelle Amerika erneut den Weg des Irrtums, der Aggression und der Abenteuerpolitik gewählt hat, halten wir an diesem Versprechen fest: Wir werden mit Stärke, Entschlossenheit, Weisheit und Autorität die ‚unvergessliche Lektion‘ erteilen, die Sie angekündigt haben“, erklärten die IRGC.

Iranische Militärs vertreten die Auffassung, die Kämpfe müssten weitergehen, bis ein neues Abschreckungsgleichgewicht erreicht sei. „Vernunft gebietet, dass der Krieg weitergeführt wird, bis er einen Zustand vollständiger Abschreckung für die iranische Nation schafft“, erklärte Brigadegeneral Akrami-Nia.

Auch auf US-Seite ist die Rhetorik im aktuellen Iran-Krieg unverändert hart. „Jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er diesen Tod um ein Vielfaches bezahlen!“, schrieb US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social. Er habe Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Daniel Caine entsprechend angewiesen.

Diplomatie im Iran-Krieg: Trump empfängt Aoun

Unterdessen ist im Iran-Krieg die Straße von Hormus weiter umkämpft. Erneut wurde ein Tanker in der Meerenge angegriffen: Er sei vor der Küste des Omans von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO). Der Vorfall ereignete sich knapp 15 Kilometer nordöstlich des omanischen Ortes Limah. Bereits in den Stunden zuvor war ein weiteres Schiff in der Meerenge attackiert worden und in Brand geraten. Der Iran beansprucht die Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge und verlangt, dass Schiffe eine Route entlang seiner Küste nehmen.

Auf diplomatischer Ebene empfängt US-Präsident Trump heute den libanesischen Staatspräsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus. Es ist der erste Besuch eines libanesischen Staatschefs seit 2009. Im Mittelpunkt dürfte die Festigung der bestehenden Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz stehen. Aoun erhofft sich von dem Treffen ein US-amerikanisches Einwirken auf Israel, seine Truppen vollständig aus dem Südlibanon abzuziehen. Trotz der Waffenruhe greift Israel weiterhin Ziele in dem nördlichen Nachbarland an. Die Führung in Teheran verlangt für ein dauerhaftes Kriegsende unter anderem die eigene Kontrolle über die Straße von Hormus sowie ein Ende des Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah. (fbu mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © Arne Immanuel Bänsch/dpa

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