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Tote im russischen Angriffskrieg
Russlands Verluste steigen offenbar rapide – Ukraine spricht von „neuem Meilenstein“
Die russischen Verluste im Ukraine-Krieg sind historisch. Für die vergangenen Tage meldet Kiew einen deutlichen Anstieg.
Russland hat im Ukraine-Krieg zuletzt deutlich mehr Soldaten verloren als bisher üblich, wie zumindest das angegriffene Land behauptet. 1710 russische Soldaten seien am Mittwoch (18. März) verwundet oder getötet worden, teilte der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte mit. Am Dienstag waren es demnach noch 930, am Mittwoch 760. In den vergangenen Wochen lagen die Zahlen in einem ähnlichen Bereich.
Der ukrainische Generalstab meldet einen Anstieg der russischen Tagesverluste an der Front des von Wladimir Putin begonnenen Angriffskriegs. (Archivbild)
Grund für den eher ungewöhnlich starken Anstieg sind wohl die jüngsten russischen Sturmangriffe in den Regionen Donezk und Saporischschja. Allein hier – an einem Frontabschnitt von verhältnismäßig wenigen 100 Kilometern – wurden innerhalb von eineinhalb Tagen rund 900 russische Soldaten getötet oder verletzt, so das ukrainische Militär weiter. Von einem „neuen Meilenstein“ sprach der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Brovdi, auf Telegram.
Experten: 1,2 Millionen getötete oder verletzte russische Soldaten
Ebenfalls ukrainischen Angaben zufolge übersteigen die Verluste der Armee von Russlands Machthaber Wladimir Putin schon seit drei Monaten in Folge die Zahl der neuen Rekruten. Unabhängig überprüfen lassen sich weder die ukrainischen Angaben noch die aus dem Kreml, welche die eigenen Opferzahlen in der Regel niedriger angeben. Jenseits davon gibt es allerdings auch Schätzungen von Experten.
Nach Berechnungen von US-Wissenschaftlern sind in den etwa vier Jahren des russischen Angriffskrieges rund 1,2 Millionen Soldaten Russlands getötet oder verletzt worden. So gehen die Experten in einem Bericht der Denkfabrik Center for Strategic and International Studies (CSIS) von etwa 325.000 getöteten russischen Soldaten seit Februar 2022 aus. Für die Ukraine wurden die Verluste auf 500.000 bis 600.000 Soldaten beziffert, darunter 100.000 bis 140.000 Tote.
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Historisch hohe Verlustzahlen für Russland im Ukraine-Krieg
Die Angaben stammen von Ende Januar – sie sind die aktuellsten Gesamtzahlen zum Ukraine-Krieg von unabhängiger Seite. Das CSIS stützt sich bei den Zahlen nach eigenen Angaben auf Militärs, Geheimdienste und Regierungen verschiedener Länder. „In keinem Krieg seit dem Zweiten Weltkrieg hat eine Großmacht so hohe Verlust- und Todeszahlen erlitten“, schreiben die Autoren über die russische Seite.
Die Berechnungen aus den USA decken sich mit Angaben des ukrainischen Generalstabs, der von 1,23 Millionen getöteten oder verwundeten russischen Soldaten ausgeht. Die Dunkelziffer könnte jedoch noch höher liegen. Hinzu kommt, dass Verluste an der Front häufig mit Verzögerung gemeldet werden. (Quellen: dpa, Center for Strategic and International Studies, ukrainischer Generalstab) (grmo)